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Snookerblog

Jin Long bestraft

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Jin Long wurde vom Disziplinarausschuss der WPBSA zu einer Geldstrafe von £150 bestraft, da er in der Masters-Qualifikation im November Frames zu früh aufgegeben hatte. Wie früh ist nicht bekannt.

Die Regel wurde seitdem so verändert, dass eindeutige Situationen (z.B. Frameball liegt vor der Tasche) nicht mehr bestraft werden müssen und der Schiedsrichter Entscheidungsspielraum hat. So wurde bspw. Ronnie O’Sullivan in seinem Match gegen Joe Perry nicht bestraft nachdem er den blauen Frameball beim Spielstand von 23:0 vor der Tasche liegen ließ und aufgab.

Zudem hat die WPBSA angekündigt in Zukunft die Ergebnisse der Disziplinarkomission zu veröffentlichen.

(Quelle: Dave Hendon, SnookerScene)

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O’Sullivan siegt willensstark

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Am Sonntag (entschuldigt die Verspätung) hat Ronnie O’Sullivan Titelverteidiger Mark Selby im Mastersfinale besiegt. Dabei konnte „The Rocket“ nicht, wie er es so gerne tut, mit großem Abstand gewinnen, sondern musste um jeden Frame, in diesem Match zweier gleich starker Spieler, kämpfen.

Vor dem letzten Frame der ersten Session steht es 4:3 für Selby, auch im achten Frame führt er bereits deutlich, doch O’Sullivan kann alle restlichen Bälle versenken (48er-Clearence) und gewinnt diesen wichtigen Frame auf Schwarz.

Frame neun geht so weiter, wie die erste Session aufgehört hatte. Selby legte vor, O’Sullivan benötigte auf die letzte Rote Snooker. Lediglich ein Unentschieden und damit eine Respotted Black sind möglich, wenn er das Foul bekommt. O’Sullivan bekommt es und zusätzlich einen Free Ball. Er holt die Punkte visiert die letzte Rote an und verfehlt… doch die Kugel wandert den Tisch hoch und fällt in die gelbe Tasche. O’Sullivan gewinnt den Frame mit 63:62.

Dann ein Aufbäumen von Selby, in seiner besten Phase produziert er Breaks von 109, 89 und 114 Punkten und zieht mit 7:5 in das Mid-Session-Interval. In Frame 13 konnte O’Sullivan aus einem sehr zerstreuten Bild einen Vorteil ziehen und den Frame gewinnen. Auch der nächste Frame ist unglaublich knapp, letztlich führte Selby mit 65:27 doch der Weltmeister konnte Selby mit einer Clearance von 43 Punkten auch diesen Frame entreißen.

In Frame 15 konnte O’Sullivan ein 110er-Break spielen und ging dadurch 8:7 in Führung, doch Selby konterte noch einmal mit einen 69er-Break. Kurz vor dem Ende des 17. Frames lag O’Sullivan 50:16 hinten, doch er gewann den Frame doch noch mit einem Punkt Vorsprung, nachdem Selby die letzte Blaue, den Frameball, verschoss. Im letzten Frame gewann O’Sullivan mit einem 55er-Break.

Selby gegen O’Sullivan im Masters-Finale

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Gibt es eine Titelverteidigung in Wembley? Mark Selby hat gegen Ronnie O’Sullivan die Möglichkeit als erster Spieler nach Paul Hunter 2002 dieses Kunststück zu schaffen. Im Halbfinale gegen John Higgins zeigte er keine Blöße. Nach einem umkämpften ersten Frame, den Selby gewann, konterte Higgins mit einem 100er-Break und ging anschließend in Führung.

Selby zeigte sich unbeeindruckt, holte sich den letzten Frame vor dem Mid-Session-Interval mit einem 52er-Break, und drehte nach der Teepause richtig auf: Nur noch 36 Punkte von Higgins lies er zu, holte sich vier Frames in Folge mit Breaks von 102, 60, 84 und 82 Punkten.

Mit zwei Centuries in seinem Halbfinale gegen Stephen Maguire konnte O’Sullivan einen weiteren Rekord von Stephen Hendry brechen, ihm gelangen insgesamt 42 Centuries beim Masters, Hendry 41.

Das erste dieser beiden Centuries spielte er gleich im ersten Frame und holte sich auch Frame 2. In Frame 3 konnte sich Maguire dann den Anschluss-Frame sichern. O’Sullivan nahm mit einem 84er-Break eine 3:1-Führung in die Teepause. Danach legte er noch einen drauf, mit Serien von 66, 136 und 70 Punkten zog O’Sullivan ungefährdet ins Finale ein.

Die letzte Begegnung zwischen Selby und O’Sullivan viel deutlich für den Weltmeister aus: Im Finale der Premier League gewann O’Sullivan mit 7:2.

Mit dem Fluke ins Viertelfinale

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Durch die Konzentration auf die Top-16-Spieler und zwei Wildcards versprüht das Masters immer einen besonderen Charme, vor allem, da das Publikum nicht nur da sondern auch wach ist und mitfiebert. Die Spieler gehen an ihre Grenzen, sie spielen für das Publikum. Das macht das Masters aus, es sorgt für knappe Matches und großartige Leistungen.

Das Match zwischen John Higgins und Marco Fu hatte das alles. Higgins sah nach den ersten beiden Frames schon wie der sichere Sieger aus. Frame 1 hatte er gerade so noch abgestaubt und zeigte einen wunderbaren Ball bei dem er von Schwarz aus Weiß über vier Banden genau richtig auf Gelb positionierte, die nicht auf ihrem Spot lag. In Frame 2 mit 140 Punkten ein wunderschönes Break geschossen, als plötzlich Marco Fu doch noch dagegen hielt, den dritten Frame gewann und dann auch Frame 4 mit einer Respotted Black gewann – der Hongkong-Chinese hatte schon Snooker benötigt.

Higgins Souveränität war plötzlich weg, er machte Fehler, auch als sie aus dem Mid-Session-Interval kamen. Und Marco Fu holte sich unbeirrt noch zwei weitere Frames, war beim Safetyspiel hellwach. Aus einer 2:0-Führung war ein 2-Frame Rückstand geworden. Doch Higgins gab seinerseits nicht auf, glich mit 59 und 69er-Breaks aus und gewann einen heiß umkämpften Frame 9. Plötzlich lag er in Führung und musste nur noch einen Frame gewinnen. Auch dieser Frame war umkämpft, es ging hin und her, Higgins benötigte nur noch die Farben um den Frame zu gewinnen. Doch Schwarz klapperte in der Tasche und rollte dann doch die Kopfbande entlang und fiel in die gegenüberliegende Ecktasche.

Gegner von John Higgins wird Ding Junhui sein, der Shaun Murphy in einem Match besiegen konnte, das von mittelhohen Breaks dominiert wurde. So gab es 10 Breaks über 50 Punkten, jedoch keine Centuries.

In einem Leistungstief befindet sich im Moment Ryan Day. Der Walise konnte gegen Mark Allen lediglich den ersten Frame gewinnen, bei allen anderen lies er sich den Schneid abkaufen und machte in den letzen 3 Frames nur noch 15 Punkte. Allen hingegen spielte ein Century und mehrere kleinere Breaks. Ob das ausreicht um gegen Titelverteidiger Mark Selby zu bestehen steht aber noch in den Sternen. Dieser hatte in einem knappen Match Ricky Walden mit 6:5 besiegt.

O’Sullivan: „Wir spielen einen sterbenden Sport“

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Das Masters ist im vollen Gange und bereits zwei Matches gingen über die volle Distanz. Im ersten Match gewann Stephen Maguire gegen Graeme Dott mit 6:5 obwohl er schon mit 2:5 hinten gelegen hatte. Ronnie O’Sullivan gewann sein Match gegen einen starken Joe Perry ebenfalls mit 6:5. Die einzige klare Niederlage musste Mark King einstecken, der gegen Wildcard Ricky Walden mit 2:6 unterlag. Walden trifft in der nächsten Runde nun auf Titelverteidiger Mark Selby.

Ronnie O’Sullivan äußerte sich nach seinem Match zur – seiner Meinung nach – sterbenden Sportart Snooker (Komplette Äußerungen O’Sullivans in der Pressekonferenz zum Nachhören bei der BBC):

Auf die Frage, weshalb er sein Queue zerstört habe, antwortete O’Sullivan: „Ich wollte eigentlich gar nicht spielen und ich habe darüber nachgedacht, wie ich nicht spielen müsse… wie ich mir eine Ausrede geben könnte um nicht spielen zu müssen, und es gab nur 2 Möglichkeiten: Werde den Tisch los oder zerbreche dein Queue.“

„Danach dachte ich: ‚Oh, das war jetzt nicht sehr intelligent, du hättest einen besseren Ersatz haben sollen.‘ Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, ich hätte ein Video davon machen und es bei Youtube hochladen sollen.“

„Ich liebe das Spiel, aber ich bin weder physisch noch psychisch in einer guten Verfassung. Ich bin an einem Punkt angelangt, wo es mir egal ist ob ich spiele oder nicht. Wenn jemand wie Barry Hearn das Steuer übernehmen würde und mit Snooker das tun würde, was er mit Darts gemacht hat, ihm wieder Leben einzuhauchen, dann würde das meine Motivation und den Enthusiasmus zu spielen ein wenig ändern.“

„Es ist sehr uninspirierend im Moment zu Turnieren zu fahren. Es macht mir noch immer Spaß zu spielen, aber von Zeit zu Zeit frage ich mich ob ich in Irland für 30.000 Pfund oder in China für 40.000 Pfund antreten muss oder in Bahrain, und dort sind dann nur 2 Leute im Publikum.“

„Ich erinnere mich an die guten Tage, als es noch Spaß machte zu Turnieren zu fahren, doch jetzt macht es keinen Spaß mehr. Die Leute, die Snooker verwalten scheinen sich rückwärts zu bewegen. Nichts passiert und es fühlt sich langweilig an und der Sport stirbt. Es gibt kleine Regeln, die die Spieler bestrafen, wenn man einen Frame aufgibt bevor man Snooker braucht. Ich habe den Eindruck, das die Leute, die diese Entscheidungen treffen den Snookersport kaputt machen und die Unterhaltung zerstören.“

Im Achtelfinale könnte sich das WM-Finale wiederholen, wenn Ali Carter gegen Peter Ebdon gewinnen kann.

Kurzes zu Malta und Masters

Es wird in dieser Saison keinen Malta-Cup geben – auch nicht als Einladungsturnier. Einen echten Grund gibt es bislang scheinbar ebensowenig wie ein Statement der WSA.

Die freie Wildcard für das Masters geht (relativ) erwartungsgemäß an Ricky Walden, den Sieger des Shanghai Masters 2008. Walden bestreitet sein Wildcard-Match gegen Mark King, Judd Trump als Sieger des Qualifikationsturnieres gegen Mark Allen.

Trump zum Masters

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Judd Trump hat seiner bislang bereits hervorragenden Saison 2008/09 ein weiteres Highlight hinzugefügt: Der 19jährige Brite gewann das Finale des Qualifikationsturnieres zum Masters 2009 deutlich mit 6-1 gegen Mark Joyce und nimmt somit als Qualifikant erstmals in seiner Karriere am prestigeträchtigen Einladungsturnier in London teil.

Über die Wildcard, welche traditionell an einen weiteren Spieler, der nicht in den Top 16 der offiziellen Rangliste steht, vergeben wird, darf noch spekuliert werden. Ricky Walden, der Sieger des Shanghai Masters, dürfte ein aussichtsreicher Kandidat sein. Ebenso denkbar wäre es, Publikumsliebling Steve Davis noch ein (letztes?) Mal nach London zu holen.

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