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Snookerblog

Dings doppeltes Lottchen

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Die Schiedsrichter bei der Welsh Open scheinen doch den einen oder anderen schlechten Tag gehabt zu haben:

Ding Junhui hat in seinem Match gegen Stephen Maguire zwei Rote hintereinander gelocht – und keiner hat es gemerkt. Schiedsrichter Colin Humphries zögert lange den Punkt auf die Anzeigetafel zu schreiben (ein Marker war anscheinend nicht anwesend).

Ding verlor 4:5.

Hier der fragliche Ausschnitt, Dave Hendon bestätigt die Echtheit.

Und hier Fu beim Foul gegen O’Sullivan, welches ebenfalls übersehen wurde. Danke an Leser Michael für den Hinweis.

Vor dem Finale: Ein erstes Mal

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Das Finale der Welsh Open 2009 wird in jedem Fall einen Sieger finden, der in Newport seinen allerersten Ranglistentitel feiern wird.

„Captain“ Ali Carter brachte nach einem anfänglichen Rückstand von 0-3 gegen Anthony Hamilton schließlich den Flieger in seiner vierten Halbfinalteilnahme der laufenden Saison doch noch auf die Landebahn. Kein Grund zur Enttäuschung jedoch für Hamilton, der relativ überraschend in Newport zu alter Form zurück fand, die es nun zu konservieren gilt, um die Saison erfolgreich abzuschließen. Allerdings vergab er im neunten Frame die Chance auf sein erstes Maximum Break — möglicherweise auch ein kleiner Faktor.

Im zweiten Halbfinale kam Neil Robertson nach seiner „Nachtschicht“ am Freitag zunächst überhaupt nicht auf Touren und lag gegen Joe Swail bereits mit 1-5 hinten, ehe „The Melbourne Machine“ im wahrsten Sinne des Wortes aufwachte und ein Comeback bis auf 4-5 schaffte, bis er nach einem abschließenden Taktikduell schließlich doch Swail zum Sieg gratulieren musste. Erneut ein spannendes Marathonmatch bis nach Mitternacht. Durchaus denkbar, dass die unsinnigen Ansetzungen des Vortags Robertson die Finalteilnahme gekostet haben.

Hamilton siegt im Marathonmatch

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Die Ansetzung der Welsh Open hat auch in diesem Jahr wieder für eine schlaflose Snookernacht gesorgt. Da die Verantwortlichen in Newport ab dem Viertelfinale nur noch auf einem Tisch spielen wollen, müssen alle vier Viertelfinals hintereinander an einem Tag stattfinden.

Der extrem enge Zeitplan kann nur eingehalten werden, wenn es keine größeren taktischen Schlachten auf dem Snookertisch gibt. Gestern war im Match von Mark Selby gegen Anthony genau das Gegenteil der Fall. Beide belauerten sich in einem hochtaktischen Match, alleine zwei Frames dauerten über 45 Minuten. In einem Frame wurde 30 Minuten lang kein Punkt gemacht.

Dafür überzeugten beide mit ihren extrem guten und genauen Safeties, die dadurch begünstigt wurden, dass kleinere Fehler eigentlich eher selten bestraft wurden. Nach mehreren Stunden setzte sich Hamilton mit 5:3 durch.

Zur Niederlage Selbys beigetragen hat sicher auch die Übergabe von Papieren seines ehemaligen Managers George Bamby, der ihm eine Vorladung und die Androhung auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens überreichte — nur wenige Sekunden nach dem die Spieler an die Tische gerufen waren. (Die britische Sun hat das Photo dazu.) Nach Angaben von Bamby stehen noch mehrere tausend Pfund Honorar aus seinem letzten Jahr als Manager aus.

Hamiltons Gegner im Halbfinale ist Vize-Weltmeister Ali Carter, der in einer überzeugenden Art und Weise gegen Shaun Murphy gewinnen konnte. Carter war im letzten Jahr gegen Ronnie O’Sullivan an gleicher stelle noch ausgeschieden, nun spielt er sich immer mehr in Form und zeigte beim 5:2-Sieg auch Breaks von 74, 73 und 62 Punkten.

Im zweiten Halbfinale steht mit Joe Swail, der bisher durch eher schwache Leistungen in dieser Saison auffällig war. Gegen Stephen Maguire ging er zunächst mit 3:1, dann mit 4:2, in Führung. Doch Maguire blieb dran, holte sich Frame 7 und nutzte in Frame 8 die erste Chance um nach einer Aufholjagd die Respotted Black als Double zu lochen. Den spannenden Decider dann konnte Swail für sich entscheiden.

Bahrain-Championship-Sieger Neil Robertson wird Swails Gegner in der Vorschlussrunde sein. Er setzte sich im Nachtmatch gegen Marco Fu durch (beide kamen erst nach 22 Uhr Ortszeit an den Tisch, das Match war für 19 Uhr angesetzt). Dabei spielte Robertson auch das einzige Century des Viertelfinals: 107 Punkte.

Zwergenaufstand in Newport

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Wir wissen mittlerweile, dass jeder im Snooker jeden schlagen kann. Was die Qualifikanten aber in Newport anstellen ist schon erstaunlich. Vorreiter des Trends ist David Gilbert, der Lokalmatador Mark Williams im Quali-Nachholmatch mit 1:5 abserviert und dann gegen Joe Perry mit 5:4 gewinnt. Auch wenn er jetzt gegen den hervorragend spielenden Titelverteidiger Mark Selby verliert so ist die Leistung der Nummer 43 der Welt nicht hoch genug einzuschätzen.

Eine weitere walisische Hoffnung musste in der ersten Runde die Segel streichen: Ryan Day kam mit dem Druck nicht zurecht und musste die Weltranglisten-Nummer 30, Michael Judge, mit 3:5 ins Achtelfinale ziehen lassen, der dort auf Anthony Hamilton trifft.

Weiter auf einem guten Weg scheint Martin Gould. Der bebrillte Engländer machte in dieser Saison einen gewaltigen Sprung in der Weltrangliste nach vorne und konnte in Newport niemanden anderen als Stephen Hendry mit 5:3 bezwingen. Für den siebenfachen Weltmeister geht es damit weiter bergab, selbst der Top-16-Platz scheint in Gefahr.

Goulds Gegner ist auch nicht der mit dem man hätte rechnen können, statt Mark Allen steht ihm Joe Swail (5:3) gegenüber. Dieser hatte in diesem Jahr ebenfalls eher Rück- statt Fortschritte gemacht und findet sich provisional auf Platz 28.

Aber es gab natürlich auch einige Favoritensiege in Newport, so besiegte Mark Selby Paul Davis und Stephen Maguire Ian Preece mit 5:0, Ali Carter bezwang den Wirbelwind Jimmy White mit 5:1.

Ein Ausblick auf die Welsh Open

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Am Montag starten in Newport die Welsh Open. Im letzten Jahr hatte sich Mark Selby im Finale über die volle Distanz (17 Frames) gegen Ronnie O’Sullivan durchgesetzt, dieses Kunststück möchte er gerne wiederholen. Der Engländer hat auch gute Chancen weit zu kommen, das erste Match gegen Paul Davies muss ein Pflichtsieg sein.

Größter Konkurrent auf dem Weg zum Halbfinale wird Ryan Day sein. Der Grand-Prix-Vize lechzt auf heimischem Boden nach seinem ersten Profi-Titel. Im zweiten Viertel tritt Veteran Jimmy White an, doch Losglück sieht anders aus, gegen den starken Ali Carter wird er kämpfen müssen. Doch White hat bewiesen, dass er das kann und ob Carter mit dem Druck umgehen kann gegen das Idol spielen zu müssen wird sich herausstellen. Graeme Dott spielt hier genauso um wichtige Weltranglistenpunkte (er will nach 2 Seuchenjahren nicht aus den Top-48 fallen) wie Dave Harold, der gute Karten hat mit einer anständigen Leistung noch unter die Top-16 der Welt zu rutschen.

Der 7-fache Weltmeister Steven Hendry tritt in Viertel Nummer 3 gegen Martin Gould an, auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Hendrys Form konnte diese Saison jedoch nicht überzeugen, auch aus der Championship League musste er sich bereits frühzeitig und sang- und klanglos verabschieden. Für ihn wird es um so wichtiger sein mit einem guten Turnier in das Saisonfinale zu starten.

Weltmeister O’Sullivan wird gleich im ersten Match gegen Steve Davis antreten, das verspricht ein Match auf hohem Niveau zu werden, kann sich The Rocket doch gegen die Altmeister besonders motivieren, wie man im WM-Match gegen Hendry gesehen hat.

Alles in allem erwarten uns viele spannende Matches, Eurosport ist ab dem ersten Turniertag live dabei.

Goodbye Prestatyn - Hallo Newport

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Mit den letzten Matches der Qualifikation zur Welsh Open 2009 wurden heute die letzten Begegnungen der Saison 2008/09 im wallisischen Prestatyn ausgetragen. Die noch ausstehenden Qualifikationsmatches zu den China Open werden vor Ort ausgetragen, ebenso die verbleibenden Begegnungen der Qualifikation zur Welsh Open zwischen Mark Williams und David Gilbert, Matthew Stevens und Andy Hicks sowie Dominic Dale und Liang Wenbo, welche in Newport stattfinden werden. Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft wird vollständig in Sheffield gespielt.

Am letzten Tag der Qualifikationsrunden stehen die einzigen Begegnungen, welche die nicht gesetzten Top 32-Spieler auszutragen haben, an. Dabei gab es auch diesmal einige Überraschungen.

Barry Hawkins etwa scheiterte nach den China Open nun auch in der Qualifikation zu den Welsh Open, er unterlag Paul Davies mit 4-5. Mit dem gleichen Ergebnis unterlag Nigel Bond Martin Gould, und auch Ian McCulloch musste gegen Mike Dunn diesen Endstand hinnehmen. Ian Preece, Lokalmatador aus Newport, schaltete Stuart Bingham mit 5-3 aus. Ebenfalls mit 5-3 konnte Barry Pinches sich etwas überraschend gegen Jamie Cope durchsetzen. Auch Ricky Walden und Stephen Lee konnten sich relativ überraschend nicht für Newport qualifizieren, die „alten Herren“ Dave Harold und Steve Davis hingegen konnten ihren „zweiten Frühling“ fortsetzen.

Die Geschichte der Qualifikation aber schrieb Veteran und Publikumsliebling Jimmy White, der den Schwung seines Maximum Breaks in einer Exhibition gegen Ronnie O’Sullivan offensichtlich mit nach Prestatyn nahm. White schickte David Grace nach Hause, schaffte gegen Rod Lawler ein Comeback nach 0-4, besiegte Rory McLeod und traf somit in der finalen Runde auf Ken Doherty, dem er den Begriff „Whitewash“ überdeutlich erklärte. Eine großartige Leistung von Jimmy, der nun in der Hauptrunde, die am 16. Februar beginnt, auf Ali Carter trifft.

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