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Snookerblog

Retten, was zu retten ist

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Während einige Spieler noch bei den China Open und der Weltmeisterschaft um Ranglistenpunkte ringen dürfen, ist für etwa ein Drittel der Main Tour-Profis die Saison 2008/2009 bereits jetzt beendet.

Nach einem tagesaktuellen Very Provisional Ranking, in welchem bereits die Ergebnisse der Qualifikationen zu den letzten beiden Turnieren bedacht werden, sind um die rettenden 64 Plätze der Rangliste, welche eine Teilnahme an der Main Tour 2009/10 garantieren, noch 65 Spieler „im Spiel“. Da der aktuell auf Platz 65 stehende David Gray theoretisch in China noch punkten kann, entscheidet sich die Vergabe von Platz 64 zwischen ihm und Peter Lines. Für Gray steht also in China der Verbleib auf der Tour auf dem Spiel — er müsste sich zunächst in der Wildcardrunde gegen den chinesischen Amateur Tian Pengfei durchsetzen und dann Marco Fu schlagen.

Mit einem starken Finish eine lange Durststecke retten könnte Graeme Dott. Mit weiteren Punkten aus beiden Turnieren hätte der zwischenzeitlich ins Bodenlose abgestürzte Schotte sogar noch Chancen auf einen Platz in den Top 32. Zumindest die 4 Spieler vor dem derzeit auf Rang 37 stehenden Weltmeister von 2006 können in der laufenden Saison nicht mehr punkten, der derzeit auf Platz 32 geführte Anthony Hamilton nur noch in Beijing.

Die letzten Turniere nur aufmerksam beobachten wird Ken Doherty. Zum Zuschauen verdammt kann der Ex-Weltmeister, der derzeit provisional auf Rang 43 liegt, theoretisch(!) noch von 6 Spielern überholt werden. So oder so aber wird Doherty kommende Saison mindestens 2 Matches in den Qualifiers austragen müssen — eine bittere Pille für den offiziell immer noch als Nr. 18 der Welt geführten Iren, der vor 2 Jahren gar noch die Nr. 2 der offiziellen Rangliste war.

WM-Auslosung: Maguire trifft wieder auf Burnett

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Die WSA hat die Paarungen für die erste WM-Runde ausgelost und damit für spannende Begegnungen gesorgt. So treffen Mark Selby und Ricky Walden genau so aufeinander wie Ding Junhui und Liang Wenbo. Stephen Hendry bekommt mit Mark Williams einen harten Gegner und Vize-Weltmeister Ali Carter trifft auf Gerard Greene während Steve Davis den Bahrain Open Champion Neil Robertson schlagen muss.

Unter besonderer Beobachtung wird das Match von Steven Maguire gegen Jamie Burnett stehen, gab es doch bei der UK Championship den bisher ungeklärten Verdacht auf Wettbetrug in genau dieser Konstellation. Damals gab es außergewöhnlich viele Wetten auf ein 9:3 für Maguire, was letztlich auch das Endergebnis war.

Champion Ronnie O’Sullivan trifft auf seinen Trainingspartner Stuart Bingham.

Alle Paarungen im Überblick:

  • Ronnie O’Sullivan – Stuart Bingham
  • Mark Allen – Martin Gould
  • Peter Ebdon – Nigel Bond
  • Ryan Day – Stephen Lee
  • John Higgins – Michael Holt
  • Joe Perry – Jamie Cope
  • Graeme Dott – Barry Hawkins
  • Mark Selby – Ricky Walden
  • Shaun Murphy – Andrew Higginson
  • Marco Fu – Joe Swail
  • Ding Junhui – Liang Wenbo
  • Stephen Hendry – Mark Williams
  • Ali Carter – Gerard Greene
  • Neil Robertson – Steve Davis
  • Mark King – Rory McLeod
  • Stephen Maguire – Jamie Burnett

WM-Ticker

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  • Fergal O’Brien musste gegen Jamie Burnett eine 6:10-Niederlage einstecken. Damit scheiterte er genauso als gesetzter Spieler wie Dave Harold, dessen 3:10-Klatsche gegen Liang Wenbo eine verlängerte Sommerpause bedeutet.
  • Shanghai-Champion Ricky Walden zog mit einem 10:5 gegen Anthony Hamilton in die Runde der letzten 32 ein.
  • Mark Williams setzte sich gegen Tom Ford durch. 10:5 war das Endergebnis, dabei gelang Williams das bisher höchste Turnierbreak von 145 Punkten.
  • Überraschung im Match zwischen Stephen Lee und Judd Trump. Der junge Engländer bekam beim 6:2 Angst vor der eigenen Courage und verlor noch mit 8:10. Lee später: „Wir haben ein bisschen Lokalrivalität, und er hat ein paar Bälle glücklich gelocht und nichtmal die Hand gehoben. Der Typ ist gut und da gibt es auch keinen Zweifel dran. Ich bin froh ihn geschlagen zu haben,“
  • Joe Swail fand in Matthew Couch keinen Meister sondern einen Lehrling, der lediglich Frame zwei für sich entscheiden konnte und mit 1:10 unterlag. Swails Lauf geht weiter.
  • Ken Doherty wird in der nächsten Saison einige Qualifikationsrunden mehr spielen müssen. Zudem wird der ehemalige Weltmeister nicht im Crucible am Tisch stehen, gegen Gerard Greene verlor er mit 5:10.
  • Steve Davis hingegen könnte sich seine Saison mit einem weiteren Auftritt in Sheffield krönen, gegen Lee Spick machte er aus einem 0:5 eine momentane 8:6-Zwischenführung.

WM-Ticker

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  • Die Auslosung für die WM findet nächsten Mittwoch um 9.45 Uhr Ortszeit statt und wird live von BBC Radio Sheffield ausgestrahlt. 2006 gab es dabei einen Skandal als Michael Holt zweimal im Lostopf vorhanden war. 2007 wurde dann nicht mehr live gezogen, wodurch Ding Junhui und Ronnie O’Sullivan, die aufeinander trafen, von Schiebung sprachen. Letztes wurde die Ziehung dann live aus dem Crucible ins Internet gestreamt.
  • Martin Gould hat das erste Mal in seiner Profi-Karriere das Crucible erreicht, er besiegte Matthew Stevens mit 10:4 deutlich. Dabei gelangen ihm Breaks von 108, 113 und 100 Punkten, letztere im letzten Frame.
  • Matthew Stevens beschwerte sich anschließend über die Tischqualität. „Der Tisch war grausam. Es fühlte sich an als ob man auf Schlamm spielen würde. Ich habe mein Tuch ausgetauscht am Trainingstisch um die Bedingungen zu Simulieren. Aber das war so langsam.“ Auch Michael Judge beschwerte sich nach seiner 4:10-Niederlage gegen Andrew Higginsson über seinen Tisch.
  • Dominic Dale spielte gegen Michael Holt zwar das höchste Break (110), verlor aber dennoch 7:10.
  • „Man fühlt sich einfach nur noch krank.“ sagte Nigel Bond nach seinem Qualifikationsmatch gegen Mike Dunn. Bond gewann mit 10:7 und zieht damit zum 15. Mal ins Crucible ein.
  • Stuart Bingham besiegte Alan McManus mit 10:6.
  • Auch Jamie Cope darf aufatmen: mit einem 103er-Century und dem 10:5 sicherte er sich die WM-Teilnahme.
  • Heute scheint Break-Tag bei der WM zu sein. Judd Trump setzte die Latte für das gegen Stephen Lee höchste Century mit 137 Punkten ordentlich in die Höhe, doch Mark Williams zeigte, dass er auch ein gefährlicher Gegner ist. Letztlich standen 145 Punkte auf dem Tableau.

Ronnie Unloaded

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Wie Dragonstars Eventmanagement mitteilt wird Ronnie O’Sullivan nicht in Berlin auftreten. Statt einer Absage von „Ronnie Reloaded“ hat man sich entschieden eine Exhibition mit John Higgins, Neil Robertson, Ryan Day, Jimmy White, Shaun Murphy und Chris McBreen zu veranstalten.

„Es ist uns natürlich bewusst, dass wir treuen ROS-Fans Ronnie O Sullivan nicht ersetzen können, aber dennoch möchten wir Ihnen trotz der unglücklichen Umstände eine sensationelle Snookerveranstaltung bieten und einen unvergesslichen Abend bescheren.“

Schiedsrichterin wird Michaela Tabb sein, durch das Programm führt Rolf Kalb.

Die letzte Stufe nach Sheffield

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Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2009 wird in einem leicht unübersichtlichen 3-Stufen-Verfahren ausgetragen. Zwei dieser drei Stufen sind bereits gespielt, die dritte und zum Einzug in die Hauptrunde entscheidende beginnt nach einer kurzen Champions League-Unterbrechung am Sonntag.

In Stufe 1 erhalten Spieler, die aktuell nicht auf der Main Tour spielen, die Chance, sich sozusagen für die Qualifikation zu qualifizieren – gewiss ein schweres Unterfangen, doch Ex-Profi Tony Knowles gelang dieses Kunststück mit einem 10-9 über Main Tour-Profi Stefan Mazrocis. Neil Selman hingegen hatte durch die erneute Absage von Profi Declan Hughes gar ein „Freilos“ zum Einzug in Stufe 2.

Stufe 2 entspricht dann quasi den drei ersten Runden der „normalen“ Qualifikation zur WM. Die Amateure aus Stufe 1 mussten hier erwartungsgemäß bereits in der 1. Runde von Stufe 2 ihren Queuekoffer packen. Auch die „Altmeister“ Jimmy White und John Parrott schieden bereits in Stufe 2 aus — White unterlag Andy Hicks mit 8-10, Parrott ging gegen Matthew Couch gar mit 3-10 baden. Deutliche Siege hingegen für die aufstrebenden Profis Judd Trump (gegen Joe Delaney) und Ricky Walden (gegen Rod Lawler): Beide siegten überdeutlich mit 10-1 (einen Whitewash gab es in der WM-Qualifikation bislang nicht). Bemerkenswert auch die bislang bestenfalls unauffälligen Couch, Lee Spick, Daniel Wells und Jamie Jones, die alle Runden von Stufe 2 spielen mussten und gewannen. Besonders auffallend dabei Jungprofi Wells, erster Empfänger der Paul Hunter Scholarship, der dreimal mit 10-9 gewann.

Der Turnierbaum hat einige interessante Paarungen für die finale Hürde ins Crucible ergeben, leider wird auch von diesen in TV und/oder Stream nichts zu sehen sein. Es wäre wirklich an der Zeit, dass sich die WSA zumindest für große Turniere wie die WM hier etwas überlegt, was über (stellenweise defektes) Livescoring hinaus geht. Partien wie Trump gegen Stephen Lee, Walden gegen Anthony Hamilton, Ken Doherty gegen Gerard Green oder Dave Harold gegen Liang Wenbo mögen technisch gesehen (noch) Qualifikationsmatches sein — interessant und spannend genug für eine Übertragung wären sie jedoch allemal.

Dings doppeltes Lottchen

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Die Schiedsrichter bei der Welsh Open scheinen doch den einen oder anderen schlechten Tag gehabt zu haben:

Ding Junhui hat in seinem Match gegen Stephen Maguire zwei Rote hintereinander gelocht – und keiner hat es gemerkt. Schiedsrichter Colin Humphries zögert lange den Punkt auf die Anzeigetafel zu schreiben (ein Marker war anscheinend nicht anwesend).

Ding verlor 4:5.

Hier der fragliche Ausschnitt, Dave Hendon bestätigt die Echtheit.

Und hier Fu beim Foul gegen O’Sullivan, welches ebenfalls übersehen wurde. Danke an Leser Michael für den Hinweis.

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