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UK2006: Entschuldigung von O’Sullivan

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Ronnie O’Sullivan hat sich bei seinen Fans und bei Steven Hendry für seine plötzliche Aufgabe bei der UK Championship entschuldigt.

Die Kollegen von Eurosport veröffentlichten eine Übersetzung seiner Entschuldigung im Wortlaut. Dort bekräftigt er auch seine Absicht seine Karriere nicht beenden zu wollen.

„Ich wünschte, ich hätte besser spielen können. Ich habe einfach einen schlechten Tag erwischt. Jeder der mich kennt weiß dass ich ein Perfektionist bin, wenn es um mein Spiel geht. Ich habe mich so geärgert und bin einfach gegangen.

Im Nachhinein sehe ich ein, dass ich hätte weiterspielen sollen. Ich wünschte, ich hätte Stephen ein besseres Match liefern können, und es tut mir leid, dass ich nicht geblieben bin und damit Stephen auch ein intensiveres Einspielen auf sein Halbfinale ermöglicht hätte.

Es tut mir auch leid wegen der Fans, die gekommen sind um mich zu sehen. Es war nicht meine Absicht, sie zu verärgern, und ich möchte mich ausdrücklich entschuldigen.

Im Moment bin ich sehr unzufrieden mit mir selber. Ich fühle mich verletzt und wie starr. Aber ich bin ein Kämpfer, und ich werde zurückkommen und mehr und härter kämpfen als zuvor.“

Ob und, wenn ja, welche Maßnahmen gegen O’Sullivan ausgesprochen werden wird sich nach der UK Championship herausstellen. Dann könnte die Disziplinarkomission der World Snooker Association zusammentreten und Sanktionen beschließen.

UK2006: O’Sullivan schmeißt hin

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Ronnie O’Sullivan hat das Viertelfinalmatch gegen Stephen Hendry in diesem Moment aufgegeben. Was ihn da geritten hat, beim Stand von 4:1 für Hendry aufzugeben, werden wir wohl später am Tag erfahren.

Hendry zeigte sich derweil geschockt: „Er kam zu mir und sagte, dass er genug hätte. Ich hatte keinen blassen Schimmer, dass es ein Problem gab.“

Hendrys Gegner im Halbfinale wird entweder Steve Davis oder der Weltmeister Graeme Dott sein.

O’Sullivan hatte nach einer verschossenen Roten Hendry und Schiedsrichter Jan Verhaas die Hand geschüttelt – nachdem er mit 24 Punkten in Frame 6 geführt hatte. Das Spiel wird 9:1 für Hendry gewertet.

Hendry stellt klar: „Es gab keinerlei Spannungen mehr zwischen uns, wir sind ganz normal miteinander umgegangen.“

„Augenscheinlich hatte Ronnie Gründe für sein Verhalten, aber ich habe so etwas in meinem Leben noch nicht gesehen. Ich werde ihn deshalb aber nicht kritisieren.“

„In den ersten vier Frames habe ich fantastisch gespielt, doch dann war er in den Bällen und ich habe mir nur gedacht: Bleib konzentriert.“

„Ich bin froh die nächste Runde erreicht zu haben, natürlich wäre es mir lieber gewesen richtig zu gewinnen.“

Turnierdirektor Ganley bestätigte O’Sullivans Aufgabe: „Ich habe ihn gefragt ob es Probleme gäbe und er antwortete mit Nein. Er hat das Gebäude verlassen und uns damit alle geschockt.“

„Ich habe schon Spieler aufgeben sehen, meistens wegen Krankheit. Es passiert, aber es passiert selten. Er scheint gefühlt zu haben, dass er nicht mehr weitermachen kann, vielleicht aus Gründen von denen wir nichts wissen, aber er hat das Match aufgegeben.“

World Snooker hat angekündigt, dass es keine Pressekonferenz von O’Sullivan geben wird in dem er sein Verhalten erklärt.

Auch ein Manager O’Sullivans sagte: „Wir sind genauso verblüfft wie alle anderen auch.“

Zuschauer, die Karten für die Abendsession gekauft haben können sich das Match zwischen Dott und Davis anschauen und bekommen Karten für das Halbfinale Higgins-Ebdon, so World Snooker.

(Quelle: BBC)

UK2006: Higgins trifft auf Ebdon

Im Halbfinale der UK Championship treffen zwei alte Snookerhasen aufeinander. Sowohl John Higgins als auch Peter Ebdon gewannen ihre Matches gegen jüngere Kollegen.

Higgins warf den am Vortag noch so großartig aufspielenden Joe Perry mit 9:3 aus dem Turnier und distanzierte ihn deutlich. In der ersten Session zog Higgins mit 7:0 davon, spielte Breaks von 91, 69, 62 und 55 Punkten. Perry konnte den letzten Frame allerdings durch ein Century (100 Punkte) gewinnen und rechnete sich Chancen auf ein Comeback aus.

Doch in der Abendsession musste er den ersten Frame direkt abgeben, Higgins fehlte nur noch ein Frame zum Sieg. Klar, dass Higgins es nun langsam angehen lies. Perrys Klasse blitzte in den nächsten zwei Frames noch einmal auf. In einem spielte er ein 128er-Break im anderen gewann er 1:60. Doch alles half nichts. Noch bevor es zum Mid-Session-Interval kam machte Higgins mit einem souveränen Break von 106 Punkten den Sack zu.

Der Gegner Higgins wird Peter Ebdon sein. Der ehemalige Weltmeister, der jetzt in Katar lebt, setzte sich gegen den dreifachen Asienmeister und Titelverteidiger Ding Junhui mit 9:5 durch.

Dabei lies sich der 19-jährige Ding einige Chancen durch die Lappen gehen, Ebdon führte nach vier Frames bereits mit 4:0. Erst nach dem darauf folgenden Mid-Session-Interval kam der Chinese besser ins Spiel: Die nächsten vier Frames der Session teilten sich beide, wodurch Ding mir vier Frames Rückstand in der Abendsession antreten musste.

Dort gelang ihm durch ein Century (110 Punkte) auch der erste Paukenschlag, dem er zwei weitere Gewinnframes nachschob. Den Routinier Ebdon schockte das aber ganz und gar nicht. Mit einem 106er-Break konnte er noch einmal ein Highlight zum Schluss setzen, schließlich fehlte ihm nur noch ein Frame zum Matchgewinn.

UK2006: Perry überrascht

Joe Perry hat das Match gegen Ken Doherty gedreht. Die Nummer 1 in den Provisional Rankings hatte nach dem ersten Tag mit 5:3 geführt, in der zweiten Session spielte Perry dann jedoch stark auf und holte sich vier Frames in Folge.

7:5 stand es als Ken Doherty fast wieder ins Spiel gefunden hätte. Mit einem 102er-Century-Break schaffte er zwar den Anschlusspunkt, Perry schlug jedoch zurück und gewann am Ende verdient mit 9:6. Perrys Gegner wird niemand anderes als John Higgins sein, der sich nach dem Ausscheiden Dohertys die erste Position im Ranking holen will. Dafür benötigt er einen Sieg.

Traumviertelfinale zwischen O’Sullivan und Hendry

Nachdem sich Ronnie O’Sullivan bereits am Vortag eindrucksvoll für das Viertelfinale qualifiziert hatte schlug nun auch Stephen Hendry zu und Mark Williams mit 9:6. Die Formkurve von Hendry scheint wie die von O’Sullivan steil ansteigend zu sein – wir können uns auf ein hochklassiges Match freuen.

Asienmeister Ding auf Höhenflug

Ding Junhui kommt derweil aus dem Feiern überhaupt nicht mehr heraus. Gegen Matthew Stevens musste der Chinese nur fünf Frames abgeben und steht ebenfalls im Viertelfinale in dem sein Gegner am Mittwoch Peter Ebdon sein wird.

Sieg für Davis im Mammutmatch

Die längste Schicht der Viertelfinalisten hat Altmeister Steve Davis hinter sich. Gegen Alan McManus gewann er mit 9:7 und trifft nun in der Runde der letzten Acht auf Weltmeister Graeme Dott.

Lasse Münstermann: „Konzentration, voller Fokus auf Snooker und auch ein gewisser Teil Aufopferung.“

Der deutsche Snookerhalbprofi Lasse Münstermann tritt im Januar erneut bei der Open Tour an, in der er versucht sich ein Main-Tour-Ticket zu erspielen. Im Interview mit Rolf Kalb von Eurosport beantwortet er Fragen dazu.

Ausschnitte gibt es hier, das volle Interview nur auf eurosport.de.

Lasse: „[Die Open Tour] ist auf jeden Fall eine sehr gute Vorbereitung für die Main Tour, wo ja im K.o.-Modus gespielt wird. Bei der Open Tour muss ich das erste Spiel gewinnen, um im Turnier zu bleiben. Zudem ist die Atmosphäre einfach ziemlich ähnlich.“

Die Unterschiede zwischen Profi- und Amateurbereich erklärt Münstermann so: „Den Amateurspielern fehlt einfach die Konstanz. Sie schaffen es einfach nicht, sechs Stunden am Stück gutes Snooker zu leisten. Profispieler können, auch wenn sie schlecht drauf sind, immer noch ein Hunderter-Break spielen.“

Auf die Frage, ob ihn der Job denn nicht manchmal langweile, antwortet der Spieler: „[Es ist] ein ganz normaler Job, der nicht jeden Tag Spaß machen kann. Wenn er aber auf der anderen Seite nicht überwiegend Spaß machen und mich reizen würde, wäre es sicherlich nicht sinnvoll, ihn auszuüben. Sechs Tage Training in der Woche heißt natürlich: Konzentration, voller Fokus auf Snooker und auch ein gewisser Teil Aufopferung.“

UK2006: Dott, Higgins und O’Sullivan stürmen ins Viertelfinale

Drei Favoriten sind am Montag ins Viertelfinale vorgeprescht. Graeme Dott schlug den Finnen Robin Hull mit 9:1. Hull schlug im Verlauf des Turniers Jeff Cundy, Jimmy White, Nigel Bond und Neil Robertson. Der Weltmeister hingegen musste in zwei Matches lediglich drei Frames einstecken und mausert sich zu einem Top-Favorit.

Auch John Higgins gewann sein Achtelfinale. Gegen Stephen Lee musste er sich nur zwei Frames abnehmen lassen. Im der nächsten Runde trifft der Wizzard of Wishaw auf Joe Perry oder Ken Doherty, der Ire führt nach der ersten Session mit 5:3.

Zum dritten Favoriten mauserte sich Ronnie O’Sullivan, der Steven Maguire mit 9:3 besiegte. Nach dem anstrengenden 9:8 gegen Ricky Walden konnte er endlich ein wirkliches Erfolgserlebnis verbuchen.

Auch Peter Ebdon hat das Viertelfinale erreicht. Gegen Stuart Bingham schaffte er einen 9:4-Sieg. Dort trifft er auf den Sieger aus dem Match Ding Junhui gegen Matthew Stevens. Der Chinese führt bisher mit 5:3.

Zwischen Genie und Wahnsinn: Ronnie O’Sullivan

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O'Sullivan strahlt über seinen dritten Premier League-Titel in Folge

Er ist Mister Snooker-Superlativ, erfolgreichster, beliebtester und gleichzeitig umstrittenster Spieler auf der Main Tour: Ronnie O’Sullivan.

Letzte Woche setzte er sich mit einem unglaublichen 7:0 gegen Jimmy White durch, sein 22. Premier-League-Match in Folge ohne Niederlage bedeutete den dritten aufeinander folgenden Titel in diesem Wettbewerb.

Doch in dieser Woche blieb von seiner Souveränität nichts übrig: Gegen Ricky Walden musste er schwer kämpfen, kam gerade so durch ein 9:8 in die nächste Runde. Auch in den Provisional Rankings ist O’Sullivan bereits auf Platz 8 abgefallen.

Die Frage nach den Gründen für seine schwachen Leistungen ist schwer zu beantworten. In den vorhergehenden Spielzeiten war seine Spielweise durch Lustlosigkeit und sein B-Spiel geprägt. Sogar eine Pause vom Snookersport zog er in Betracht.

Doch diese Saison ist alles anders: Er hat Lust am Spiel, spielt teilweise einen Spielstil, der alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Leider bedeutet das aber auch Kamikaze. Im Fall der Premier League ging das gut, und auch bei der Northern Ireland Trophy sah es nach einem Erfolgsrezept aus: Lediglich Ding Junhui konnte ihn im Finale stoppen.

Doch die Gegner scheinen sich auf seinen Hurra-Stil einstellen zu können, beim Grand Prix war jedenfalls bereits im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Neil Robertson Schluss.

O’Sullivan begeistert weiter und wird auch in Zukunft die Massen mitreißen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es ihm auch gegönnt ist Turniere der Main Tour zu gewinnen. Seine derzeitige Platzierung spiegelt seine Leistungen momentan nämlich nur unzureichend wider.

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