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Hearn bestätigt: Ranking-Event in Deutschland!

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Barry Hearn hat am Rande des Masters bestätigt, dass es ein Weltranglistenturnier in Deutschland geben wird, wie der Guardian berichtet. Das Treffen mit unabhängigen Vermarktern habe dazu geführt, der neue Kalender wird eine Veranstaltung in Deutschland beinhalten.

Der Guardian spricht von Deutschland als „einer der Wachstumsmärkte“ und hat damit sicherlich nicht unrecht, wer die Bilder der German Open, Paul Hunter Classics oder diverser Exhibitions gesehen hat muss diesen Eindruck gewinnen. „Unabhängige Vermarkter haben oft nicht genug Geld um da was zu tun“, so Hearn, „Die Einschaltquoten bei Eurosport sind spektakulär. Andere europäische Fernsehsender sind interessiert. Wir sind bereit eine Rolle zu spielen!“

„Ich habe kein Problem damit Geld zu investieren und auch mal Verlust zu schreiben, solange Profit am Ende des Weges steht.“, fügte er hinzu, „Aber genauso würde ich kein Turnier auf Malta unterstützen, da gibt es einfach kein Wachstumspotenzial mehr.“

„Wir verlieren mit den Welsh Open jedes Jahr 200.000 Pfund, das muss besser werden.“ Zudem will die WPBSA in Zukunft auch die World Series unterstützen, die von Higgins gegründete Serie soll neue Gebiete erkunden, wie sie das bisher bereits in Berlin, Warschau, Moskau, Prag und in der Algarve getan hat.

Das Masters 2010 hat begonnen

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Die ersten vier Partien beim Masters wurden am Sonntag gespielt. Unverkennbar bereits jetzt die Handschrift von Barry Hearn, dem neuen Chef des Profizirkus. Wie man auf dem YouTube-Clip erkennt kommen beim wichtigsten Einladungsturnier die Spieler mit einer Eintrittsmusik an den Tisch, was für ein wenig mehr Emotionalität sorgen soll.

Logo des Pokerstars.com Masters Im ersten Match überrollte Mark Selby einen überforderten Ding Junhui mit 6:1, Peter Ebdon steigerte gegen Marco Fu seine Leistung so, dass er noch 6:2 gewann. Er hatte bereits mit 2 Frames hinten gelegen. Jimmy Whites Nominierung aus dem Dschungelcamp hingegen hat sich nicht gelohnt. Von Anfang an musste der 6-fache WM-Finalist einem Rückstand hinterherlaufen und verlor so gegen Mark King mit 2:6.

Im ersten Match am Montag konnte sich Mark Williams gegen den Gewinner der Qualifikation, Rory McLeod, ebenfalls mit 6:2 durchsetzen.

O’Sullivan mit ungewöhnlichem Queue beim Masters (Update)

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Ronnie O’Sullivan wird bei seiner Titelverteidigung beim Masters wieder für einen Hingucker sorgen: Sein Sponsor „Premier Inn“ stellt ihm neben der lila-farbenen Weste auch ein Queue gleicher Farbe zu Verfügung. O’Sullivan hatte im letzten Jahr das Masters mit einem komplett neuen Queue gewonnen.

O’Sullivan hat das Queue in der Vorbereitung zum Masters bereits benutzt, das unkonventionelle Equipment scheint ihn nicht zu stören, so sagte er gegenüber „Sporting Life“:

„Letztes Jahr habe ich ein neues Queue für das Masters benutzt. Ich hatte es gerade einmal zwei Stunden und habe es geschafft das Turnier zu gewinnen, aber ich habe das Queue nicht wirklich gemocht, wenn ich ehrlich bin.“

„Ich glaube nicht mehr an die Philosophie, dass alles vom Queue abhängig ist. Wenn man sich seine Form von der Ausstattung diktieren lässt, dann wird man davon abhängig und das ist eine Schwäche.“

Auch zu Barry Hearn äußerte sich O’Sullivan wieder:

„Es gibt viel weniger rot-weißes Absperrband, jetzt wo Barry mit dabei ist, das wird uns die Möglichkeiten geben ein wenig flexibler zu sein und den Leuten mehr Platz zum Arbeiten geben.“

„Ich habe mir die Organisation beim Dart angeschaut, und das hat mir sehr gefallen, ich denke davon wird einiges zu uns kommen. Manchmal kann man aus etwas langweiligem etwas spannendes machen, indem man ein bisschen Flair versprüht. Man kann einfach leidenschaftlicher sein, bei dem was man tut.“

„Barry ist dafür offen, dass die Leute mit dem Publikum interagieren. Das heißt nicht verrückt zu spielen sondern seine Emotionen zu zeigen. Vielleicht sollte es weniger wichtig werden wie das Resultat aussieht und wie man es erreicht, sondern mehr wie man sich ausdrückt.“

Update, 7. Januar, 9:32 Uhr: Wie O’Sullivan Dave Hendon verriet wird er wohl doch nicht mit diesem Queue antreten.

Feiertags-Newsflash

Allen Lesern ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Zur Einstimmung ein paar Meldungen, die zwischen den Jahren liegen geblieben sind:

  • Ryan Day hat noch vor Weihnachten das erste ONEFORSEVEN-Turnier gewonnen. den zweiten Platz belegte Liam Highfield vor Alfie Burden und Matthew Stevens. Youngster Michael White belegte Platz 5, Ben Woollaston Platz 6 vor Ken Doherty. Letzter in der Finalgruppe wurde Andrew Pagett.
    Keiner der gespielten Frames musste vorzeitig abgebrochen werden, 21 Minuten waren durchweg ausreichend. In den beiden Qualifikationsgruppen schieden vorzeitig u.a. Mark Selby, Mark Williams, Stephen Lee, Ricky Walden, Mark King und die einzige Frau im Turnier, Reanne Evans, aus.
    Das höchste Break erzielte mit 128 Punkten ebenfalls Ryan Day.
  • Mark Davis siegte unterdessen bei der neuen Weltmeisterschaft mit 6 Roten. Im Finale bezwang die Nr. 47 der Welt den zweifachen Crucible-Weltmeister Mark Williams mit 6:3.
    Auf dem Weg zum Finale besiegte Davis die Main-Tour-Professionals Jamie Cope, Mark Joyce, Joe Swail und Mark King. Stephen Hendry verlor in der Runde der letzten 32 gegen Marcus Campbell. Ricky Walden musste sich in der gleichen Runde Ian Glover mit 4:5 geschlagen geben. John Higgins kam nicht über das Viertelfinale hinaus und zog gegen Mark King den kürzeren.
  • Stephen Maguire hat in der Championship League die erste Gruppe gewonnen. Er verpasste die League in den ersten beiden Jahren und konnte sich beim Debut gegen Mark Selby im Finale mit 3:0 durch, im Halbfinale kam er durch zwei Breaks von 140 und 101 aus einem 0:2-Rückstand gegen Ali Carter zurück und gewann noch mit 3:2.
    Damit ist Maguire für die Gruppe der Gewinner am 24. und 25. März qualifiziert. Der Sieger dieser Gruppe qualifiziert sich für die Premier League. Selby, Carter und Judd Trump (der das Halbfinale gegen Selby verlor) haben morgen zusammen mit dem Gruppen-5. John Higgins eine neue Chance sich zu qualifizieren. Ryan Day, dem kein Sieg gelang und Shaun Murphy müssen hingegen die Heimreise antreten.
  • Ronnie O’Sullivan hingegen tritt heute in Gruppe 2 zum ersten Mal in der Championship League an, ihn begleiten Neil Robertson und Marco Fu.

Masters: Wildcard an Jimmy White?

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Die Anzeichen verdichten sich, dass die frei zu vergebende Wildcard zur Teilnahme am Masters 2010 wohl an Jimmy White gehen wird.

Dieses kann getrost als faustdicke Überraschung angesehen werden — Experten hatten aufgrund der Ergebnisse und Platzierung im Provisional Ranking einhellig Liang Wenbo als Favoriten auf diese Wildcard ausgemacht. Liang selbst war sich seiner Sache anscheinend so sicher, dass er zum Qualifikationsturnier um die zweite Wildcard gar nicht erst antrat.

Publikumsliebling White, der im Wildcardmatch auf Mark King trifft, galt aufgrund seiner Beliebtheit in den vergangenen Jahren stets als “dunkler Reiter” im Rennen um die freie Wildcard. Bereits bei seiner letzten Teilnahme 2007 erreichte er das Turnier nur per Wildcard, 2006 konnte er sich zuletzt sportlich qualifizieren.

Die Vergabe ist angesichts Whites aktueller Position im Provisional Ranking (Nr. 62) sportlich diskussionswürdig. Ungeachtet seiner enormen Popularität (speziell in London) dürfte seine Teilnahme an der britischen Ausgabe der Show “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” eine Rolle gespielt haben — eventuell verspricht man sich davon neue Zuschauergruppen, speziell beim TV-Publikum.

Behaltet sie im Auge

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Die UK Championship markiert die “Halbzeit” der Main-Tour-Saison 2009/10. Einige Spieler haben sich in der ersten Saisonhälfte besonders hervorgetan und dürften nun in der 2. Hälfte unter besonderer Beoabachtung stehen.

Die Punktehamster

Ken Doherty hatte als erster Spieler seine Punktzahl aus dem Vorjahr frühzeitig übertroffen (was natürlich an der niedrigen Vorjahrespunktzahl lag) und kann damit seinen Absturz in der Rangliste kompensieren. Im Provisional ist der offiziell an Nr. 44 geführte Ire, dem bei zwei Turnieren der Einzug ins Hauptfeld gelang, bereits zurück in den Top 32.

Ding Junhui hat es Doherty mit seinem Sieg in Telford nachgemacht und ist nunmehr erfolgreichster Punktesammler der laufenden Saison. Der Lohn ist ein Sprung auf Platz 6 des Provisional. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob Ding seine großartige Form halten kann.

Der Kampf um die Top 16

Stand heute wären Peter Ebdon und Joe Perry aus dem Elitekreis der Gesetzten gefallen, Ricky Walden und Liang Wenbo an ihrer Stelle eingezogen. Während Walden eher noch ein wenig vom Vorjahr zehrt, gehört Liang zum halben Dutzend Spieler, die bereits jetzt fünfstellig punkten konnten. Ebdon startete schlecht, scheint aber langsam zurück zu kommen. Perry allerdings musste in Telford Federn lassen.

Die Unerwarteten

Es gibt sie immer wieder: Spieler, die sich heimlich still und leise in der Rangliste nach oben schleichen. In diesem Jahr könnte man dieses Etikett bislang Mark Davis (Offiziell Nr. 47, Provisional Nr. 30), Robert Milkins (55/38) und Peter Lines (64/40) anheften, wobei Lines natürlich in erster Linie von seinem Auftritt bei der UK Championship “lebt”.

Das Zittern um die Top 64

Mit Supertalent Michael White und Rückkehrer Toni Drago stehen derzeit zwei “Unplatzierte” auf den Rängen 64 und 65 des Provisional und dürfen sich aufgrund guter Leistungen in der Qualfikation berechtigte Hoffungen auf einen Platz auf der kommenden Main Tour machen.

Hier ist weniger interessant, wer bereits rausgefallen ist, sondern eher, wer noch rausfallen könnte — Whirlwind Jimmy White nämlich, der nach gutem Beginn in den Qualifiers zum Grand Prix patzte, die UK Championship wegen seiner Teilnahme am britischen “Dschungelcamp” gar ganz ausließ und null Punkte erntete. White wird in den verbleibenden Qualifikationen deutlich zulegen oder auf eine Wildcard hoffen müssen, wenn er auf der Tour bleiben möchte.

Ding schlägt alle in Telford

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Ding Junhui

Er ist wieder da. Ding Junhui hat im Finale der UK Championship keinen Zweifel aufkommen lassen, dass er wieder zurück ist und vielleicht besser spielt als je zuvor. Gegen John Higgins behielt er zu jeder Zeit die Oberhand, musste nur einmal einen Rückstand hinnehmen, sonst legte er vor.

Pukka Pies UK Championship Logo Higgins zeigte sich allerdings gut erholt vom epischen Kampf mit Ronnie O’Sullivan am Vortag. Er hatte bereits 8:2 gegen den Engländer geführt, stolperte dann aber mehr oder weniger mit 9:8 über die Zielline. Dabei spielte die Regel-Diskussion im 13. Frame, als O’Sullivan aus einer Miss-Situation eine Kugel berührte, sicher eine Rolle. Doch beide Spieler waren im Halbfinale einfach Bärenstark, schon beim 8:2 hatten beide Spieler eine Lochsicherheit von 92%. O’Sullivan kam einfach zu selten an den Tisch und zeigte zudem eher schwache Safeties bevor er seine Aufholjagd startete.

Ding Junhui hatte es da im Halbfinale ein wenig einfacher, traf er doch auf Stephen Maguire, den er mit 9:5 schlagen konnte. Ding war auch der erste wirkliche Prüfstein auf dem Weg von Maguire gewesen, der in den Runden zuvor mit Stuart Bingham und Peter Lines einfachere Gegner deutlich schlagen konnte. Ding hingegen traf im Achtelfinale auf seinen späteren UK-Championship-Vorgänger Shaun Murphy und setzte sich danach mit 9:8 gegen Ali Carter durch. Damit schlug Ding 4 der Weltranglisten-Top-5 und hat sich als einer der WM-Favoriten positioniert.

Im Finale gab es ein regelrechtes Ping-Pong-Spiel in dem Ding vorlegte und Higgins nachlegte, wodurch es auch zum letzten Mid-Session-Interval mit 6:6 unentschieden stand. Nach der Pause konnte erstmals Higgins in Führung gehen, was Ding jedoch sofort konterte. In Frame 15 kam Higgins beim Stand von 46:34 durch einen Glückstreffer in die Bälle, verschoss dann aber den braunen Frameball. Ding staubte den Frame ab und ging erneut in Führung.

Auch der knappe 16. Frame ging an den Chinesen, der erstmals eine 2-Frame-Führung inne hatte. Unter Druck zeigte Higgins dann erneut seine Stärken und spielte ein 115er-Break um wieder auf 8:9 heran zu kommen. Ding benötigte weiterhin nur einen Frame, den er aber in Frame 18 auch mit einem 75er-Break souverän gewann.

Ding Junhui ist damit der erfolgreichste Asiate aller Zeiten mit 4 Siegen. Auf Platz zwei liegt James Wattana mit 3 Erfolgen bei Weltranglistenturnieren.

Higgins ist sich sicher: „Er wird Weltmeister werden, er hat das Spiel und Siege wie dieser heute werden ihm helfen das Ziel zu erreichen. Es würde mich erstaunen, wenn er seine Karriere ohne WM-Sieg beenden würde.“

Beide Spieler waren sich darüber einig, dass es ein hartes Match war, Higgins: „Die Bälle liefen manchmal nicht ganz so gut, und wir beide haben nicht unsere optimale Leistung gebracht. Er hat einfach immer zurückgeschlagen, wenn ich dachte ich hätte ihn. Außerdem habe ich ein paar ganz schreckliche Fehler gemacht.“

Ding: „Das war eine verrückte Woche, 4 aus den Top-5 zu schlagen… Das Spiel macht mir einfach wieder spaß. Ich habe mir gesagt: Du musst dich konzentrieren, darfst dich nicht so sehr ärgern. Jetzt kann auch bei der WM alles passieren.“

Auf die Frage, ob er sich seit seinem ersten UK-Championship-Triumph 2005 verbessert habe, antwortete Ding: „Ich habe mich sehr verbessert, ich bin ein besserer Spieler als ich damals war.“

Neben 100.000 Pfund und 8000 Ranglistenpunkten darf sich Ding Junhui auch über eine große Kuchenlieferung freuen: Sponsor Pukka Pies lässt 276 Kuchen springen, was Dings Gewicht von 69kg entspricht.

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