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Snookerblog

Hitze schuld an unvorhersehbaren Tischreaktionen

Wie die BBC meldet sind die ungewöhnlich hohen Temperaturen schuld an den schlechten Tischbedingungen. Das ist zumindest die Auffassung der WSA.

Die Temperatur wurde wieder normalisiert und die Tische neu bezogen. Das Austrocknen des Tuches erklärt zwar die höhere Geschwindigkeit des Tuches, nicht jedoch die übermäßigen Winkel mit denen einige Banden die Bälle in den Tisch zurückgaben.

Geholfen hat es anscheinend wenig – schon in der ersten Session zwischen Neil Robertson und Ronnie O’Sullivan kam es wieder zu solch sonderbarem Verhalten.

Interview mit Rolf Kalb im Hamburger Abendblatt

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Es ist eine Woche der WM vergangen und das Hamburger Abendblatt hat ein Interview mit Snookerkommentator Rolf Kalb veröffentlicht.

Ein Auszug:

ABENDBLATT: Sie werden als deutscher Snooker-Papst gefeiert.
KALB: Von Begriffen wie Kult oder Guru lasse ich lieber die Finger, die werden inflationär benutzt. Ich weiß, dass mein Kommentar auf große Zustimmung trifft, und ich freue mich über das Lob. Wie jeder Mensch bin ich ein bisschen eitel. Aber in erster Linie sehe ich mich als Berichterstatter einer faszinierenden Sportart.

ABENDBLATT: Was macht [die Weltmeisterschaft] so besonders?
KALB: Zum einen sicherlich die Historie. All die Geschichten, legendäre Spiele, große Siege, tragische Niederlagen. Zudem heben die Spieler immer wieder die besondere Atmosphäre hervor.

Snookerverein-Gründung in Cottbus

Alle Snookerbegeisterten in Cottbus und Umgebung werden eventuell bald auch einen Snookerverein in ihrer Nähe vorfinden.

Der Interessenverband „Snookerverein in Cottbus“ trifft sich am 11. Mai um das weiter Vorgehen zu besprechen.

„Durch die Gründung eines Vereins würden sich für uns alle viele Vorteile ergeben. Die Vielzahl an Spielern zum Beispiel, mit denen man trainieren und sich messen kann. Zählt man dazu noch die kosten zusammen, die pro Stunde für einen Tisch in der Billardhalle oder -bar anfallen, werden die meisten von euch sicher einen weiteren guten Grund erkennen. Wir hoffen durch die Organisation in einem Verein den Geldbeutel bei diesem mehr oder weniger kostenintensiven Hobby zu schonen.“

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Interessenverbands

Achtelfinaltag 3: Keine Überraschungen in Sheffield

Drei Entscheidungen standen am heutigen dritten Achtelfinaltag an. Am Morgen trafen Ian McCulloch und Anthony Hamilton beim Stande von 8:8 aufeinander. Mit zwei Centuries und einem Break von 91 Punkten macht Hamilton das Match aber alles andere als spannend, gewinnt fünf Frames in Folge und zieht mit 13:8 ins Viertelfinale ein.

McCulloch bemängelte bereits vor der Session den Tisch. Dieser sollte signifikant höher sein als normal.

In der parallel laufenden zweiten Session zwischen Mark Allen und Matthew Stevens verschlief der junge Ire erneut den Start und gab beim Stand von 3:5 drei Frames ab, bevor er aufdrehte und vier der nächsten fünf Frames gewann. Beim Stand von 9:7 für Stevens ging es zur Entscheidung in die Abendsession.

Doch zuvor trafen am Nachmittag Stephen Maguire und Joe Swail aufeinander, die nach zwei Sessions am Vortag mit 11:5 in ihre letzte Session starteten. Zwar konnte Swail die ersten drei Frames der Session relativ gut und mit hohen Breaks gewinnen, doch letztlich kam die Aufholjagd zu spät. Maguire gewinnt die nächsten beiden Frames und steht damit verdient im Viertelfinale, wo er auf Anthony Hamilton trifft.

In der ersten Session seines Viertelfinals musste der siebenfache Weltmeister Stephen Hendry gehörig Prügel einstecken: Gegen Ali Carter konnte er zwar vor dem Mid-Session-Interval das Spiel ausgeglichen gestalten, danach hatte er jedoch nichts mehr zu melden. Carter gewinnt vier Frames mit Breaks von 2×72 und 111 Punkten.

Am Abend dann die letzte Entscheidung: In der Abendsession gab es ein Wiedersehen mit Mark Allen und Matthew Stevens. Die große Frage: Wird Allen wieder die ersten Frames verschlafen? Die Antwort lautete „Ja“. Die ersten beiden Frames gingen an Stevens, der somit nur noch zwei Frames zum Matchgewinn benötigte. Doch zunächst war Allen wieder da und gewann zwei Frames bevor Stevens den Sack zumachen konnte.

Mammutmäßig geht es in der ersten Session der Begegnung John Higgins gegen Fergal O’Brien zu. Für die ersten sieben Frames ihrer Begegnung benötigten die beiden knappe drei Stunden. Die Frage ist allerdings nur noch: Wird Higgins mit einem Zwei- oder einem Vierpunktevorsprung in die nächste Session am morgigen Abend gehen? Gerade ist das Spiel beendet: 6:2 führt Higgins.

Vier Achtelfinals – eine Bestandsaufnahme

Heute konnten wir vier der acht Achtelfinalpartien bestaunen, Zeit um sie etwas einzuordnen:

Beginnen wir mit dem bereits beendeten Achtelfinale: Shaun Murphy hat sich gegen “The Great JP” John Parrott mit 13:8 durchgesetzt. Trotz des einigermaßen deutlichen Ergebnisses haben wir keinen Shaun Murphy in Überfliegerform gesehen. Für mich ist er kein Kandidat für den Weltmeistertitel, dazu hat er sich heute doch ein paar mal zu oft die Butter vom Brot nehmen lassen.

Wenn John Parrott seine Chancen genutzt hätte wie in den Frames in denen er hohe Breaks gespielt hat, dann hätte er gewonnen. Parrott hat fantastisch gespielt, gerade, wenn man bedenkt wie lange er schon im Geschäft ist.

Zwei Sessions konnte man in der Begegnung Stephen Maguire gegen Joe Swail beobachten. Maguire führt 11:5, nutzt seine Chancen besser, ist lochsicher und spielt klar besser. Swail hat es nicht vermocht wirklich zwingende Snooker zu legen und lief in den meisten Frames einem Rückstand hinterher. Maguire hat gute Chancen auf einen Finalplatz, wenn er weiter so konstant spielt. Morgen reichen ihm zwei Frames um seinen Sieg perfekt zu machen.

Maguire trifft dann auf den Sieger aus dem Match Ian McCulloch gegen Anthony Hamilton. Beide kennen sich gut und spielen Top-Snooker. Sie spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Kein Wunder also, dass es knapp 8:8 steht. Ich wage mich nicht festzulegen, wer gewinnen könnte.

Nach einer Session liegt derweil Mark Allen gegen Matthew Stevens mit 3:5 zurück. Das ist kein bedrohlicher Rückstand für den jungen Iren, der vor dem Mid-Session-Interval nicht wirklich mitspielte und dann aufdrehte, drei Frames in Folge gewann. Stevens hat es verstanden seine Erfahrung auszuspielen, Allen wirkte doch etwas verschüchtert, was bei seiner Leidenschaft für den Sport sehr traurig ist. Ich traue Allen einen Sieg zu, wenn er während der vollen Distanz konzentriert bleiben kann.

Die „jungen Wilden“ tun sich schwer im Crucible

3 Kommentare

Entgegen Rolf Kalbs Meinung glaube ich nicht daran, dass die jungen Spieler eine besonders gute Figur machen. Im Gegenteil.

Ding Junhui hat sich von Ronnie O’Sullivan die Butter vom Brot nehmen lassen, 2:10, damit kann und wird der junge Chinese nicht zufrieden sein. Neil Robertson ist meiner Meinung nach kein „junger Wilder“ mehr, er stürmt nicht wild von Stoß zu Stoß und spielt überlegt. Mit zwei Turniersiegen ist er gar einer der besten Spieler in dieser Saison, er hatte bis zu den China Open sogar mehr Turniersiege als Graeme Dott, der amtierende Weltmeister.

Joe Delaney konnte gegen Matthew Stevens überhaupt nichts ausrichten, verlor 2:10 und mit Geburtsjahr 1972 ist er nicht „jung“ sondern allerhöchstens „neu“.

Drei Ausnahmen gibt es allerdings. Dave Gilbert (7:10 gegen Stephen Hendry) und Judd Trump (6:10 gegen Shaun Murphy) haben ihre beiden Spiele zwar nicht gewonnen, spielten jedoch sehr offensiv mit. Der 25jährige Gilbert hält sich schon ein paar Jahre in der Weltrangliste und konnte jetzt wohl seinen Durchbruch schaffen. Trump wird am 21. August erst 18 Jahre alt und hat in seinem ersten Jahr auf der Tour gezeigt, welch großes Talent in ihm steckt. Zurecht findet er sich deshalb ganz knapp hinter den Top-48 in der Weltrangliste nach dieser Saison.

Hinzu kommt Mark Allen, der sein Auftaktmatch gegen Ken Doherty gewann. Der 20jährige, der sich auf seiner zweiten Main-Tour-Saison befindet zeigte Durchhaltevermögen. Eine Eigenschaft, die den jungen Spielern oft abgeht, da die Turnierdistanzen immer kürzer werden.

Über einen „jungen Wilden“ wird sich auch Steve Davis geärgert haben: John Parrott ist sieben Jahre jünger als der Altmeister.

Schön auch mal den Regisseur zu hören

3 Kommentare

Die Anweisungen, die der Regisseur Rolf Kalb da zuflüstert sind schon nett anzuhören. Zum Beispiel, dass er das Ergebnis des Matches Murphy – Trump nicht verraten sollte, damit man später freie Sendezeit füllen könne. Eurosport glaubt wohl an einen schnellen O’Sullivan-Sieg.

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