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Graeme Dott ist Weltmeister

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Auch Peter Ebdon konnte den Schotten Graeme Dott nicht stoppen: Er unterlag ihm mit 14:18 Frames.

Dabei gestalteten Sich die ersten beiden Sessions am Sonntag als wenig interessant. Session 1, die mit 4:2 an Graeme Dott ging, musste nach sechs Frames gestopt werden, weil es zu lange dauerte. Alles in allem war das Match noch länger als die legendäre Partie zwischen Dennis Taylor und Steve Davis 1985.

Nach dem Match zeigte sich der Verlierer des Finales vor zwei Jahren, Dott, sehr glücklich: “Ich dachte es entgleitete aus meinen Händen”.

Vor der entscheidenden vierten Session stand es 7:15 für Dott. Ebdon holte sich allerdings die ersten sechs Frames der entscheidenden Session. “Vor dem Frame ging ich aus der Arena und wusch mein Gesicht. Ich dachte wirklich, dass meine Chancen absolut vergeben waren. Danach habe ich entschieden die Geschwindigkeit zu erhöhen und fühlte mich gut.”

Gleichzeitig gab Ebdon zu, dass “Greame mich in drei Sessions ausgespielt hat, und manche seiner Safetys waren brilliant. Er hat sich den Sieg wirklich verdient.”

Frame 27 sollte übrigens der längste Frames in der WM-Geschichte werden: Er dauerte 74 Minuten.

WM’06: Aktuelle Zwischenstände

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Finale

Peter Ebdon – Graeme Dott 14:18

Halbfinale

  • Graeme Dott – Ronnie O’Sullivan 17:11
  • Peter Ebdon – Marco Fu 17:16

Weitere Informationen

41 Century Breaks

  • 140, 139, 124, 109, 106, 100 Ronnie O’Sullivan
  • 137 Mark Williams
  • 135, 125, 121, 118, 110, 103, 101, 100 Marco Fu
  • 135, 113, 110 Stephen Lee
  • 135, 112 Ali Carter
  • 123, 122, 110 Mark Selby
  • 122, 117, 116, 107, 107, 101 Peter Ebdon
  • 121 Graeme Dott
  • 119 John Higgins
  • 115 Anthony Hamilton
  • 113, 106 Shaun Murphy
  • 112, 106, 103 Matthew Stevens
  • 109 David Gray
  • 109, 109, 106, 103, 102 Neil Robertson
  • 104 Ryan Day
  • 102 Michael Holt

O’Sullivan zeigt sich enttäuscht

Nach dem überraschenden Ausscheiden und einer Unterirdischen Leistung von Ronnie O’Sullivan gab er auf der Pressekonferenz zu: “Ich habe zu viele Bälle verfehlt, machte nicht genug Breaks, mein Safety-Spiel war armselig und beim Versenken von langen Bällen war ich schrecklich.”

Ich wünschte ich hätte eine Erklärung für mein schlechtes Spiel. Ronnie O’Sullivan

“Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich in der letzten Session in Gang gekommen wäre”, sagte der 2-fache Weltmeister, dem in der letzten Session nochmal drei Frame-Gewinne gelangen bevor Greame Dott den Sack zu machen konnte.

Sein schlechtes Spiel “schmälert die Leistung von Graeme nicht, er hat mich komfortabel geschlagen.”

“Wenn man erstmal in Gang kommt weiß man nicht, was passiert. Um ehrlich zu sein: Hätte Graeme so wie in den anderen Sessions gespielt hätte ich vielleicht einen Frame gewonnen.”

“Ich habe die Pomeranzen ermordet”, erklärte O’Sullivan zu seinen Problemen mit der Queuespitze. “Etwa sieben habe ich in der ersten Woche verbraucht, acht in dieser – Ich habe die Richtige einfach nicht gefunden.”

Im Gegensatz zu mancher Spekulation wird O’Sullivan das Snookerqueue nicht in die Ecke stellen, obwohl er es einer Frau aus dem Publikum geschenkt hat. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: “Ich werde nächste Saison mit einem neuen spielen.”

Dott fordert Respekt ein

Mein Safety-Spiel war besser als seines und wenn ich an den Tisch kam habe ich gepunktet. Graeme Dott

Nach seinem Sieg gegen O’Sullivan beklagte Dott, dass er “nicht die Anerkennung, die mir zusteht” bekäme. “Du stehst nicht aufgrund von Glückstreffern im Crucible-Finale – du musst gegen die besten Spieler der Welt in einer kurzen Zeit spielen.”

Dass seine Leistung nicht anerkannt wird liegt “an der Art meines Spiels, das gefällt ihnen einfach nicht.”

“Natürlich habe ich glauben können wie schlecht Ronnie gespielt hat, da er phasenweise genauso schlecht in früheren Matches gegen Ryan Day und Mark Williams gespielt hat. Ich habe ihn unter viel Druck gesetzt.”

“Ich habe Ronnie 5:0 in Malta geschlagen und alles was ich von den Leuten hörte war, dass Ronnie aufgegeben hätte. Ronnie hatte nie eine Chance im Match, aber alle redeten davon, dass er aufgegeben hatte.”

Aber ich mag es der Außenseiter zu sein. Graeme Dott

“Peter wird der Favorit sein, weil er Turniere gewonnen hat, einschließlich dem WM-Titel und ich habe noch nichts gewonnen.”

(Quellen: BBC: O’Sullivan dismayed after defeat und BBC: Dott demands respect after upset)

O’Sullivan ohne Gegenwehr gegen Dott

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Im Halbfinale der Snooker-WM bahnt sich eine weitere Überraschung an: Ronnie O’Sullivan hat in der dritten Session gegen Graeme Dott alle acht Frames verloren und liegt somit 8:16 zurück nachdem es bis gestern noch 8:8 unentschieden stand.

Ich glaube, dass ich gegen den Weltmeister verloren habe. Mark Williams nach der Niederlage gegen O’Sullivan

Damit benötigt Ronnie 9 Frames in Folge um zu gewinnen während Dott lediglich einmal siegreich sein muss.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass O’Sullivan in einer Session zu Null geschlagen wird. 1994 passierte ihm das gegen John Parrot, 1998 gegen John Higgins.

Ronnie O’Sullivan hatte die ganze Woche Probleme mit seinen Pomeranzen, die er über zwanzig Mal austauschen musste. Diese Probleme gipfelten in der zweiten Session, in der er eine Unterbrechung zur Queue-Reperatur benötigte.

2004, als O’Sullivan und Dott sich im Finale gegenüber standen, hatte Dott eine 1:7-Führung aus der Hand gegeben. Um eine ähnliche Aufholjagdt zu starten müsste sich aber das Glück auf die Seite O’Sullivans schlagen, der eine Reihe von einfachen Fehlern gemacht hat und zum Schluss der Session nur noch auf deren Ende gewartet hat.

WM’06: Ebdon und O’Sullivan im Halbfinale

Irgendetwas müssen Peter Ebdon und Ronnie O’Sullivan bei ihrem Training in Rushden richtig gemacht haben, denn beide konnten sich gegen ihre Viertelfinalgegner durchsetzen.

Die erste Session wird mich noch ein paar Wochen verfolgen. Ich weiß nicht, weshalb ich da so schlecht gespielt habe. Peter ist aber auf seinem spielerischen Höhepunkt, und ich denke, dass er den Titel holen wird. Shaun Murphy

Peter Ebdon gelang ein ungefährdetes 13:7 gegen den Titelverteidiger Shaun Murphy. Der hat damit sein angestrebtes Ziel als erster Spieler seinen Titel direkt zu verteidigen nicht erreicht. Dabei war die erste Session, die er mit 1:7 verlor der Schlüssel für Ebdons Sieg, Murphy konnte nämlich die beiden anderen Sessions ausgeglichen gestalten (5:3 und 1:3).

Ebdon applaudierte Murphy nach dem Match zu, “weil ich anerkenne, was Shaun als Weltmeister in den letzten zwölf Monaten für den Snooker-Sport getan hat.”

Mark ist der härteste Gegner, dem ich bisher begegnet bin. Ronnie O’Sullivan

Ronnie O’Sullivan hatte mit Mark Williams einen Gegner, der ihm das Spiel schwer machte, das letztendlich mit 13:11 endete.

Ich habe ihn ganz schön unter Druck gesetzt, aber ihm gelang ein exzellentes Break zum 12:11. Das hätten nicht viele Spieler tun können. Mark Williams

O’Sullivan, der nach zwei Sessions bereits 10:6 führte, hatte in der direkt folgenden dritten und letzten Session Probleme. Sein Gegner konnte fünf der sechs ersten Frames der Session für sich entscheiden, glich auf 11:11 aus. Im 23. Frame konnte O’Sullivan dann aber ein 90er Break zeigen, nachdem Williams eine Rote an der Mitteltasche vorbeigespielt hatte.

Im letzten Frame konnte dann O’Sullivan das Match für sich entscheiden, er sagte “Es ist eine Schande, dass es einen Verlierer geben musste, aber ich habe ordentlich Sebstvertrauen in dem Match gesammelt.”

Ich habs vermasselt. Aber ich kann nicht motzen, ich hatte meine Chancen. Ken Doherty

Im Halbfinale trifft Peter Ebdon auf Marco Fu, dem zweiten Asiaten nach James Wattana, dem es gelang das Halbfinale zu erreichen. Dabei setzte er sich nach einem ausgeglichenen 10:10 gegen Ken Doherty durch, indem er drei Frames in Folge gewann.

Ich glaube nicht, dass mir jemand bei den langen Bällen das Wasser reichen kann. Neil Robertson

Ronnie O’Sullivan kennt seinen Halbfinalgegner noch aus dem Finale 2004. Damals konnte er Graeme Dott besiegen und dieses Jahr soll’s nicht anders sein. Dott zeigte in seinem Viertelfinale gegen Neil Robertson Nerven. Er lag bereits mit 12:8 vorne als der Australier aufdrehte.

Vier Frames in Folge gewann Robertson in atemberaubender Weise, er spielte gerade die langen Bälle unheimlich sicher und zeigte tolles Safetyspiel. Lediglich im letzten Frame konnte er diese Qualität nicht mehr unter Beweis stellen, als er – nach einem Foul&Miss seines Gegners den Ball übernahm und eine armselige Safety spielte. Dott nutzte diese Aufforderung zum Matchgewinn.

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