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Snookerstars kämpfen in Kilkenny um die „Paul Hunter Trophy“

Im Nicht-Weltranglisten-Turnier „Kilkenny Masters“ werden die Stars der Snooker-Szene um die Paul-Hunter-Trophäe spielen. Das Turnier findet vom 9.–11. März in Kilkenny, Irland statt und wird 16 Snookerstars zeigen.

Zwölf von ihnen treten in vier Gruppen à drei Spielern an, wobei jeweils der Gruppensieger gegen einen der vier gesetzten Spieler im Viertelfinale antritt.

Der Sieger der Gruppe A, in der John Higgins, Gerard Greene und Mick Judge aufeinander treffen, wird den Weltmeister Graeme Dott (der auf der offiziellen Webseite durchgängig „Graham“ geschrieben wird) herausfordern.

Stephen Hendry erwartet schon den Spieler, der sich in Gruppe B durchsetzen kann, wo Grand-Prix- und Welsh-Open Champion Neil Robertson gegen Fergal O’Brien und Mark Allen den Sprung ins Viertelfinale schaffen will.

Barry Hawkins, Jimmy White und David Morris kämpfen in der Gruppe C um einen Viertelfinalplatz und damit um ein Match gegen Ken Doherty.

Letzter gesetzter Spieler ist Masters-Gewinner Ronnie O’Sullivan Gegner des Gruppe-D-Siegers, der zwischen Joe Swail, Matthew Stevens und Joe Delaney ermittelt wird.

Tageskarten können telefonisch bei mehreren Stellen bestellt werden und kosten zwischen 15 und 25 Euro.

Higginson macht’s spannend und verliert dennoch

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Nach der 6:2-Führung Neil Robertsons nach der ersten Finalsession hatte Noname Andrew Higginson eine wirkliche Aufholjagd gestartet. Nicht weniger als sechs Frames in Folge gewann der Spieler, der über keine offizielle Main-Tour-Platzierung verfügt. In den Provisionals wird er aber bis auf Platz 40 klettern.

Bei seiner phänomenalen Aufholjagd konnte der 500:1-Außenseiter zudem Breaks von 64, 100, 97, 54 und 81 Punkten machen. Plötzlich lag er mit zwei Frames vorne und war nur noch einen Framegewinn vom Titel entfernt – doch es kam anders.

Mit einem 92er-Break schaffte Robertson es, wieder näher ran zu kommen und seine Siegchancen zu wahren. Und im nächsten Frame schaffte er es den Entscheider zu erzwingen, es gelang ihm ein 59er-Break.

Nach einer verschossenen Rot-Kombination von Higginson konnte Robertson die Grundlage mit einem kleinen Break legen. Als er dann nach einem Safety-Austausch wieder in einem Break war warf Higginson – im wahren Wortsinn – das Handtuch.

Robertson ist erst der vierte Nichtbrite, der mehr als ein Turnier in einer Saison gewinnen konnte. Damit steht er in einer Reihe mit dem Kanadier Cliff Thorburne, James Wattana aus Thailand und Chinas Ding Junhui. An letzterem zieht er in der provisorischen Weltrangliste vorbei auf Rang sieben.

Das Match war von Spannung und Qualität nicht zu überbieten, beide Spieler schenkten sich nichts und Higginsons Breakbuilding über weite Strecken war ein Genuss anzuschauen.

Robertson mit Zwischenführung

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Neil Robertson steht kurz vor seinem zweiten Saisonsieg. Nach der ersten Session führt der Australier mit 6:2 gegen Andrew Higginson. Es ist ein Match der hohen Breaks: In der ersten Runde konnte Robertson ein Break von 76 Punkten spielen, das Higginson mit seinem achten Century beantwortete. 114 Punkte.

Fünf der nächsten sechs Frames gingen dann an den 25jährigen Linkshänder, ihm gelangen Breaks von 71, 98 und 74 Zählern.

Rookie Higginson wird sein Top-Spiel finden müssen, auch wenn er den vorletzten Frame vor der Pause gewinnen konnte.

Rookie-Sieg für Higginson oder zweiter Titel der Saison für Robertson?

Nach seinen Siegen gegen Passakorn Suwannawat (5:3) und die gesetzten Scott MacKenzie (5:1), Drew Henry (5:0), Marco Fu (5:2), John Higgins (5:3), Michael Judge (5:1) und Ali Carter (5:1) stand für Andrew Higginson nun sein erstes Halbfinale an. Und sein Gegner hieß Stephen Maguire.

Nachdem die vier Frames vor dem Mid-Session-Interval noch auf die beiden Spieler aufgeteilt wurden konnte sich Higginson nach der Teepause die beiden nächsten Frames mit Breaks von 66 und 94 Punkten gewinnen. Und nachdem er die Grüne im Endspiel auf die Farben in Frame sieben per Glückstreffer in die untere rechte Tasche bugsierte, statt wie geplant in die obere rechte, war der Weg frei für seine Drei-Frame-Führung.

Maguire konnte das unvermeidbare nur noch hinauszögern und gewann den achten Frame. Zwei Halbcenturies von 53 und 57 Punkten sorgten dann für den verdientan 6:3-Sieg Higginsons.

Nach seiner unterdurchschnittlichen, zwölf Jahre langen Karriere steht Higginson nun in seinem ersten Finale.

Sein Gegner wird der junge Australier Neil Robertson sein, der in seinem Halbfinale den sechsfachen Weltmeister Steve Davis schlug. Dabei machte er Breaks von 41, 70, 109 und 79 Punkten, denen Davis zwar ein 91er-Break entgegensetzen konnte, was ihm aber nicht wirklich weiter half. Schließlich gewann „The Melbourne Machine“ mit 6:3.

Bei einem Sieg Robertsons wäre er der erste Spieler seit zwei Jahren, dem es gelingt zwei Weltranglistenturniere in einer Saison zu gewinnen.

„Ich zitterte wie ein Blatt im Wind.“ – Higginson auf Wolke 147

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Andrew Higginson steht nach seinem 5:1-Sieg gegen Ali Carter in seinem ersten Main-Tour-Halbfinale. Nach dem sensationellen Achtelfinale im Malta Cup gelang ihm jetzt das perfekte Spiel. Ali Carter konnte nur zuschauen als der Tour-Wiedereinsteiger 147 Punkte in Folge lochte.

Es ist erst das dritte Maximumbreak in der Geschichte der Welsh Open. Der 29jährige hat in seiner Karriere weniger als 70.000 Pfund verdient, für sein Maximum darf er sich nun einen Scheck im Wert von 20.000 Pfund abholen.

„Ich habe dutzende 147er im Training gemacht, aber nie in irgendeinem Wettbewerb. Nach der letzten Schwarzen zitterte ich wie ein Blatt. Nach 56 Punkten wurde es sehr schwierig, es schien als ob ich nicht dort ankommen könnte wo ich wollte. Doch ich habe sie weiter versenkt und mich aus den Problemen rausgehalten.“

Insgesamt gelangen Higginson 342 Punkte ohne, dass Carter sich wehren konnte.

Die Frage ist nun, ob er sein Märchen mit dem Titelgewinn krönen kann.

O’Sullivan ausgeschieden

Auch Neil Robertson und Ronnie O’Sullivan haben einen guten Tag erwischt. Dabei hatte der Australier das bessere Ende für sich.

Mit einem flüssigen 135er-Break konnte Robertson den ersten Frame gewinnen, dem er ein 45er-Break in Frame 2 nachschob. Doch bereits vor dem Mid-Session-Interval konnte O’Sullivan ausgleichen, dabei spielte er Frames von 69 und 122 Punkten.

Auch die ersten vier Frames nach dem Interval wurden geteilt. Zuerst gewann O’Sullivan mit einem Century von 109 Punkten, insgesamt blieben 322 Punkte unbeantwortet.

O’Sullivan hatte dann auch die Chance seine Führung auszubauen, doch ein Kleiderfoul stoppte den Engländer und der Australier glich aus.

Wieder konnte „The Rocket“ in Führung gehen, diesmal in einem zerfahrenen Frame. Doch Robertson glich im achten Frame mit einem 124er-Centurybreak aus und forderte den Entscheidungsframe.

Nach einer verschossenen Roten übernahm Robertson das Bild und räumte den Tisch zum Sieg ab.

Auch Davis und Maguire im Halbfinale

Higginson trifft nun auf Stephen Maguire. Dieser hatte sich auch an einem 147er versucht, scheiterte in seinem Viertelfinalspiel gegen Shaun Murphy jedoch nach zwölf Rot-Schwarz-Folgen. Trotzdem ging er nach diesem fünften Frame mit 3:2 in Führung, was Murphy jedoch umgehend ausglich. Doch auf Stephen Maguire ist verlass. Vom Maximum-Schock erholt konnte der „Merlin of Milton“ dann einen zerfahrenen siebten Frame holen und sich mit einem Break von 81 Zählern ins Halbfinale schießen.

Altmeister Steve Davis hingegen musste bis in den Entscheidungsframe gegen Anthony Hamilton. Dabei sah es nach den ersten drei Frames wie ein sicherer Sieg des „Sheriff von Pottingham“ aus. Hamilton gewann durch Breaks von 115, 139 und 63 Punkten.

Dann packte Davis jedoch seine Kämpferqualitäten aus und gewann den ersten Frame vor dem Mid-Session-Interval und zog nach der Teepause sogar gleich. Auch die nächsten beiden Frames wurden auf die beiden Spieler aufgeteilt. Im Entscheidungsframe stand es dann vor dem Endspiel auf die Farben 51:51, Steve Davis hatte jedoch das bessere Ende für sich und gewann mit 5:4.

Higginson immer noch dabei

Michael Judge hatte keine Chance gegen den jungen Engländer. Mit einem klaren 5:1 konnte sich Andrew Higginson durchsetzen und trifft nun auf Ali Carter. Dieser hat sich jedoch gegen Nigel Bond wesentlich schwerer getan. Das Match ging bis in den Entscheidungsframe, 5:4 für Carter.

Viertelfinalspiel Nummer 2 findet zwischen Shaun Murphy und Steven Maguire statt. Murphy hat sich knapp gegen Jamie Burnett durchgesetzt, während die provisorische Nummer Eins der Welt – Ken Doherty – Maguire unterlag.

Ebenfalls ausgeschieden sind der 7-fache Weltmeister Stephen Hendry und Mark Selby. Selby unterlag Ronnie O’Sullivan deutlich mit 1:5 und Hendry verlor gegen Neil Robertson mit 5:3. Der junge Australier hatte vor dem Mid-Session-Interval bereits mit 4:0 geführt. O’Sullivan und Robertson treffen nun aufeinander.

Nachtrag: Weniger überraschend ist O’Sullivans Entscheidung für seinen neuen Trainer, es ist nämlich ein alter Bekannter. Mit Frank Adamson hatte O’Sullivan bereits 2001 zusammen gearbeitet, wie die BBC damals meldete. Frank Adamson ist unter anderem auch für Stephen Lees außergewöhnlich gute Technik verantwortlich. „Ich kann nicht zu Weltmeisterschaften fahren und darauf hoffen, dass mein Spiel da ist.“, meinte der streitbare Masters-Champion. (Quelle: BBC)

Auch der Weltmeister ist draußen. Graeme Dott konnte sich nicht gegen Altmeister Steve Davis durchsetzen und verlor mit 3:5. Mit dem selben Ergebnis konnte sich auch Anthony Hamilton in die nächste Runde schießen. Er gewann gegen Dave Harold.

O’Sullivan: „Ich muss mein Spiel auseinander nehmen“

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Ronnie O’Sullivan hat es wieder getan. Nach seinem deutlichen 5:1-Sieg gegen Ian McCulloch in der zweiten Runde der Welsh Open zeigte er sich mit seinem Spiel unzufrieden.

„Ich will nicht überheblich klingen, aber ich kann Turniere gewinnen, wenn ich nur bei 60% bin.“, sagte O’Sullivan, dem im Januar mit dem Sieg beim Masters erstmals wieder ein Turniersieg gelang. „Meine Fehler kann ich durch meinen Instinkt-Snooker wett machen, das ist aber nicht gut.“

„Ich werde mein Spiel in den nächsten 18 Monaten auseinander nehmen.“ Dies tat O’Sullivan bereits einmal sehr erfolgreich, nachdem er im Jahr 2000 in der ersten Runde der Weltmeisterschaft gegen David Gray ausschied. Danach gewann er das Masters, die China Open, das Irish Masters und die Weltmeisterschaft.

„Ich kann nicht akzeptieren so schlecht weiter zu spielen“, sagte O’Sullivan der Presse. „Wenn ich nicht den Standard erreiche, den ich von mir gewohnt bin, kann ich das Spiel nicht geniesen. Ich weiß nicht wie die anderen Spieler denken, aber Titel, Trophäen und Geld bedeuten mir nichts.“

„Das muss getan werden und deshalb arbeite ich mit jemandem um es zu tun. Wenn ich mein Spiel ganz durcheinander bringe und keinen Ball mehr lochen kann, dann ist es eben so. Ich denke, dass ich nichts zu verlieren habe.“

„Ich muss mehr wie eine Maschine arbeiten und mich deshalb auf meine Technik konzentrieren. Dann kann ich mich darauf verlassen, wenn etwas schief geht.“

Zwischen Hurra-Snooker und Match-Aufgaben tüftelt O’Sullivan also an seiner neuen Technik. Nur erfolgreich zu spielen reicht ihm anscheinend nicht. Wen er als neuen Trainer aus dem Hut zaubert muss sich noch herausstellen.

(Quelle: BBC)

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