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Snookerblog

Qualifikation zur UK Championship 2008 beendet

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Die Qualifikation zur UK Championship 2008 ist beendet, die Begegnungen der ersten Runde der Hauptrunde stehen fest.

Mit Rory McLeod, Mark Davis, Andrew Higginson, Martin Gould, Judd Trump, Michael Holt und Jamie Burnett konnten sich sieben Spieler qualifizieren, die nicht in den Top 32 der offiziellen Rangliste stehen. Youngster Judd Trump gelang dieses Kunststück bereits zum fünften (von fünf) Malen in der laufenden Saison. Martin Gould als Nummer 63 ist der am niedrigsten platzierte Spieler, der sich qualifizieren konnte.

In der Qualifikation unglücklich gescheitert ist Jimmy White, der sich bravourös durch die ersten beiden Qualifikationsrunden kämpfte, dabei stets über die volle Matchdistanz von 17 Frames gehen musste und schließlich in Runde 3 Rory McLeod ebenfalls im finalen Frame unterlag. Ebenfalls in der 3. Runde der Qualifikation schied der Shootingstar der Saison, Ricky Walden, aus. John Parrott gab ebenfalls in Runde 3 gegen Andy Hicks krankheitsbedingt beim Stand von 1-7 auf.

Die vielleicht interessantesten Begegnungen der ersten Hauptrunde in Telford:

  • das wallisische Duell zwischen Ryan Day und Matthew Stevens
  • das „Duell der Abgestürzten“ zwischen Graeme Dott und Ken Doherty
  • „Jung gegen Alt“ mit Ding Junhui und Steve Davis

Aber auch die „Partien der Namensvettern“ zwischen Stephen Hendry und Stephen Lee sowie Mark Selby und Mark Williams versprechen ansprechendes Snooker ab der ersten Runde.

Die UK Championship beginnt am Samstag, den 13. Dezember.

O’Sullivan dominiert Finale in der Premier League

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Mit einem klaren 7:2-Sieg gegen Mark Selby hat sich Premier-League-Dominator Ronnie O’Sullivan gegen Mark Selby durchgesetzt. Dieser kam nicht annähernd an sein Spiel vom Samstag heran als er Stephen Hendry klar mit 5:0 und drei Centuries in Folge schlug.

Logo der Premier League Snooker „Mit 33 bin ich so langsam am Ende meiner Karriere“, sagte O’Sullivan, „da will ich jetzt alles herausholen, was ich kann.“ Diesmal hatte es für 75.000 Pfund gereicht. Insgesamt zog der 8-fache Champion ein positives Fazit: „Jemanden von Marks Kaliber zu schlagen ist eine fantastische Sache. Er holt auf und ich will ihn eigentlich nur von mir fern halten so lange es geht. Ich bin zufrieden mit meiner Form und habe gut gepunktet… im Finale willst du das beste Snooker zeigen.“

Zu seinem Aussetzer in Frame 6, als O’Sullivan beim Endspiel auf die Farben von Gelb auf Gelb stellte, sagte er: „Die Premier League ist so ein tolles Turnier und die Shot Clock führt dazu, dass man seltsame Dinge tut.“ Zuvor hatte O’Sullivan mit Breaks von 93, 62, 83 und 62 Punkten eine 5:0-Führung herausgespielt, Selby kam durch den Fehler O’Sullivans dann auf 5:1 heran.

O’Sullivan zeigte sich im nächsten Frame unbeeindruckt, der von Selby erhoffte Wendepunkt blieb aus, und spielte ein 105er-Century. Mit einer 84 in Frame 8 kämpfte sich Selby dann noch einmal heran, doch O’Sullivan machte schon im nächsten Frame mit 74 Punkten in Folge den Sack zu.

Selby: „Natürlich bin ich enttäuscht nicht gewonnen zu haben, aber vor ein paar Monaten war ich noch in Crondon Park in der Qualifikation. Ich weiß aber wie ich gegen Hendry gespielt habe und mit meinem Spiel heute kann ich nicht zufrieden sein. Gegen Ronnie musst du jede Chance nutzen, das habe ich nicht geschafft.“

O’Sullivan: „Kann nicht mit Hendry gleichziehen“

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In einem Interview mit Ronnie O’Sullivan, das BBC morgen ausstrahlt, sagt O’Sullivan auf die Frage ob er mit Hendry gleichziehen kann: „Ich kann keine sieben oder acht Weltmeisterschaften gewinnen, mir fehlt einfach der drive. Ich habe nicht die Leidenschaft, die es braucht um ein (Michael) Schumacher, ein Hendry zu sein – Ich bin kein Sklave des Sports.“

„Ich glaube nicht einmal daran, dass ich in 5 Jahren noch spielen werde, geschweige denn 5 Titel gewinne.“, fügte der 33jährige hinzu.

Linke Hand als Geliebte

In einem weiteren veröffentlichten Teil des Interviews redet O’Sullivan davon, wie er sein Spiel mit der linken Hand verbesserte: „Ich war damals 17, und spielte mit rechts nicht so gut, wie ich das von mir erwartet habe und da habe ich beschlossen die linke Hand zu trainieren. Viele Männer haben eine Frau und eine Geliebte und mir hilft die linke Hand durch schlimme Zeiten, wenn ich mich nicht wohl fühle. Ich kann ja nicht so tun, als ob sie nicht da wäre und sie verstoßen.“

Auch zu seiner Aufgabe gegen Stephen Hendry Ende 2005 äußerte O’Sullivan sich: „Ich wollte damals einfach nur raus hier. Nach der Aufgabe habe ich mich besser gefühlt. Ich wusste, dass ich das gleiche Gefühl in jeder weiteren Runde gehabt hätte und das wollte ich nicht. Das hätte mir auch im WM-Finale passieren können, der Ort spielte keine Rolle.“

„Ich habe mir dann einen Überblick verschafft – und das ist schon seltsam, wenn du das machst, wenn du vorher so eine Leidenschaft für etwas hattest. Manchmal fühle ich mich wieder so, aber ich kann nicht aufgeben, weil sie mir eine kräftige Strafe aufbrummen – deshalb werde ich, wenn es absehbar ist, dass ich mich so fühle, auch Turniere absagen.“

Die Vorabveröffentlichung des Interviews inklusive zwei kurzer Videos.

Kann Selby O’Sullivan stoppen?

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Ronnie O’Sullivan steht in der Premier League da, wo er hin gehört: Im Finale. Dort stand er auch schon bei den letzten vier Serien und gewann jedes Mal. Insgesamt strebt er den achten Sieg in dieser Veranstaltungsreihe nach 1997, 2001, 2002, 2005 (Frühling), 2005 (Winter), 2006 und 2007 an.

Gegen Joe Perry konnte er sich im Halbfinale jedoch nur knapp durchsetzen. In einem spannenden Match über die volle Distanz (9 Frames) ging O’Sullivan zwar immer in Führung, Perry glich jedoch immer wieder aus.

Es entwickelte sich so ein direkter Schlagabtausch bei dem jeder Fehler des Gegners bestraft wurde. O’Sullivan profitierte im fünften Frame von einem bösen Kick, wodurch die Rote von Perry nicht fiel und die Weiße bei den Roten liegen blieb. In den letzten beiden Frames gab es dann auch noch zwei Centuries, in Frame acht glich Perry mit einer glatten 100 zum 4:4 aus, O’Sullivan sicherte sich den Sieg mit einer 104.

Mark Selby hingegen überrollte Stephen Hendry. Der 7-fache Weltmeister hatte nur in Frame 1 Möglichkeiten dagegen zu halten, musste sich dennoch geschlagen geben. In den restlichen vier Frames der Partie war Hendry dann komplett abgemeldet und sollte insgesamt nur noch 8 Punkte auf sein Konto bekommen.

Mit gleich drei Century-Breaks im 2., 3. und 4. Frame (110, 128 und 115 Punkte) machte Selby klar, dass er sich als Titelanwärter sieht und sein stärkstes Snooker spielt. Für einen Neuling unter der Shot Clock hat er jedenfalls sehr respektable Leistungen eingefahren, ist er doch als einziger Spieler ohne Niederlage. Mit einem 77er-Break machte er im 5. Frame dann den Sack zu.

In der Gruppenphase hatte Selby noch Unentschieden gegen O’Sullivan gespielt, heute gewinnt der, der das beste Snooker auf hohem Niveau spielt und seine Nerven im Griff hat. Eines ist sicher: Das gibt ein klasse Match.

Snooker in der Sportschau

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Ab 18.00 Uhr gibt es einen Bericht über das Hamm Invitional in der Sportschau. Das gleiche Filmmaterial wird auch für einen Bericht im WDR benutzt, der Montag Abend, 22.45 Uhr, in der Sendung „Sport Inside“ ausgestrahlt wird.

Update:

Auf meine E-Mail, den schlechten und boulevardesken Bericht in der ARD betreffend, erhielt ich vom Zuschauerservice folgende Standardmail:

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