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Snookerblog

Farce in Bahrain

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Nachdem bereits Mark Selby, John Higgins und Ding Junhui nicht beim Bahrain Championship antreten werden und wohl auch Steve Davis wegen der Premier League zurückziehen wird, hat nun auch Weltmeister Ronnie O’Sullivan seine Teilnahme am Turnier abgesagt.

In einer Pressemitteilung heißt es:

„Mit erheblichem Bedauern habe ich entschieden das Turnier in Bahrain abzusagen.“

„Ich war in letzter Zeit durch meinen hektischen Spiel- und Promoverpflichtungen sehr erschöpft und mein Arzt hat mir geraten ein paar Wochen Auszeit zu nehmen.“

„Ich bin zur Erkenntnis gelangt, dass es weder für mich noch für das Turnier gut ist, wenn ich nicht in Bestform bin und ich möchte nicht riskieren, dass sich das Problem noch verschlimmert und ich damit die gesamte restliche Saison aufs Spiel setze. Ich denke es ist das Richtige unter diesen Umständen auf meinen Arzt zu hören.“

„Es tut mir sehr leid, dass ich in Bahrain nicht antreten werde, da ich mir sicher bin, dass es ein großer Erfolg wird. Ich freue mich an Wettkämpfen in der Zukunft teilzunehmen.“

Steve Davis hätte damit einen Platz unter den letzten 16 sicher, wenn er nicht auch zurück zieht. Tut er das könnten Marco Fu und Joe Perry bereits um ein Viertelfinalticket spielen.

Das Turnier ist jedenfalls bereits zu einer Farce verkommen, fünf Topspieler bleiben schlimmstenfalls zuhause, einige Spiele werden ausfallen, Greame Dott wird wohl, dank seines gebrochenen Handgelenks, eine eher traurige Figur abgeben.

Die WSA hat mal wieder ein Missmanagement-Glanzstück gesetzt, ich wollte das nicht den Fans in Bahrain und an den Fernsehgeräten erklären müssen.

Das Statement klingt danach als ob bei O’Sullivan mal wieder die Dämonen zurück sind, dabei sah es diese Saison konstanter aus als sonst in den letzten Jahren. Seine Fans können nur auf schnelle Besserung hoffen.

Maximum Liang

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Liang Wenbo hat eine überragende Leistung bei der Qualifikation zum Bahrain Championship 2008 mit einem Maximum gekrönt. Er ist damit der 65. Profi in der Liste der perfekten Breaks. Gegen den chancenlosen Martin Gould spielte er zudem ein Break von 115 und zwei von 139 Punkten und gewann 5:1. Sein Gegner in der nächsten Runde ist Michael Judge.

Bereits ausgeschieden sind schon Jimmy White (2:5 gegen Peter Lines) und Tom Ford (1:5 gegen Andy Hicks). Das Bahrain Championship wird in dieser Saison das erste Mal im Inselstaat ausgetragen und findet vom 8.–15. November in der Hauptstadt Manama statt.

Premier League statt Bahrain

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John Higgins, Mark Selby und Ding Junhui haben sich nicht für die Bahrain Championship angemeldet, nachdem der Termin mit einem Premier-League-Spieltag zusammen fällt.

Die Absage ist eine schwere Last für die neue Veranstaltung im Wüstenstaat. Steve Davis wird wohl in der Qualifikation antreten um wenigstens einige Weltranglistenpunkte mitnehmen zu können.

Gleichzeitig haben Matthew Stevens, Ken Doherty und Jamie Cope das glück sich nicht führ Bahrain qualifizieren zu müssen, da sie dadurch genauso eine Runde vor rutschen wie Gerard Greene, Michael Holt und Shanghai-Masters-Sieger Ricky Walden.

Hendry: Snooker kann Probleme überwinden

In einem Interview mit theherald.co.uk hat sich Stephen Hendry zu den finanziellen Problemen nach dem Ausscheiden der beiden Groß-Sponsoren geäußert. Zudem setzt auch er sich für ein Turnier in Deutschland ein.

„Es gab einige Gerüchte darüber, aber trotzdem war ich vom Ausstieg überrascht“, sagte der 7-fache Weltmeister. „Es ist im Moment wirklich schwierig Sponsoren für den Sport zu begeistern, aber ich wäre wirklich erstaunt, wenn World Snooker die Sponsoren nicht ersetzen könnte.“

Mit dem neuen Event in Bahrain und der Erhöhung des Preisgelds um 250.000 Pfund sowie der erhofften Wiederaufnahme des Malta Cup in den Main-Tour-Kalender steht das Profi-Snooker noch lange nicht vor dem aus.

„Es ist toll, dass wir ein neues Turnier in Bahrain haben. Ich denke, dass wir jetzt auch auf andere Länder schauen müssen. Es gibt Länder, die hungrig auf Snooker sind, vor allem in Deutschland.“

Hendrys Saisonvorbereitung wurde dadurch gestört, dass sein langjähriger Snooker-Club schloss und ihm damit die Trainingsstätte wegbrach. „Es gibt keinen club in meiner Nähe, ich hatte also keine andere Wahl als meine Garage umzubauen, mit meinem Tisch dorthin umzuziehen und dort zu trainieren. Das klappt ziemlich gut.“

John Higgins: „Verhalten der WSA lachhaft“

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John Higgins hat sich in einem Interview mit dem Daily Record zur Terminkollision zwischen der Premier League und der neuen Bahrain Championship geäußert.

„Es ist lachhaft , dass World Snooker dieses Datum gewählt hat. Es wäre mir eine Freude bei der Veranstaltung in Bahrain zu spielen. Es ist eine gute Nachricht, dass es ein neues Turnier gibt, aber warum war es nicht möglich einen anderen Zeitpukt zu finden.“

Higgins will die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, hält aber fest, dass er verloren hat, egal wie die Entscheidung ausfallen wird.

„Es gibt viele Löcher im Kalender, vor allem zwischen Januar und März, es scheint als ob man diese Termine überhaupt nicht in betracht gezogen hat.“

World Snooker: Pech gehabt

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World Snooker hat sich auf ihrer Website zur Terminkollision wegen der neuen Bahrain-Veranstaltung geäußert.

Der Tenor der Pressemitteilung: Die Spieler wussten ja, dass der Kalender vorläufig sei und das man sich noch in Verhandlungen für neue internationale Turniere befinde.

Logo der Premier League Snooker „Die Premier League Snooker hat zwischen September und November Termine in 11 von 13 Wochen gelegt, was es World Snooker unmöglich gemacht hat die Terminkollision zu vermeiden.“

„World Snooker lässt die Entscheidung bei einem anderen Turnier zu spielen seinen Mitgliedern. World Snooker kann aber keine Verantwortung für Verpflichtungen übernehmen, die Spieler vor der Ansage eines Turniers eingehen und ihre Fähigkeit daran teilzunehmen einschränken.“

Matchroom droht mit Klage

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So groß die Freude über das neue Main-Tour-Turnier in Bahrain auch ist, Widerstand regt sich von Matchroom, dem Veranstalter der Premier League Snooker.

Logo der Premier League Snooker Barry Hearn, der Vorsitzende von Matchroom, äußerte sich: „Ich bin sehr enttäuscht, dass diese Situation aufgetreten ist und ich kann nicht verstehen weshalb World Snooker nicht das Gespräch mit uns gesucht hat.“

„Die Daten für die Premier League wurden im April festgelegt, wir haben uns mit World Snooker abgesprochen. Die Hallen wurden gebucht und sieben Spieler wurden im Mai unter Vertrag genommen.“

„Durch die Live-Übertragung auf Sky Sports fürchte ich, dass wir an unserem Terminplan festhalten müssen und auch auf die Teilnahme der vier Spieler bestehen müssen. Die WSA wird damit vier ihrer Top-Spieler verlieren. Ich glaube nicht, dass die Spieler um die es geht, viel glücklicher sind.“

Am 13. November werden also voraussichtlich Steve Davis, Ding Junhui, Mark Selby und John Higgins bei der Bahrain Championship fehlen und stattdessen in Haywards Heath, West Sussex, antreten.

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