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Higgins: „Die WM muss raus aus UK“

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Weltmeister John Higgins hat sich in einem Interview zur Zukunft der WM geäußert. Die WM ist seit 32 Jahren in Sheffield beheimatet, doch der Vertrag mit dem Crucible Theatre läuft 2010 aus.

„Wenn die WM außerhalb von Großbritannien stattfindet, dann bedeutet das, dass ein anderes Land mehr Geld dafür bezahlt ist – was gut für den Sport ist und für die Spieler, die dann mehr verdienen.“

„Es gibt Orte auf dieser Welt, die geradezu nach hochklassigem Snooker schreien“, fügte er hinzu, „Ich denke da an Länder wie Deutschland, Russland, Polen und natürlich China müssen von uns erforscht werden. Großbritannien ist nicht alles für das Snooker.“

Die erneute Erwähnung Deutschlands überrascht nicht, hat Higgins doch gerade erst seine World Series angekündigt – mit einem Match auch in Berlin.

Mehr Mut zum Risiko bei der WM 2008?

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Zugegeben, es sind erst ein paar Frames der WM 2008 gespielt, aber ich meine, einen ersten Trend ausmachen zu können: Mehr Mut zum Risiko, eine höhere Bereitschaft, auch schwierige Pots in heiklen Situationen anzugehen. Das war besonders am gestrigen Sonntag in den Abendsessions zu sehen – eigentlich untypisch für eine WM, bei der es in jeder Hinsicht um viel geht. Eigentlich alle Spieler, die in den drei Begegnungen am Tisch standen, spielten den einen oder anderen riskanten Ball, wenn auch wohl aus unterschiedlichen Motiven.

Zum Teil lagen – speziell zum Ende eines Matches hin – verquere Bilder auf dem Tisch, die kaum kalkulierbare Stöße anboten. Ein solches Bild brachte einen zu dem Zeitpunkt wohl schon resignierenden Stephen Lee dazu, den Tisch zu öffnen, was ihm letztlich das Aus bescherte.

Auch Barry Hawkins vergab im nachzuholenden finalen Frame seiner Begegnung gegen Allister Carter eine relativ gewagte Rote und machte anschließend die Tatsache, dass der Frame aufgrund einer speziellen Ansetzungsregel seperat in einer dritten Session, welche nur einen Frame dauerte, nachgeholt werden musste, für sein Ausscheiden verantwortlich. In der Tat bitter für Hawkins, der in den vorangegangenen 3 Frames einen Rückstand von 9-6 ausgleichen konnte, dann aber von der Pause um seinen Spielfluß gebracht wurde.

Über die volle Distanz gingen auch Peter Ebdon und Jamie Cope. Hier war es der in seinem ersten Match im Crucible beeindruckend forsch aufspielende Youngster Cope, der die riskanten Bälle annahm. Bei Cope ist das Bestandteil seines Spiels – ähnlich wie z.B. auch Ronnie O’Sullivan versucht Cope oft Bälle mit sogenannten „kleinen Kontakten“ quasi nebenbei „anzulösen“ oder selbst bei Safeties noch für spätere mögliche Breaks „vorzuarbeiten“. Das ist sicherlich ein Stil, der Zukunft hat, gegen den erfahrenen Ebdon hat es in diesem Jahr nicht gereicht.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, steht uns eine spannende WM bevor – es ist allerdings damit zu rechnen, dass im Verlauf der WM die Vorsicht zu- und der Mut zum riskanten Pot abnimmt.

Ebdon beißt sich durch, Bond scheitert

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Peter Ebdon hat es geschafft und steht unter den letzten 16 der Weltmeisterschaft. Nigel Bond hatte hingegen gegen Neil Robertson nicht den Hauch einer Chance.

Mit gutem aber nicht überragendem Spiel konnte sich Neil Robertson seine Achtelfinalteilnahme sichern. Bereits nach der ersten Session führte der Australier mit 7:2, das höchste Break spielte aber mit 125 Punkten Nigel Bond.

Der Australier lies dann nichts mehr anbrennen, obwohl er den ersten Frame der 2. Session verlor, und holte sich das Match. Gegen seine potenziellen Gegner Stephen Maguire oder Anthony Hamilton sollte er aber noch einen Gang zuschalten können.

Peter Ebdon hingegen musste gegen den Debütanten Jamie Cope über die volle Distanz gehen. Dabei spielte jeder zwei Century Breaks und zeigte ein konzentriertes Spiel. Gerade Cope spielte immer vorwärts und zeigte einige Sensationelle Bälle. Sehr spannend war dann auch der 17. Frame. Ebdon entschied sich defensiv zu spielen und zerstörte sukzessive das Bild. Der Youngster konnte eine ganze Zeit gut mithalten, musste sich dann aber 58:27 geschlagen geben. Ebdon fehlte noch ein Frame doch Cope schaffte mit einem 78er-Break unter Druck den Ausgleich.

Nachspielzeit hieß es für Ali Carter und Barry Hawkins. Deren Spiel wurde beim Stand von 9:9 abgebrochen – es war nicht mehr genügend Zeit für die beiden und sie mussten die Spielstätte am Abend noch einmal für eine dritte Mini-Session aufsuchen. Dort hatte Hawkins auch die Trümpfe in der Hand, lag in Führung doch schaffte es nicht zu gewinnen.

Bereits am Samstag trennten sich John Higgins und Matthew Stevens mit 10:5 – es war die erste Erstrunden-Niederlage des Walisers. Higgins zeigte sich in sehr guter Form, spielte in der ersten Session fünf Breaks von mehr als 50 Punkten und legte in Session zwei noch drei drauf, davon zwei Centuries in der Höhe von 120 und 103 Punkten.

Als einziger Qualifikant bisher konnte sich Joe Swail für das Achtelfinale qualifizieren, der Stephen Lee deutlich mit 10:4 schlug.

In der ersten Montagssession findet das Match Ryan Day gegen Michael Judge seine Fortsetzung, Day führt 5:4. Der Rekordweltmeister liegt – nach einer tollen Leistung von Mark Allen – mit 3:6 hinten, Stephen Hendry muss sich steigern, wenn er gegen diesen „jungen Wilden“ bestehen will. Zudem steht das Match von Steve Davis gegen Stuart Bingham an.

Rücktritt-Gedanken auch bei Lee

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Wenn alle Ankündigungen von Rücktritten in den letzten paar Monaten wahr werden würde, dann gäbe es wahrscheinlich nur noch die Hälfte an Spielern in der nächsten Saison. Auch Stephen Lee, heute gegen Joe Swail klar ausgeschieden, spielt mit diesem Gedanken:

„Es geht mir auf die Nerven, dass ich meinen Koffer nur packe um ihn dann gleich wieder auszupacken. Das ist niederschlagend. Es ist enttäuschend, um es milde auszudrücken. Ich bin seit zwei Spielzeiten schlecht.“

„Ich werde warten und sehen, ob ich aufhöre, aber wenn man Arbeit investiert und dann keine Belohnungen bekommt ist das hart.“

„Snooker ist manchmal sehr grausam. Es beeinträchtigt dich dann mental und kann dich schnell überwältigen.“

Zuvor hatte Lee in seinem Erstrunden-Match gegen Joe Swail nur vier Frames gewonnen, davon drei in der ersten Session.

Swail: „Ich denke er wird seine Meinung ändern und ich hoffe es auch, aber ich kann verstehen wie er sich fühlt, ich bin ja auch schon einmal vom 10. auf den 50. Platz gefallen.“

(Quelle: BBC)

Deutsche ohne Chance in der PIOS-Wertung

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In der Main-Tour-Qualifikationsserie PIOS hat es kein Deutscher geschafft unter die ersten Acht zu kommen. Ein Platz dort hätte nächste Saison einen garantierten Platz auf der Main Tour bedeutet.

Die deutschen Spieler muss man in der unteren Hälfte des Tableaus suchen, Itaro Santos ist als bester noch 65., Patrick Einsle und Lasse Münstermann folgen auf den Plätzen 77 und 82. Sascha Lippe ist 117.

Das schlechte Abschneiden liegt auch darin begründet, dass es oft zu Turnierauslassungen kam. Zudem waren die Ergebnisse über die Saison gesehen nicht gut genug.

Die WSA darf sich aber auf spannende Talente freuen: Mit Lewis Roberts (8.) und Jamie Jones (4.) kommen kommt auch zwei ein Newcomer auf die Main Tour. Auch der Empfänger des ersten Paul-Hunter Stipendiums hat den Sprung auf die Tour geschafft, Daniel Wells qualifizierte sich als 6.

Den Sieg in der Serie trug Kuldesh Johal vor Peter Lines und Simon Bedford davon, auch Matthew Couch werden wir wieder auf der Main Tour begrüßen dürfen. Genauso wie Paul S. Davison und Jamie Jones, der die schon nach einem Jahr in der 2. Liga wieder ganz oben mitspielen darf dürfen.

(Korrektur: 19:43 Uhr)

O’Sullivan entschuldigt sich

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Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet hat sich Ronnie O’Sullivan für seine unangebrachten Kommentare bei den China Open entschuldigt. Er sei von seinem Verhalten beschämt schreibt die Nachrichtenagentur.

O’Sullivan: „Ich war wütend auf mich selbst, weil alles was ich tat das genaue Gegenteil von dem war, was mein Dad mir beigebracht hat. Ich war eher dort um unter die Leute zu kommen und zu netzwerken, als um ein Snooker-Turnier zu gewinnen. Dad hat mir eingeimpft, wie man ein Sieger wird. Er würde sich für mich schämen, wenn er wüsste wie unprofessionell ich in China war.“

Damit hat O’Sullivan kurz vor seinem ersten WM-Spiel gegen Liu Chuang doch noch zu einer Entschuldigung gefunden. Ob das die WSA-Offiziellen aber besänftigen kann darf bezweifelt werden.

WM ’08 bei Eurosport

Saisonhöhepunkt in Sheffield. Das ganze Geplänkel um die Plätze für das wichtigste Turnier der Saison ist vorbei. Es wird ernst. 17 Tage lang werden die Besten der Besten gegeneinander spielen. Über Distanzen, die es sonst so im Snooker nicht gibt. Und am Ende wird wieder eine Überraschung auf dem Pokal eingraviert. Es gibt keine klaren Favoriten. Jeder ist Außenseiter, der eine ein wenig mehr, der andere ein wenig weniger.

Dank Eurosport muss man von diesem Spektakel nichts verpassen. Jeden Tag gibt es Live-Snooker - und die wenigen Sessions, die es nicht ins TV schaffen werden im Internet ausgestrahlt. Hier aber nun das TV-Programm:

DatumUhrzeitArt
Samstag, 19.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
17:00 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 20.4.2008 11:00 12:30 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Montag, 21.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Dienstag, 22.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Mittwoch, 23.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
16:30 18:00 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Donnerstag, 24.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live (?)
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Freitag, 25.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Samstag, 26.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:30 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 27.4.2008 20:00 23:00 Eurosport Live
Montag, 28.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Dienstag, 29.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Mittwoch, 30.4.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:45 23:00 Eurosport Live
Donnerstag, 1.5.2008 15:00 18:45 Eurosport Live (Unterbrechung v. 18:00–18:15)
20:00 23:00 Eurosport Live
Freitag, 2.5.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:00 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Samstag, 3.5.2008 11:00 14:00 Eurosport Live
15:30 18:45 Eurosport Live
20:00 23:00 Eurosport Live
Sonntag, 4.5.2008 20:00 20:30 Eurosport Aufzeichnung (Finale 1. Session)
20:30 23:30 Eurosport Live (Finale 2. Session)
Montag, 5.5.2008 15:30 18:00 Eurosport Live (Finale 3. Session)
20:30 23:30+ Eurosport Live (Finale 4. und letzte Session)

Quelle: Eurosport/Rolf Kalb / Alle Angaben ohne Gewähr

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