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Higgins hofft auf den weltweiten Snooker-Durchbruch

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„Ich denke es wäre toll Topspieler aus Russland, Polen und Deutschland zu haben – dann wäre es wirklich ein weltweiter Sport.“, sagte der aktuelle Snookerweltmeister kurz vor seiner Titelverteidigung, die am nächsten Samstag beginnt.

John Higgins wurde von der BBC zu seiner „World Series“ befragt und der 32-jährige kündigte an, dass die Turniere in Moskau, Berlin, Warschau und Jersey live von Eurosport übertragen werden.

„Es wird klein anfangen, aber in den kommenden Jahren hoffe ich, dass es eine große Serie wird. Ich war im Oktober in Moskau und die Leute sind dort verrückt nach Billard, und wenn mehr Snooker im Fernsehen gezeigt wird, dann werden diese Billardspieler auch Snooker ausprobieren wollen.“

„Wir haben mit World Snooker gesprochen und sichergestellt, dass die Termine der Turniere nicht kollidieren“, fügte Higgins hinzu.

Zu Ronnie O’Sullivans Verhalten nach dem China-Open-Aus gefragt, sagte Higgins: „Ich habe mir nur gedacht, dass er wirklich naiv war. Man muss dumm sein, um sich so zu äußern, Ronnie ist aber nicht dumm, wenn es um Publicity geht.“

Graeme Dott nicht bei WM dabei?

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In einer Woche finden die ersten Spiele im Kampf um die WM-Krone statt, doch Graeme Dott könnte bei seinem Auftakt-Match gegen Joe Perry fehlen.

Wie der Belfast Telegraph heute berichtet leidet der Weltmeister aus dem Jahre 2006 unter Depressionen.

Mit 15 verlorenen Spielen am Stück hat er die schlechteste Serie in seiner gesamten Karriere gespielt, so die Zeitung. Der 30-jährige äußerte sich wie folgt: „Ich will von ganzem Herzen spielen, aber mein Gemütszustand ist schon seit einiger Zeit nicht in Ordnung, wie man an den Ergebnissen ablesen kann. Ich werde nur nach Sheffield fahren, wenn ich mich selbst beweisen kann.“

Sein Manager, Pat Mooney, sagte: „Alles was jetzt zählt ist die Gesundheit von Greame und das Wohlbefinden seiner Familie.“

Operation Titelverteidigung: Kein Glück gegen die Schotten

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Das deutsche Snookerteam um Lasse Münstermann hat die Titelverteidigung bei der Team-Europameisterschaft in Glasgow verpasst. Dabei konnten sie den zweiten Platz in ihrer Gruppe erreichen, direkt nach der zweiten Mannschaft Irlands.

Damit stand Deutschland als einzige kontinentaleurpäische Mannschaft in der Runde der letzten Acht neben Wales und Irland 1, Schottland 1 und Irland 2 sowie Schottland 2 und England. Der Gegner Deutschlands war Schottland 4.

Und die drehten sofort auf. Die Mannschaft, die aus Robert Stephen, Bobby Cruickshanks und Ian Wells besteht, ging sofort mit 6:3 in Führung. Doch Münstermann, Patrick Einsle und Itaro Santos kamen wieder auf 6:5 heran bevor die Schotten wieder einen Gang hochschalteten und auf 9:6 wegziehen konnten. Nur noch ein Frame fehlte ihnen zum Einzug ins Halbfinale. Doch die Deutschen steckten nicht auf und kamen wieder heran, auf 9:8, bevor die Schotten den Sack zumachen konnten.

Gegner der Schotten wird die Mannschaft von England sein, die ihr Viertelfinal gegen Schottland 2 mit 10:6 gewinnen konnte. Im anderen Halbfinale treffen die beiden irischen Mannschaften aufeinander. Irland 1 gewann gegen Wales mit 10:6, Irland 2 konnte sich knapp gegen Schottland 1 durchsetzen und gewann 10:9.

„Clean the white, please.“ – Was sind eigentlich Kicks?

Der Spielball

Gelegentlich hört man bei Snooker-Übertragungen einen Spieler zum Schiedsrichter „Clean the white, please.“ sagen – auch Stephen Maguire machte bei seinem Finalerfolg bei den China Open des öfteren von diesem Satz Gebrauch.

Dabei geht es natürlich nicht aus rein ästhetischen Gründen darum, unschöne Verschmutzungen auf dem Spielball beseitigen zu lassen. Vielmehr haben Verschmutzungen durch Staub, Kreidereste, Kleidungsfasern oder sonstigen Unrat bisweilen fatale Folgen: Sie verursachen die gefürchteten „Kicks“.

Ein Kick oder „bad contact“ (schlechter Ballkontakt) führt dazu, dass zwei Bälle, üblicherweise der Spielball und der angespielte Objektball, beim Kontakt aneinander kleben, mitunter sogar der Spielball am Objektball „hochklettert“, was besonders bei kräftigen Stößen zu sehen ist. Dies geschieht insbesondere dann, wenn mit Effet gespielt wird – Effet bedingt selbst bereits einen längeren Kontakt zwischen Spiel- und Objektball.

Weitere Faktoren, die Kicks offenbar begünstigen, sind Luftfeuchtigkeit, Veränderungen in der Raumtemperatur und statische Aufladung. Das Problem ist nicht neu, aber nach wie vor schwierig in den Griff zu bekommen – sozusagen die „Erkältung des Snooker“. Neben einem möglichst optimalen Raumklima ist die bislang wirkungsvollste Waffe gegen Kicks das regelmäßige Reinigen des Spielballs durch den Schiedsrichter – was allerdings nie hunderprozentig wirksam sein wird, das ja bei jedem Stoß erneut Kreide, die Hauptursache für Kicks, auf den Spielball übertragen wird.

Ohne Kreide hingegen wäre kontrolliertes Spiel unmöglich: Das Leder auf der Spitze des Queues würde vom Spielball abrutschen. Es wäre ausgeschlossen, dem Spielball Wirkung mitzugeben, was im Snooker unabdingbar für das Positionsspiel ist.

Kicks können aus Spiel- und Objektball wahre Irrlichter machen. In vielen Fällen gelingt der Stoß zwar dennoch, der Spielball kommt jedoch nicht an der beabsichtigten Stelle auf dem Tisch zum Stillstand, sondern im ungünstigsten Fall so, dass der Spieler mit einer Safety aus dem laufenden Break aussteigen muss. Ärgerlich für den Spieler, der es besser kann, aber am Material scheitert.

Maguire gewinnt hochklassiges China-Open-Finale

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Auch, wenn es uns in diesen Tagen viele weiß machen wollen, dass sich Snooker nur um Ronnie O’Sullivan dreht, so hat das Finale in China wieder gezeigt, dass es exzellentes Snooker auch ohne ihn gibt.

Die beiden „Erzrivalen“ Stephen Maguire und Shaun Murphy trafen aufeinander und schenkten sich nichts, was sich schon am frühen Morgen mitteleuropäischer Zeit herausstellen sollte: Maguire gewann den ersten Frame, doch Murphy spielte Breaks von 54 und 72 Punkte um erstmals in Führung zu gehen.

Unbeeindruckt davon spielte Maguire ein 74er-Break zum Ausgleich und lies ein 106er-Century folgen bevor er in einem knappen Frame mit 4:2 ein wenig wegziehen konnte. Mit einem 102er-Century-Break schaffte er dann den höchsten Abstand im ganzen Match.

Doch Murphy signalisierte, dass er nicht aufgeben würde und spielte mit einer Serie von 136 Punkten das bis dahin dritthöchste Break des Turniers.

Nach der Pause konnte Murphy dann glänzen und vier Frames in Folge gewinnen – mit Serien von 75, 46, 81 und 45 Punkten schaffte er es 7:5 in Führung zu gehen. Mit einer 137 unterbrach Maguire diesen Lauf dann aber und holte sich auch die folgenden drei Frames, die ihm Breaks von 80 und 89 Punkten einbrachten. Er führte nun 9:7 und benötigte nur noch einen Frame.

Murphy hielt jedoch dagegen und glich auf 9:9 aus. Im entscheidenden 19. Frame, der lange ebenfalls knapp war, setzte sich dann aber Stephen Maguire durch, womit er den zweiten Titel in dieser Saison nach der Northern Ireland Trophy gewonnen hat.

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