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Snookerblog

Murphys Revanche

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Shaun Murphy

Eine Woche nach der Niederlage im Finale der WM hat Shaun Murphy doch ein Turnier gewonnen, das Grand Final der World Series of Snooker.

In der zweiten Runde konnten sich in den verschobenen Matches Luca Brecel und Steve Davis durchsetzen. Der 14-jährige schlug Ken Doherty mit 5:3 und schaffte damit eine weitere große Überraschung. Doherty nach dem Match: „Er scheint wirklich ein guter Spieler zu sein und sehr konzentriert.“ Davis – im Gegensatz dazu der älteste Teilnehmer – gewann gegen Jimmy White aus einem Rückstand mit 5:4.

Im Viertelfinale schaute es dann so aus als ob Brecel auch gegen einen weiteren Ex-Weltmeister gewinnen könnte, doch Graeme Dott sicherte sich mit einem 5:4 den Halbfinalplatz, wo er auf Shaun Murphy traf. Der Vize-Weltmeister konnte gegen Mark Selby nicht nur mit 5:4 gewinnen sondern mit einem 105er-Break (bei 10 Roten) auch das erste Century auf portugiesischem Boden spielen.

Im dritten Viertelfinale setzte sich der Weltmeister John Higgins durch, Steve Davis hatte beim 5:2 kaum eine Chance, während sich Ding Junhui Stephen Maguire mit dem selben Ergebnis geschlagen geben musste.

In den Halbfinals waren dann endlich wieder 15 Rote zurück und Shaun Murphy gewann knapp mit 5:4 gegen Graeme Dott, John Higgins besiegte Stephen Maguire mit 5:3.

Logo der World Series of Snooker Eine Wiederholung des WM-Finales keine Woche nach dem Ende der WM, das gab es noch nie. Bis zum Mid-Session-Interval war noch alles offen, doch als die Spieler beim Stand von 2:2 zurück kamen ließ es Shaun Murphy zweimal klingeln. Mit zwei Centuries von 102 und 100 Punkten sicherte er sich die 2-Frame-Führung. Higgins konnte sich dann nicht mehr wehren, Murphy nutzte jede Chance und gewann schließlich das Match mit 6:2 – Die Revanche für Sheffield war gelungen.

Das Bild von Shaun Murphy entstammt dem Wikimedia Commons Projekt und wurde unter der GNU Free Documentation License zu Verfügung gestellt.

Murphy und Maguire im Grand-Final-Halbfinale

Shaun Murphy und Steven Maguire sind in das Viertelfinale der World Series vorgeprescht. Murphy schlug den Gruppen-Ersten der 1. Gruppe Ryan Day mit 5:1. Day hatte zuvor in der Gruppe eine überzeugende Leistung geboten und Lasse Münstermann, Gerry Britton (Jersey) und Michal Zielinski (Polen) schlug und dabei nur insgesamt 2 Frames abgab.

Lasse Münstermann musste sich mit Rang drei zufrieden geben, da er nach erfolgreichem Start (4:1 gegen Michal Zielinski) Garry Britton und Ryan Day mit 2:4 bzw. 1:4 unterlag.

Logo der World Series of Snooker Britton konnte sich so für die zweite Runde qualifizieren, doch Steven Maguire war, trotz dessen schwacher Leistung, eine Nummer zu groß Maguire führte mit 3:0 und Brittons Aufholversuche scheiterten. Auch das höchste Break, bei 10 Roten, spielte Maguire mit einer Serie von 79 Punkten.

Die Spiele in der zweiten Gruppe verzögerten sich dermaßen, dass die Halbfinals am Samstag Morgen statt Freitag abends ausgetragen werden müssen. Der jüngste U19-Europameister aller Zeiten, Luca Brecel (14, Belgien), konnte sich dort gegen Itaro Santos beim Kampf um Runde 2 durchsetzen und die Gruppe vor Jimmy White gewinnen.

Der Altmeister schlug den jungen Schacher Ruberg (Israel) mit 4:0 und Itaro Santos mit 4:1 musste sich aber Brecel mit 3:4 geschlagen geben.

World Series auch in Österreich?

Die World Series of Snooker hat mit Sportingbet.com einen Sponsor für die nächsten drei Spielzeiten gefunden. Dabei äußerte sich John Higgins auch zu seinen Plänen für die nächste Saison „Pat Mooney und ich sind vom Enthusiasmus beim Team von Sportingbet.com beeindruckt. Wie wir sehen sie das Wachstumspotential des Sports in Europa und es ist unsere Absicht die Serie weiter zu verbessern und an sieben verschiedenen Orten in der Saison 2009/10 zu spielen.“

Logo der World Series of Snooker Mooney fügte hinzu: „Nach diesen Events [gemeint ist das Grand Final und das Turnier in Irland] wird der komplette Spielplan ausgearbeitet und veröffentlicht, mit neuen Ländern wie Spanien, Zypern und Österreich fest in unseren Gedanken und natürlich hoffen wir auch nach Deutschland und Polen zurückzukehren, damit wir das spektakuläre Wachstum der Popularität des Snookers in diesen Ländern unterstützen können.“

WPBSA veröffentlicht Ergebnisse von Anhörungen

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Die WPBSA hat zum ersten Mal die zuvor geheim gehaltenen Ergebnisse der Disziplinaranhörungen veröffentlicht. Damit geht die Snookerverband so vor wie alle anderen Sportverbände auch.

Die Resultate der Anhörungen:

  • Vorzeitiges Aufgeben eines Frames (2. Vorfall)
    • Dave Harold: £150 Strafe
    • Mark Williams: £150 Strafe
    • Ronnie O’Sullivan: £150 Strafe
    • Lee Spick: £150 Strafe für 12 Monate aufgeschoben; £1,000 Kosten
    • Stephen Maguire: £150 Strafe
    • Robert Milkins: £150 Strafe
    • David Roe: £150 Strafe
    • Jin Long: £150 Strafe
  • Vorzeitiges Aufgeben eines Frames (3. Vorfall)
    • Jin Long: Kein Verstoß festgestellt
  • Andere Angelegenheiten:
    • Declan Huges, „Verhalten in Prestatyn“: £500 Strafe, weitere £250 auf Bewährung für 12 Monate; £1000 Kosten
    • Jimmy Michie, „YouTube-Video“: £1000 Strafe; £1000 Kosten

Weshalb Lee Spicks Strafe aufgeschoben wurde und er Kosten von 1000 Pfund tragen muss ist nicht bekannt (schätzungsweise war er mit der Strafe nicht einverstanden und es musste mündlich verhandelt werden).

Jimmy Michie war in einem YouTube-Video beim schnupfen eines weißen Pulvers zu sehen und wurde daher unter der „Du darfst Snooker nicht in Verruf bringen“-Klausel bestraft.

Die veröffentlichten Zahlen zeigen, dass das Snooker kein Problem mit Disziplinlosigkeit hat, das bisherige Verhalten der WPBSA ist daher noch unverständlicher.

(Thanks, Dave)

Eine Runde mehr oder weniger

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Der tatsächliche „Nutzen“ eines Platzes in den verschiedenen Gruppen der Weltrangliste ist mitunter fragwürdig. So darf beispielsweise durchauch in Frage gestellt werden, ob ein Platz in der Gruppe 17-32 — und damit die Notwendigkeit, nur ein Qualifikationsmatch bestreiten zu müssen — nicht eher ein Nachteil ist.

Sei’s drum, werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Verschiebungen im kommenden Ranking:

Top 16

Mark Williams ist zurück in den Top 16. Der zweifache Weltmeister hatte zwar durchaus Mühe in Prestatyn (dreimal ausgeschieden), konnte ansonsten jedoch recht kontinuierlich punkten, vor allem beim Shanghai Masters und der UK Championship. Platz 15 im neuen Ranking ist der Lohn.

Graeme Dotts Endspurt ab Saisonmitte hingegen kam zu spät. Der durch zwei sportlich wie privat grauenvolle Jahre zeitweise in die Untiefen des Provisional abgerutschte Schotte steht nun — nur drei Spielzeiten nach seinem WM-Triumph — auf Platz 29 der Weltrangliste und wird sich für Ranglistenturniere künftig wieder qualifizieren müssen.

Top 32

Neben Dott neu oder wieder in den Top 32 sind Ricky Walden (künftig Nr. 20), Michael Holt (Nr. 24), Liang Wenbo (Nr. 27), Judd Trump (Nr. 30) und Gerald Greene (Nr. 32), die nun allesamt nur ein Qualifikationsmatch betreiten müssen. Speziell bei den Younstern Liang und Trump bleibt abzuwarten, wie gut ihnen das bekommt …

Ein Match mehr Spielpraxis sammeln „dürfen“ künftig Anthony Hamilton (Nr. 33), Dominic Dale (Nr. 34), Ian McCulloch (Nr. 35), Michael Judge (Nr. 36) und Ken Doherty (Nr. 44). Möge es ihnen damit besser ergehen.

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