In der derzeit laufenden Qualifikation zum Shanghai Masters gab es bereits zwei sogenannte „Walkover“ (kampflose Siege) — sowohl Tony Drago als auch Matthew Couch erreichten die zweite Qualifikationsrunde ohne einen einzigen Stoß, da ihre chinesischen Gegner in der ersten Runde der Qualifikation nicht rechtzeitig ein Visum vorweisen und somit nicht an der Qualifikation in Prestatyn teilnehmen konnten. Ein altbekanntes, aber unverständliches Problem der chinesischen Spieler.
Auch das erste Qualifikationsmatch des chinesischen Newcomers Liang Wenbo, der derzeit wohl als „Nr. 2“ Chinas gelten darf, wird nicht in Prestatyn, sondern vor Ort in Shanghai ausgetragen werden. Wer allerdings annimmt, Liangs Match in Qualifikationsrunde 4 gegen den Sieger der Begegnung zwischen David Gilbert und Alan McManus sei „aus PR-Gründen“ nach China verlegt, irrt.
Auch Liang war nicht in der Lage, rechtzeitig eine Arbeitserlaubnis für das United Kingdom zu erhalten — im Gegensatz zu seinen Landsleuten wird seinem Gegner jedoch kein „Walkover“ gewährt, obschon auch Liangs Match ursprünglich in Prestatyn angesetzt war.
Man könnte argumentieren, dass hier kommerzielle Gründe zu einer Wettbewerbsverzerrung geführt haben …