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Championship League: Selby und Allen durch

Ding Junhui dominiert die Championship League 2009, allerdings nur in der Gruppenphase. In Gruppe 1 setzte sich Ding mit 5 Siegen und einem Unentschieden an Platz 1 vor Mark Selby, Joe Perry und Ali Carter.

Ryan Day und Shaun Murphy schieden beide aus, nachdem sie nur einen Sieg vorweisen konnten. Der 7-fache Weltmeister Stephen Hendry qualifizierte sich mit Platz 5 für die zweite Gruppe.

Im Halbfinale musste Ding Junhui dann gegen Ali Carter, der im Vorjahr schon sehr stark aufgetreten war, mit 2:3 die Segel streichen, Joe Perry unterlag Mark Selby mit 0:3.

Im Finale zeigte Selby gleich in Frame 1 eine Total Clearence von 133 Punkten, die Carter noch egalisieren konnte. Die nächsten beiden Frames gingen dann aber auch an Selby, der so bereits für die Winners’ Group qualifiziert ist.

Auch in Gruppe 2 stand nach den Gruppenspielen Ding Junhui an der Spitze der Tabelle, vor Ali Carter, Mark Allen und Joe Perry. Mark Williams wurde fünfter und qualifizierte sich für Gruppe 3, Peter Ebdon, der kurzfristig für Barry Hawkins einsprang, belegte sieglos den letzten Platz, direkt hinter Stephen Hendry, der ebenfalls aus der Serie ausgeschieden ist.

Der Grund für Barry Hawkins Fehlen: Er wurde Papa. Herzlichen Glückwunsch vom Snookerblog-Team!

Damit stand von den drei neuen Teilnehmern nur einer im Halbfinale: Mark Allen. Der schlug dort Ali Carter mit 3:1, Ding Junhui unterlag erneut in einem Halbfinale, diesmal gegen Joe Perry, ebenfalls 1:3.

Joe Perry ging mit 2 Centuries in Führung (125 und 105), doch Allen kämpfte sich mit Breaks von 91 und 68 Punkten heran und gewann auch den entscheidenden 5. Frame.

In Gruppe 3 werden neben Ding Junhui, Ali Carter, Joe Perry und Mark Williams auch Neil Roberts, John Higgins und Barry Hawkins spielen, sie wird am 9. und 10. Februar ausgespielt.

10 Snooker-Augenblicke 2008

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Zum Jahresabschluss folgen 10 Augenblicke des Jahres, die wir nicht so schnell vergessen werden. Das Snookerblog, Matthias Mees und Eric Eggert, wünscht seinen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009, das gilt natürlich auch für alle Athleten, die uns auch im nächsten Jahr wieder begeistern werden.

1. Turnierserie des Jahres: Die Championship League

Im Februar startete die Championship League. Neu daran: Ein spannender Gruppen-Modus bei dem jedes Match zählte und ein spannender Wettkampf. Während 2008 noch nicht die absolute Weltspitze vertreten war tritt 2009 auch Stephen Hendry in diesem Kampf um einen Premier-League-Platz an. Übertragen werden die Gruppen über das Internet – auch eine sehenswerte Neuerung.

2. Publikum des Jahres: Die World Series of Snooker in Berlin

Lokale Talente fördern und Snooker auf höchstem Niveau zeigen, das war das Motto unter dem John Higgins seine World Series startete. Die neue Serie machte zuerst einen eher schlecht organisierten Eindruck, mauserte sich aber dann doch zu einem Erfolg an dem die deutschen Zuschauer keinen geringen Anteil haben: Der Zuspruch im Berliner Tempodrom zeigte wie verrückt Kontinental-Europa nach Snooker ist. Für die WSA sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein!

3. Flop des Jahres: Die Bahrain Championship

Neue Turniere sind ja schön und gut, doch mit dem prestigeträchtigen aber teuren Auftritt in Bahrain hatte sich die WSA keinen gefallen getan: Das Turnier ohne Stimmung und ohne die Premier-League-Spieler gewann schließlich Neil Robertson, der aber auch der einzige sein dürfte, der dem Turnier etwas positives abgewinnen konnte.

4. Ausrutscher des Jahres: Ronnie O’Sullivan

Zum Jahresende dürfen wir noch einmal den Finger in die Wunde legen: O’Sullivans Ausfälligkeiten nach seinem Ausscheiden aus den China Open kosteten ihn 700 Weltranglistenpunkte und 3750 Pfund. Ein streitbarer Charakter zwar, aber immerhin einer mit dem man sich reiben kann – wie langweilig wäre Snooker ohne ihn?

5. Beste WSA-Entscheidung des Jahres: Grand Prix Open Draw

Die WSA überraschte alle Experten, als sie das Ende des Gruppenmodus im Grand Prix ankündigte. Die Ziehung der Gegner ab der zweiten Hauptrunde verlieh dem Turnier viel Würze ohne es unfair zu machen.

6. Pechvogel des Jahres: Graeme Dott

Wenn diese Auszeichnung ein Wanderpokal wäre: Graeme Dott dürfte ihn bereits behalten. Bereits vor einigen Jahren glich seine Anreise zu den China Open eine Odyssee, 2008 ereilte ihn das gleiche Schicksal: Nicht weniger als 40 Stunden war er zum Shanghai Masters unterwegs und Lohn der Mühe war ein Armbruch, den er sich beim Fußballspielen vor dem Turnier zuzog. Erst beim übernächsten Turnier konnte er wieder in das Geschehen eingreifen.

7. Schock des Jahres: Ricky Walden gewinnt in Shanghai

Gegen Weltmeister Ronnie O’Sullivan zu gewinnen, in einem Finale eines Weltranglistenturniers, das hätte vor der Saison keiner Ricky Walden zugetraut. Doch der Engländer zeigte in China was in ihm steckt: Stephen Hendry und Neil Robertson stach er knapp mit 5:4 aus, gewann dann gegen Steve Davis und Mark Selby. Nachdem O’Sullivan im Finale bereits mit 5:4 nach der ersten Session in Führung lag konnte Walden Session 2 für sich entscheiden und das Match schließlich mit 10:8 gewinnen.

8. Session des Jahres: WM-Halbfinale O’Sullivan–Hendry

Nach einem 4:4 in Session 1 drehte Ronnie O’Sullivan richtig auf und zeigte die Session des Jahres. Mit Breaks von 93, 44, 57, 87, 133, 135, 85 und 70 Punkten fesselte er Stephen Hendry an seinen Sessel und erspielte sich einen freien WM-Tag indem er die darauf folgende Session ebenfalls für sich entschied.

Hendry nach dem Match: „Ronnie war herausragend. Sein Allround-Spiel ist das Beste gegen das ich je angetreten bin. Ich habe ihm gesagt, dass das die beste Safety war, die ich je gesehen habe.“

9. Match des Jahres: China-Open-Finale Maguire–Murphy

Über die volle Distanz von 19 Frames ging dieser Thriller der beiden Rivalen Stephen Maguire und Shaun Murphy – und das bei einem beiderseitig hohem Niveau. 4 Centuries und 5 Breaks über 70 Punkte und viele knappe Frames prägten das Match.

10. Moment des Jahres: Das Double-Maximum bei der WM

Ali Carter bescherte den Snookerfans einen der ganz besonderen Momente: Ein Maximum-Break. Ganz, ganz besonders daran war aber, das es keine 24 Stunden nach einem Maximum durch Ronnie O’Sullivan passierte und damit Geschichte schrieb: Zum ersten mal gab es zwei Maximums in einer Endrunde eines Weltranglistenturniers. Insgesamt gab es 2008 übrigens 7 Maximums (2007: 6 Maximums, 2005 und 2006 jeweils 2).

Was waren eure Snookermomente des Jahres?

Tendenz: Steigend

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Was haben John Higgins, Steve Davis, Judd Trump, Mark Davis und Andy Hicks gemeinsam? Sie sind nach 5 von 8 Ranglistenturnieren der Saison 2008/09 die einzigen, die bereits jetzt mehr Ranglistenpunkte als im Vorjahr gesammelt haben. Während das im Fall von Mark Davis und Hicks aufgrund der geringen Vorjahrespunktzahl weniger bemerkenswert als vielmehr dringend notwendig war, stehen Higgins, Steve Davis und Trump in der Einjahreswertung sogar deutlich in den Top 16.

Bei Judd Trump verwundert es vermutlich am wenigsten – der Youngster gilt als großes Talent, nun erfüllt er sein Potenzial auch. Als offizielle Nr. 41 der Welt stand er nicht nur seit dem Shanghai Masters immer mindestens unter den letzten 32, er punktete vor allem beim Grand Prix, wo er bis ins Halbfinale vordrang. Rang 27 im Provisional Ranking, gar Rang 12 in der Einjahreswertung waren der Lohn.

Dass Steve Davis den Ehrgeiz hat, mit 51 Jahren noch auf höchstem Niveau dabei zu sein, ist eine enorme Leistung. Wer spekulierte, nach seinem Fall aus den Top 16 würde es nun mit dem „Nugget“ steil bergab gehen in puncto Ranking, wurde eines Besseren belehrt. Gegenüber der offiziellen Rangliste (Platz 29) hat der Altmeister im Provisional bereits 6 Plätze gutgemacht, in der Einjahreswertung ist er gar auf Platz 11. Davis verlor lediglich bei der Northern Ireland Trophy sein erstes Qualifikationsmatch, hatte allerdings auch „Glück“ bei der Wertung der Bahrain Championship.

Der Überraschungpunktesammler 2008/09 aber ist John Higgins. Während es früher oft Spielzeiten gab, in denen Higgins in der laufenden Saison kaum hervorstach, dann aber bei der WM zu großer Form auflief, stand der Schotte in dieser Saison bislang in jedem Ranglistenturnier, an dem er teilnahm, mindestens unter den letzten 16 und belegt damit hinter Ronnie O’Sullivan Platz 2 in der Einjahreswertung. Man stelle sich vor, Higgins hätte an der Bahrain Championship teilnehmen können … diese Absage kompensierte der „Wizard of Wishaw“ mit dem Sieg beim Grand Prix. Dass Higgins, offiziell die Nr. 5, im Provisional dennoch „nur“ auf Platz 8 steht, liegt schlicht daran, dass die vor ihm platzierten Spieler ein größeres Polster aus der Vorsaison haben.

Hendry und Selby in der Championship League

Die Championship League Snooker kehrt im Januar wieder zurück und bringt große Snookernamen mit, zum Beispiel den 7-fachen Weltmeister Stephen Hendry oder Mark Selby, der Anfang Dezember erst zweiter in der Premier League wurde.

Es wird wie im letzten Jahr 8 Gruppen geben, sieben davon sind reguläre Gruppen bei denen ein ähnlicher Modus wie bei der Premier League gespielt wird. Die ersten vier qualifizieren sich für ein Halbfinale. Der Sieger im Finale qualifiziert sich sofort für die 8. „Siegergruppe“, die restlichen Halbfinalisten und der 5. der Gruppe dürfen dann in der nächsten Gruppe wieder mitspielen, wo 3 neue Spieler hinzustoßen.

Neben Hendry und Selby werden auch zwei weitere Premier-League-Spieler dabei sein: Joe Perry und Ding Junhui. Das zeigt, dass kein Spieler einen sicheren Platz in der Premier League mehr hat, von Ronnie O’Sullivan mal abgesehen.

Das hochgradige Spielerfeld komplettieren Ali Carter, Ryan Day und Shaun Murphy. In Gruppe 2 treten dann auch Mark Allen, Barry Hawkins und Mark Williams an.

Nur der Sieger in der Siegergruppe hat einen garantierten Platz bei der Premier League sicher.

  • Gruppe 1: 5./6. Januar 2009
  • Gruppe 2: 7./8. Januar 2009
  • Gruppe 3: 9./10. Februar 2009
  • Gruppe 4: 11./12. Februar 2009
  • Gruppe 5: 2./3. März 2009
  • Gruppe 6: 4./5. März 2009
  • Gruppe 7: 23./24. März 2009
  • Sieger-Gruppe: 25./26. März 2009

Die Championship League wird live über das Internet von folgenden Wettanbietern übertragen: Bet 365, Betfair, William Hill, Ladbrokes, Paddy Power (nur Irland), Skybet, Sportingbet und IBC.

(Quelle: Matchroom Sport)

Fu und Murphy im Finale

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Eine größtenteils hochspannende und -klassige UK Championship hat ihre Finalisten gefunden: Marco Fu (9-7 gegen Ali Carter) und Shaun Murphy (9-4 gegen Stephen Maguire) spielen am morgigen Sonntag den diesjährigen UK Champion aus.

Fu konnte gegen Carter einen 4-6 Rückstand noch drehen und verwehrte dem „Captain“ somit auch in dessen drittem Anflug auf ein Finale in der laufenden Saison die Landegenehmigung. Fu präsentierte sich insgesamt konstanter, insbesondere in Drucksituationen.

Murphy setzte seinen ersten guten Lauf der Saison fort und kam bereits mit einer Führung von 6-2 aus der Session am Nachmittag, in der Maguire als höchstes Break gerade mal eine 46 gelang. Am Abend präsentierte sich Maguire zunächst deutlich besser in Form, befand sich direkt im Eröffnungsframe gar auf Maximum-Kurs, verstellte sich jedoch auf die finale Rote und musste ein Double wagen, welches mislang. Obwohl dem Schotten zwei Centuries gelangen, schlichen sich schließlich in Frame 13 zuviele Fehler ein, die Murphy schließlich bestrafte.

Murphy hat bereits jetzt seine bislang katastrophale Saison geflickt – vor dem Finale steht der „Magician“ allein mit den in Telford erspielten Punkten wieder auf Platz 3 des tagesaktuellen Provisonal Rankings. Mit einem Sieg morgen könnte er den Rückstand auf seinen Erzrivalen Maguire noch weiter verkürzen. Fu hingegen steht nun tagesaktuell auf Rang 6 und könnte im Falle des Triumphes noch an Ryan Day vorbeiziehen.

Wichtiger als vorläufige Ranglistenpositionen jedoch dürfte zur Krönung eines für beide Spieler hervorragenden Turniers ein Sieg im Finale des zweitwichtigsten Turniers der Main Tour sein. Beide stehen zum ersten Mal im Finale der UK Championship.

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