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Snookerblog

Auswertung des Mini-Tippspiels

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Vor über zwei Wochen rief ich ein kleines Mini-Tippspiel aus und es gab einen deutlichen Sieger: FooFighter hatte als einziger auf den Weltmeister Higgins gesetzt. Hier alle Platzierungen (In Reihenfolge des Eintrags):

  • 10 Punkte: FooFighter
  • 5 Punkte: Eric, Marcel, Vivi
  • 2 Punkte: Heimi
  • 1 Punkt: Snookerfanberlin
  • Keine richtigen Tipps: Johannes, YellowLed, Xristjan, Torben, Olaf, Claudia, Wed13 und Fitschgelsönk

Danke fürs Mitspielen!

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Higgins auf dem absoluten Snookerthron

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Der Weltmeister des Jahres 2007 heißt John Higgins. Nach neun Jahren steht er wieder an der Spitze der Snookerwelt, ist zudem erster der Weltrangliste.

Dabei war die Saison so gar nicht nach seinem Geschmack gelaufen: Bei den Welsh Open und beim Malta Cup schied er gar bereits in der ersten Runde aus. Nun hat er über fast 4500 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Shaun Murphy Graeme Dott.

Obwohl es kein leichter Sieg bei dieser WM war hatte Higgins bis zum Halbfinale kaum Probleme. Er gewann in der ersten Runde deutlich gegen Michael Holt (10:4), in der zweiten Runde deutlich gegen Fergal O’Brien (13:4) und im Viertelfinale gegen Ronnie O’Sullivan (13:9).

Nur gegen Stephen Maguire musste er beinahe über die volle Distanz gehen, gewann am Ende knapp mit 17:15 im rein schottischen Duell.

Mark Selby, Higgins Finalgegner, hatte da mehr zu tun. In den ersten beiden Runden konnte er sich gegen Stephen Lee (10:7) und Peter Ebdon (13:7) noch relativ klar durchsetzen. Doch im Viertelfinale ging es gegen Ali Carter über die volle Distanz von 25 Frames. Und auch gegen Shaun Murphy im Halbfinale musste er warten bis der letzte Frame gespielt war. Das war der 33ste.

Und wahrscheinlich musste er diesen beiden Marathonmatches Tribut zollen als er gegen John Higgins am Sonntag so unerwartet mit 4:12 in Rückstand geriet.

Dafür war die Session am Montag Mittag seine: Sechs von sechs Frames gewann Selby glich beinahe aus. Schon da deutete sich ein langes Match an, musste doch nach sechs statt acht Frames abgebrochen werden.

Am Abend ging die Aufholjagd dann weiter, bis auf 14:13 kam Selby noch heran bevor er vier Frames in Folge abgab und mit 18:13 verlor. Das Match ging bis kurz vor 2 Uhr deutscher Zeit und war somit das längste Match aller Zeiten. Das Match dauerte netto über zwölf Stunden.

Higgins: „Die letzten vier Frames waren das Beste, was ich hier gespielt habe. Aber Mark ist mit Sicherheit ein zukünftiger Weltmeister.“

Selby: „Gestern war ich ziemlich ausgelaugt, aber ich wollte heute noch einmal angreifen, schließlich war es mein erstes Finale hier. Vor 18 Monaten war mein Spiel schlecht und mein Manager hat mir geholfen es zu verbessern. Jetzt stehe ich hier und unter den Top-16 der Welt.“

Das längste Finale deines Lebens

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Es ist jetzt kurz vor halb ein Uhr und John Higgins und Mark Selby bekämpfen sich in einem fast eine Stunde dauernden Safetyduell. Das ist zwar auch spannend aber gleichzeitig extrem anstrengend, auch als Zuschauer.

Und das ist erst Frame 27. Bis maximal 35 geht es, es könnte also noch ein paar Stunden so gehen. Jedenfalls werden alle, die nach dem gestrigen Zwischenstand ein kurzes Match erwartet haben, eines besseren belehrt.

00.29: Nach 55 Minuten setzt sich Mark Selby durch. 14:13 für Higgins.

00.40: Schon wieder ein Stellungsfehler von Selby, beim Stand von 9:28. Passiert ihm öfters, aber nicht so häufig wie gestern. Safety

00.50: Da schau, 28 Punkte für Higgins. Und dann muss er mit einer schönen Safety aussteigen… Der Krimi geht weiter.

00.59: Der Frame gehört Higgins. Aber auch wieder eine lange Angelegenheit. 25 Punkte auf dem Tisch, Selby 26 Punkte hinten. Natürlich kommt er nochal an den Tisch.

1.03: Jetzt aber. 15:13 für Herrn Higgins. Ihm fehlen noch drei, Selby 5. Hoffe jetzt auf schnelle Frames und hohe Breaks.

1.05: Gerade unterschreibt Selby noch ein Programmheft, gibt ein Autogramm. Miten im Match. Dann eine sehr schöne Rote – Ohne Fortsetzung.

1.08: Also ich bin dafür das Finale der WM entweder zu kürzen oder anders aufzuteilen. Statt sechzehn zwanzig Frames am ersten Tag, die erste Session an Tag zwei dafür kürzer und dann früher anfangen. Das hier ist nicht mehr Familienfreundlich.

1.12: Schöner Split von Selby, hat das Potential ein hohes Break zu werden – jetzt schon 28 Punkte.

1.13: Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu erwähnen, dass ich keine Berichterstattung von den Paul-Hunter-Classics werde machen können, da ich keine Akkreditierung bekomme. Dabei geht es mir weniger ums Geld für Tickets sondern mehr um die Infrasruktur wie Internet, usw. Bei den Kollegen von den Austrian Open war das alles kein Problem.

1.16: Break Selby bei ein paar Punkten über 40 vorbei. Sein höchstes Break heute Abend. Higgins am Tisch.

1.22: Higgins mit über 50 Punkten den Tisch abgeräumt. 16:13 für Higgins.

1.32: Nach einer selby’schen Wahnsinnskombination oder zumindest deren Versuch ist nun Higgins im Break. schon 30 Punkte. Könnte sein, das Selby jetzt relativ schnell klein-bei geben muss.

1.36: Selby braucht Snooker. Higgins hat den Frame sicher. Es fehlt noch ein Frame.

1.38: 11. Century für Higgins, genausoviele wie Selby. 68. im Turnier. Das ist der Rekord von 2002. 129 Punkte – John Higgins. 17:13

1.44: Ich weiß nicht wie er diese Massenkombinationen durch den Pulk der Roten berechnet. Aber er hat gerade wieder gezaubert. und anschließend Gelb verschossen und Higgins den Einsteiger hingestellt, den der Brauchte. Jetzt ein Break und er hat seinen zweiten Titel.

1.48: Eine goldene Uhr für Eirian Williams beim Dinner nachher? Na da wünsche ich doch viel Spaß. Derweil zieht Higgins seine Runden: 28 Punkte.

1.52: 12 Stunden Spielzeit, Selby braucht Snooker. Jubel. Nocheinmal Pink.

1.53: Der Frame ist im sicher. 78 Punkte im Frame, zum zweiten Mal nach 1998 gewinnt Higgins wieder den Titel. Rodney Walker ist bei Mark Selby und tröstet.

1.54: Gestern war er ziemlich ausgelaugt, aber heute wollte Selby nochmal alles geben, es sei schließlich sein erstes Finale. Er hatte bei 4:12 nicht mehr an sich geglaubt. Vor 18 Monaten war sein Spiel schlecht, aber nun steht er unter den Top-16 und steht im WM-Finale.

1.57: Also bei 14:13 waren meine Nerven ruiniert, sagt Higgins. Die letzten vier Frames waren das beste, was ich bisher gespeilt habe. Mark ist ein zukünftiger Weltmeister. Es ist speziell für mich, mehrfacher Weltmeister zu sein. Die Weltranglistenposition nimmt er gerne mit. Es ist fantastisch. Die Unterstützung durch meinen Vater war sehr wichtig.

1.59: Die Präsentationen folgen…

2.01: Higgins reckt den Pokal und seinen Sohn in die Höhe. Mehrere Ausgaben „Hall of Frame“ kommen in nächster Zeit. Und die neuen Turniere ab August, vorraussichtlich. Das Snookerblog informiert natürlich auch weiterhin über aktuelle Geschehnisse und Zeitpläne rund ums Snooker.

Selby gewinnt die komplette (verkürzte) Session!

Hervorragendes Comeback von Mark Selby. In der dritten Session kommt er bis auf 10:12 heran nachdem er am Morgen noch 4:12 gegen Higgins hinten gelegen hatte.

Die Session wurde auf sechs Frames verkürzt, da sie ansonsten zu lange gedauert hätte. Der 23jährige zeigte seine Nervenstärke, zeigte viele knappe Frames, und ein weiteres Century von 109 Punkten.

Heute Abend in der letzten, maximal 13-Frames langen Session ist nun wieder alles möglich. Es wäre die höchste Führung, die jemals verspielt wurde. Freut euch auf einen schönen, unheimlich spannenden Snookerabend. Um 21 Uhr geht es auf Eurosport weiter.

Rabenschwarzer Tag für Selby

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Wenn im Snooker nicht alles möglich wäre müsste man sagen: Mark Selby hat seine Chance verspielt Weltmeister zu werden.

Während er in der ersten Session noch ganz gut mithalten konnte und einen minimalen 3:5-Rückstand gegen John Higgins erreichen konnte, brach er in der Abendsession vollkommen ein. Nur einen von acht Frames konnte er für siche entscheiden. Higgins geht also mit einem 12:4-Vorsprung in den finalen Finaltag.

Higgins benötigt aber auch noch sechs Frames bis zum Sieg. Das ist keine kurze Distanz. Und wenn Selby die Nachmittagssession mit 6:2 gewänne sähe ein 14:10 doch schon wieder ganz versöhnlich aus. Aber ich will mir nicht ausmalen, welche Höllenqualen Selby durchlitten hat, als er ein ums andere mal durch nur wenig falsche Stellung und kleine Fehler um die Frames gebracht wurde. Aufgegeben hat er keinen wirklich. Kam bei jedem an den Tisch und wollte noch etwas zeigen. Würdig als Weltmeister wäre er, aber ob er das Vermögen hat Higgins nochmal abzufangen. Gerade nach einer Nacht, die Selby nicht mit tiefem, erholsamen Schlaf überbrücken wird, sondern mit der Frage nach dem Snookergott und weshalb er ihn ausgerechnet jetzt so prüft.

Natürlich wäre es übertrieben zu sagen, dass Selby nur Pech hatte. Im Gegenteil, Higgins spielte gut, sehr gut aber nicht 7:1-gut. 5:3, das wäre gerecht gewesen, glaube ich. Aber auch im Snooker, und das ist eine Binsenweisheit, geht es nicht immer gerecht zu.

Mark Selby macht einfach Spaß

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Mark Selby ist kein ernster Spieler, er zeigt Emotionen, ärgert und freut sich. Es macht Spaß ihm zuzusehen, wie er mit Kamera und Zuschauern spielt, flirtet ist einfach Wunderbar.

Diese Eigenschaft ist es auch, was ihn von einem Shaun Murphy von 2005 unterscheidet: Er ist nicht der kalte, berechnende Spieler, den man über Jahre bei Davis und Hendry bewundern durfte. Er gehört zu einer neuen Snooker-Generation.

Und die Lacher, die Grimassen, das Aufstampfen, wenn er sich selbst gesnookert hat – das alles macht er nicht um die Leute zu unterhalten, das macht er um sich selbst die Spannung zu nehmen, um befreit aufspielen zu können.

Auch die Art wie er spielt ist faszinierend. Immer vorwärts, ohne Rücksicht auf Verluste mit hohem Aufwand. Riskant, aber Sehenswert. Selbys Spiel ist ein Spektakel für die ganze Familie.

In einem entscheidenden Frame gestern – ob es der letzte oder der vorletzte war entzieht sich gerade meiner Erinnerung – verstellt sich Selby auf Schwarz, hat nur noch einen sehr bescheidenen Winkel auf die Kugel. Dennoch spielt und locht er sie und nicht mit Sicherheit im Hinterkopf sondern mit vollem Risiko auf Rot gestellt.

Mir gefällt sein Spiel sehr gut und meine Sympatien hat er. Ob er sich im Finale gegen John „Spielt der die Saison überhaupt?“ Higgins durchsetzen kann ist eine andere Frage. Der spielt zwar konventionell, aber höllisch gut!

Selby gegen Higgins im Finale 2007

Mit einem Match über die volle Distanz hat sich Mark Selby gegen Shaun Murphy durchgesetzt und als dritter Qualifkant nach Terry Griffiths (1979) und Shaun Murphy (2005) das WM-Finale erreicht. Seine beiden Vorgänger gewannen den wichtigsten Titel in der Snooker-Welt.

Selby und Murphy lieferten sich eines der spannendsten Matches der Saison. Nachdem die beiden nach drei Sessions und 24 Frames, die gerecht unter beiden aufgeteilt wurden, am Abend wieder aufeinander trafen eröffnete Shaun Murphy mit dem 1001. Century-Break des Crucibles. Bereits am Mittag hatte John Higgins das tausendste Century geschafft.

Selby ließ sich nicht lange bitten und legte ein weiteres Century nach: 104 Punkte. Auch die beiden nächsten Frames werden geteilt. 14:14. Dann zwei Frames für Shaun Murphy, und ein tolles 131er-Break. 16:14. Murphy fehlt noch ein Frame, Selby muss drei Frames in Folge gewinnen. Eine Riesenaufgabe! Den nächsten Frame gewann er klar: Zwei mittelhohe Breaks bringen ihm den Frame. Und in einem knappen 32. Frame gelang ihm der Ausgleich.

Dann legte Selby durch ein 64er-Break den Grundstein für seinen Sieg. Zwar musste er dann aussteigen, doch Murphy konnte ihn nicht mehr gefährden, statt drei Snooker legte er Selby einen einfachen Einsteiger hin, den er nutzte.

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