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Snookerblog

Neues Snookerforum hier auf Snookerblog.de?

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Habe gerade davon gelesen, dass Eurosport schon wieder seine Forenstruktur überarbeitet bzw. jetzt mit Yahoo! zusammengeht.

Anscheinend gibt es einige Fans, die etwas gegen Yahoo! und deren Forenstruktur haben (Ich bin mit meinem Yahoo!-Account sehr zufrieden, muss ich dazu sagen, das Forum habe ich mir allerdings bisher noch nicht angeschaut).

Wenn es euer Wunsch wäre hier ein von Eurosport unabhängiges Forum zu installieren, dann hinterlasst gerne einen Kommentar hier. Allerdings wird dies nicht von heute auf morgen möglich sein, viel wahrscheinlicher wäre ein Einbau Ende Juli.

Halbfinals bei den Austrian Snooker Open 2007

Willkommen bei den beiden Halbfinals. Tom Ford trifft auf Matthew Couch und Mark Selby auf Stephen Lee.

Meine Tipps: Ford und Selby.

Pünktlich eine viertel Stunde zu spät beginnen die Matches und ärgerlich ist, dass Ford und Couch auf dem den Zuschauern abgewendeten Tisch spielen. Der Spielstand ist damit außer für die VIP-Gäste nicht zu lesen, was ich für extrem unglücklich halte. Aber es wird auch so gehen müssen.

13.53 Uhr: Irgendwer hat einen Frame gewonnen zwischen Couch und Ford. Ich glaube es war Couch, aber ich war abgelenkt… Bei Selby – Lee (wo ich den Spielstand lesen kann) stehts 64:18. Lee am Tisch, genauso wie 4 Rote.

14.03 Uhr: Jetzt hat Couch zumindest einen Frame gewonnen. Und Selby hat auch einen Framegewinn geschafft. Es bleibt spannend.

14.12 Uhr: Selby befindet sich in einem hohen Break, 97 Punkte mittlerweile. 131 Punkte, das zweithöchste Break des Turniers. Noch immer auf Platz 1: Sein Gegner Stephen Lee.

14.17 Uhr: Die pedantischen „aus-Versehen-über-das-Notebook-Kabel“-Stolperer können mich mal gerne haben. Danke. So leicht zu übersehen ist es jetzt auch nicht.

14.29 Uhr: 33:62 für Lee, Endspiel auf die Farben. Er verschießt jedoch den Frameball. Doch Mark Selby kann kein Kapital daraus schlagen, Doch Stephen Lee fluked den Frameball und verschießt Braun. Toller Snooker von Selby, aus dem sich Lee aber direkt befreien kann. Selby locht Braun und Blau und baut einen tollen Snooker auf Pink. Lee foult und Selby benötigt noch einen Snooker. Er lässt Lee aus der Situation weiterspielen, der könnte das Double versuchen.

14.35 Uhr: Ford gewinnt einen Frame in der anderen Partie. Jetzt Selby in der gleichen Situation wie Lee. Spannendes Finale des Frames der über eine 3:0- oder eine 2:1-Führung entscheidet.

14.38 Uhr: Lee holt sich den Anschlussframe nachdem Selbys Safety – gelinde gesagt – sehr schwach ausfiel.

14.50 Uhr: Ausgleich von Stephen Lee: 2:2. Grüße ans Eurosport-Forum übrigens :)

14.55 Uhr: Couch braucht Snooker. Lee ist unterdessen im Break und wird versuchen sich erstmals die Führung zu erarbeiten.

14.58 Uhr: Das Ford-Match läuft völlig an mir vorbei, welch sinnvollen Effekt so eine sichtbare Punktetafel haben kann.

14.59 Uhr: Schöne Rote von Ford – niemand klatscht. Schade, hätte er verdient gehabt.

15.08 Uhr: Tom Ford hat gewonnen – Hurra. 4:1 dann, oder irre ich mich? Und Stephen Lee benötigt nur noch einen Frame um zu gewinnen. Selby muss sich anstrengen! Doch Lee macht den ersten Punkt.

15.13 Uhr: Eric stimmt. Selby snookert knapp hinter der grünen Kugel doch Lee kommt raus.

15.15 Uhr: Ich darf noch mal auf den Livestream hinweisen wo man das Ende dieses spannenden Matches leicht zeitversetzt sehen kann. Selby verschießt eine Rote und legt weiß mitten in den Pulk hinein.

15.27 Uhr: Selby fluked Rot, foult Weiß – ausgleichende Gerechtigkeit. Beim Spielstand von 17:2 für Lee ist ebendieser wieder am Zug.

15.29 Uhr: Die Stimmung ist gut, zumindest bei den Spielen wo man über den Punktestand bescheid weiß. Die Halle ist gut gefüllt, schätze 550 Zuschauer ohne VIPs. An einen Hexenkessel wie in Sheffield erinnert es hier jedoch nicht, alles sehr groß und mit Abstand zu den Tischen, Atmosphärisch ist da sicher noch was drin bis zu den Amateurweltmeisterschaften 2008 und den vorgelagerten Austrian Open.

Selby verschießt nach 7 Punkten, Lee trifft eine Rote aber zu dünn und erleichtert Mark damit die Safetyarbeit. (Anmerkung: Blitzfotografierer nerven!)

15.36 Uhr: Oh je, das artet zu einem so genannten Mammutframe aus. Was Mammuts jetzt mit Snooker zu tun haben weiß ich nicht, ich weiß aber, dass ich sie nicht mag. Also die Mammutframes jetzt, nicht die Mammuts.

15.39 Uhr: Alleine die Position der Roten ist sehr nett. Zwei an der Kopfbande, drei an der Fußbande. Breaks unmöglich. Jungs, ganz ehrlich: Es steht 26:20. Baut das Pack neu auf und fangt noch mal von vorne an. Das ist ja kaum auszuhalten. ;)

15.44 Uhr: Unglaublich, es ist wieder eine Kugel gefallen, und noch eine hinterher. Wow. Selby in so etwas wie einem Break.

15.46 Uhr: Tolle Rote von Lee von der Bande weg, aber dann schafft er es nicht die Roten von der Bande zu lösen. Das riecht nach einer Safety. Und er legt eine Rote direkt für Selby vor die Tasche und holt die andere von der Bande weg. Und Selby trifft die Rote nicht – wie tragisch! Und Lee spielt die Rote aus dem loch statt hinein – wie tragisch. Dafür jetzt gelocht von Selby.

(Hinweis: Ich bitte die Fans im Eurosport-Forum aufgrund meines Kommentares nicht allzu überschwänglich zu werden – Danke.)

15.51 Uhr: Selby verschießt Grün im Endspiel auf die Farben, Lee locht Grün, Braunund Blau. Frameball Pink: Drin. Selby raus, Lee im Finale. Schade.

Ich gehe jetzt Akku aufladen, meinen und den meines Notebooks – an einer stolperfreien Stelle. Und um 16.30 Uhr geht es dann an dieser Stelle irgendwo weiter. Korrektur: Um 17 Uhr geht es weiter, Stephen Lee hat um eine Pause gebeten.

Austrian Snooker Open 2007: Viertelfinale

Neben den vier Viertelfinals der Austrian Snooker Open findet auch das Finale der allgemeinen Klasse in Österreich statt.

Ricky Walden und Tom Ford – zwei meiner absoluten Lieblingsspieler – spielen genauso gegeneinander wie Ryan Day und Stephen Lee. Unter tosendem Applaus wird auch Mark Selby empfangen, der gegen Doherty-Bezwinger Jimmy Michie spielt.

Und auch der Titelverteidiger Matthew Couch ist noch unter den letzten 8. Sei Gegner: „The Pride of Preston“ Ian McCulloch.

Oh, meine Favoriten: Tom Ford, Stephen Lee, Mak Selby und Ian McCulloch.

11.27 Uhr: Sowohl Tom Ford als auch Ryan Day sind in Führung gegangen. Selby kommt so langsam in Schwung und Ian McCulloch braucht Snooker in Frame 1.

11.31 Uhr: Selby und Couch haben je einen Frame. Day mit 14 Punkten im zweiten aber dann einem Versteller. Lees Safety nicht schlecht aber auch nicht gut. Day verschießt trotzdem.

11.47 Uhr: Während Selby sich seinen zweiten Frame holt sind Ian McCulloch und Matthew Couch beim stand von 66:31 in einem Safetyduell auf die letzte Rote.

11.51 Uhr: Derweil Ricky Walden mit dem 1:2 Anschlusstreffer. Matthew Couch benötigt jetzt alle Farben im Endspiel um Ian den Frame noch zu entreißen.

11.56 Uhr: Ryan Day legt 51 Punkte vor in Frame drei doch mit einem 70er-Break holt sich stephen Lee den Anschluss. Und auch McCulloch hat seinen Frame so gut wie sicher. Doch Couch will ein Safetyduell.

11.59 Uhr: Wieder ein Fehler von Stephen Lee. Er hat sich vor dem Match Halspastillen reichen lassen, vielleicht behindert ihn eine sich anbahnende Erkältung. Aber beim Split passiert’s: Ryan Day verschießt die Blaue, Lee kommt wieder in die Bälle.

12.09 Uhr: Tom Ford holt sich mit Frame vier auch das Halbfinale, Jimmy Michie macht den Anschlussframe und Stephen Lee gleicht gegen Ryan Day aus. McCulloch und Couch lassen es gemütlich angehen. Sie sind noch immer im dritten Frame.

12.18 Uhr: Michies Anschluss setzt Selby ganz schön unter Druck. Und gerade lässt er ihn wieder in ein Break. Derweil hat Couch auch einen zweiten Frame gewinnen können.

12.29 Uhr: Lee gewinnt gegen Day, Selby hat sich einen großen Rückstand gegen Michie eingefangen, hat jetzt aber schon 2 Snooker geholt und benötigt noch einen um mit den verbliebenen Bällen zu gewinnen. Da ist es auch schon. Gleich sieben Punkte gehen an den WM-Finalisten.

12.36 Uhr: Und schon hat Selby auch den Frame gewonnen. Zwar verstellte er sich auf die letzte Schwarze, doch er lochte sie aus einem schwierigen Winkel.

12.53 Uhr: Da ist es passiert. Matthew Couch wirft Publikumsliebling Ian McCulloch aus dem Rennen.

Austrian Open: Die KO-Runden haben begonnen

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In den KO-Spielen geht es heute gleich am Morgen für die deutsche Delegation rund: Sowohl Sascha Lippe als auch Justin Greatix versuchen in die Runde der letzten 32 vorzustoßen. Und auch Thomas Höltschl und Jürgen Kesseler haben die Vorrunde überstanden und treffen bereits jetzt aufeinander.

Kessler und Lippe haben gewonnen, ersterer spielt gerade gegen Ricky Walden, letzterer gegen Mark King. Da hat sich die anreise für die Beiden doch gelohnt. Und als Highlight in dieser 12-Uhr-Session spielt Mark Selby gegen Richard McHugh.

12.19 Uhr: Und ein 113er-Century von Selby, er ist in der Form seines Lebens, das merkt man. Lippe konnte das Spiel gegen King offen halten, aber der Profi ist jetzt doch in einem Break.

12.58 Uhr: Ein weiteres Selby’sches Century bahnt sich an… Nur noch die Rote… Sie fällt. Century. Am anderen Tisch hat Sascha Lippe gegen Mark King ausgeglichen.

13.02 Uhr: Und Joe Perry konnte sich ebenfalls zu Null gegen Hans Nirnberger durchsetzen, dem im zweiten Frame nur noch Pink und Schwarz gefehlt hatte, aber verschoss und deshalb verlor.

15.41 Uhr: So ein wenig Schweigen im Walde. Bernhard Müllner, die Österreichische Nummer 1 hat einen fantastischen ersten Frame dazu genutzt gegen Stephen Lee in Führung zu gehen. Danach verlor er 3:1.

16.11 Uhr: Jetzt sind Jimmie Michie, Ali Carter und Lee Richardson und im Einsatz. Highlight ist jedoch das Achtelfinale zwischen Joe Perry und Mark Selby.

16.43 Uhr: Mit einem Century und einem klaren 3:0-Erfolg gegen den Lokalmatadoren Thomas Auer fliegt “The Captain” Ali Carter ins Achtelfinale, wo wir ihn heute Abend schon wieder ab 18 Uhr im Match gegen Ricky Walden sehen können. Derweil: Perry-Selby 1:1.

16.58 Uhr: Blöd: Der Spielstand von drei Tischen kann nur eingesehen werden, wenn man ein VIP-Ticket hat. Dafür können die aber auch den restlichen drei Tische nicht einsehen. Und Mark Selby hat sich mit zwei Centuries direkt hintereinander den 3:1-Sieg geholt und steht im Viertelfinale.

18.00 Uhr: „Wir werden ca. 18.15 Uhr beginnen, denn Ken Doherty ist ein Fußballfan und will das Manchester-United-Match noch fertigschauen.“

18.45 Uhr: Jetzt hab ich auch ein Bild beim Livestream. Doherty – Michie ist da dran! Spielstand 1:1.

18.01 Uhr: Michie gewinnt – das ist eine große Überraschung!

Live aus Wels: Austrian Snooker Open

Hallo liebe Snookerfreunde, melde mich hier aus Wels, Oberösterreich. Leider macht mein MacBook ein paar Probleme (Lüfter), weshalb ich mich so spät melde. Hoffe es hält die drei Tage durch. Werde mich jetzt erstmal vom Bahnhof zur Boschhalle begeben, wo im Moment schon wieder Spiele laufen, und mich einweisen lassen.

11.31 Uhr: Gerade spielen Ken Doherty und Stephen Lee in ihren Gruppenspielen, Um 12 Uhr kommt Mark Selby hinzu, der seine ersten drei Matches gewinnen konnte, genauso wie Sascha Lippe. Genauere Ergebnisse gibt’s wenn die letzten 32 feststehen, bei der Gruppenphase blicke ich nicht mehr wirklich durch.

12.54 Uhr: Wow, Selby hat zwei Centuries gerockt, eines mit über 120 Punkten. Was gut ist, ist die große Halle. Schlecht sind die Preise für Getränke, die könnten doch niedriger sein als 2,90 € für eine kleine Flasche Cola. Außerdem frage ich mich ob die Werbedurchsagen die Spieler nicht stören…

13.17 Uhr: Und da ist Selby sein höchstes Turnierbreak wieder los: Mit 143 Punkten holt sich Stephen Lee diese Ehre.

16.51 Uhr: Keine Überraschungen am zweiten Tag der Austrian Open, die Favoriten haben sich durchgesetzt und guten Snooker gezeigt. Highlight war der Auftritt von Mark Selby, der gleich zwei Frames in einem Spiel über zwei Frames zeigte. Und das 143er von Stephen Lee natürlich auch. Jetzt warten wir nur noch auf Joe Perry und Michael Holt, auf das die beiden ihr Spiel gewinnen :) Und dann geht’s auf zur nächsten Session.

Der große Saisonrückblick 2006/07, Teil 3: Roberson und Dott siegen und wie Deutschland Europameister wurde

Wer beim Malta Cup bereits überraschte war Andrew Higginson. Der Engländer hatte sich durch alle Qualifikationsrunden durchgekämpft, mit Simon Zammit einen Wildcard-Spieler geschlagen und schließlich auch Steve Davis knapp mit 5:4 bezwungen. Erst Ken Doherty konnte ihn stoppen.

Welsh Open (11.–18.02.2007)

Higginson hatte auch die Qualifikation für die Welsh Open geschafft, doch in der Runde der letzten 16 sollte nicht Schluss sein. Gegen Marco Fu, den späteren Weltmeister John Higgins und Michael Judge gewann er deutlich bevor er im Viertelfinale auf Ali Carter traf.

Dieses Match sollte er nicht nur dominieren und mit 5:1 gewinnen, es sollte auch die Bühne sein für das Beste, was ein Snookerspieler tun kann. Higginson spielte sein erstes offizielles Maximum und zog ins Halbfinale ein wo er gegen Stephen Maguire mit 6:3 gewann. Im Finale traf er auf Neil Robertson. Der hatte sich gegen drei frühere Weltmeister durchgesetzt (Hendry, O’Sullivan und Davis) und dominierte auch die erste Session des Finals mit 6:2.

Aus fast aussichtsloser Position holte Higginson aber dennoch auf, geann 6 Frames in Folge. Daraufhin konnte Robertson ausgleichen. Ein Frame fehlte beiden Spielern noch und letztlich setzte sich Robertson durch, während Higginson das sprichwörtliche Handtuch warf.

Snooker-Europameister: Deutschland

Die Europameister Itaro Santos, Sascha Lippe und Lasse Münstermann sowie Eurosport-Kommentator Rolf Kalb Das hat zwar nicht wirklich etwas mit der Main-Tour-Saison zu tun, dennoch finde ich, dass der größte internationale Erfolg einer deutschen Snookernationalmannschaft eine Erwähnung hier verdient hat.

Im belgischen Gent schlug die Mannschaft, die aus Sascha Lippe, Itaro Santos und Lasse Münstermann bestand, im Finale Belgien 1. Der klare 7:10-Sieg gegen die mit Björn Haneveer, Yvan van Velthoven und Kevin van Hove besetzten Belgier zeigt eine klare Aufwärtsentwicklung im deutschen Snooker.

China Open (25.03.–01.04.2007)

Graeme Dott bei seinem 6:2-Sieg gegen Ronnie O’Sullivan im Halbfinale der China Open 2007 Sensationen gibt es immer wieder im Snooker und so war es auch bei den China Open. Von 8 Chinesen, die mit einer Wildcard antreten durften qualifizierten sich 5 für das Turnier. Dazu Ding Junhui, macht sechs chinesische Spieler unter den letzten 32.

Das von diesen sechs keiner unter den letzten 16 stand war zumindest im Falle von Ding Junhui an der Stärke ihrer Gegner fest zu machen. Barry Hawkins konnte nämlich anschließend bis ins Halbfinale vordringen wo er knapp mit 5:6 gegen Jamie Cope verlor. Dieser hatte bereits eindrucksvoll Mark Williams und Shaun Murphy geschlagen.

Im Finale stand Cope jedoch der amtierende Weltmeister gegenüber: Graeme Dott hatte O’Sullivan, Higgins und Robertson geschlagen, und das überlegen. Auch im Finale lies er keine Zweifel aufkommen, was seinen Sieg angehen würde und gewann schließlich 9:5.

Lest im 4. und letzten Teil alles zur Weltmeisterschaft. Ich empfehle euch den RSS-Newsfeed oder das E-Mail-Abonnement (Startseite unten rechts) um auf dem Laufenden zu bleiben und keine Folge zu verpassen.

Der große Saisonrückblick 2006/07, Teil 2: O’Sullivans Aufgabe, Ebdons Sieg und das Masters-Skandal-Finale

Das Jahr 2006 sollte mit einem Paukenschlag beendet werden, wie man es vorher noch nie erlebt hatte.

UK Championship (04.–17.12.2006)

Nach einem 9:8 gegen Ricky Walden und einem 9:3 gegen Stephen Maguire sah es eigentlich so aus als ob Ronnie O’Sullivan ein erfolgreiches Turnier spielen könnte.

Im sechsten Frame lag O’Sullivan bei einem Spielstand von 1:4 gegen Stephen Hendry mit 24 Punkten in Front als er eine Rote verschoss und daraufhin Stephen Hendry und Schiedsrichter Jan Verhaas die Hand schüttelte und die Arena verließ.

O’Sullivan in einer Pressemitteilung: „Im Moment bin ich sehr unzufrieden mit mir selber. Ich fühle mich verletzt und wie starr. Aber ich bin ein Kämpfer, und ich werde zurückkommen und mehr und härter kämpfen als zuvor.“

Konsequenzen wegen Ronnies verhalten sollen – so hieß es in einem Artikel, der leider nicht mehr online ist – Ende Mai 2007 gezogen werden. Dann gibt es wohl zumindest eine offizielle Anhörung vor der Disziplinarkommission der WSA.

Peter Ebdon nach seinem Finalsieg gegen Stephen Hendry Im Finale stand Hendry, der noch gegen Graeme Dott gewann gegen Peter Ebdon. Ebdon hatte sich gegen Ding Junhui und John Higgins durchgesetzt und schlug Hendry dann mit 10:6.

Ebdon ist erst der neunte Spieler, der die beiden wichtigsten Weltranglistenturniere, die WM und die UK Championship, gewann.

Das Masters (14.–21.01.2007)

Ronnie O’Sullivan freut sich über seinen Sieg beim Masters 2007 Für das Masters 2007 bekam O’Sullivan eine Extrawurst gebacken: Er konnte – auf Geheiß des WSA-Vorsitzenden Sir Rodney Walker – auf Pressekonferenzen verzichten. Das tat er natürlich dann auch ausgiebig.

Unterdessen eine ganz schwache Leistung zeigte in der ersten Runde Graeme Dott. Dabei war er von der Nachricht betroffen, dass bei seiner Frau möglicherweise eine Krebserkrankung vorliegen könnte. Glücklicherweise stellte sich die Gewebewucherung als harmlose Zyste heraus.

Ding Junhui zeigte unterdessen – mit einer Wildcard angetreten – was in ihm steckt. Mit einem Maximum in Wimbledon gleich im ersten Match gegen Anthony Hamilton zeigte er sein Klasse. Als er dann souverän Peter Ebdon, Stephen Lee und Stephen Hendry schlug war man sich sicher: Der Junge hat im Finale Chancen.

Auf der anderen Seite der Arena saß unterdessen O’Sullivan im Finale. Nach dem Halbfinale gegen Stephen Maguire gab O’Sullivan ausnahmsweise eine Pressekonferenz in der er sagte: „Ich fühle mich physisch nicht dazu fähig [mich den Fragen der Presse zu stellen – Anm. d. Red.]. Meine Gesundheit steht an erster Stelle. Das letzte, was ich tun möchte ist vor Millionen Zuschauern zusammenbrechen.“

Im Finale kam es dann zu wüsten Beschimpfungen des unruhigen Masters-Publikums vor allem gegen Ding Junhui, der so verunsichert war, dass er das Match beinahe vorzeitig aufgegeben hätte. Die WSA lies zwar verlautbaren, dass es keine rassistischen Beschimpfungen gab, trotzdem bleibt ein übler Nachgeschmack. O’Sullivan gewann schließlich gegen einen desolat spielenden Ding mit 10:3.

Malta Cup (28.01.–04.02.2007)

Logo des Malta Cups Während in Portomaso die Favoriten gleich reihenweise ihre Koffer packen mussten, standen junge Talente im Fokus. Zum Schluss sollten sich Ryan Day und Shaun Murphy im Finale um die Punkte streiten. Für Day wäre es der erste Turniersieg gewesen, doch Shaun Murphy fuhr mit einem 9:4 einenklaren zweiten Turniersieg nach der WM 2005 ein.

Lest im 3. Teil alles zu den Welsh und China Open sowie Deutschlands Weg zum Team-Europameister. Ich empfehle euch den RSS-Newsfeed oder das E-Mail-Abonnement (Startseite unten rechts) um auf dem Laufenden zu bleiben und keine Folge zu verpassen.

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