Paul Hunter starb im Alter von 27 Jahren nach langem Kampf gegen Krebs.
Der Spieler aus Leeds wurde am Freitag in das Kirkwood-Krankenhaus in Huddersfield eingeliefert, wo er am Montag Abend starb.
Bei dem dreifachen Masters-Champion wurde im März 2005 Krebs mit Dutzenden Neuroendokrin-Tumoren im Bauch festgestellt.
Samstag wäre Hunter 28 Jahre alt geworden. Er hinterlässt seine Frau Lindsey und eine Tochter, Evie Rose, die am zweiten Weihnachtsfeiertag geboren wurde.
Hunter wurde 1995 im Alter von 16 Jahren Profi und gewann mit 19 sein erstes größeres Turnier, die Welsh Open 1998.
2002 konnte er ebenfalls die Welsh Open gewinnen und nahm die Trophäe der British Open mit nach hause.
Es ist ein Schicksalsschlag für das Snooker aber noch wichtiger auch für seine Familie und unsere Gedanken sind bei ihnen. Rodney Walker
Am Besten in Erinnerung bleiben wird uns Paul allerdings für seine Leistungen in Wembley beim Masters.
Im Finale 2001 kämpfte er sich gegen Fergal O’Brian von einem 3:7-Rückstand zum 10:9-Sieg zurück und auch im darauf folgenden Jahr lag er bereits 0:5 hinten um ebenfalls 10:9 gegen Mark Williams zu gewinnen.
Seinen dritten Sieg konnte er dann 2004 einfahren, als er Ronnie O’Sullivan mit 10:9 schlug – damals lag er 2:7 zurück.
Bei der Weltmeisterschaft konnte er 2003 das Halbfinale erreichen. Er musste sich aber bei seiner besten Leistung in Sheffield Ken Doherty geschlagen geben, der aus einem 15:9-Rückstand noch einen 17:16-Sieg machte.
Neben der Chemotherapie spielte Hunter weiter als Profi, er konnte im letzten Jahr jedoch nur ein Match gewinnen und fiel vom 5. auf den 34. Platz zurück.
Die Snookergemeinde trauert um einen fantastischen Spieler und einen großartigen Menschen.
(Quelle: BBC)
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