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German Open 2006: Absage von Hendry, Williams und Hunter

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Entgegen den Verlautbarungen auf der offiziellen Seite der German Open werden die beiden Snookerprofis Stephen Hendry und Mark Williams nicht bei den German Open in Fürth dabei sein.

Stewart Weir, Marketing-Direktor von 110sport verkündete: „Wir können bestätigen, dass die früheren Weltmeister Stephen Hendry und Mark Williams sich gegen einen Antritt bei den German Open entschieden haben.“

„Wir wissen, dass die Enttäuschung unter den deutschen Fans groß sein wird, wenn die aktuelle Nummer Eins und den amtierenden China-Open-Champion nicht bei der deutschen Veranstaltung spielen werden.“

Weir erklärte das Verhalten der beiden Stars so: „Ihre Entscheidung erklärt sich dadurch, dass die erste Ranglisten-Veranstaltung der Saison 2006/2007 im August stattfinden wird. Jede Andeutung, dass sie in Deutschland spielen wollten wurde lange vor der Einordnung des Turniers in Nord-Irland als Ranglistenturnier getroffen.“

„Das so eine wichtige Veranstaltung fast zwei Monate vor dem normalen Ranglisten-Saisonstart stattfindet, zwang die Spieler dazu ihre Aktivitäten neu zu ordnen. Beide sind Sponsoren verpflichtet und müssen deshalb die Einladung nach Deutschland ablehnen.“

Des weiteren musste Paul Hunter seine Absage bekanntgeben. Dabei dürfte ihn allerdings Wehmut gepackt haben, fand der erste derartige Event in Deutschland 2004 noch unter dem Namen „Grand Prix“ mit ihm und Matthew Stevens statt. Seine Absage ist immerhin auf seine schwere Krebserkrankung zurückzuführen.

Doch wirklich Grund zum Ärgern lassen einem die Veranstalter der German Open doch hochkarätigen „Ersatz“ in Fürth spielen:

Neu dabei sind neben Alfie Burden, Ryan Day und Fergal O’Brian die Top-Stars Nigel Bond, Stephen Lee sowie der „Wizzard of Wishaw“ John Higgins.

Higgins gewann in dieser Saison immerhin den Grand Prix und das Masters, Lee konnte die Welsh Open gewinnen und Bond schlug Stephen Hendry in Sheffield bei der WM.

Damit ändert sich die Liste wie folgt (In Klammern die Weltranglistenposition, gestrichen die Absagen, kursiv die neuen Zusagen):

  • Stephen Hendry (1.)
  • Ken Doherty (2.)
  • John Higgins (4.)
  • Mark Williams (8.)
  • Stephen Lee (10.)
  • Barry Hawkins (12.)
  • Neil Robertson (13.)
  • Matthew Stevens (14.)
  • Ryan Day (17.)
  • Joe Perry (18.)
  • Nigel Bond (20.)
  • Michael Holt (21.)
  • Stuart Bingham (24.)
  • Ian McCulloch (26.)
  • Ding Junhui (27.)
  • Mark King (29.)
  • Joe Swail (30.)
  • Barry Pinches (33.)
  • Paul Hunter (34.)
  • Jimmy White (35.)
  • Dave Harold (36.)
  • Ricky Walden (37.)
  • Gerard Greene (39.)
  • Fergal O’Brian (46.)
  • Tony Drago (52.)
  • Mark Allen (62.)
  • Alfie Burden (66.)
  • Matthew Couch (70.)
  • Matt Selt ? (23. bei PIOS)

Portrait: John Spencer

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Der dreifache Snookerweltmeister John Spencer, der mit 71 Jahren an Magenkrebs starb, machte im Alter von 15 Jahren ein 115er Break am Sunday School Institute in Radcliffe.

Da es damals nicht viele Möglichkeiten gab seine Snookerfähigkeiten zu verbessern spielte er zwischen 18 und 28 überhaupt nicht. Er begann erst wieder, als ihn ein Freund gegen Geld für Matches im Raum Manchester anheuerte.

Spencer wurde dann überredet bei der Englandmeisterschaft der Amateure anzutreten, bei denen er zwei Finals verlor bevor er sie 1966 gewinnen konnte. Im gleichen Jahr hatte er gegen Gary Owen das Finale der Amateur- Weltmeisterschaft in Karachi verloren.

Als Spieler für die Saison 1968/1969 der Profis eingeladen wurden, schaffte er es 100 Pfund Antrittsgeld als Kredit von seinem Bankdirektor zu bekommen.

Seit 15 Jahren war kein neues Blut in die Profiliga eingeflößt worden. Aber mit drei Newcomern – Spencer, Owen und Ray Reardon, die sich erstmals im Feld befanden – wurde die Weltmeisterschaft, zusammen mit BBC Twos Pot Black, die Triebfeder für ein wiedererstarktes Snooker.

Spencer gewann den Weltmeistertitel 1969 im ersten Anlauf, verlor das Halbfinale im April 1970. Im November des gleichen Jahres konnte er sich die Krone in Australien zurückholen, als er drei Centuries in den vier Frames des Finales spielte. Er konnte auch das Finale 1972 erreichen, musste allerdings gegen Alex Higgins die Segel streichen.

Der Engländer blieb ein stetiger Sieger bei anderen Turnieren die Teil der Tour wurden, einschließlich dem erstmals ausgetragenen Benson an Hedges Masters 1975.

1977 wurde er überraschend der erste Champion, der im Crucible Theatre gekrönt wurde. Er war auch der erste, der ein zweigeteiltes Queue benutzte.

Indem er eine bessere Mischung aus Offensive und Defensive als bei seinem Karrierehöhepunkt Ende der 60er/Anfang der 70er spielte konnte er seine Erfahrung besser ausspielen.

Es sollte dennoch 18 Monate dauern bis er seinen nächsten – und letzten – Titel gewinnen konnte, beim Holsten International in Slough.

Dort machte er auch das erste Maximum Break in einem Wettkampf. Der Eindruck wurde durch die Thames-TV-Mannschaft vermindert, der eine Mittagspause während des Frames zugestanden wurde. Zudem stellte sich heraus, dass die Taschen zu groß waren.

Spencer wurde als 16. der Weltrangliste geführt als er 1984 erstmals von einer Schädigung der Augenmuskulatur betroffen wurde, die zu Anfällen von Doppelsichtichkeit führten.

Diese Krankheit, die unter dem Namen Myasthenia Gravis bekannt ist, benötigte zur Behandlung die tägliche Einnahme von Steroiden. Sie führten jedoch zu ungewollten Nebenwirkungen wie tiefer Depression und möglicherweise – wie er glaubte – zu seiner Magenkrebserkrankung, die 2003 diagnostiziert wurde.

Nach einem langgen Kampf unterlag Spencer der Krankheit am 11. Juli 2006.

Er war zudem über 15 Jahre lang ein Mitglied des BBC-Kommentatorenteams und Vorsitzender der WPBSA zwischen 1990 und 1996.

Übersetzt aus dem Englischen, Original von BBC.

Legende John Spencer stirbt mit 71

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Nach einem langen Kampf gegen Krebs starb Snooker-Legende John Spencer am Dienstag.

Der dreifache Weltmeister hatte entscheidenden Anteil an der steigenden Beliebtheit des Snookers in den 60ern und 70ern. Zudem konnte er das erste Masters, 1975, gewinnen.

Es ist so traurig. John war ein fantastischer Spieler. Ray Reardon

Terry Griffiths: „Spenny war ein ganz besonderer Spieler, der etwas anderes ins Spiel hineinbrachte. Er war sehr beliebt und wir werden ihn sehr vermissen. Er hat sich nie beschwert, wenn er verloren hat. Er hat einfach deine Hand geschüttelt und ‚Gut gemacht!‘ gesagt.“

Ray Edmonds: ”[Spencer, Reardon] und Alex Higgins waren der Katalysator für die Beliebtheit des Sports.

Ich habe immer geglaubt, er war der beste Profi. Ray Edmonds

Spencer war der erste Spieler, der ein Maximum-Break in einem Wettkampfmatch spielen konnte. Zudem war er Vorsitzender der WSA.

Nachdem er seine Karriere in den frühen 90ern beendet hatte wurde er Experte bei der britischen BBC.

(Quelle: BBC)

Wochennews

  • Hunter spielt zwei Centuries
    Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung hat der an Krebs erkrankte Paul Hunter zwei Centuries gespielt und alle Gewinner eines Jugendwettbewerbs geschlagen. Zudem gewann er gegen Colin Morton in einem “Ein-Frame-Match”. Hunter hat nach 2005 bereits das zweite Mal an dieser Wohltätigkeitsveranstaltung teilgenommen. [Quelle]
  • Ronnie O’Sullivan bei Wohltätigkeitsturnier
    Für die Veranstaltung “Sport Relief” haben Steve Davis und Ronnie O’Sullivan sich jeweils mit Amateuren zusammengetan. O’Sullivans Teampartner war Bradley Walsh, Davis Partner war TV- und Fernsehmoderator Vernon Kay. Für die Amateure zählte jeder Punkt während des Frames doppelt. Das Match wird in England um 15. Juli, 22 Uhr auf BBC 2 übertragen. [Quelle]
  • Weltsnookerakademie
    Die erste Weltsnookerakademie wurde im EISS eröffnet. Ziel der Akademie ist es die Ronnie O’Sullivans und Ding Junhuis der Zukunft zu finden. [Quelle]
  • Thai Asian-Open-Gewinner
    Nach sieben Jahren konnte erstmals wieder ein Spieler aus Thailand die Asian Open gewinnen. Issara Kachaiwong gewann im Finale mit 6:3 gegen Mohammed Shehab. [Quelle]

Pro-Am Event 4: Ricky Walden schlägt Ryan Day

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Der Gewinner der „Swiss Open 2005“ ist auch der Gewinner des vierten Pro-Am-Events in Prestatyn. Im Finale schlug Ricky Walden Ryan Day, der bereits vorher einmal in einem Finale in dieser Serie stand. Auch dort blieb Day der Sieg verwehrt.

Bester Nicht-Profi war David Grace. Er konnte sich in einem Turnierbaumviertel durchsetzen in dem keine Profis mitspielten und ins Halbfinale vordringen.

Eine persönliche Bestmarke für sein höchstes Break konnte Stephen Craigie für sich verbuchen. Es war gleichzeitig das höchste Break während der Veranstaltung.

Beste 16 Viertelfinale Halbfinale Finale
Bis 7 Frames
1 Robbie Williams 1 VF1 Stuart Bingham 4 HF1 Stuart Bingham 2 F Ryan Day 2
Stuart Bingham 4
2 Mark Joyce 4 Mark Joyce 2
Gary Wilson 3
3 Stephen Craigie 0 VF2 Ryan Day 4 Ryan Day 4
Ryan Day 4
4 Jamie Cope 2 Stephen Rowlings 1
Stephen Rowlings 4
5 Andrew Norman 0 VF3 Ricky Walden 4 HF2 Ricky Walden 4 Ricky Walden 4
Ricky Walden 4
6 Lee Walker 4 Lee Walker 2
Judd Trump 2
7 Matthew Barnes 2 VF4 Paul S. Davison 3 David Grace 0
Paul S. Davison 4
8 David Grace 4 David Grace 4
Simon Parker 2

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