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Snookerblog

Matchroom droht mit Klage

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So groß die Freude über das neue Main-Tour-Turnier in Bahrain auch ist, Widerstand regt sich von Matchroom, dem Veranstalter der Premier League Snooker.

Logo der Premier League Snooker Barry Hearn, der Vorsitzende von Matchroom, äußerte sich: „Ich bin sehr enttäuscht, dass diese Situation aufgetreten ist und ich kann nicht verstehen weshalb World Snooker nicht das Gespräch mit uns gesucht hat.“

„Die Daten für die Premier League wurden im April festgelegt, wir haben uns mit World Snooker abgesprochen. Die Hallen wurden gebucht und sieben Spieler wurden im Mai unter Vertrag genommen.“

„Durch die Live-Übertragung auf Sky Sports fürchte ich, dass wir an unserem Terminplan festhalten müssen und auch auf die Teilnahme der vier Spieler bestehen müssen. Die WSA wird damit vier ihrer Top-Spieler verlieren. Ich glaube nicht, dass die Spieler um die es geht, viel glücklicher sind.“

Am 13. November werden also voraussichtlich Steve Davis, Ding Junhui, Mark Selby und John Higgins bei der Bahrain Championship fehlen und stattdessen in Haywards Heath, West Sussex, antreten.

Bahrain bekommt sein Main-Tour-Turnier

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Man hätte ja fast nicht mehr daran geglaubt, aber die WSA hat ihr Versprechen wahr gemacht: Es wird ein Turnier im Mittleren Osten geben und, was viel wichtiger ist: Es wird dort Punkte für die Weltrangliste geben.

Wie die WSA berichtet wird Scheich Mohammed Bin Salman Bin Hamad Al Khalifa (!) die Schirmherrschaft für die Bahrain Championship übernehmen, das Turnier wird vom 8.–15. November ausgetragen.

Mit dabei sind neben der Top-16 der Welt auch 16 Qualifikanten von denen 6 auf lokale Wildcard-Spieler treffen.

Peter Ebdon, der in Dubai lebt, freut sich bereits: „Das ist eine tolle Nachricht für Snooker. Ein komplett neues Turnier zu haben gibt den Spielern viel Auftrieb, erst recht, da wir in einem neuen Land spielen.“

Auch der Malta Cup, so munktelt man, könnte noch zum Ranglistenturnier werden, doch auch so ist diese Saison die mit den meisten Turnieren seit vier Jahren.

Wenn die WSA ihr Versprechen nach Weltweiten Märkten nun wahr machen kann, dann muss die nächste Station eines neuen Snookerturnieres Deutschland sein, meint zumindest Dave Hendon: „Außerhalb von Großbrittanien und China gibt es kein Land in dem Snooker so populär ist wie in Deutschland. Die Veranstaltung der World Series in Berlin zog riesige Zuschauermengen an und auch in Osteuropäischen Ländern wie Russland, Ukraine, Rumänien und Ungarn gewinnt Snooker stetig an Popularität.“

„Nun, nachdem die Veranstaltung im Mittleren Osten gesichert ist, sollte World Snooker sich dem Continental-Europa zuwenden und speziell dem deutschen Markt, der noch unberührt ist.“

Es ist noch nicht bekannt, wann die Qualifikation für das Turnier stattfindet.

Jimmy White qualifiziert sich

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Northern Ireland Trophy

Bei der Qualifikation für die Northern Ireland Trophy hat sich Jimmy White endlich einmal wieder für die Endrunde eines Main-Tour-Turniers qualifiziert.

In der ersten Runde setzte sich der „Wirbelwind“ gegen Newcomer Atthasit Mahitthi (Thailand) mit 5:4 durch und schaffte auch gegen Paul Davies das selbe Ergebnis. Gegen Tom Ford in der dritten Qualifikationsrunde lag er nach einer wiederaufgelegten Schwarzen bereits 2:0 zurück bevor er fünf knappe Frames in Folge gewann.

Sein Gegner in der ersten Endrunde wird Barry Hawkins sein.

Überraschend auch die Qualifikationsrunden des Chinesen Li Hang. Er setzte sich in seinem ersten Auftreten auf der Main Tour gegen den ebenfalls neuen Robert Stephen mit 5:1 durch und gewann auch gegen den gesetzten David Morris, wenn auch nur knapp mit 4:5. Gegen Andrew Higginsson war dann aber Schluss, er verlor 2:5.

Der für Deutschland startenden Chris McBreen hatte gegen Matt Selt das Nachsehen, 1:5 stand es in diesem Match der ersten Runde.

Für einen kleinen Skandal hat zudem Lee Spick gesorgt: In seinem Zweitrundenmatch gegen Joe Delaney zeigte er eine schlechte Leistung und gab schließlich beim Stand von 0:4 das Match auf nachdem Delaney eine Rote gelocht hatte.

Alle Ergebnisse der Qualifikation finden sich im Turnierbaum, die Hauptrunde beginnt am 24. August.

Grand Prix bleibt etwas besonderes

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Logo des Grand Prix

Die World Snooker Association hat eine Neuerung beim Grand Prix mitgeteilt. Das Turnier, dessen Qualifikation vom 22.–25. September und dessen Hauptrunde vom 11.–19. Oktober gespielt wird, wird ab der Runde der letzten 16 in einem offenen Losverfahren gespielt.

Konkret heißt das, das die Gegner in den nächsten Runden zufällig sind. Bereits für die Runde der letzten 32 wird es eine Ziehung geben. Bei dieser Ziehung sind allerdings die Top-16 der Welt gesetzt, ihnen werden nur die Qualifikanten zugelost. Diese Ziehung erfolgt am Tag nach der Qualifikation.

In Glasgow entscheidet dann nach jeder Runde das Los, wer gegeneinander spielt. Der Modus verspricht dadurch mehr Spannung als „reguläre“ Ranglistenturniere. Bereits im Juli war bekannt geworden, dass aufgrund der kürzeren Austragungsdauer der Gruppenmodus nicht mehr stattfinden würde.

Die WSA hatte aufgrund von anhaltenden Vorwürfen des Wettbetruges und Beschwerden von Spielern für die neue Saison auf das Gruppenformat verzichtet. Für Fans war es allerdings eine tolle Möglichkeit ihre Stars auch mehrmals am Tisch zu sehen.

Weiteres dazu bei Rolf Kalb, David Hendon und der WSA.

Walker: „Eine Enttäuschung, kein Schock“

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Sir Rodney Walker hat sich auf BBC Five Live, einem der BCC-Radiosender mit Schwerpunkt Sport, zur Finanzkrise geäußert. Der Chef der WSA sagte dort: „Der Ausstieg der beiden Sponsoren ist eine Enttäuschung aber kein Schock, kein Rückschlag.“

„Wir wissen es seit etwa vier Wochen und haben trotzdem vor zwei Wochen angekündigt, dass wir das Preisgeld um 250.000 Pfund anheben werden.“, sagte er.

„In den Vergangenen vier Jahren konnten wir uns Reserven in Höhe von 4 Millionen Pfund erwirtschaften, deshalb ist es nur eine Enttäuschung. Für solche Fälle hat man ja reserven.“

Trotzdem zeigte sich Walker zuversichtlich und sprach von wirtschaftlichen Chancen für das Snooker.

„Ich glaube fest daran, dass wir Ersatz für die beiden Sponsoren finden können. Beide hatten fundamentale Änderungen im Bezug auf die Ausrichtung des Unternehmens.“

„Wir haben bereits drei Turniere in China und sie wollen ein viertes. Nächste Woche werden wir zudem ein neues Turnier im mittleren Osten ankündigen.“

Walkers Worte versprechen Besserung und die Snookerfans können nur darauf hoffen, dass sie wahr sind. Interessant ist jetzt die Frage ob das China-Turnier innerhalb der Main-Tour stattfindet und damit den Kalender aufwertet. Das selbe gilt für das Turnier im mittleren Osten. Kontinentaleuropa scheint aber weiterhin ein schwarzer Main-Tour-Fleck zu bleiben.

Profi-Snooker in Finanznöten? 888.com und Saga steigen aus

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Die WSA hat die Spieler informiert, dass die Sponsoren für das Masters und die Weltmeisterschaft abgesprungen sind. 888.com, der WM-Sponsor, hatte im Jahr 2006 einen 5-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Der WSA-Chef, Sir Rodney Walker, sagte damals: „Ich glaube, dass das ein erster Schritt in einer Wandlung des kommerziellen Antlitz des Snookers ist.“ Nun hat 888.com von einer Ausstiegsklausel gebrauch gemacht.

Gleichzeitig hat nun auch Saga, der Masters-Sponsor, seine Unterstützung für das Turnier eingestellt. Damit sind, bis auf den Grand Prix (Royal London Watches) und die UK Championship (Maplin Electronics), alle Turniere im Vereinigten Königreich ohne Sponsoren.

Der Ausstieg der beiden größten Sponsoren wird mit den „Problemen an den Finanzmärkten“ begründet. Eine offizielle Mitteilung der WSA gibt es bislang noch nicht.

Mit dem Wegfall der Finanzierung für zwei wichtige Turniere ist auch die Zukunft der Main Tour in Gefahr, da Masters und WM eine so große Tradition haben, dass man sie nicht ausfallen lassen darf. Das könnte zu einem erneuten Schrumpfen des Main-Tour-Kalenders führen.

Update: Laut Sky News fehlen der WSA somit in dieser Saison 1,5 Millionen Pfund an Preisgeldern. „Wir bleiben optimistisch, dass wir neue Sponsoren für WM und Masters finden“, hieß es von Seiten der WSA.

Quelle: Snooker Scene Blog

Keinen Penny für Small

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Auszug aus der Edinburgh Evening Times

Chris Small, ehemalige Nummer 12 der Welt und der Gewinner des LG Cup 2002, wird kein Geld vom WSA-Fond für notleidende Spieler bekommen. Das berichtete die Edinburgh Evening News gestern.

Small musste dem Sport den Rücken kehren, nachdem bei ihm eine Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) diagnostiziert wurde. Er lebt seitdem von staatlicher Unterstützung.

Small rang 3 Jahre um eine Einigung mit dem Fond, als die Forderung nach einem ärztlichen Attest die Emotionen überschäumen lies: „Das Geld ist knapp und ich kann mir nicht leisten es zu verschwenden!“ Bereits vorher wurde Small immer wieder vertröstet.

Small: „Das geht jetzt seit Ewigkeiten so, und ich musste eins nach dem anderen für sie beschaffen. Wenn sie keinem ehemaligen Spieler helfen wollen, worum geht es bei diesem Fond eigentlich? Es heißt ganz klar, dass Spieler, die mit einer Krankheit oder finanziell Probleme hatten, geholfen wird.“

Laut Small hat der Fond sieben oder acht Spieler in letzter Zeit Geld gezahlt, „aber ich weiß nicht wer das sein könnte, schließlich musste keiner wegen seiner Gesundheit den Sport aufgeben.“

Jimmy White: „Das ist ein teuflisches Spiel! Der Mann verfolgte eine Snooker-Karriere und jetzt fallen sie ihm in den Rücken. Das ist so eine Schande.“

Auch Graeme Dott und John Parrott kritisierten das Verhalten der WSA und Snooker-Scene-Herausgeber und BBC-Kommentator Clive Everton sagte: „Wozu gibt es diesen Fond dann? Es passiert nicht oft, dass die Spieler ihre Meinung offen kundtun, weil sie angst vor der WSA haben.“

„In diesem Fall jedoch gibt es niemanden, der nicht auf Smalls Seite steht, denke ich, deshalb stellen sie sich alle hinter ihn.“

Die WSA war zu keiner Stellungnahme bereit, da die individuellen Anträge geheim seien und man darüber nicht rede.

Besonders brisant in diesem Zusammenhang sind die Gerüchte, dass Snooker-Rüpel Alex Higgins Geld von diesem Fond bekommen hatte um seinen Alkoholismus zu bekämpfen.

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