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Ding führt im Break-Festival

Im Finale der „Northern Ireland Trophy“ feiern Ronnie O’Sullivan und Ding Junhui ein Festival der hohen Breaks.

Eröffnet hat das Spiel O’Sullivan mit einem 52er-Break und dem Sieg in Frame eins. Im zweiten Frame konterte Ding mit achtmal Rot und achtmal Schwarz um dann das Break abbrechen zu müssen.

Vor dem Mid-Session-Interval konnte O’Sullivan beide verbleibenden Frames gewinnen: Im dritten Frame spielte er sogar ein Century-Break von 115 Punkten, im vierten immerhin ein Break von 67 Punkten.

Nach der Teepause drehte aber der junge Chinese auf: Mit einem 71er-Break schaffte Ding den Anschluss in diesem atemberaubend schnellen Matches. Im nächsten Frame schaffte er sogar den 3:3-Ausgleich: Wieder ein Break mit über 50 Punkten.

In Frame sieben sollte Ding Junhui sogar in Führung gehen: ein 103er-Century-Break macht die Führung perfekt. Erst im achten Frame gibt es kein Break über 50 Punkten, dafür zwei von 42 und 43 Punkten, jeweild von Ding Junhui, der gegen Ronnie O’Sullivan mit 5:3 führt.

Ding besiegt Lee

Der Gegner von Ronnie O’Sullivan wurde am Abend ermittelt. Dabei hatte Stephen Lee kaum eine Chance auf den Sieg gegen Ding Junhui.

Lee konnte vor dem Mid-Session-Interval nur einen Frame gewinnen, Ding zeigte sich in einer ähnlichen Form wie O’Sullivan am Mittag, nahezu unfehlbar.

Nach der Pause, Ding führte 3:1, lief es dann aber schlechter für den jungen Chinesen. Teilweise haarsträubende Fehler liesen Lee immerwieder Chancen. Er konnte allerdings keine davon nutzen. Im Gegenteil, Ding gelingt ein Glückstreffer aus einem Snooker heraus und kann seinen Vorsprung weiter ausbauen.

Insgesamt siegt Ding ohne jemals in der Gefahr einer Niederlage gewesen zu sein.

Morgen treten mit Ding und O’Sullivan die beiden überzeugendsten Spieler des Turniers gegeneinander an. O’Sullivan ist Favorit, gerade weil er doch einen Tick überzeugender gespielt hat und keine Konzentratonsfehler wie Ding nach der Teepause hatte.

Ronnie O’Sullivan will Image des Snookers verbessern

Es gibt eine Erklärung für die plötzliche Freude Ronnie O’Sullivans am Spiel. Wie er gegenüber der BBC sagte will er „nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass Snooker nicht mehr so erfolgreich ist.“

Er kritisiert, dass Snooker momentan zu langweilig ist und nicht mehr genug unterhält.

„Irgendwas muss getan werden, damit die Leute ihre Fernseher nicht ausschalten wollen.“

„Ich werde weiterhin so spielen, denn das gibt mir die nötige Begeisterung. Ich möchte den Unterschied machen, ich möchte Snooker wieder zu einem großen Sport machen.“

O’Sullivan will auch ein eigenes Turnier veranstalten:

„Ich möchte ein Turnier veranstalten,“ sagte O’Sullivan. „Es geht darum zu unterhalten und wir müssen wieder von diesem langwierigen Spiel wegkommen.“

„Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen und wir müssen unsere Köpfe zusammenstecken um etwas zu bewegen. Das Finale in diesem Jahr sollte zwei oder drei Stunden dauern und nicht auf zwei Sessions verteilt sein.“

„Ich bin im Entertainment-Business und unterhalten ist genau das, was ich will.“

O’Sullivan zerstört Dales Hoffnungen

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Ronnie O’Sullivan ist in bestechender Form – am Mittag gewann er glatt mit 6:0 gegen Dominic Dale, der vorher Weltmeister Graeme Dott mit 5:1 geschlagen hatte.

Du kannst gar kein besseres Snooker spielen! Dominic Dale über O’Sullivans Spiel

O’Sullivan gewann nicht nur hoch sondern auch eindrucksvoll: Er spielte in sechs Frames acht Breaks von 60 oder mehr Punkten und dominierte das Spiel. Dale hatte dem nichts entgegenzusetzen. Immerhin gab er im dritten Frame ein Foul zu, O’Sullivan kam an den Tisch und räumte mit einem 75er-Break ab. Im fünften Frame gelang es O’Sullivan gar mit einem Century von 106 Punkten den Tisch abzuräumen.

Insgesamt konnte O’Sullivan 608 Punkte erzielen, Dale ganze 29. Es war mit 52 Minuten und 47 Sekunden das schnellste Best-of-11 der Snookergeschichte. Der Rekord bisher stammte von Stephen Hendry aus dem Jahr 1993. Bei seinem 6:0-Halbfinalsieg bei den „International Open“ in Plymouth gegen Dave Harold benötigte er 71 Minuten.

Gegenüber Worldsnooker sagte O’Sullivan: „Ich bin mir sicher, dass Snooker angeschaut und genossen werden muss.“

Wir könnten auch mit Besenstielen spielen. Ronnie O’Sullivan über sein neues Queue

„Snooker ist ein großer Sport. Wenn du die Zeitungen aufschlägst sieht man drei Seiten Cricket und das ist so nicht richtig – Snooker ist mindestens auf dem gleichen Level wie Cricket.“

„Wir haben Spieler mit Charakter in diesem Sport – wie beispielsweise Stephen Hendry, Mark Williams, Shaun Murphy oder John higgins. Die Leute wollen aufregenden Matches sehen und ich will die Spieler attackieren sehen, nicht wie sie sich verzetteln.“

Zu seinem neuen Queue sagte er: „John Parris hat sechs Queues für mich angefertigt. Vier waren nichts für mich, aber das eine, das ich benutze ist genau richtig. Ich habe es erst seit drei oder vier Wochen.“

„Um ehrlich zu sein: Das Queue ist nicht so wichtig, wir könnten auch mit Besenstielen spielen.“

Ausschnitte aus dem Match gibt es ab 17.30 Uhr auf Eurosport.

Ding und Lee im Halbfinale

Ding Junhui hat sich eindrucksvoll gegen Ken Doherty durchgesetzt. Der Ire, der unter dem Namen „Comeback Kid“ bekannt ist, konnte seine Comebackfähigkeiten nicht ausspielen. Das Spiel von Ding Junhui war einfach zu stark.

Bezeichnend, dass Doherty lediglich den zweiten Frame gewinnen konnte und dadurch mit 1:5 unterlag.

Das letzte Viertelfinale verlief wesentlich umkämpfter: Stephen Lee zog Shaun Murphy zwar bis auf 1:4 davon, dieser konnte jedoch drei Frames in Folge gewinnen und sich so – wie in den Matches zuvor – herankämpfen. Doch für die Krönung der Aufholjagdt reichte es nichtmehr, der entscheidende Frame ging an Steven Lee.

Ding Junhui trifft damit im Halbfinale morgen auf Stephen Lee, Ronnie O’Sullivan auf Dominic Dale.

Eine persönliche Anmerkung zur Eurosport-Übertragung: Wieso konnte man nach dem Match Ding–Doherty nicht Ausschnitte aus dem Spiel O’Sullivan–Day zeigen sondern zeigte nochmal die Ausschnitte vom Match Dale–Dott, die bereits zwei (Live-)Frames zuvor gezeigt wurden. Das hat mich doch ein bisschen enttäuscht.

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