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Snookerblog

Jin Long bestraft

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Jin Long wurde vom Disziplinarausschuss der WPBSA zu einer Geldstrafe von £150 bestraft, da er in der Masters-Qualifikation im November Frames zu früh aufgegeben hatte. Wie früh ist nicht bekannt.

Die Regel wurde seitdem so verändert, dass eindeutige Situationen (z.B. Frameball liegt vor der Tasche) nicht mehr bestraft werden müssen und der Schiedsrichter Entscheidungsspielraum hat. So wurde bspw. Ronnie O’Sullivan in seinem Match gegen Joe Perry nicht bestraft nachdem er den blauen Frameball beim Spielstand von 23:0 vor der Tasche liegen ließ und aufgab.

Zudem hat die WPBSA angekündigt in Zukunft die Ergebnisse der Disziplinarkomission zu veröffentlichen.

(Quelle: Dave Hendon, SnookerScene)

Vor der WM: Top 32

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Auch wenn spekuliert werden darf, ob ein Top 32-Platz überhaupt ein Vorteil ist: Heiß begehrt dürfte Platz 32 — derzeit besetzt vom nicht für die Weltmeisterschaft qualifizierten Anthony Hamilton — dennoch sein. Fünf Spieler haben derzeit noch die Möglichkeit, in die Gruppe der Spieler, die in der kommenden Saison nur ein Qualifikationsmatch bestreiten müssen, vorzustoßen. (Basierend auf einem Very Provisional Ranking, welches bereits die Ergebnisse der WM-Qualifikation und die „seeded loser points“ für die Top 16 einbezieht.)

Eher theoretischer Natur dürfte diese Chance für Rory McLeod (in der 1. Runde gegen Mark King), Jamie Burnett (gegen Stephen Maguire), Andrew Higginson (gegen Shaun Murphy) und Martin Gould (gegen Mark Allen) sein — diese vier Spieler müssten mindestens das Halbfinale, Gould gar mindestens das Finale erreichen, um Hamilton noch einholen zu können. Aufgrund der Auslosung kann zudem nur Burnett, McLeod oder Higginson das Halbfinale erreichen — ein Großteil der Top 32 kann also mehr oder weniger durchatmen.

Bessere Chancen hat da schon Graeme Dott, derzeit tagesaktuell auf Rang 34 geführt. Dott müsste „nur“ sein Auftaktmatch gegen Barry Hawkins gewinnen, um den „Sheriff of Pottingham“ abzufangen. Kein leichtes Unterfangen jedoch, denn Hawkins kämpft in Sheffield auch darum, Platz 16 und damit einen gesetzten Platz bei den Ranglistenturnieren der kommenden Saison zu verteidigen.

Vor der WM: Ranglistenplätze

In 12 Tagen beginnt bekanntlich der Höhepunkt der Saison, die Weltmeisterschaft in Sheffield. Zeit für einen Blick in die unteren Regionen des (Very) Provisional Ranking.

Die über die Ranglisten festgelegten Plätze auf der Main Tour 2009/10 stehen bereits fest, da sich weder an den Top 64 des Provisional noch an den besten acht der Einjahreswertung, welche nicht zu diesen Top 64 gehören, etwas ändern wird — der im VPR am niedrigsten platzierte Spieler, der an der WM teilnehmen wird, ist Martin Gould, der tagesaktuell auf Rang 46 steht.

Der letzte freie Platz in den Top 64 ging an Peter Lines, nachdem David Gray, immerhin 2003/03 die Nummer 12 der offiziellen Wertung, sich in Beijing nicht retten konnte — Lines ist damit neben Liu Song der einzige Spieler ohne Platz in der offiziellen Rangliste, der sich auf diese Weise neu beziehungsweise (in beiden Fällen) erneut für die Main Tour qualifizieren konnte. Ebenfalls wieder in den Top 64 ist Jimmy White, der nunmehr auf Platz 56 steht und somit im kommenden Jahr ein Qualfikationsmatch weniger spielen muss. Aus den offiziellen Top 64 fallen neben Gray noch Ian Preece und Andrew Norman.

Den Abschied der drei Letztgenannten von der Main Tour besiegeln die acht Plätze, welche an die besten nicht zu den Top 64 des Provisional gehörenden Spieler der Einjahreswertung vergeben werden — ihre Ranglistenpunkte reichen auch für diese Wertung nicht. Diese Plätze gehen an Matt Selt, Matthew Couch, Lee Spick, Hunter-Stipendiat Daniel Wells, Li Hang, Simon Bedford, Patrick Wallace und Atthasit Mahitthi.

Ebdon triumphiert in Beijing

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Bei den China Open in Beijing hat sich Peter Ebdon gegen John Higgins durchgesetzt. Im Finale dominierte der Engländer zwar, schaffte aber nie einen Abstand von mehr als zwei Frames.

Nachdem in der ersten Session die ersten vier Frames geteilt wurden nutzte Ebdon Unkonzentriertheiten von Higgins um mit 4:2 in Führung zu gehen und schließlich mit 5:4 mit knappen Vorteilen in Session zwei zu starten. Es folgte eine knappe, zerfahrene Entscheidung. Ebdon gewann einen Frame zum 6:4, Higgins glich aus.

Abwechselnd gewann nun Ebdon Frames und Higgins glich aus, bis es 8:8 stand. Im 17. Frame gab es insgesamt nur 67 vergebene Punkte, 20 davon gingen rein durch Fouls von Higgins an Ebdon, 3 konnte sich Higgins sichern. Umkämpfter geht es wirklich kaum.

Noch ein Frame fehlte Ebdon dann zum Sieg und den sicherte er sich mit einem Break von 71 Punkten. Bezeichnend für den Matchverlauf, das es das vierthöchste Break des Matches war: In der Anfangsphase gelangen Ebdon Breaks von 84 und 108 Punkten. Higgins kann sich immerhin über den halben Scheck für das höchste Turnierbreak freuen: Mit einem 140er-Break in Frame 10 stellte er die Leistung von Ricky Walden ein.

„Keiner von uns beiden war in Top-Form und es war eine nervöse Angelegenheit. Am Ende habe ich besser die Ruhe bewahren können.“, sagte Ebdon nach dem Match und Higgins fügte hinzu: „Peter hat auch nicht großartig gespielt, aber er war besser als ich. Manchmal spielt er verrückte Bälle und man weiß nie, was als nächstes passiert. Mit seinem Break im letzten Frame hat er aber seine Klasse gezeigt.“

Quelle der Zitate: Eurosport

„Betfred“ Sponsor der WM

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Das Schreckenszenario „Sponsorfreie WM“ ist vom Tisch. Wie durchsickerte wird „Betfred“ zusätzlich zur Premier League auch die Maintour unterstützen und Titelsponsor der WM werden. Nach dem plötzlichen Ausfall des Titelsponsors 888.com letzten August kann die WSA also aufatmen. Das Masters, das wichtigste Einladungsturnier, war bereits ohne Sponsor ausgekommen.

Betfred wurde 1967 gegründet und ist eine Buchmacherfirma mit 700 Wettgeschäften in Großbritannien. Es ist die größte privatwirtschaftliche Wettanstalt der Welt. Neben der Snooker Premier League ist war Betfred auch Sponsor und ist offizieller Wettpartner von Manchester United.

Die Verantwortlichen der WSA scheinen sehr hart verhandelt zu haben, bis zur WM sind es schließlich keine 14 Tage mehr. Für einen soliden 4-Jahres-Vertrag, der mit 2 Millionen Pfund dotiert ist sicherlich kein schlechter Handel. Die Frage ist, ob tatsächlich nur noch Wettanbieter in Europa für ein Snooker-Sponsoring aufkommen können, für Auto- oder Kleidungshersteller sollte Snooker doch ein klasse Markenumfeld bieten.

Immerhin können wir mit dem Gedanken spielen, das die nächste WM-Qualifikation auch im Internet ausgestrahlt werden könnte – schließlich lässt Betfred ja auch Championship und Premier League dort ausstrahlen und einem Wettanbieter kann ja eigentlich nichts besseres passieren.

Korrektur: Betfred war Sponsor der Premier League. Der aktuelle Sponsor ist PartyPoker.net.

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