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Ding Junhui und Mark Allen in China im Finale (Update)

Beim ersten Turnier der Saison, der Jiangsu Classic im chinesischen Wuxi City, stehen Ding Junhui und Mark Allen am Sonntag im Finale. Dabei sah es beim chinesischen Titelverteidiger nach einem 1:2 gegen Landsmann Li Hang im Eröffnungsmatch zuerst alles andere als gut aus.

Li gewann am ersten Tag des Turniers auch noch gegen Peter Ebdon und Ryan Day und führte über Nacht in Gruppe 1 die Tabelle an, musste aber nach 0:2-Niederlagen gegen Mark Allen und Stephen Hendry mit Tabellenplatz 4 vorlieb nehmen. Mark Allen schob sich mit einem 2:0-Sieg gegen Peter Ebdon in letzter Sekunde und mit einem Frame Vorsprung an Ryan Day vorbei, der bis dahin auf Platz 2 lag.

In Gruppe 2 setzte sich Shaun Murphy mit 4 Siegen aus 5 Begegnungen genauso souverän durch wie Marco Fu. Hier hatten Joe Perry, Mark Selby und Ali Carter genauso das Nachsehen wie der Chinese Jin Long, der ohne Sieg blieb.

Im ersten Halbfinale traf Ding Junhui dann auf Marco Fu, den er klar mit 5:1 schlug während sich Mark Allen klar mit 5:2 gegen Shaun Murphy durchsetzen konnte.

Update:

Im Finale konnte sich Allen klar in 70 Minuten mit 6:0 durchsetzen und entthronte damit den Chinesen. Die ersten drei Frames gewann der Nordire mit Breaks von 64, 71 und 74 Punkten. Frame 4 gewann er knapp indem er Grün, Braun und Blau lochte.

Nach dem Mid-Session-Interval spielte er solide weiter und konnte so das 20.000-Pfund-Preisgeld sichern.

„Obwohl das kein Ranglisten-Turnier ist, bedeutet es viel für mich meinen ersten Titel als Profi gewonnen zu haben“, sagte Allen nach dem Match. Dabei sah es nach anfänglichen 2:0- und 2:1-Niederlagen in der Gruppenphase gegen Day und Ding nicht danach aus als ob er sich für das Halbfinale qualifizieren könnte. „Es sah zu dem Zeitpunkt so aus als ob ich den Heimflug buchen müsste“, gab er zu, „Aber ich habe es geschafft meine letzten beiden Spiele mit 2:0 zu gewinnen und einige andere Ergebnisse liefen für mich, wodurch ich die Halbfinals erreichte. Danach war alles Zugabe und ich hatte das Gefühl, dass das Turnier für mich bestimmt war.“

Die Rückkehr des Tony Drago

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Tony Drago ist zurück auf der Main Tour.

Der im letzten Jahr aus dem Ranking gefallene Malteser schlug im Finale der European Play-Offs in Belgien Roy Stolk mit 5-4 und konnte sich damit einen Qualifikantenplatz für die Main Tour 2009/10 sichern.

„Schuld“ an Dragos Rückkehr ist ein anderer Veteran:

„Ohne Jimmy White hätte ich das alles nicht erreicht. Er gab mir die Schlüssel zu seinem Club, damit ich dort trainieren konnte; er war es, der meine Liebe zum Spiel neu entfacht hat.“ Dem Whirlwind zu Dank verpflichtet: Tony Drago

Zuvor war bereits James Wattana aus Thailand durch den Gewinn der Asian Championship nach einem Jahr Abstinenz die Rückkehr ins Profilager gelungen.

Main-Tour-Termine 2009/2010 bekannt

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Die WSA hat die Termine für die nächste Saison bekannt gegeben, die aus sechs Ranglisten- und zwei Einladungsturnieren bestehen wird.

Wie bereits angekündigt wird es keine Fortsetzung in Bahrain geben, Neil Robertson ist damit erster und letzter Champion dort. Ebenfalls nicht im Kalender dieses Jahr ist die Northern Ireland Trophy, das im letzten Jahr das erste Ranglisten-Turnier der Saison war und von Stephen Maguire gewonnen wurde. Mark Allens gute Serie bei der WM könnte aber dafür sorgen, dass doch noch ein neuer Sponsor gefunden werden kann.

Wie bereits im letzten Jahr beginnt die Saison mit dem Einladungsturnier Jiangsu Classic in China. Erstmals um Punkte würde – wenn denn alles so bliebe – im September in Shanghai beim Masters, dem im Oktober der Grand Prix und im Dezember die UK Championship folgt.

Das Masters im Januar lädt traditionell die besten 16 der Welt und Wildcards zum Duell ein. Bevor Welsh Open (ebenfalls im Januar), China Open (März oder April) und Weltmeisterschaft die Saison abschließen.

Ein drittel aller Ranglistenturniere wird in China stattfinden, in Großbritannien sind praktisch nur noch die „Großen Drei“ (Grand Prix, UK Championship und WM) vorhanden, was allerdings dafür sorgt, dass überproportional viele Punkte im Vereinten Königreich vergeben werden.

Dem Plan fehlen noch Termine für die China Open und für die Qualifikation für die WM.

Die Termine im einzelnen:

2009

  • 3.–6. Juni: Jiangsu Classic Invitational
  • 3.–6. August: Shanghai Masters Qualifikation
  • 7.–13. September: Shanghai Masters
  • 21.–24. September: Grand Prix Qualifikation
  • 3.–11. Oktober: Grand Prix
  • 23.–30. November: UK Championship Qualifikation
  • 5.–13. Dezember: UK Championship

2010

  • 10.–17. Januar: Masters
  • 19.–22. Januar: Welsh Open Qualifikation
  • 25.–31. Januar: Welsh Open
  • 2.–5. Februar: China Open Qualifikation
  • Zu bestätigen: China Open
  • 17. April–3. Mai: Weltmeisterschaft

Eine Übersicht über Turniere in den nächsten Monaten bietet auch unser nagelneuer Kalender

(Quelle: British Eurosport)

Murphys Revanche

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Shaun Murphy

Eine Woche nach der Niederlage im Finale der WM hat Shaun Murphy doch ein Turnier gewonnen, das Grand Final der World Series of Snooker.

In der zweiten Runde konnten sich in den verschobenen Matches Luca Brecel und Steve Davis durchsetzen. Der 14-jährige schlug Ken Doherty mit 5:3 und schaffte damit eine weitere große Überraschung. Doherty nach dem Match: „Er scheint wirklich ein guter Spieler zu sein und sehr konzentriert.“ Davis – im Gegensatz dazu der älteste Teilnehmer – gewann gegen Jimmy White aus einem Rückstand mit 5:4.

Im Viertelfinale schaute es dann so aus als ob Brecel auch gegen einen weiteren Ex-Weltmeister gewinnen könnte, doch Graeme Dott sicherte sich mit einem 5:4 den Halbfinalplatz, wo er auf Shaun Murphy traf. Der Vize-Weltmeister konnte gegen Mark Selby nicht nur mit 5:4 gewinnen sondern mit einem 105er-Break (bei 10 Roten) auch das erste Century auf portugiesischem Boden spielen.

Im dritten Viertelfinale setzte sich der Weltmeister John Higgins durch, Steve Davis hatte beim 5:2 kaum eine Chance, während sich Ding Junhui Stephen Maguire mit dem selben Ergebnis geschlagen geben musste.

In den Halbfinals waren dann endlich wieder 15 Rote zurück und Shaun Murphy gewann knapp mit 5:4 gegen Graeme Dott, John Higgins besiegte Stephen Maguire mit 5:3.

Logo der World Series of Snooker Eine Wiederholung des WM-Finales keine Woche nach dem Ende der WM, das gab es noch nie. Bis zum Mid-Session-Interval war noch alles offen, doch als die Spieler beim Stand von 2:2 zurück kamen ließ es Shaun Murphy zweimal klingeln. Mit zwei Centuries von 102 und 100 Punkten sicherte er sich die 2-Frame-Führung. Higgins konnte sich dann nicht mehr wehren, Murphy nutzte jede Chance und gewann schließlich das Match mit 6:2 – Die Revanche für Sheffield war gelungen.

Das Bild von Shaun Murphy entstammt dem Wikimedia Commons Projekt und wurde unter der GNU Free Documentation License zu Verfügung gestellt.

Murphy und Maguire im Grand-Final-Halbfinale

Shaun Murphy und Steven Maguire sind in das Viertelfinale der World Series vorgeprescht. Murphy schlug den Gruppen-Ersten der 1. Gruppe Ryan Day mit 5:1. Day hatte zuvor in der Gruppe eine überzeugende Leistung geboten und Lasse Münstermann, Gerry Britton (Jersey) und Michal Zielinski (Polen) schlug und dabei nur insgesamt 2 Frames abgab.

Lasse Münstermann musste sich mit Rang drei zufrieden geben, da er nach erfolgreichem Start (4:1 gegen Michal Zielinski) Garry Britton und Ryan Day mit 2:4 bzw. 1:4 unterlag.

Logo der World Series of Snooker Britton konnte sich so für die zweite Runde qualifizieren, doch Steven Maguire war, trotz dessen schwacher Leistung, eine Nummer zu groß Maguire führte mit 3:0 und Brittons Aufholversuche scheiterten. Auch das höchste Break, bei 10 Roten, spielte Maguire mit einer Serie von 79 Punkten.

Die Spiele in der zweiten Gruppe verzögerten sich dermaßen, dass die Halbfinals am Samstag Morgen statt Freitag abends ausgetragen werden müssen. Der jüngste U19-Europameister aller Zeiten, Luca Brecel (14, Belgien), konnte sich dort gegen Itaro Santos beim Kampf um Runde 2 durchsetzen und die Gruppe vor Jimmy White gewinnen.

Der Altmeister schlug den jungen Schacher Ruberg (Israel) mit 4:0 und Itaro Santos mit 4:1 musste sich aber Brecel mit 3:4 geschlagen geben.

World Series auch in Österreich?

Die World Series of Snooker hat mit Sportingbet.com einen Sponsor für die nächsten drei Spielzeiten gefunden. Dabei äußerte sich John Higgins auch zu seinen Plänen für die nächste Saison „Pat Mooney und ich sind vom Enthusiasmus beim Team von Sportingbet.com beeindruckt. Wie wir sehen sie das Wachstumspotential des Sports in Europa und es ist unsere Absicht die Serie weiter zu verbessern und an sieben verschiedenen Orten in der Saison 2009/10 zu spielen.“

Logo der World Series of Snooker Mooney fügte hinzu: „Nach diesen Events [gemeint ist das Grand Final und das Turnier in Irland] wird der komplette Spielplan ausgearbeitet und veröffentlicht, mit neuen Ländern wie Spanien, Zypern und Österreich fest in unseren Gedanken und natürlich hoffen wir auch nach Deutschland und Polen zurückzukehren, damit wir das spektakuläre Wachstum der Popularität des Snookers in diesen Ländern unterstützen können.“

WPBSA veröffentlicht Ergebnisse von Anhörungen

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Die WPBSA hat zum ersten Mal die zuvor geheim gehaltenen Ergebnisse der Disziplinaranhörungen veröffentlicht. Damit geht die Snookerverband so vor wie alle anderen Sportverbände auch.

Die Resultate der Anhörungen:

  • Vorzeitiges Aufgeben eines Frames (2. Vorfall)
    • Dave Harold: £150 Strafe
    • Mark Williams: £150 Strafe
    • Ronnie O’Sullivan: £150 Strafe
    • Lee Spick: £150 Strafe für 12 Monate aufgeschoben; £1,000 Kosten
    • Stephen Maguire: £150 Strafe
    • Robert Milkins: £150 Strafe
    • David Roe: £150 Strafe
    • Jin Long: £150 Strafe
  • Vorzeitiges Aufgeben eines Frames (3. Vorfall)
    • Jin Long: Kein Verstoß festgestellt
  • Andere Angelegenheiten:
    • Declan Huges, „Verhalten in Prestatyn“: £500 Strafe, weitere £250 auf Bewährung für 12 Monate; £1000 Kosten
    • Jimmy Michie, „YouTube-Video“: £1000 Strafe; £1000 Kosten

Weshalb Lee Spicks Strafe aufgeschoben wurde und er Kosten von 1000 Pfund tragen muss ist nicht bekannt (schätzungsweise war er mit der Strafe nicht einverstanden und es musste mündlich verhandelt werden).

Jimmy Michie war in einem YouTube-Video beim schnupfen eines weißen Pulvers zu sehen und wurde daher unter der „Du darfst Snooker nicht in Verruf bringen“-Klausel bestraft.

Die veröffentlichten Zahlen zeigen, dass das Snooker kein Problem mit Disziplinlosigkeit hat, das bisherige Verhalten der WPBSA ist daher noch unverständlicher.

(Thanks, Dave)

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