
- ONEFORSEVEN-Arena
Am 21. Dezember findet in Wales das erste ONEFORSEVEN-Turnier statt. Es unterscheidet sich durch die Arena-artige Anordnung der Tische und der Zeitbeschränkung der Matches. Die Regeln in der Kurzzusammenfassung:
- Jeder Spieler spielt genau einen Frame gegen jeden seiner 7 Gegner.
- Jeder Frame dauert höchstens 21 Minuten.
- Wenn ein Frame nach 21 Minuten noch nicht fertig ist, müssen die Spieler ihr Spiel einstellen.
- Es zählen keine Punkte nach Ablauf der Zeit.
- Der Spieler mit den meisten Punkten nach 7 Runden gewinnt.
- Bei einem Unentschieden wird zurückgezählt um einen Sieger zu ermitteln.
- Es gibt kein Miss.
- Nach einem Foul kann der Ball überall auf dem Tisch (nicht nur im D) neu aufgesetzt werden.
Die Spieler brauchen sich dabei nicht wirklich zu beeilen, dauerte ein durchschnittlicher Frame bei der WM 18Â Minuten und 29Â Sekunden.
Wir haben Neil Tomkins, dem Veranstalter der Serie, einige Fragen gestellt:
Snookerblog (SB): ONEFORSEVEN klingt nach einem tollen Format, das das Spiel nicht all zu sehr ändert. Wer hatte die ursprüngliche Idee und wann begannen die Planungen?
Neil Tomkins (NT): Die ursprüngliche Idee hatten wir vor 3 Jahren und sie wurde immer weiterentwickelt. Das Konzept ist von Peter Bainbridge und mir entwickelt worden, den Direktoren von Global Snooker Ltd.
SB: Sage uns etwas zum Format und zu den Teilnehmern der Veranstaltungen.
NT: Die Idee des Formats ist, den Fans und Spielern etwas neues anzubieten. Auch andere Sportarten haben viele Varianten, nehmen wir Golf: Die Spitzenspieler spielen Zählspiel, Lochspiel und Stableford.
Viele Sportarten haben sich auch angepasst um in ein Zeitfenster zu passen, Twenty20-Cricket ist vielleicht das beste Beispiel.
ONEFORSEVEN führt beide Theorien zusammen und bringt nicht nur ein neues Zählsystem sondern auch noch eine Veranstaltung, die inklusive Ergebnis in einer realistischen Länge gesehen werden kann.
Bei der ersten Veranstaltung werden 8 eingeladene Spieler – John Higgins, Mark Williams, Jimmy White, Graeme Dott, Ricky Walden, Mark Selby, Ryan Day und Matthew Stevens – gegen 8 Qualifikanten antreten, die die Satelliten-Events gewonnen haben.
SB: Dave Hendon hat erwähnt, dass „das Publikum dazu ermutigt wird Lärm zu machen statt steinern zu schweigen“ – bedeutet das, dass sie tatsächlich Lärm machen sollen oder bleibt es ihnen überlassen, wie sie sich äußern? Weshalb diese Entscheidung?
NT: Die Zuschauer werden nicht davon abgehalten Lärm zu machen und ihre Lieblingsspieler zu unterstützen, aber ermutig eher nicht. Kurz: Ja, wir brechen die Stille, die mit dem Sport verbunden ist und versuchen eine wirkliche Sportatmosphäre zu erschaffen.
Das wurde in Zusammenarbeit mit den Spielern entschieden, die mit großer Einigkeit dafür sind, was den Mytos wiederlegt, dass man Stille benötigt um sich zu konzentrieren.
SB: Das Schema der Veranstaltungsarena zeigt 4 Tische ohne Trennwände. Ist das korrekt? Wird parallel gespielt?
NT: Es wird parallel an allen vier Tischen gespielt. Jeder Spieler spielt grundsätzlich gegen die ganze Arena und kann sehen, was seine Gegner tun.
SB: Die Qualifikation findet in verschiedenen Snookerklubs statt, werden die Tische wie in der Final-Arena in Cardiff angeordnet sein?
NT: Die Tische bei den Satelliten-Events werden nicht im exakt selben Layout aufgebaut sein, trotzdem findet ein gleichzeitiger Spielbetrieb statt.
SB: Wird es irgendeine Form des Live-Streamings geben, zumindest vom Hauptevent im Dezember? Gibt es Verhandlungen mit 110sport.tv oder anderen Streaming-Anbietern?
NT: Der Dezember-Event wird gefilmt werden und wir planen einen Highlights-Zusammenschnitt auszustrahlen. Es gibt keine Verhandlungen mit 110sport.
SB: Wie kommen Fans an tickets und wie groß wird die Halle beim Finale sein?
NT: Tickets können online erworben werden, die Halle in Cardiff fast 1200 Leute.
SB: Vielen Dank für das Interview.