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Snookerblog

Graeme Dott bricht sich den Arm

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Während eines Fußballspiels unter Spielern in Shanghai hat sich Graeme Dott einen Armbruch zugezogen. Der Schotte hatte bereits seinen Flug nach Shanghai verpasst, ein Missgeschick, das ihm 2002 bei den China Open bereits passierte und damals eine 40-stündige Odyssee nach sich zog.

Diesmal scheint zwar der Ersatzflug schneller gewesen zu sein, das Glück war Dott dennoch nicht hold: Beim Versuch einen Ball mit der Hand zu stoppen wurde sein linker Arm so getroffen, dass ein Knochen brach.

Turnierdirektor Mike Ganley teilte mit, dass Dott möglicherweise schon beim Grand Prix antreten kann, der in 14 Tagen stattfindet.

2004 musste Dave Harold nach einem Handgelenkbruch fünf Turniere aussetzen, ähnlich erging es Anthony Hamilton 2000.

Dott wollte 2007 als Weltranglistenerster seinen Titel verteidigen, aktuell liegt er auf Platz 44 und wird durch die Verletzung weiter zurück geworfen.

Update: Wie Rolf Kalb schreibt ist es wohl eher ein Bruch des Handgelenks, eine viel wahrscheinlichere Verletzung, die aber nicht so schnell auskuriert sein wird. Zudem könnte die WSA entscheiden, dass Dott sich mit dem Fußballspiel einem unnötigen Risiko ausgesetzt hat und ihm deshalb die 700 Weltranglistenpunkte aberkennen, die ihm als gesetztem Spieler normalerweise zustehen.

Neuer Spieler-Verbund gegründet

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John Higgins hat die Gründung eines neuen Spieler-Verbundes angekündigt, deren Name „Professional Snooker Players Association“ lauten soll. Auch Pat Mooney (World Series of Snooker) und Barry Hearn (Matchroom/Premier League Snooker) trugen zur Gründung bei.

Die Spieler erhoffen sich dadurch mehr Mitbestimmung: „Bis jetzt hatten die Spieler kein wirkliches Mitspracherecht in welche Richtung sich der Sport entwickeln sollte, zum Glück wird sich das jetzt ändern.“, sagte John Higgins.

Die Frage ist, in wiefern das sich jetzt auf die eigentliche Spielergewerkschaft WSBPA auswirkt. Eine Spaltung ist unwahrscheinlich, aber möglich.

Was jetzt langsam aufgehoben wird ist die Zwitter-Stellung der WPBSA, die gleichzeitig für die Bestrafung der Spieler als auch für die Repräsentation der Spieler zuständig waren.

(Quellen: Dave Hendon, Daily Record)

Favoritensterben bei der Grand-Prix-Qualifikation

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Gerade einmal fünf von sechzehn gesetzten Spielern konnten sich in der Runde der letzten 48 gegen ihre qualifizierten Gegner durchsetzen. Eine der heftigsten Klatschen gab es dabei für Ken Doherty, der sich John Parrot glatt mit 0:5 geschlagen geben musste.

Doch auch andere klingende Namen scheiterten an dieser Hürde: Dominic Dale unterlag Jimmy Michie mit 4:5, Mark Williams Simon Bedford mit dem selben Ergebnis. Matthew Stevens und Stephen Lee kamen gegen David Gilbert bzw. Judd Trump über 2:5-Ergebnisse nicht hinaus und Nigel Bond musste sich Liang Wenbo 5:0 geschlagen geben.

Jimmy White war nach zwei erfolgreichen Qualifikationen für Main-Tour-Turniere in der dritten Qualifikationsrunde an Michael Holt mit 3:5 gescheitert, nachdem er zuvor Michael Georgiou und David Gray mit 5:1 bzw. 5:3 besiegt hatte. Wenn White so konstant weiter punktet sollte einem Verbleib auf der Maintour nichts entgegenstehen.

Update:

Die Ziehung für die Letzten 32 bietet mit Matches wie Robertson–Davis, Dott–Trump und O’Sullivan–Wenbo einiges an spannendem Matchpotenzial.

Walden triumphiert in Belgien

Bei den Belgium Open in Duffel hat sich Ricky Walden in beachtlicher Manier gegen seine Gegner durchgesetzt und somit das Turnier gewonnen.

Lasse Münstermann musste sich in der Runde der Letzten 32 Graeme Dott geschlagen geben, der danach noch ins Finale einziehen sollte. Dabei besiegte er Gerard Greene und Mark Williams jeweils mit 3:2 und Stephen Maguire eindrucksvoll mit 3:0. Walden konnte in der Runde der Letzten 32 den Lokalmatadoren Björn Haneveer mit 3:0 ausschalten und gewann im Anschluss gegen Neil Robertson (3:2), Tom Ford und Dave Harold (3:1).

Harold zeigte sich nach der Northern Ireland Trophy wieder in bestechender Form, gewann gegen den haushohen Favoriten Mark Selby mit 3:2. Im Halbfinale hätte er sogar beinahe ein Maximum-Break geschafft, verschoss jedoch bei 122 Punkten eine die letzte Grüne vom Spot.

Im Finale dominierte dann Ricky Walden Graeme Dott nach belieben, spielte in den ersten drei Frames über 50 Punkte und konnte auch den vierten Frame für sich entscheiden.

Das höchste Turnierbreak spielte in der Vorrunde Neil Robertson mit 142 Punkten.

Ebdon-Match unter Wett-Beobachtung

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Wie heute im Guardian veröffentlicht wurde, ermittelt die englische Glücksspiel-Kommission wegen eines Matches bei der Northern Ireland Trophy.

Dort hatte Peter Ebdon überraschend mit 0:5 gegen den Chinesen Liang Wenbo verloren. Ein Sprecher des Buchmachers „William Hill“ bestätigte: Sechs Wetten von £100 wurden platziert, dazu eine von £200. Die Quote betrug 28:1 für ein 5:0-Ergebnis. Es mussten £25,000 ausgezahlt werden.

„Er [Liang] spielte sehr gut. Ich hatte nur ein paar Halb-Chancen. Wir trainieren oft zusammen, er hat ein großes Talent.“ Peter Ebdon nach dem Match bei der Northern Ireland Trophy

Der Wettanbieter „Stan James“ beobachte vier Wetten auf dieses ungewöhnliche Ergebnis, und auch an „Totesport“ wurde dieser Wettwunsch herangetragen. Sie bieten jedoch keine Wetten auf Ergebnisse in diesen frühen Runden an.

Liangs Manager sagte, dass sein Klient nichts von diesem Wettverhalten gewusst habe und auch nicht von jemanden darauf angesprochen wurde das Ergebnis des Matches zu verfälschen.

„Das interessiert mich nicht. Es ist nichts, was ich kommentieren möchte. Ich gehe raus und gebe mein bestes.“ lies Ebdon verlautbaren.

Perry mit Glanzstart in die Premier League

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Mit 4:2 besiegte Joe Perry am Donnerstag den Titelverteidiger und Weltmeister Ronnie O’Sullivan in der Premier League Saison 2008. Es war überhaupt der erste Sieg von Perry gegen O’Sullivan.

Am Anfang des Matches gewann Perry in beeindruckender Manier gleich drei Frames hintereinander. „Ich bin wirklich damit zufrieden“, sagte er im Interview nach dem Match. „Ich wusste nicht, was ich zu erwarten hatte.“

Nach dem 0:3-Rückstand kam O’Sullivan zwar besser ins Match, wirkte aber zeitweise unkonzentriert und fahrig, bereits im ersten Frame hatte er eine einfache Pinke auf die Ecktasche verschossen. Perry konnte aber den Sack erst einmal nicht zumachen, sondern musste zwei Frames abgeben in denen O’Sullivan Breaks von 38 und 58 Punkten spielte. Perry hatte zuvor bereits Breaks von 40, 50, 55 und 103 Punkten gespielt. Den letzten, hart umkämpften Frame holte sich Perry dann knapp.

In der anderen Begegnung zwischen John Higgins und Ding Junhui kam es zu einem Unentschieden. Ding führt zwar mit 3:0, doch John Higgins glich noch einmal aus, unter anderem indem er in Frame 5 mit einer 50er-Clearence ein vorheriges 50er-Break von Ding konterte und so den Frame doch noch einmal gewann.

Damit stehen die beiden Neulinge, Mark Selby und Joe Perry, auf den ersten beiden Platzen. Für O’Sullivan ist noch nichts verloren, im letzten Jahr war er mit einem Sieg und zwei Niederlagen in die Saison gestartet und gewann den Titel dennoch.

Nächste Woche betreten die Altmeister Steve Davis und Stephen Hendry die Premier-League-Bühne. Ihre Gegner werden die beiden Neulinge, Joe Perry und Mark Selby, sein. Das verspricht ein spannender Snookerabend zu werden.

Keine optimalen Trainingsbedingungen: Einsle und Santos wieder in Deutschland

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Die beiden deutschen Ausnahmetalente Patrick Einsle und Itaro Santos wollten eigentlich in England, dem Mutterland des Snooker, leben und trainieren. Doch es kam anders und so sind beide nach wenigen Tagen wieder nach Deutschland zurückgekehrt, wie Einsle in einem Interview mit Thomas Hein bei Snookermania berichtet.

„Wirklich viele gute Spieler an einem Ort vorzufinden ist wirklich schwierig“, berichtete Einsle. Zudem spielten diese guten Spieler auch noch auf „sehr schlechtem Material“, in manchen Spielhallen seien Tische vor mehr als 5 Jahren neu Überzogen gewesen.

Die Snooker Academy wäre natürlich ein optimaler Platz zum Training gewesen, doch der Preis spricht gegen eine Ausbildung dort.

„Wir bekommen in Dortmund vom Verein einen Tisch zur Verfügung gestellt, den wir richtig gut auf Vordermann bringen werden. Wir haben uns schon eine Tischbeheizung, wie man sie in Pontins auch vorfindet, angeschafft. Jetzt fehlt uns nur noch ein Licht, dass wir aber von BCE bestellen werden. Bälle und Tuch sollten kein Problem sein. Dann werden wir in Dortmund einen fast gleichen Tisch wie in Pontins haben und können uns gut auf die Turniere vorbereiten.“ Patrick Einsle

Zudem sind dann zwei Spieler, die in der PIOS-Serie ganz oben stehen, in Dortmund angesiedelt. Neben Patrick Einsle, momentan 7., wird nämlich auch der Thailänder Noppadol Sangnil, momentan 4., regelmäßig mit Einsle und Santos trainieren und von Dortmund aus auch zur Open Series zu fliegen.

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