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Cope gegen Selt und Day gegen Michie in Wels

Das sind die reinen Fakten im Halbfinale bei den Austrian Open 2008. Den wirklichen Turnierverlauf spiegeln sie aber kaum wieder. So gab es ein regelrechtes Favoritensterben in der Runde der Besten 32.

Bereits dort konnte Tom Ford die Heimreise antreten, nachdem Lasse Münstermann den Decider gewinnen konnte. Zuvor hatte Münstermann sich in einer Gruppe mit Alex Borg und Ryan Day als zweiter qualifiziert und in der Runde der Besten 48 gegen den Schweizer Dean Thomas mit 3:0 durchgesetzt.

Auch im Achtelfinale war es knapp für Münstermann, doch Lee Richardson verschoss im Decider vorentscheidende Bälle und konnte daher den Sieg nicht einfahren. Münstermanns Viertelfinale verlief dann enttäuschend. Gegen Jamie Cope, der sich in bestechender Form zeigte verlor er deutlich mit 0:3.

Cope hatte sich im Achtelfinale gegen Shaun Murphy durchgesetzt.

Matt Selt, Copes Halbfinalgegner, konnte sich nicht nur gegen Richard McHugh sondern auch gegen 2fach-Weltmeister Mark Williams durchsetzen. Im Viertelfinale holte er dann gegen Jungspund Judd Trump (3:0 gegen George Louce und Barry Hawkins) einen 0:2-Rückstand auf und verpasste Trump die ersten drei verlorenen Frames des Turniers – und gleichzeitig auch die letzten.

Mit Alex Borg und Ryan Day waren zwei weitere Spieler aus Münstermanns Gruppe für das Viertelfinale qualifiziert. Day gewann gegen Krzysztof Wrobel mit 3:1 und Dominic Dale mit 3:2 bevor er Dene O’Kane mit einem 3:0 aus dem Turnier warf. Der zweifache Senioren-Weltmeister schlug sich außergewöhnlich gut. Er schlug auf seinem Weg Robert Bütof und Stuart Bingham. Zudem gelang es ihm sich in der Gruppe von Jamie Cope den Gruppensieg einzufahren indem er Cope mit 2:0 schlug.

Borg konnte sich gegen Henry Killian, Patrick Rosman und Robert Burda mit 3:0 durchsetzen , im Viertelfinale traf er dann jedoch auf Jimmie Michie, der eine Runde zuvor Peter Ebdon mit 3:2 aus dem Turnier warf. Gegen Michie konnte Borg dann auch nur einen Frame gewinnen und verlor 1:3.

Halbfinals ab 10.15 Uhr, Finale ab 14.30 Uhr unter snookerblog.de/live

Alle Infos zur WS Warschau 2008

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Turnierbaum

Viertelfinals Halbfinals Finale
15.10.2008 26.10.2008
Best-of-7 Best-of-9 Best-of-11
1 Ken Doherty 4 HF1 Ken Doherty 5 F Ken Doherty 4
Rafał Górecki 0
2 Mark Selby 4 Mark Selby 3
Mariusz Sirko 0
1 Ding Junhui 4 HF2 Ding Junhui 5 Ding Junhui 6
Piotr Murat 0
2 Steve Davis 4 Steve Davis 1
Rafał Jewtuch 0

Punkteschlüssel

  • Sieger: 5 Punkte
  • unterlegener Finalist: 3 Punkte
  • Halbfinalisten: 1 Punkt

Hallo aus Wels

Nachdem ich den gestrigen Tag damit verbracht habe ca. 7 Quadrillionen Gruppenergebnisse nachzutragen komme ich heute endlich dazu auch etwas von den Matches zu sehen.

Aus deutscher Sicht toll: Lasse Münstermann hat sich nicht nur in seiner Gruppe durchgesetzt (nämlich als 2. hinter Ryan Day), sondern ist auch bereits in die Runde der letzten 32 eingezogen. Dort trifft er auf Tom Ford, den Titelverteidiger.

Alle Infos (Gruppenergebnise, KO-Runden) gibt es, garniert mit dem gelegentlichen Piepen aus Wels und Fotos unter snookerblog.de/live.

Die WM bleibt (höchstwahrscheinlich) in Großbritannien

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Rodney Walker der Vorsitzende der WSA bestätigte in einem Interview mit The Herald, dass die WSA die Weltmeisterschaft in Großbritannien behalten will. Er begründete das mit den guten Verträgen mit der BBC: „Wir haben einen sehr großzügigen Vertrag mit der BBC, der vieles unterstützt, was wir im Snooker machen. Wenn die WM die Insel verlassen würde, dann müssten wir diesen Vertrag riskieren.“

Die finanziellen Auswirkungen wären drastisch, wie Walker auch in einem Brief an die Spieler verlautbarte. Das Angebot, das aus China oder von sonst wo käme müsse schon den Umfang und die Dauer des BBC-Vertrages haben. „So sieht es eher danach aus, das die Veranstaltung in Großbritannien bleibt, wahrscheinlich in Sheffield.“

„Es gibt Interesse aus China aber noch kein konkretes Angebot. Die Nachrichten darum haben aber wiederum Interesse aus dem Nahen Osten geweckt. Ich habe jedoch bereits mit der Stadtverwaltung von Sheffield aufgenommen um den Vertrag mit Sheffield und dem Crucible Theatre zu verlängern.“, fügte Walker hinzu.

Die Verhandlungen sollen noch vor den Weltmeisterschaften 2009 abgeschlossen sein und damit ein Jahr bevor der aktuelle Vertrag ausläuft. Der neue Vertrag soll dann bis 2015 laufen.

Zu neuen Sponsoren für die WM wurde noch nichts bekannt.

Higgins stoppt Days Aufholjagd

Logo des Grand Prix

John Higgins hat seinen ersten Titel in Schottland gewonnen. Im Finale des Grand Prix gegen Ryan Day hatte er sich nach der ersten Session bereits einen 7:2-Vorsprung herausgearbeitet. Dabei profitierte er von den Fehlern Days, dem kaum gute Szenen gelangen. Higgins Spiel war nicht viel besser, er konnte nur seine Chancen nutzen und Frames durch Breaks um 50 Punkte für sich entscheiden.

In der zweiten Session dann sah es zu Begin nach einem Durchmarsch und nur kurzer Snookerunterhaltung am Abend aus. Frame 8 gewann Higgins durch ein 62er-Break relativ klar, den daran anschließenden Frame konnte er noch gewinnen nachdem Day schon 52 Punkte vorgelegt hatte. Higgins fehlten so nur noch zwei Frames und der Widerstand des jungen Ryan Day schien gebrochen.

Doch Day packte seinen Willen aus – er hatte sich schließlich schon gegen Ricky Walden, Mark Selby und Ali Carter im Decider durchgesetzt. Frame 10 gewann Day mit einem 69er-Break, profitierte in Frame 11 von einem Fehler Higgins, gewann einen Frame mit einem 89er-Break (das höchste des Matches). Nach einem weiteren knappen Frame stand es plötzlich 7:6 für Higgins und eine Sensation lag in der Luft.

Der Routinier gab aber nicht auf und nahm Day einen weiteren Frame ab, was Day umgehend mit einem 83er-Break konterte. Doch es war zu spät. Der nächste, hart umkämpfte Frame brachte die Entscheidung für Higgins, er setzte sich mit einer Serie von 53 Punkten durch.

Das Preisgeld für das höchste Break ging an Marco Fu, dessen 139er-Serie aus der ersten Hauptrunde nicht mehr übertroffen wurde.

Days drittes Finale

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In einem spannenden Match hat sich Ryan Day gegen Ali Carter durchgesetzt und hat damit nach dem Malta Cup und dem Shanghai Masters 2007 sein drittes Main-Tour-Finale erreicht. Carter gewann den Auftakt-Frame durch ein 107er-Break, doch Day übernahm mit Serien von 120 und 68 Punkten die Führung bevor Carter mit einer weiteren 63 den Mid-Session-Ausgleich schaffte.

Nach der Pause war es jedoch Day, der mit zwei Centurys (104, 115) besser ins Match kam und drei Frames in Folge gewann. Carter gelang jedoch der Ausgleich (u.a. mit einem 107er-Break). Im entscheidenden und an Spannung nicht zu überbietenden 11. Frame konnte sich dann jedoch Day durchsetzen, nachdem Carter bereits Snooker benötigte ließ Day ihm die letzte Rote vor der Tasche stehen und Carter nutzte seine Chance und holte sich noch einmal 8 Punkte. Erst als Day beim folgenden Safetyaustausch Gelb und Grün lochte gab Carter auf.

Ebenfalls in sehr guter Form zeigte sich John Higgins. Gegen Überraschungshalbfinalist Judd Trump ging er bis zum Mid-Session-Interval mit 3:1 in Führung und zeigte dabei Breaks von 51, 65 und 91 Punkten. Nach der Pause legte er noch einmal 78 in Serie drauf. Doch Trump gab nicht auf, kämpfte sich durch Breaks von 79 und 80 Punkten wieder zurück und glich zum 4:4 aus. Routinier Higgins war davon aber wenig beeindruckt und ließ Trump in den nächsten beiden Frames keine Chance mehr um mit Serien von 34, 31 und 83 Punkten das Match mit 6:4 zu gewinnen.

Higgins und Day im Halbfinale

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John Higgins und Ryan Day haben das Halbfinale beim Grand Prix erreicht. Higgins trifft dort auf die Überraschung des Turniers, Judd Trump, nachdem er Ding Junhui mit 5:3 besiegte. Im extrem kleinteiligen und zerfahrenen Match waren ein 78er-Break von Ding Junhui und 2 71er-Breaks die Highlights.

Ryan Days Viertelfinale lief wesentlich glatter. Nachdem er den ersten Frame noch abgeben musste spielte er in den nächsten fünf Frames Breaks von 129, 112, 85 und 74 Punkten und dominierte Cope, der nur in Frame 5 noch eine Chance hatte, sein 48er-Break reichte aber letztlich nicht.

Day trifft nun ab 20:30 Uhr auf den vielleicht besten Ali Carter aller Zeiten.

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