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O’Sullivan beißt sich durch, White geschlagen

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Nur durch eine Aufholjagd konnte Ronnie O’Sullivan seine chancen auf den Titel bei der China Open aufrecht erhalten. Gegen Ali Carter lag er bereits 1:3 und 2:4 hinten, konnte dann aber schließlich doch noch mit 5:4 gewinnen.

Das Match wurde von beiden Seiten offensiv geführt, was man an der offiziellen Spielzeit, die bei ziemlich genau zwei Stunden lag, ablesen kann. Jeder Frame dauerte durchschnittlich keine 14 Minuten.

O’Sullivan trifft in der nächsten Runde auf Marco Fu, der Matthew Stevens mit 5:3 schlug und dadurch dem walisischen Drachen eine weitere Zweitrundenniederlage zufügen konnte. Stevens wird dadurch wohl aus den Top-16 fallen und sich auch nur ganz knapp in den Top-32 halten.

Die andere Viertelfinalbegegnung in der unteren Tabellenhälfte steht hingegen bereits fest: Der Weltmeister Grame Dott hat sich souverän gegen Neil Robertson durchgesetzt, gewann 5:1 und spielte dabei sogar ein Century. Mit dem gleichen Ergebnis konnte sich John Higgins gegen Jimmy White durchsetzen. Der haushohe Favorit in diesem Match ließ nichts anbrennen, führte zum Mid-Session-Interval mit 3:1 und lies auch nach der Pause keine Zweifel an einem Sieg

Ding muss einpacken

Chinas Talent Ding Junhui ist bei seinem Heimspiel gegen Barry Hawkins ausgeschieden. In einem zerfahrenen Spiel zeigte der 19jährige Chinese was ihn früher bereits ausmachte: Inkonsistenz.

Nach einem Century im ersten Frame wollte nichts mehr bei ihm zusammen laufen. Vielleicht auch, weil Hawkins den Start direkt durch zwei eigene Centuries einstellte. Die nächsten Frames waren zwar hart umkämpft, Hawkins konnte jedoch meist die Oberhand behalten. Dings Spiel geriet immer weiter aus den Fugen, fing sich dann, als er beinahe mit dem Rücken zur Wand stand. Beim Spielstand von 4:2 für Hawkins schaffte er gar den Frame, in dem er bereits zurücklag, durch eine wiederaufgesetzte Schwarze („Respotted Black“) zu gewinnen.

Doch im nächsten Frame war Hawkins übermächtig und Ding viel zu fehleranfällig. Der Chinese hatte Glück, dass ihm eine Menge Glückstreffer („Flukes“) und gelangen und Hawkins nicht alle Chancen nutzte. Sonst hätte er schän früher sein Queue einpacken können. Hawkins Gegner im Achtelfinale ist Joe Swail, der Vizeweltmeister Peter Ebdon mit 5:3 aus dem Turnier warf.

Ebenfalls ausgeschieden ist Mark Williams. Gegen Jamie Cope konnte er nur einen Frame gewinnen und unterlag deshalb 1:5. Der Titelverteidiger ist damit bereits in seinem ersten Match ausgeschieden, während Cope sich nach dieser Leistung berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen kann: „Wenn ich weiterhin so spiele, kann ich jeden schlagen. Vielleicht kann ich auch Champion werden.“

Cope trifft in der Runde der letzten Sechzehn auf Stuart Bingham, der knapp gegen Steve Davis gewann, 5:4 lautete der Spielstand am Ende.

Stephen Maguire und Shaun Murphy treffen ebenfalls aufeinander. Maguire schlug Mark King mit 5:3. Gegen Murphy musste sich der chinesische Wildcard-Spieler Mei Xiwen mit 1:5 geschlagen geben.

Ken Doherty hatte ein leichtes Opfer. Li Hang konnte sich beim 1:5 kaum gegen den Iren wehren, der nun auf Mark Selby trifft, was eine schwerere Aufgabe sein dürfte. Selby selbst konnte sich über die volle Distanz gegen den Sheriff von Pottingham durchsetzen, Anthony Hamilton.

Bereits gestern wurde die untere Hälfte des Tableaus entschieden. Dabei konnte der zweite des Turniers von 2005, Stephen Hendry, sich nicht gegen Marco Fu erwehren. Der Hong-Kong-Chinese gewann mit 5:4 und trifft nun auf Matthew Stevens, dem gegen Xiao Goudong der erste und einzige Whitewash dieser Hauptrunde gelang. Fu ist nun der einzig verbliebene Vertreter für China.

Sowohl Ali Carter als auch Ronnie O’Sullivan hatten es mit Wildcard-Chinesen zu tun. Carter gewann gegen Yu Delu mit 5:3 und O’Sullivan lies Liu Chuang mit 5:1 keine Chance.

Auch John Higgins scheint wieder in guter Form zu sein. Gegen Ian McCulloch jedenfalls schaffte er einen weitgehend ungefährdeten 5:2-Sieg nachdem er jetzt auf Jimmy White trifft, der durch ein Freilos in die Runde der letzten Sechzehn eingezogen ist.

Aktueller gegen zukünftigen Weltmeister heißt das letzte Duell: Graeme Dott trifft dabei auf Neil Robertson. Der Australier ist der konstanteste der jungen Garde und belegte das mit zwei Siegen in einer Saison. Michael Holt war für ihn kein Gegner, er deklassierte ihn mit 5:1. Dott hingegen ist mit seiner Leistung in dieser Saison nicht wirklich zufrieden. Gegen James Wattana überzeugte er jedoch mit einem 5:3.

Wildcard-Spieler überraschen die Profis

Nach fünf Wildcard-Matches stehen nicht weniger als drei Chinesen in der Runde der letzten 32. Nachdem Jamie Cope seinen Gegner Yang Qintain am (chinesischen) Morgen noch deutlich mit 1:5 besiegte konnten am Mittag lediglich Joe Swail sein Match gegen Jin Long knapp mit 5:4 gewinnen.

Alfie Burden verlor sein Match deutlich mit 2:5 gegen Mei Xiwen. Ian Preece hielt sich wenigstens die Entscheidung bis zum letzten Frame offen, verlor jedoch mit 4:5 gegen Li Hang. Auch Tom Ford konnte nicht gewinnen – Xiao Guodong siegte mit 5:3.

Ab Abend hat nun auch Yu Delu als vierter chinesischer Wildcard-Spieler das Hauptfeld der letzten 32 erreicht. Gegen Joe Jogia dominierte er das Spiel und gewann 5:1.

Auch Liu Chuang hat sein match gegen Andy Hicks gewonnen. In einem hart umkämpften Match siegte der Chinese mit 5:4.

Zusammen mit Ding Junhui haben sich sechs Chinesen in neun Matches Qualifiziert und stehen in der Runde der letzten 32 Spielern. China kann mit offenen Augen in die Snookerzukunft schauen.

Die Favoriten für die China Open

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Am Montag beginnen die China Open. Zeit einen Blick auf das Teilnehmerfeld zu werfen und die Favoriten herauszufiltern.

Die üblichen Verdächtigen sind natürlich Ronnie O’Sullivan und Stephen Hendry, die immer für einen Sieg gut sind. Hendry ist im Vorteil, mag O’Sullivan doch das Fliegen nicht. Trotzdem konnte er 2000 und 2001 bereits zwei Siege einfahren.

Hendry musste gegen Ding Junhui eine Niederlage einstecken, als der sein erstes großes Turnier gewann, 2005. Der Lokalmathador steht auch ganz oben auf meiner Liste. Sein Qualifikationsmatch gegen Adrien Gunnell wird vor heimischem Publikum kein Problem sein.

Auch interessant ist der Fünfkampf um die Spitze der Weltrangliste. Ken Doherty, Graeme Dott, John Higgins, Peter Ebdon und Shaun Murphy sind lediglich durch maximal 3100 Punkte getrennt, wobei Doherty momentan 1725 Punkte vor Dott an der Spitze steht.

Mit den beiden verbleibenden Turnieren, der China Open und der Weltmeisterschaft sind aber noch genug Punkte im Topf um Doherty vom Thron zu stoßen.

Auch der erfolgreichste Spieler der Saison, Neil Robertson, wird wieder ein Wörtchen mitreden wollen und wird entsprechend gut spielen. Mit seinen beiden Turniersiegen im Rücken kann er auch bei den China Open triumphieren.

Nicht unterschätzen würde ich Jimmy White. Er ist fix für die Runde der letzten 16 qualifiziert, wenn er sich gegen Zheng Peng durchsetzt, da Lee nicht antritt. Und nachdem er auch nächstes Jahr mit ziemlicher Sicherheit für die Main Tour qualifiziert sein wird, kann er befreit aufspielen. Einen Einzug in das Halbfinale ist möglich, auch, wenn er dafür starke Gegner aus dem Weg räumen muss.

China Open: Stephen Lee tritt nicht an

Stephen Lee, Nummer 10 der Welt, wird nicht zu den China Open nach Peking reisen. Er gab persönliche Gründe an. Damit bleibt ihm nur noch die Weltmeisterschaft um Punkte zu sammeln.

Für Jimmy White oder Zheng Peng, dem chinesischen Wildcard-Spieler, bedeutet das den direkten Einzug in das Achtelfinale bei einem Sieg am Montag.

Sponsor für die China Open gefunden

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Die World Snooker Assocciation hat die HongHe Industrial Limited Corporation als Sponsor gewinnen können. Sie stellt neben Tabakwaren auch Verpackungen her und hat eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

Damit sind noch drei der Main-Tour-Turniere ohne Sponsor: Der Malta Cup, die Welsh Open and die Northern Ireland Trophy. Für die Main-Tour-Veranstaltung in Deutschland in der kommenden Saison gibt es ebenfalls noch keinen Sponsor. Zudem ist unklar, ob es weitere Turniere in die Saisonplanung schaffen oder welche keine Berücksichtigung mehr finden.

Langfristig will die WSA zehn oder mehr Turniere spielen. Die China Open beginnt am 25. März, der Sieger wird am 1. April gekürt.

Unwürdige Crucible-Ziehung

Dave H. vom Snooker Scene Blog beschreibt die Verkündigung der Auslosung für die WM:

Die Präsentation wurde von Bill Turnbull und Sian Williams bei der BBC One Frühstücksshow vorgenommen. Angesichts der langen Tradition des Turniers war sie unter aller Kanone. Der Moderator sprach von Stephen Hamilton, wer auch immer das ist, und die Begegnungen wurden einfach aufgezählt, inklusive einer schnellen Bilderflut. Diese erinnerte mehr an unterschwellige Werbung als an eine Ziehung für ein großes Sportevent.

Dass es keine Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Namen gab – etwa: Ronnie O’Sullivan spielt gegen … ... ... ... Ding Junhui -, zeigte die schwache Leistung. Dadurch, dass die Auslosung nicht unmittelbar vorgenommen wurde, mussten die Buchmacher die Wettannahme aussetzen, damit niemand von seinem Insiderwissen profitieren konnte.

Auch das Zeitargument sticht nicht. Mit sechzehn gesetzten und sechzehn dazugelosten Spielern gibt es keine ausufernde Ziehungszeremonie. Und eine Gala hätte der Sport sicherlich verdient.

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