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Snookerblog

Mark Selby macht einfach Spaß

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Mark Selby ist kein ernster Spieler, er zeigt Emotionen, ärgert und freut sich. Es macht Spaß ihm zuzusehen, wie er mit Kamera und Zuschauern spielt, flirtet ist einfach Wunderbar.

Diese Eigenschaft ist es auch, was ihn von einem Shaun Murphy von 2005 unterscheidet: Er ist nicht der kalte, berechnende Spieler, den man über Jahre bei Davis und Hendry bewundern durfte. Er gehört zu einer neuen Snooker-Generation.

Und die Lacher, die Grimassen, das Aufstampfen, wenn er sich selbst gesnookert hat – das alles macht er nicht um die Leute zu unterhalten, das macht er um sich selbst die Spannung zu nehmen, um befreit aufspielen zu können.

Auch die Art wie er spielt ist faszinierend. Immer vorwärts, ohne Rücksicht auf Verluste mit hohem Aufwand. Riskant, aber Sehenswert. Selbys Spiel ist ein Spektakel für die ganze Familie.

In einem entscheidenden Frame gestern – ob es der letzte oder der vorletzte war entzieht sich gerade meiner Erinnerung – verstellt sich Selby auf Schwarz, hat nur noch einen sehr bescheidenen Winkel auf die Kugel. Dennoch spielt und locht er sie und nicht mit Sicherheit im Hinterkopf sondern mit vollem Risiko auf Rot gestellt.

Mir gefällt sein Spiel sehr gut und meine Sympatien hat er. Ob er sich im Finale gegen John „Spielt der die Saison überhaupt?“ Higgins durchsetzen kann ist eine andere Frage. Der spielt zwar konventionell, aber höllisch gut!

Selby gegen Higgins im Finale 2007

Mit einem Match über die volle Distanz hat sich Mark Selby gegen Shaun Murphy durchgesetzt und als dritter Qualifkant nach Terry Griffiths (1979) und Shaun Murphy (2005) das WM-Finale erreicht. Seine beiden Vorgänger gewannen den wichtigsten Titel in der Snooker-Welt.

Selby und Murphy lieferten sich eines der spannendsten Matches der Saison. Nachdem die beiden nach drei Sessions und 24 Frames, die gerecht unter beiden aufgeteilt wurden, am Abend wieder aufeinander trafen eröffnete Shaun Murphy mit dem 1001. Century-Break des Crucibles. Bereits am Mittag hatte John Higgins das tausendste Century geschafft.

Selby ließ sich nicht lange bitten und legte ein weiteres Century nach: 104 Punkte. Auch die beiden nächsten Frames werden geteilt. 14:14. Dann zwei Frames für Shaun Murphy, und ein tolles 131er-Break. 16:14. Murphy fehlt noch ein Frame, Selby muss drei Frames in Folge gewinnen. Eine Riesenaufgabe! Den nächsten Frame gewann er klar: Zwei mittelhohe Breaks bringen ihm den Frame. Und in einem knappen 32. Frame gelang ihm der Ausgleich.

Dann legte Selby durch ein 64er-Break den Grundstein für seinen Sieg. Zwar musste er dann aussteigen, doch Murphy konnte ihn nicht mehr gefährden, statt drei Snooker legte er Selby einen einfachen Einsteiger hin, den er nutzte.

Reportage zu Stephen Hendry bei der WM in der ZDF-Sportreportage

Eine Leser-E-Mail erreichte mich von Yvonne. Darin stand zu lesen, dass die ZDF-Sportreportage den siebenfachen Weltmeister Stephen Hendry bei Exhibitions und der ersten WM-Woche begleitet hat.

Die Ausstrahlung der Sendung findet während der zweiten Session des WM-Finales statt, es ist also nicht so tragisch mal kurz von Eurosport weg zu schalten.

Ausstrahlung: Sonntag, 06.05.2007, 17:10 Uhr im ZDF

Higgins steht im WM-Finale

John Higgins hat es geschafft, zum ersten Mal seit 2001 steht er wieder im Finale einer Weltmeisterschaft. Damals unterlag er Ronnie O’Sullivan mit 14:18, den hat er aber in diesem Jahr bereits geschlagen (13:9 im Viertelfinale).

Gegen Stephen “On-Fire” Maguire schaffte er den 17:15-Sieg nachdem er bereits nach der dritten Session einen 10:14-Rückstand hatte. In der letzten Session nun konnte er mit Breaks von 104 und 122 Punkten die Führung an sich reißen. Maguire kam so kurz vor dem Ziel nur noch zu einem Framegewinn.

“On-Fire” Maguire setzt sich ab

Steven Maguire hat sich im rein schottischen Halbfinale gegen John Higgins eine 4-Frames-Führung erarbeiten können.

In der dritten und vorletzten Session, in die beide mit acht Gewinnframes gingen, gewann Maguire sechs von acht Frames. Highlights waren zwei Century-Breaks der beiden Spieler. Maguire legte mit einer 131er-Clearence vor, Higgins legte eine 134er nach. Higgins war der schwächere Spieler, fand nicht wirklich in die Session hinein. Der zweite gewonnene Frame von Higgins entschied sich erst nach der letzten Schwarzen, die Maguire verschoss.

14:10 steht es also hier, bei Best-of-33 bedeutet das: Maguire benötigt noch drei Frames, Higgins noch sieben. Beide treffen heute Nachmittag wieder aufeinander.

Den Ausgleich hat Mark Selby geschafft. Nach zwei Sessions steht es im zweiten Halbfinale 8:8. Dabei startete Selby gegen Shaun Murphy mit einem 3:5-Rückstad in die Session. Durch konzentriertes, engagiertes Spiel, auch mit viel Mut zum Risiko, konnte Selby den Rückstand aufholen. Mit seinem siebten Century (128 Punkte) hat er nun auch die meisten Centuries in diesem Jahr im Crucible gespielt. Die dritte Session findet heute morgen statt, die vierte und letzte Begegnung dann heute Abend.

Snookerblog berichtet Live von den Austrian Open

Liebe Snookerfans,

ich habe soeben die Bestätigung bekommen bei den Austrian Open Live-Berichterstattung betreiben zu können. Dieses zweitgrößte Turnier im deutschsprachigen Bereich findet vom 17.–20. Mai in Wels, Oberösterreich statt.

Mit dabei sind einige Profis mir denen ich versuchen werde Interviews zu führen. Neben WM-Halbfinalist Mark Selby und Viertelfinalist Ali Carter sind auch bekannte deutsche Spieler dabei, angeführt von Team-Europameister 2007 und GOSR-Sieger Sascha Lippe. Klar, dass die Gastgeber im 100-Spieler großen Feld stark vertreten sind. Österreich stellt mit 55 Teilnehmern das mit Astand größte Team. Ob das Team um Bernhard Müllner und Karin Wannemacher aber die Profis in Schach halten können darf bezweifelt werden.

Noch mal eine Übersicht über die Profis:

  • Mark Selby
  • Ali Carter
  • Ken Doherty
  • Barry Hawkins
  • Joe Perry
  • Mark King
  • Matthew Couch
  • Michael Holt
  • Ricky Walden
  • Stephen Lee
  • Tom Ford
  • Ian McCulloch
  • David Roe
  • Ryan Day
  • Dominic Dale

Übrigens: Der Aufwand für Anreise, Unterkunft und Verpflegung geht deutlich über das Budget des Snookerblogs hinaus. Falls sich ein Sponsor für diese kleine Reise finden würde wäre das sehr nett. Für weitere Informationen, auch zu Besucherzahlen, einfach eine E-Mail an mail@snookerblog.de

„Im Kopf hatte ich schon gewonnen.“ – Matthew Stevens zu seinem Ausscheiden

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Matthew Stevens zeigte sich fassungslos nachdem er eine 6-Frames-Führung doch noch aus den Händen gleiten lies. Shaun Murphy hatte das Match gewonnen obwohl Stevens nur noch zwei Frames benötigt hätte.

„ich bin immer noch total geschockt“, sagte Stevens in der Pressekonferenz nach dem Match. „Ich hatte das Spiel bei 11:5 schon gewonnen, was soll ich sagen?“

„Ich bin am Boden zerstört, aber so läuft es nun manchmal. Im Kopf hatte ich das Spiel bereits in der Nacht zuvor gewonnen gehabt. Es passieren schon witzige Dinge im Snooker.“

In der nächsten Saison wird Stevens sich wieder für die Main-Tour-Events qualifizieren müssen, da er aus den Top-16 gefallen ist.

„Ich habe versucht gefasst zu bleiben, was mir offensichtlich nicht gelungen ist. Ich habe ein paar Frames auf die letzte Schwarze verloren. Shaun hat viel Charakter gezeigt.“, fügte Stevens hinzu und weiter: „Ich habe diese Woche gut genug gespielt um den Titel gewinnen zu können. Aber jetzt muss ich im Sommer noch mehr arbeiten.“

„Nächstes Jahr muss ich mich qualifizieren, aber ich werde stärker zurück kommen.“

(Quelle: BBC)

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