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Snookerblog

Rücktritt-Gedanken auch bei Lee

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Wenn alle Ankündigungen von Rücktritten in den letzten paar Monaten wahr werden würde, dann gäbe es wahrscheinlich nur noch die Hälfte an Spielern in der nächsten Saison. Auch Stephen Lee, heute gegen Joe Swail klar ausgeschieden, spielt mit diesem Gedanken:

„Es geht mir auf die Nerven, dass ich meinen Koffer nur packe um ihn dann gleich wieder auszupacken. Das ist niederschlagend. Es ist enttäuschend, um es milde auszudrücken. Ich bin seit zwei Spielzeiten schlecht.“

„Ich werde warten und sehen, ob ich aufhöre, aber wenn man Arbeit investiert und dann keine Belohnungen bekommt ist das hart.“

„Snooker ist manchmal sehr grausam. Es beeinträchtigt dich dann mental und kann dich schnell überwältigen.“

Zuvor hatte Lee in seinem Erstrunden-Match gegen Joe Swail nur vier Frames gewonnen, davon drei in der ersten Session.

Swail: „Ich denke er wird seine Meinung ändern und ich hoffe es auch, aber ich kann verstehen wie er sich fühlt, ich bin ja auch schon einmal vom 10. auf den 50. Platz gefallen.“

(Quelle: BBC)

O’Sullivan entschuldigt sich

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Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet hat sich Ronnie O’Sullivan für seine unangebrachten Kommentare bei den China Open entschuldigt. Er sei von seinem Verhalten beschämt schreibt die Nachrichtenagentur.

O’Sullivan: „Ich war wütend auf mich selbst, weil alles was ich tat das genaue Gegenteil von dem war, was mein Dad mir beigebracht hat. Ich war eher dort um unter die Leute zu kommen und zu netzwerken, als um ein Snooker-Turnier zu gewinnen. Dad hat mir eingeimpft, wie man ein Sieger wird. Er würde sich für mich schämen, wenn er wüsste wie unprofessionell ich in China war.“

Damit hat O’Sullivan kurz vor seinem ersten WM-Spiel gegen Liu Chuang doch noch zu einer Entschuldigung gefunden. Ob das die WSA-Offiziellen aber besänftigen kann darf bezweifelt werden.

WM ’08 bei Eurosport

Saisonhöhepunkt in Sheffield. Das ganze Geplänkel um die Plätze für das wichtigste Turnier der Saison ist vorbei. Es wird ernst. 17 Tage lang werden die Besten der Besten gegeneinander spielen. Über Distanzen, die es sonst so im Snooker nicht gibt. Und am Ende wird wieder eine Überraschung auf dem Pokal eingraviert. Es gibt keine klaren Favoriten. Jeder ist Außenseiter, der eine ein wenig mehr, der andere ein wenig weniger.

Dank Eurosport muss man von diesem Spektakel nichts verpassen. Jeden Tag gibt es Live-Snooker - und die wenigen Sessions, die es nicht ins TV schaffen werden im Internet ausgestrahlt. Hier aber nun das TV-Programm:

DatumUhrzeitArt
Samstag, 19.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
17:00 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 20.4.2008 11:00 12:30 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Montag, 21.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Dienstag, 22.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Mittwoch, 23.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
16:30 18:00 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Donnerstag, 24.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live (?)
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Freitag, 25.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Samstag, 26.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:30 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 27.4.2008 20:00 23:00 Eurosport Live
Montag, 28.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Dienstag, 29.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Mittwoch, 30.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Donnerstag, 1.5.2008 15:00 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Freitag, 2.5.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Samstag, 3.5.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 4.5.2008 20:00 20:30 Eurosport Aufzeichnung (Finale 1. Session)
20:30 23:30 Eurosport Live (Finale 2. Session)
Montag, 5.5.2008 15:30 18:00 Eurosport Live (Finale 3. Session)
20:30 23:30+ Eurosport Live (Finale 4. und letzte Session)

Quelle: Eurosport/Rolf Kalb / Alle Angaben ohne Gewähr

Stimmen vor der Snooker-WM

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Bevor am Samstag der erste Anstoß erfolgt kämpfen die Snooker-Kontrahenten bereits auf medialer Ebene miteinander. Und natürlich gibt es nur Favoriten.

Der 22-jährige Mark Allen beispielsweise ist „ganz zuversichtlich, weil ich ja ganz gut gespielt habe in dieser Saison. Ich weiß, dass ich jeden schlagen kann, aber gegen jemanden wie Stephen [Hendry] zu spielen wird schwer.“

Allerdings fügte er auch hinzu: „Ich gehe dorthin um das Turnier zu gewinnen, aber ich denke es ist realistisch ein paar Spiele zu gewinnen und meinen Platz in der Weltrangliste zu zementieren.“

Mark Selby antwortete im Eurosport-Exklusivinterview auf die Frage nach der Favoritenrolle: „Ich, Shaun Murphy und Stephen Maguire sind in diesem Jahr die konstantesten Spieler.“ Zudem erwähnt er die Talente Mark Alle und Ryan Day sowie Peter Ebdon und Ken Doherty, „die viel Erfahrung haben.“

Ziele hat Selby noch genug: „Hoffentlich kann ich noch einige Ranglisten-Turniere gewinnen […, ich] will […] in den Top 16 bleiben, die Nummer eins ins Visier nehmen und mir ein paar WM-Titel unter den Nagel reißen.“

Eurosport meldet zudem, dass Graeme Dott doch spielt: „Würde ich nicht mitspielen und Snooker käme im Fernsehen, dann würde ich weinend zusammenbrechen.“

In der gleichen Meldung spricht sich John Higgins für einen vorzeitigen Abbruch der WM aus – abhängig vom Verlauf der Schwangerschaft seiner Frau: „Da geht die Familie vor. Wenn es Probleme geben würde und ich wäre nicht da, weil ich Snooker spiele, das würde ich mir niemals verzeihen.“

Dass John Higgins World Series in Berlin stattfinden wird, wie Eurosport und Snookermania heute melden, wissen Snookerblog-Leser schon seit gestern. Der Autor des Eintrags ärgert sich aber noch nachhaltig, dass ihm das Detail nicht ins Auge gesprungen ist – schließlich war das der bisher geheim gehaltene Ort.

Higgins hofft auf den weltweiten Snooker-Durchbruch

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„Ich denke es wäre toll Topspieler aus Russland, Polen und Deutschland zu haben – dann wäre es wirklich ein weltweiter Sport.“, sagte der aktuelle Snookerweltmeister kurz vor seiner Titelverteidigung, die am nächsten Samstag beginnt.

John Higgins wurde von der BBC zu seiner „World Series“ befragt und der 32-jährige kündigte an, dass die Turniere in Moskau, Berlin, Warschau und Jersey live von Eurosport übertragen werden.

„Es wird klein anfangen, aber in den kommenden Jahren hoffe ich, dass es eine große Serie wird. Ich war im Oktober in Moskau und die Leute sind dort verrückt nach Billard, und wenn mehr Snooker im Fernsehen gezeigt wird, dann werden diese Billardspieler auch Snooker ausprobieren wollen.“

„Wir haben mit World Snooker gesprochen und sichergestellt, dass die Termine der Turniere nicht kollidieren“, fügte Higgins hinzu.

Zu Ronnie O’Sullivans Verhalten nach dem China-Open-Aus gefragt, sagte Higgins: „Ich habe mir nur gedacht, dass er wirklich naiv war. Man muss dumm sein, um sich so zu äußern, Ronnie ist aber nicht dumm, wenn es um Publicity geht.“

Graeme Dott nicht bei WM dabei?

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In einer Woche finden die ersten Spiele im Kampf um die WM-Krone statt, doch Graeme Dott könnte bei seinem Auftakt-Match gegen Joe Perry fehlen.

Wie der Belfast Telegraph heute berichtet leidet der Weltmeister aus dem Jahre 2006 unter Depressionen.

Mit 15 verlorenen Spielen am Stück hat er die schlechteste Serie in seiner gesamten Karriere gespielt, so die Zeitung. Der 30-jährige äußerte sich wie folgt: „Ich will von ganzem Herzen spielen, aber mein Gemütszustand ist schon seit einiger Zeit nicht in Ordnung, wie man an den Ergebnissen ablesen kann. Ich werde nur nach Sheffield fahren, wenn ich mich selbst beweisen kann.“

Sein Manager, Pat Mooney, sagte: „Alles was jetzt zählt ist die Gesundheit von Greame und das Wohlbefinden seiner Familie.“

WM-Auslosung mit Top-Begegnungen

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Heute morgen fand die WM-Auslosung statt und es haben sich äußerst interessante Begegnungen herausgebildet. Das Snookerblog wirft einen Blick auf die Kontrahenten.

  • John Higgins – Matthew Stevens:
    Higgins befindet sich nach den Erstrundenniederlagen bei der Northern Ireland Trophy und der UK Championship wieder auf dem aufsteigenden Ast. Stevens hingegen kam nur in einer KO-Runde richtig vom Fleck, das war der Saisonauftakt in Shanghai. Ob er bei seiner derzeitigen Form gegen Higgins gewinnen kann ist mehr als fraglich.
  • Ryan Day – Michael Judge:
    Days bestes Turnier war das Shanghai Masters, dann hagelte es Erst- und Zweitrundenniederlagen. Trotzdem sollte ein Sieg gegen Judge Pflicht sein, will er sich unter den Top-10 der Welt halten.
  • Ding Junhui – Marco Fu:
    In diesem Duell wird China hinter dem Festlandchinesen Ding stehen, Fu spielt für sie erst nach dessen Ausscheiden eine Rolle. Bei der WM hat es Fu nun selbst in der Hand seinen jungen Landsmann früh aus dem Turnier zu kegeln und damit die gesamte Aufmerksamkeit Chinas auf sich zu ziehen.
  • Stephen Hendry – Mark Allen:
    Allen will Weltmeister werden und arbeitet jedes Jahr verbissen an diesem Ziel. Bei der letzten WM schlug er in der ersten Runde den bis dahin ersten im Provisional Ranking, Ken Doherty. Eine Wiederholung gegen den wenig erfolgreichen Hendry ist nicht ausgeschlossen.
  • Ronnie O’Sullivan – Liu Chuang:
    Colin Mitchell, Lee Walker, Joe Delaney, David Grey und Dominic Dale heißen die Spieler, die Liu aus dem Weg räumen musste um in der Endrunde der WM zu stehen. Dass ihm dort gleich in der ersten Runde der bisher beste Spieler der Saison begegnet ist wohl Lospech.
  • Mark Williams – Mark Davis:
    Williams hat eine überaus durchschnittliche Saison erwischt und droht aus den Top-32 zu fallen. Mit Davis liegt allerdings eine machbare Herausforderung vor ihm.
  • Stephen Lee – Joe Swail:
    Beide konnten sich in dieser Saison nicht sonderlich hervortun, der Matchausgang ist völlig offen, das 9:10 gegen Judd Trump war jedenfalls keine Demonstration von Stärke durch Swail.
  • Ken Doherty – Liang Wenbo:
    Chinese Nummer vier trifft auf den erfolglosen Doherty. Der kam nicht einmal über die zweite Runde hinaus, was für einen Spieler seines Kalibers wahrlich Schwäche zeigt.
  • Shaun Murphy – Dave Harold:
    Mit vier Halbfinalteilnahmen in fünf gespielten Turnieren ist Murphy auch ein Anwärter auf den Weltmeistertitel – allein das letzte Quäntchen Durchsetzungsvermögen fehlt noch. Dave Harold sollte ihm allerdings nicht im Weg stehen.
  • Ali Carter – Barry Hawkins:
    Beide Spieler sind im Moment auf einem Niveau und bei einem knappen Matchverlauf dürfte Hawkins in der besseren Position sein.
  • Mark Selby – Mark King:
    Nach dem Sieg gegen Jimmy White trifft Mark King auf einen Mark Selby, der sicherlich nach den Welsh Open ein weiteres Turnier gewinnen will. Letztes Jahr stand er schon im Finale, von King wird er sich auf dem erneuten Weg dorthin nicht aufhalten lassen.
  • Peter Ebdon – Jamie Cope:
    Auch Ebdon hat diese Saison nicht brilliert. Cope hingegen stetig gepunktet. Ein knappes Match mit leichten Vorteilen für Ebdon, der einfach mehr Erfahrung hat, mit diesen langen Matches.
  • Neil Robertson – Nigel Bond:
    Robertson lebt in dieser Saison von den Punkten, die er im Vorjahr gesammelt hat. Will er nicht nächste Saison mit einem ungeheuren Nachteil starten. Bond hat eigentlich nichts zu verlieren, für einen Platz unter den ersten sechzehn benötigt es wohl zwei Topleistungen in den letzten beiden Turnieren, aus den Top-32 kann er aber auch kaum noch fallen.
  • Stephen Maguire – Anthony Hamilton:
    Maguire hatte sein Hoch zur Saisonmitte, gewann die NIT und unterlag im UK-Championship-Finale Ronnie O’Sullivan. Wenn er um den ersten Weltranglistenplatz mitmischen will ist ein Sieg Pflicht. Hamilton kämpft um den Verbleib in den Top-32, gegen Maguire wird er aber keine Punkte gutmachen können.
  • Steve Davis – Stuart Bingham:
    Der Altmeister Davis in seinem wohl letzten Turnier als Top-16-Spieler, Bingham steht mit ganz guten Leistungen auf der Schwelle zur Top-20 der Welt. Davis hat diese Saison noch nicht wirklich gezeigt was er kann, es bleibt zu hoffen, dass er es im Crucible tut.
  • Graeme Dott – Joe Perry:
    Dott bleibt das Snooker-Sorgenkind. Nach der Halbfinalteilnahme in Shanghai war er effektiv diese Saison zu nichts mehr zu gebrauchen. Nach dem, wegen des Gruppenmodus gehassten, Grand Prix fuhr er drei weitere Erstrundenniederlagen ein. Die Gnadenpunkte, die man gesetzten Spielern traditionell gewährt sorgen dafür, dass er nicht aus den Top-16 rutschen wird, nächstes Jahr wird allerdings ein sehr schweres für Dott. Perry lauert momentan dreihundert Punkte hinter Dott auf seinen Einzug in die Top-10, die Hoffnung auf einen Triumph gegen einen direkten Konkurrenten wird ihm sicherlich helfen zu gewinnen.

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