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Keine Chance für Graubärte

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Für die Helden von gestern, die sich hartnäckig weigern, dass Queue an den Nagel zu hängen, stand die Qualifikation zum Grand Prix unter keinem guten Stern.

James Wattana scheiterte gleich in der ersten Runde der noch laufenden Qualifikation mit 1-5 an Tourneuling Stephen Rowlings. In Runde 2 musste Jimmy White ein 2-5 gegen Matt Selt hinnehmen, der noch am Vortag unter den Folgen einer Mandelentzündung leidend ein 0-4 gegen Jordan Brown noch in ein 5-4 umgebogen hatte.

Tony Drago erwischte es in Runde 3, nachdem er sich am Vortag noch zum Geburtstag selbst ein 5-3 über Andy Hicks geschenkt hatte — eine Runde später war für ihn jedoch Mike Dunn zu stark, der „Tornado“ aus Malta unterlag mit 2-5. Für Alan McManus war in der dritten Runde die Qualifikation schon wieder beendet — 4-5 gegen Rod Lawler. Auch John Parrott musste sich in Runde 3 Ian McCulloch mit 4-5 geschlagen geben.

Heute morgen schließlich erwischte es Steve Davis. Dem „Nugget“ blieb gegen Mark Davis nicht einmal die Schmach eines Whitewashes erspart. (Das Schicksal teilte er übrigens mit Graeme Dott, den Jamie Burnett vom Tisch wischte — aber Dott kann man kaum als Graubart zählen.)

Als einziger der „alten Garde“ konnte sich bislang Nigel Bond (5-3 über Peter Lines) einen Platz in der Endrunde des Grand Prix sichern. In der Session am heutigen Nachmittag kommt es zudem zu einem „internen Duell“, wenn Dave Harold und Ken Doherty aufeinander treffen.

O’Sullivan siegt ungefährdet in Shanghai

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Mit einem 10:5 konnte sich Ronnie O’Sullivan im Finale des Shanghai Masters gegen Lokalmatador Liang Wenbo durchsetzen. Es war das erste Weltranglistenturnier außerhalb von Großbritannien und Irland seit dem Jahr 2000, das O’Sullivan gewinnen konnte. Im Vorjahr war er an gleicher Stelle noch gegen Überraschungssieger Ricky Walden unterlegen.

Den ersten Frame gewann O’Sullivan durch ein 70er-Break, in den beiden nächsten Frames legte Liang dann immer vor, konnte aber den Sack nicht zumachen, so dass O’Sullivan seine Führung auf 3:0 ausbauen konnte. Vor dem Interval verkürzte der Chinese auf 3:1.

Nach der Pause stellte O’Sullivan den alten Abstand mit einem 80er-Break wieder her, doch Liang konterte mit einer Serie von 81 Punkten. O’Sullivan, der nur eine durchschnittliche Leistung zeigte, lies aber nicht locker. Mit Breaks von 75 und 91 Punkten konnte er den Abstand auf 6:2 ausbauen. Mit einem 89er-Break beschloss Liang die erste Session und konnte sich die Chance auf einen Sieg offen halten.

Liang stand zum ersten mal in einem Finale und hatte im Halbfinale die Aufgabe Shaun Murphy zu schlagen, der sich bis dahin fehlerlos gezeigt hatte, was ihm knapp mit 6:5 gelang. O’Sullivan hingegen reichte gegen einen desolaten John Higgins eine durchschnittliche Leistung um mit 6:1 zu gewinnen.

Im Finale eröffnete dann Liang die zweite Session und gewann deren ersten Frame mit einer 35er-Serie. O’Sullivan konterte mit dem ersten – und einzigen – Century des Finals, 109 Punkte. Liang gewann noch einen Frame, doch dann konnte sich O’Sullivan mit Breaks von 56, 69 und 71 Punkten drei Frames in Folge und damit den Sieg holen.

Bezeichnend für das Finale waren die kleineren Serien von Liang, der sich dann fest spielte. Davon konnte O’Sullivan ein ums andere Mal profitieren. Liang hat gezeigt, dass er das Zeug hat gegen die etablierten Spieler zu bestehen. O’Sullivan muss sich noch deutlich steigern, allerdings hat er bei solchen Leistungen auch schon oft die Nerven verloren, diesmal hat er ergebnisorientierter gespielt. Man kann von beiden noch viele Schlagzeilen in dieser Saison erwarten!

No-Mercy-Murphy trifft im 1. Halbfinale auf Liang Wenbo

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Ken Doherty hatte keine Chance gegen gegen Murphy, der keine Gnade walten lassen wollte und ihn mit 5:0 praktisch überrollte. Insgesamt konnte Doherty in den 5 Frames nur 49 Punkte erzielen, während Murphy Breaks von 49, 75, 68, 62, 53 Punkten alleine bis zum Mid-Session-Interval spielte nur um danach den Sack mit einem 123er-Break zuzumachen.

Doherty hat zwar einen gewaltigen Schritt in Richtung Top-32 gemacht, der Whitewash wird ihn aber trotzdem ärgern. Murphy hat damit insgesamt in drei Runden nur 1 Frame verloren, mit Liang Wenbo steht ihm aber morgen ein schwerer Gegner gegenüber.

Der Chinese konnte in seinem Viertelfinale Titelverteidiger Ricky Walden nach Hause schicken, der die 1:0-Führung von Liang noch mit einer 103er-Serie ausgleichen konnte. Bis zum Mid-Session-Interval lag er jedoch schon 1:3 hinten. Liang lies auch nach der Pause nichts anbrennen und erhöhte sogar auf 1:4. Walden steckte jedoch nicht auf und gewann noch 2 Frames mit Breaks von 55 und 122 Punkten bevor Liang seinen Sieg perfekt machen konnte.

4 Matches mit 2 Chinesen in Shanghai

Erstmals stehen bei einem Weltranglistenturnier 2 Chinesen im Viertelfinale. ding Junhui zeigte sich mit guten Leistungen gegen Stephen Lee und Stuart Bingham (jeweils 5:2) wieder rehabilitiert und zeigte die besten Leistungen seit langem, inklusive 2 Century-Breaks (132 und 101 Punkte).

Sein Gegner ist Ronnie O’Sullivan. Der Engländer zeigte sich im Achtelfinale gegen Marco Fu unzufrieden mit seinem Spiel, gewann aber dennoch ungefährdet mit 5:2. Fu konnte seine zahlreichen Chancen nicht nutzen. Ob O’Sullivan mit dieser Leistung Ding schlagen kann ist ungewiss, es dürfte uns ein spannendes Match erwarten, zumal O’Sullivan der Angstgegner Dings ist. Der hat aber heute alle Chancen sein Trauma aus dem Masters-Finale Anfang 2007 zu überwinden.

Im Halbfinale trifft der Sieger dieses Matches entweder auf Ryan Day oder auf Weltmeister John Higgins. Day setzte sich im rein-walisischen Duell gegen Matthew Stevens klar mit 5:1 durch. Higgins schlug Mark Williams mit dem gleichen Ergebnis. Williams war trotz eines gebrochenen rechten Handgelenk (er ist Linkshänder) angetreten und hatte in der Runde der Letzten 32 Joe Swail mit 5:3 geschlagen, wodurch er seine Position in der Weltrangliste stabilisieren konnte.

In der anderen Tabellenhälfte hat sich Titelverteidiger Ricky Walden für das Viertelfinale qualifiziert. Dazu schlug er in der 1. Runde Mark King und in der 2. Runde Stephen Hendry jeweils mit 5:1. Hendry hatte zuvor gegen Marcus Campbell ein 0:4 aufholen müssen. Walden trifft nun auf den 2. Chinesen im Bunde, Liang Wenbo. Er gewann seine beiden Matches gegen Peter Ebdon (5:1) und Ali Carter (5:0) ungefährdet und ist sicher einer der heißesten Titelanwärter.

In bestechender Form zeigte sich auch Ken Doherty, der nicht nur das zweite Challenge-Turnier im Super6-Format gewann, sondern auch in Shanghai gute Leistungen zeigte. Mit zwei 5:4-Siegengegen Neil Robertson und Barry Hawkins macht er große Schritte in Richtung Top-32 der Welt. Sein Gegner Shaun Murphy kann auf ungefährdete Siege gegen Michael Holt (5:1) und Jamie Cope (5:0) zurück schauen. Zudem zeigt er wieder konstante Leistungen und mit 133 Punkten auch das bisher höchste Break.

Sollte die Serie der Überraschungssieger beim Shanghai Masters nicht reißen ist Liang Wenbo wohl der designierte Sieger, doch die etablierteren Spieler werden etwas dagegen haben.

Maguire und Burnett festgenommen

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Stephen Maguire und Jamie Burnett sind nach Angaben von Dave Hendon und der BBC verhaftet worden und werden zu ihrem umstrittenen Match bei der UK Championship verhört. Dort kam es zu Wett-Unregelmäßigkeiten. Burnett verschoss beim Stand von 3:8 die letzte schwarze, wodurch Maguire mit 9:3 gewann. Darauf hatten viele gewettet.

…

Beide wurden mittlerweile freigelassen. Sie hätten sich kooperativ gezeigt, die Teilnahme an einem Wettbetrug aber abgestritten, so die Polizei. Strafen wurden keine Verhängt.

Mehr Saisonstart-News

  • Ich bin ein Snookerspieler, holt mich hier raus: Jimmy White wird in diesem Jahr am Reality-Format „I’m A Celebrity…Get Me Out Of Here“, der englischen Originalversion von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, teilnehmen, falls er sich nicht für die Endrunde der UK Championship qualifiziert. Qualifiziert er sich, zieht er das Snookerturnier vor.
  • Williams im Pech: Die Teilnahme von Mark Williams am Anfang September stattfindenden Shanghai Masters steht in den Sternen, nachdem er in seinem Haus auf Fliesen ausgerutscht ist und sich das Handgelenk gebrochen hat. In einem Test-Match gegen Andrew Pagett gewann er 5:1. Pagett: „Er machte zwei Centuries und je ein 80er, 70er und 60er… Ich würde mich nicht beschweren auch so einen gebrochenen Arm zu haben.“
  • 6-Rote-WM: Vom 15.–18. Dezember werden im irischen Killarney die 6-Rote-WM stattfinden. 160 Spieler aus allen Ecken der Welt werden erwartet und um insgesamt 35.000€ Preisgeld kämpfen. Ausgetragen wird die Veranstaltung in der gleichen Halle in der die World Series im Mai zu Gast war.
  • Racing: Ronnie O’Sullivan hat im VW Cup in Silverstone den 14. Platz erfahren. „Es war eine gute Erfahrung, es hat mir gefallen.“ Aha.

Shaun Murphy gewinnt Paul Hunter Classics

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Bei den Paul Hunter Classics in Fürth hat sich Shaun Murphy furios durchgesetzt. Im Finale schlug er den in dieser Saison stark aufspielenden Jimmy White mit 4:0. White hatte auf seinem Weg ins Finale unter anderem Stephen Maguire, Michael Holt und Joe Swail geschlagen.

Shaun Murphys Vorbereitung wurde durch seine Schweinegrippe-Erkrankung nicht gerade vereinfacht, doch das höchste Break und Siege gegen Alan McManus, Ken Doherty und Rory McLeod ebneten ihm den Weg ins Finale. Dazu spielte er mit 139 das höchste Break und spielte die meisten Breaks über 50 Punkte (15 Stück).

Murphy hat sich nach der WM-Final-Niederlage einiges für die neue Saison vorgenommen und bereits drei Titel gewonnen. Der Titel in Fürth war 5000 Euro wert.

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