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Hochklassige Halbfinals

Umkämpft wie sonst nur der WM-Titel oder das Masters waren die ersten Plätze in den vier Gruppen beim Malta Cup, schließlich konnte man nur so so am weiteren Turnierverlauf teilnehmen. Das bedeutet aber auch, dass Spieler mit zwei Niederlagen auf dem Konto das restliche Programm nur herunter spulen mussten.

Das ist zumindest der einzige Grund, weshalb Mark Williams eine 0:6-Klatsche gegen Ding Junhui abbekam, den ich mir vorstellen kann. Wenn es am letzten Gruppenspieltag keine Möglichkeit zur Qualifikation gibt, dann konzentriert man sich nicht mehr so gut, ist mit den Gedanken vielleicht schon beim nächsten Turnier in Wales.

Mit dem ungefährdeten 6:0 konnte sich Ding Junhui jedenfalls knapp vor Dominic Dale für das Halbfinale qualifizieren, wo er auf Shaun Murphy trifft. Der ist bisher ungeschlagen, verpasste dem Lokalhelden Tony Drago gleich im ersten Match eine 6:0-Niederlage und musste ansonsten auch nur 5 Frames abgeben. Stephen Hendry und Stephen Maguire hatten das Nachsehen. Der WM-Zweite Mark Selby zeigte eine schwache Leistung und konnte nur gegen Drago einen Sieg einfahren sowie ein Unentschieden gegen Maguire für sich verbuchen.

Den Flug zurück auf die Insel (Großbritannien, nicht Malta) können auch Neil Robertson, Stephen Lee und Marco Fu buchen. Gegen den sehr konzentriert aufspielenden Ken Doherty hatten sie alle keine Chance. Vier Siege stehen auf seinem Konto.

Dohertys Gegner im Halbfinale ist der amtierende Weltmeister John Higgins, der sich nach seinem deutlichen aber schleppenden 6:0-Sieg gegen den Malteser Alex Borg verbesserte und Siege gegen Ryan Day und Joe Perry einfuhr. Der in dieser Saison eher mittelmäßig spielende Ali Carter konnte ihm ein Unentschieden abringen, was seine Qualifikation jedoch nicht gefährdete.

Unentschieden gibt es im KO-Modus nicht mehr, jetzt geht es um die Wurst. Nicht nur für die Spieler sondern auch für die Veranstalter sind die KO-Runden enorm wichtig: Kann das Mittelmeer-Publikum seine Begeisterung für den Sport finden, geht es mehr mit? Oder bleibt es bei der Zurückhaltung? Wenn der Malta Cup eine Zukunft haben soll, dann ist etwas mehr Enthusiasmus gefragt!

Tag der Entscheidung im Malta Cup ’08?

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Die ersten Plätze in den Malta-Cup-Gruppen sind heiß umkämpft. Vor dem vorletzten Spieltag steht John Higgins mit zwei Siegen und einem Unentschieden auf Platz 1 in Gruppe 1.

Doch er darf sich nicht zu früh freuen, Joe Perry und Ali Carter liegen nur zwei Punkte hinter ihm und haben jeweils noch zwei Spieler – im Gegensatz zu Higgins, der nur noch eine Chance hat seine Führung auszubauen.

Ken Doherty reicht allerdings ein Unentschieden morgen gegen Neil Robertson um sich die Führung in der Gruppe zu sichern. Der muss sich aber heute deutlich gegen Joe Swail durchsetzen um überhaupt eine Chance zu haben.

In der dritten Gruppe bietet sich ein ähnliches Bild: Shaun Murphy liegt mit insgesamt 6 Punkten vor Stephen Hendry, der noch zwei Matches vor sich hat, heute gegen Stephen Maguire muss er gewinnen und versuchen auch möglichst viele Frames zu gewinnen.

Weit abgeschlagen ist Graeme Dott in Gruppe 4. Sein bestes Ergebnis ist ein Unentschieden gegen Ding Junhui. Vorne liegt Doninic Dale, der in seinem Match gegen Ding Junhui die Halbfinalteilnahme durch ein Unentschieden schon perfekt machen kann.

Malteser zum Auftakt ohne Glück

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Auf die beiden einheimischen Vertreter scheinen beim Cup auf Malta schwierige Zeiten zuzukommen.

Bereits in der ersten Session des Tages musste Alex Borg eine 6:0-Schlappe gegen John Higgins einstecken. Dabei hatte Borg gar nicht so unterlegen gespielt wie es das Ergebnis aussehen lässt: Die Ergebnisse waren durch die Bank knapp und Higgins gelang nicht ein Break von 70 oder mehr Punkten.

Im zweiten Spiel der Gruppe 1 trafen Joe Perry und Ryan Day aufeinander. In einem abwechslungsreichen Spiel ohne Centuries einigte man sich dann auf ein 3:3-Unentschieden.

In Gruppe 2 konnte sich Ken Doherty gegen Marco Fu durchsetzen. Der Ire gewann mit 4:2 und spielte dabei ein 127er-Break im letzten Frame, Völlig unter ging hingegen Stephen Lee, der es überhaupt nicht schaffte richtig ins Spiel zu kommen. Er glich lediglich zum 1:1 aus, doch Neil Robertson zeigte sein ganzes Können und gewann mit zwei Centuries letztlich verdient mit 5:1.

Mit einem wirklich schwierigen Gegner hatte es auch der zweite Maltese, Tony Drago, im Feld zu tun: Shaun Murphy. In ziemlich klaren Begegnungen lieferte der für den Tornado ganz wenige Angriffspunkte und gewann klar mit 6:0.

Vize-Weltmeister Mark Selby zog nach einem 127er-Break im Auftaktframe gegen Stephen Hendry doch noch den Kürzeren. Der Alt- und Rekordweltmeister drehte das 0:2 nämlich noch und gewann 4:2.

Ebenfalls 4:2 gingen die beiden Begegnungen in Gruppe 4 aus: Dominic Dale gewann gegen Graeme „Ich hasse Gruppenspiele“ Dott. Ding Junhui gelangen bei seinem 4:2-Sieg gegen Peter Ebdon gleich zwei 125er-Breaks sowie eine Serie von 106 Punkten.

Der Malta Cup im TV

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Eurosport wird wieder live von diesem im Gruppenmodus gespielten Turnier berichten. Erstmals geht es nicht um Weltranglistenpunkte sondern um das Preisgeld. Zudem dürfte es der letzte große Auftritt Tony Dragos im Profisnooker sein.

DatumUhrzeitArt
Montag, 4.2.2008 12:00 16:00 Eurosport Live
18:00 22:00 Eurosport 2 Live
Dienstag, 5.2.2008 12:00 14:00 Eurosport Live
15:45 18:00 Eurosport Live
20:15 23:00 Eurosport Live
Mittwoch, 6.2.2008 15:30 18:00 Eurosport Live
20:45 22:00 Eurosport 2 Live
22:15 23:00 Eurosport Live
00:00 01:00 Eurosport Aufzeichnung
Donnerstag, 7.2.2008 12:00 14:00 Eurosport Live
15:30 17:45 Eurosport Live
21:15 23:00 Eurosport 2 Live
Freitag, 18.1.2008 12:00 14:00 Eurosport Live
22:00 23:00 Eurosport Live
Samstag, 9.2.2008 15:00 18:00 Eurosport 2 Live
21:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 20.1.2008 14:00 17:00 Eurosport 2 Live
20:00 22:00 Eurosport Live

Quelle: tvtv.de / Alle Angaben ohne Gewähr

Main-Tour-Aus von Drago und Wattana

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Weder Tony Drago noch James Wattana werden wir in der nächsten Saison auf der Main-Tour sehen, es sei denn, sie erreichen eine Wildcard.

Drago liegt auf Platz 73 im tagesaktuellen Provisional-Ranking, ohne die Möglichkeit sich weitere Punkte zu erspielen. Auch in der Ein-Jahreswertung hat er keine Chance auf einen der acht Plätze die ihm den Main-Tour-Erhalt gesichert hätten.

Auch für James Wattana sieht es ähnlich aus – Er liegt auf Platz 66, zwei Plätze vom rettenden 64. Platz entfernt, und kann sich nicht mehr verbessern. 1993 und 1997 stand der Thailänder im Halbfinale der WM.

1992 spielte er bei den British Open das vierte von TV-Kameras aufgezeichnete Maximum Break – und erfuhr danach, dass sein Vater in Bankok erschossen wurde.

Vor zwei Jahren konnte Wattana Ronnie O’Sullivan noch mit 5:0 schlagen, doch die Qualifikationsbedingungen in Prestatyn erschwerten ein Vorankommen in der Rangliste zusätzlich.

Weiterhin auf Endrunden hoffen kann hingegen Jimmy White. Er ist der Beste im Einjahresranking, der außerhalb der Provisional-Top-64 gelistet ist – auf Platz 65. Von hinten droht keine Gefahr mehr, es ist sogar noch eine Verbesserung drin: Gewinnt er sein WM-Qualifikationsmatch gegen Mark King im März kann er sogar regulär als 64igster an David Morris vorbeiziehen.

Hamilton, McCulloch und Dale nicht nach Peking

Nach vier Qualifikationsrunden für die China Open steht fest: Weder Anthony Hamilton, noch Ian McCulloch oder Dominic Dale müssen einen Flieger buchen.

Hamilton verlor sein Match gegen Marcus Campbell mit 1:5. Der hatte sich vorher schon gegen Andrew Norman mit 5:1 und Matt Selt mit 5:0 gewonnen. Anscheinend gibt es keine Wildcards und so trifft Campbell dann in Peking auf Mark Williams.

Ian McCulloch konnte immerhin zwei Frames gewinnen und dabei sogar ein 100er-Centurybreak spielen. Doch sein Gegner, der momentan gut aufspielende Fergal O’Brien, stieg direkt mit einem 84er-Break ins Match ein, legte ein 100er-Break in Frame drei nach und gewann schließlich den entscheidenden siebten Frame eine Serie von 65 Punkten.

Dominic Dale wird seinen Triumph vom Anfang der Saison nicht wiederholen können: Er verlor sein Qualifikationsmatch gegen Ricky Walden knapp. Dabei stieg er gut ein, 64 Punkte in Serie und Frame 1 war die Beute. Doch Walden schlug mit einem 63er-Break zurück. Auch die nächsten sechs Frames gingen abwechselnd an beide Spieler. Im letzten Frame dann konnte sich Walden durchsetzen.

Ebenfalls qualifiziert haben sich unter anderem Jamie Cope, Matthew Stevens, Mark Allen und Marco Fu.

White-wash

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In der Einöde von Prestatyn finden diese Woche wieder Qualifikationen zu Turnieren statt – momentan für die China Open, direkt im Anschluss für die Welsh Open.

Bei der China Open sind die beiden Veteranen bereits ausgeschieden. Jimmy White erlebte gleich in seinem ersten Match gegen Leo Fernandez (in der Runde zuvor 5:2 gegen Patrick Wallace) eine schwarze Stunde. Mit Breaks von 72, 45 und 64 Punkten zog Fernandez bereits in den ersten drei Frames mächtig davon. In Frame vier gewann Fernandez, ohne, dass hohe Breaks gefallen wären.

In Frame 5 blies White dann noch einmal zur Attacke und spielte eine Serie von 55 Punkten – mehr Punkte als in den vorherigen Frames insgesamt – und ging mit 68 Punkten in Führung. Doch Fernandez gab sich nicht geschlagen und konnte mit zwei kleinen Serien von knapp über 20 Punkten Frame und Match noch für sich entscheiden. Er erreichte 71 Punkte.

Tony Drago hingegen konnte sein erstes Match gewinnen – 5:3 gegen Jimmy Robertson. In der zweiten Runde traf er dann auf Paul Davis. Dieser hatte den schlechteren start ins Match, so dass Drago mit 47:7 und einem Höchstbreak von 16 Punkten(!!!) den Frame ür sich entscheiden konnte.

Die restlichen drei Frames vor dem Mid-Session Interval konnte allerdings Davis dann für sich verbuchen. Breaks von 54, 2×29 und 84 Punkten sicherten ihm die Führung.

Nach der Pause konnten Drago und Davis abwechselnd einen Frame gewinnen, Davis fehlte nur noch ein Framegewinn um das Match gegen James Wattana zu erreichen. Doch Drago gab das Spiel nicht verloren, spielte mit 59 Punkten sein höchstes Matchbreak und gewann den Frame.

Doch bereits im nächsten Frame musste Drago die Segel streichen, verlor ihn und damit auch das Match.

Damit steigt der Druck auf die beiden, wenn es um die Qualifikation für das walisische Weltranglistenturnier geht. Beide benötigen Erfolgserlebnisse. White muss ast zwangsweise sein WM-Qualifikationsspiel gegen Mark King gewinnen um sich eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten.

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