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Dott siegt in über Cope und stürmt an die Spitze der Weltrangliste

Nach dem Sieg zeigte sich Graeme Dott glücklich: „Ein Sieg bei einem Turnier gibt dir Selbstvertrauen, er ist ein toller Antrieb für mich im hinblick auf die Weltmeisterschaft.“

Der Weltmeister gewann nicht einfach so ein Turnier, er gewann es überlegen. In keinem seiner vier Matches lies er auch nur irgendetwas anbrennen. Er zeigte kaum Schwächen und spielte konstanter als alle anderen.

Spätestens nach dem Sieg gegen Neil Robertson und einem überlegenem 5:1 musste man mit Dott in diesem Turnier rechnen. Seine klaren Ergebnisse, 5:2 gegen John Higgins und 6:2 gegen Ronnie O’Sullivan, sprachen eine klare Sprache. Dott wollte gewinnen und zeigte das auch.

Der einzige Moment der Schwäche in dieser Woche war, als Jamie Cope im Finale von einem 6:2-Rückstand nach Session 1 auf 6:5 beinahe ausglich: „Ich hatte einen ordentlichen Vorsprung, aber dann machte ich drei, vier schreckliche Fehler und gab ihm die Chancen wieder zurück zu kommen. Ich fühlte mich aus irgendeinem Grund ein wenig ausgelaugt. Ich habe mit mir gerungen, aber als Jamie dann auf 6:5 zurück kam trieb mich das an. Ich wachte plötzlich wieder auf.“

Dott gewann die nächsten drei Frames und das Match schließlich mit 9:5. Dabei gelangen ihm Breaks von 124 und 126 Punkten.

Cope, der erst in seinem zweiten Finale stand, betonte, dass ihm die Niederlage nicht zu schaffen machen würde: „Ich bin 21 Jahre alt, es gibt noch genug Zeit Titel zu gewinnen. Ich bin froh über die Art, wie ich gespielt habe und muss mich erst an diese langen Distanzen gewöhnen.“

Dotts Erfolgsgeheimnis: „Ich kam ein paar Tage früher an und spielte ein paar Showmatches. Das halt mir über mein Jetlag hinweg und sorgte dafür, dass ich mich für das Turnier bereit fühlte.“

In der Weltrangliste ist der Schotte nun an Ken Doherty vorbei an die Spitze gestürmt. Cope ist fix für die Top-32 qualifiziert. Wo genau er zwischen 16 und 32 landet wird sich bei der WM Mitte dieses Monats herausstellen.

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Dott im Finale

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Graeme Dott hat das Finale der China Open erreicht, indem er Ronnie O’Sullivan mit 6:2 schlug. Damit wiederholte er das Kunststück, das ihm bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr gelang.

O’Sullivan war zuerst in den Bällen, doch nach 44 Punkten war Schluss und Dott stahl den Frame mit 78 Punkten in Folge. Auch Frame zwei lief nach einem ähnlichen Muster ab: O’Sullivan gelang ein Break von 65 Punkten worauf Dott mit Breaks von 37 und 31 Punkten konterte.

Auch die letzten beiden Frames vor dem Interval gingen an Dott. Erst nach der Teepause kam O’Sullivan in die Bälle, gewann den Frame durch Breaks von 49 und 30.

Doch Dott ließ sich nicht durch den Anschluss entmutigen, im Gegenteil. Ihm gelang in Frame 6 ein Century-Break. Damit musste er nur noch einen Frame gewinnen um das Match für sich zu entscheiden.

Die letzten zwei Frames wurden dann geteilt. Der siebte ging ganz knapp an O’Sullivan. Im achten ließ Dott dann aber nichts mehr anbrennen. Durch ein 99er-Break gewann er und steht damit seit der Weltmeisterschaft vor einem guten Jahr wieder im Finale eines Weltranglistenturniers. O’Sullivan hingegen ist nun seit über zwei Jahren ohne Weltranglistentitel.

Bei einem Sieg im Finale gegen Jamie Cope oder Barry Hawkins könnte er sogar Ken Doherty von der Spitze der Weltrangliste verdrängen. Und auch bei einem verlorenen Finale schließt er bis auf 225 Punkte auf ihn auf.

(Quelle, Bild: World Snooker)

Acht Spieler mit Hoffnungen im Fernen Osten

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Die Achtelfinals sind gespielt und es bleiben acht Spieler, die sich Hoffnungen auf den Turniersieg machen können. Im ersten Match am Morgen treten Ronnie O’Sullivan und Marco Fu gegen einander an.

Normalerweise eine klare Angelegenheit, doch Fu zeigt sein bestes Snooker, hat den Rekord-Weltmeister Hendry bereits nach Hause geschickt und mit Matthew Stevens einen zweifachen Vizeweltmeister. O’Sullivan hingegen hatte in Runde Eins einen leichten Wildcard-Spieler, der sich kaum wehren konnte. In Runde zwei wäre er beinahe gegen Ali Carter gescheitert. Das ist toll und spannend für uns Zuschauer, ist aber kein gutes Zeichen für O’Sullivan und er wird sich besser zusammenreißen müssen.

Die größte Überraschung für mich ist Greame Dott. Der amtierende Weltmeister scheint seine Form wieder gefunden zu haben, er konnte Neil Robertson nicht nur Paroli bieten sondern ihn auch an die Wand spielen, inklusive eines – für ihn äußerst ungewöhnlichen – Century-Breaks von 118 Punkten. Doch gegen John Higgins wird er es schwer haben. Auch er hatte ein Leistungstief aus dem er sich nun langsam herausspielt.

Ich tippe auf ein Halbfinale Marco Fu gegen John Higgins.

In der oberen Tabellenhälfte sieht es anders aus. Trotz 5:0 von Barry Hawkins über Joe Swail war es ein ganz knappes Match (wie Rolf Kalb berichtet). Ken Doherty hatte jedoch kein knappes Spiel bisher und spürte noch keinen Druck. Das könnte ein Vorteil für Hawkins sein, allein es fällt schwer daran zu glauben.

Das schwierigste Spiel, das es Einzuschätzen gilt ist das zwischen Jamie Cope und Shaun Murphy. Während letzterer in seinem Match gegen Steven Maguire teilweise sehr guten Snooker gezeigt hat verflachte die Party und auch Murphys Niveau. Cope freut sich wieder vor Fernsehkameras spielen zu könen und zeigt in der Saison mit seinem ersten Finaleinzug auch Spitzensnooker.

Ich tippe einfach mal auf Siege von Cope und Doherty. Wer tippt mit?

O’Sullivan beißt sich durch, White geschlagen

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Nur durch eine Aufholjagd konnte Ronnie O’Sullivan seine chancen auf den Titel bei der China Open aufrecht erhalten. Gegen Ali Carter lag er bereits 1:3 und 2:4 hinten, konnte dann aber schließlich doch noch mit 5:4 gewinnen.

Das Match wurde von beiden Seiten offensiv geführt, was man an der offiziellen Spielzeit, die bei ziemlich genau zwei Stunden lag, ablesen kann. Jeder Frame dauerte durchschnittlich keine 14 Minuten.

O’Sullivan trifft in der nächsten Runde auf Marco Fu, der Matthew Stevens mit 5:3 schlug und dadurch dem walisischen Drachen eine weitere Zweitrundenniederlage zufügen konnte. Stevens wird dadurch wohl aus den Top-16 fallen und sich auch nur ganz knapp in den Top-32 halten.

Die andere Viertelfinalbegegnung in der unteren Tabellenhälfte steht hingegen bereits fest: Der Weltmeister Grame Dott hat sich souverän gegen Neil Robertson durchgesetzt, gewann 5:1 und spielte dabei sogar ein Century. Mit dem gleichen Ergebnis konnte sich John Higgins gegen Jimmy White durchsetzen. Der haushohe Favorit in diesem Match ließ nichts anbrennen, führte zum Mid-Session-Interval mit 3:1 und lies auch nach der Pause keine Zweifel an einem Sieg

Ding muss einpacken

Chinas Talent Ding Junhui ist bei seinem Heimspiel gegen Barry Hawkins ausgeschieden. In einem zerfahrenen Spiel zeigte der 19jährige Chinese was ihn früher bereits ausmachte: Inkonsistenz.

Nach einem Century im ersten Frame wollte nichts mehr bei ihm zusammen laufen. Vielleicht auch, weil Hawkins den Start direkt durch zwei eigene Centuries einstellte. Die nächsten Frames waren zwar hart umkämpft, Hawkins konnte jedoch meist die Oberhand behalten. Dings Spiel geriet immer weiter aus den Fugen, fing sich dann, als er beinahe mit dem Rücken zur Wand stand. Beim Spielstand von 4:2 für Hawkins schaffte er gar den Frame, in dem er bereits zurücklag, durch eine wiederaufgesetzte Schwarze („Respotted Black“) zu gewinnen.

Doch im nächsten Frame war Hawkins übermächtig und Ding viel zu fehleranfällig. Der Chinese hatte Glück, dass ihm eine Menge Glückstreffer („Flukes“) und gelangen und Hawkins nicht alle Chancen nutzte. Sonst hätte er schän früher sein Queue einpacken können. Hawkins Gegner im Achtelfinale ist Joe Swail, der Vizeweltmeister Peter Ebdon mit 5:3 aus dem Turnier warf.

Ebenfalls ausgeschieden ist Mark Williams. Gegen Jamie Cope konnte er nur einen Frame gewinnen und unterlag deshalb 1:5. Der Titelverteidiger ist damit bereits in seinem ersten Match ausgeschieden, während Cope sich nach dieser Leistung berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen kann: „Wenn ich weiterhin so spiele, kann ich jeden schlagen. Vielleicht kann ich auch Champion werden.“

Cope trifft in der Runde der letzten Sechzehn auf Stuart Bingham, der knapp gegen Steve Davis gewann, 5:4 lautete der Spielstand am Ende.

Stephen Maguire und Shaun Murphy treffen ebenfalls aufeinander. Maguire schlug Mark King mit 5:3. Gegen Murphy musste sich der chinesische Wildcard-Spieler Mei Xiwen mit 1:5 geschlagen geben.

Ken Doherty hatte ein leichtes Opfer. Li Hang konnte sich beim 1:5 kaum gegen den Iren wehren, der nun auf Mark Selby trifft, was eine schwerere Aufgabe sein dürfte. Selby selbst konnte sich über die volle Distanz gegen den Sheriff von Pottingham durchsetzen, Anthony Hamilton.

Bereits gestern wurde die untere Hälfte des Tableaus entschieden. Dabei konnte der zweite des Turniers von 2005, Stephen Hendry, sich nicht gegen Marco Fu erwehren. Der Hong-Kong-Chinese gewann mit 5:4 und trifft nun auf Matthew Stevens, dem gegen Xiao Goudong der erste und einzige Whitewash dieser Hauptrunde gelang. Fu ist nun der einzig verbliebene Vertreter für China.

Sowohl Ali Carter als auch Ronnie O’Sullivan hatten es mit Wildcard-Chinesen zu tun. Carter gewann gegen Yu Delu mit 5:3 und O’Sullivan lies Liu Chuang mit 5:1 keine Chance.

Auch John Higgins scheint wieder in guter Form zu sein. Gegen Ian McCulloch jedenfalls schaffte er einen weitgehend ungefährdeten 5:2-Sieg nachdem er jetzt auf Jimmy White trifft, der durch ein Freilos in die Runde der letzten Sechzehn eingezogen ist.

Aktueller gegen zukünftigen Weltmeister heißt das letzte Duell: Graeme Dott trifft dabei auf Neil Robertson. Der Australier ist der konstanteste der jungen Garde und belegte das mit zwei Siegen in einer Saison. Michael Holt war für ihn kein Gegner, er deklassierte ihn mit 5:1. Dott hingegen ist mit seiner Leistung in dieser Saison nicht wirklich zufrieden. Gegen James Wattana überzeugte er jedoch mit einem 5:3.

Wildcard-Spieler überraschen die Profis

Nach fünf Wildcard-Matches stehen nicht weniger als drei Chinesen in der Runde der letzten 32. Nachdem Jamie Cope seinen Gegner Yang Qintain am (chinesischen) Morgen noch deutlich mit 1:5 besiegte konnten am Mittag lediglich Joe Swail sein Match gegen Jin Long knapp mit 5:4 gewinnen.

Alfie Burden verlor sein Match deutlich mit 2:5 gegen Mei Xiwen. Ian Preece hielt sich wenigstens die Entscheidung bis zum letzten Frame offen, verlor jedoch mit 4:5 gegen Li Hang. Auch Tom Ford konnte nicht gewinnen – Xiao Guodong siegte mit 5:3.

Ab Abend hat nun auch Yu Delu als vierter chinesischer Wildcard-Spieler das Hauptfeld der letzten 32 erreicht. Gegen Joe Jogia dominierte er das Spiel und gewann 5:1.

Auch Liu Chuang hat sein match gegen Andy Hicks gewonnen. In einem hart umkämpften Match siegte der Chinese mit 5:4.

Zusammen mit Ding Junhui haben sich sechs Chinesen in neun Matches Qualifiziert und stehen in der Runde der letzten 32 Spielern. China kann mit offenen Augen in die Snookerzukunft schauen.

Die Favoriten für die China Open

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Am Montag beginnen die China Open. Zeit einen Blick auf das Teilnehmerfeld zu werfen und die Favoriten herauszufiltern.

Die üblichen Verdächtigen sind natürlich Ronnie O’Sullivan und Stephen Hendry, die immer für einen Sieg gut sind. Hendry ist im Vorteil, mag O’Sullivan doch das Fliegen nicht. Trotzdem konnte er 2000 und 2001 bereits zwei Siege einfahren.

Hendry musste gegen Ding Junhui eine Niederlage einstecken, als der sein erstes großes Turnier gewann, 2005. Der Lokalmathador steht auch ganz oben auf meiner Liste. Sein Qualifikationsmatch gegen Adrien Gunnell wird vor heimischem Publikum kein Problem sein.

Auch interessant ist der Fünfkampf um die Spitze der Weltrangliste. Ken Doherty, Graeme Dott, John Higgins, Peter Ebdon und Shaun Murphy sind lediglich durch maximal 3100 Punkte getrennt, wobei Doherty momentan 1725 Punkte vor Dott an der Spitze steht.

Mit den beiden verbleibenden Turnieren, der China Open und der Weltmeisterschaft sind aber noch genug Punkte im Topf um Doherty vom Thron zu stoßen.

Auch der erfolgreichste Spieler der Saison, Neil Robertson, wird wieder ein Wörtchen mitreden wollen und wird entsprechend gut spielen. Mit seinen beiden Turniersiegen im Rücken kann er auch bei den China Open triumphieren.

Nicht unterschätzen würde ich Jimmy White. Er ist fix für die Runde der letzten 16 qualifiziert, wenn er sich gegen Zheng Peng durchsetzt, da Lee nicht antritt. Und nachdem er auch nächstes Jahr mit ziemlicher Sicherheit für die Main Tour qualifiziert sein wird, kann er befreit aufspielen. Einen Einzug in das Halbfinale ist möglich, auch, wenn er dafür starke Gegner aus dem Weg räumen muss.

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