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Carter und Maguire in ganz großer Form

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Nachdem Peter Ebdon gestern schon in das Viertelfinale der EM erreicht hat, sind heute Ali Carter, Ryan Day und Stephen Hendry nachgezogen.

Bereits am Morgen hatte sich Ryan Day gegen den Weltmeister John Higgins durchgesetzt, der unter anderem die seiner Meinung nach schlechten Tische für seine Niederlage verantwortlich machte: „Die Banden sind völlig unbespielbar. Ich muss betonen, dass Ryan den Sieg verdient hat und die Verhältnisse die selben für beide Spieler waren, aber es war eine Lotterie über die Banden zu spielen.“

Kurios ist, dass die Tische heute, also mitten im Achtelfinale neu bezogen werden – allerdings nicht wegen Higgins Beschwerde.

Nach dem gestrigen 8:8-Ausgleich konnte sich Day durchsetzen – er gewann die ersten drei Frames mit Breaks von 2×48 und 46 Punkte bevor Higgins überhaupt zum Zug kam und einen Frame einem 83er-Break gewann. Doch das konnte seine Niederlage nicht mehr verhindern. In den nächsten beiden Frames konnte er keine Punkte mehr holen, Day spielte weitere Breaks von 2×48 und 69 Punkten und holte sich so den Sieg.

Ding Junhui musste bereits die Segel streichen, gegen Stephen Hendry spielte er einfach nicht auf dem Niveau, das wir von ihm gewohnt sind. Beim Stande von 11:5 konnte Hendry mit dem zweiten Century des Matches seine Vormachtstellung im Match ausbauen. Ding stemmte sich dann noch einmal gegen die Niederlage und spielte Breaks von 79 und 63 Punkte. In Frame 20 schaffte Hendry dann den Spurt über die Ziellinie – mit einem 70er-Break.

Ali Carter baute seine Führung gegen Shaun Murphy in ihrer zweiten Session aus: Die ersten beiden Frames gewann er bevor Murphy sein können zeigen konnte und durch ein 60er-Break seinen dritten Frame gewinnen konnte. Danach dominierte allerdings Carter wieder das Spiel und gewann vier Frames in Folge und hätte im Letzten Frame schon alles klar machen können. Das hätte beiden die letzte Session am Abend gespart. Doch Murphy gewann einen umkämpften Frame.

In der dritten Session ging es dann ganz schnell. Mit einem 45er-Break gewann Carter Frame und Match.

Derweil spielt Stephen Maguire wie von einem anderen Stern. Neil Robertson wurde förmlich überrollt, sein höchstes Break war 33 Punkte! Maguire spielte Serien von 56, 54, 131, 63, 110, 79 und 67 Punkte und ließ Robertson damit keine Chance. Damit könnte Maguire morgen schon den Sack zumachen, ihm bleiben acht Frames um fünf davon zu gewinnen. Wenn er seine heutige Form findet, wird das kein Problem damit haben.

Auch Ronnie O’Sullivan zeigte sich in seinem Achtelfinale gegen Mark Williams gut aufgelegt. Mit dem bisher höchsten Turnierbreak (140 Punkte) schaffte er ein zusätzliches Highlight direkt nach dem Mid-Session-Interval. Er hatte schon den ersten Frame knapp gewonnen, musste dann den Ausgleich hinnehmen. Frame drei gewann er wieder, doch Williams konnte erneut gleichziehen.

Erst nach der Pause konnte O’Sullivan seinen Vorsprung auf drei Frames ausbauen, er spielte Breaks von 140, 81 und 59 Punkte, Williams schaffte erst im letzten Frame den Anschluss mit einer Serie von 88 Punkten schaffen. Dabei spielte er – als der Frame schon sicher war – eine Kombination, die ganz deutlich auch O’Sullivan erfreute.

Ebdon erster Viertelfinalist

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Peter Ebdon steht als erster Spieler im Viertelfinale der WM, er schlug Selby-Bezwinger Mark King mit 13:9. Das einzige Century im Match spielte King mit einem 121er-Break in der letzten Session des Matches. Zuvor hatte Ebdon mit 5:3 nach Session 1 geführt und seinen Vorsprung in der zweiten auf 10:6 ausgebaut.

Im zweiten Achtelfinale zwischen John Higgins stand es nach der zweiten Session gegen Ryan Day Unentschieden, 8:8. Vor dem Mid-Session-Interval knallte der Weltmeister nach einem verlorenen Frame als Zeichen seiner Aufgabe die Weiße per Hand so gegen die kurze Bande, dass diese vom Tisch sprang, was von den Zuschauern mit Buh-Rufen kommentiert wurde.

Higgins hatte bis dahin drei von vier Frames verloren, und auch der Frame nach dem Interval verlor er. Mit zwei gewonnen Frames im Anschluss konnte Higgins das Match – nach der 5:3-Führung vom Vortag – wieder anführen bevor Day den Ausgleich im letzten Frame der Session schaffte.

Zwischen Stephen Hendry und Ding Junhui scheint nach 2 gespielten Sessions alles für Stephen Hendry zu sprechen. Nur noch zwei Frames benötigt der 7-fache Weltmeister gegen den chinesischen Hoffnungsträger beim Stand von 11:5. Dings Spiel war dabei durch Fehler geprägt, die man so normalerweise nicht bei ihm sieht. Einfache Lochfehler und Stellungsfehler prägten sein Spiel.

Doch auch Stephen Hendrys Spiel zeugte nicht von Exzellenz, seine Führung müsste sonst höher ausfallen. Nur ein Century-Break ist eine schwache Bilanz in diesem Match der Break-Builder, Hendry spielte es gleich im ersten Frame der ersten Session. Dings Bestmarke liegt in diesem Spiel bei 2×94 Punkten.

Ali Carter hat in seiner ersten Session Mitfavorit Shaun Murphy förmlich deklassiert: Eine Übernacht-Führung von 6:2 wurde wohl von den wenigsten Snookerexperten erwartet.

Schock-Ergebnis für Doherty

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Vier Qualifikations-Matches musste Liang Wenbo überstehen um sich zum ersten mal in seiner Karriere für die Endrunde eines Weltranglistenturniers zu qualifizieren. Ausgerechnet bei der WM schaffte er dieses Kunststück. Seiner Liste von nicht unbekannten Opfern (Woollaston, Lawler, Gilbert, McCulloch) hat er nun einen weiteren Namen hinzugefügt: Ken Doherty.

Bereits am Mittwoch morgen war der Chinese der bessere Spieler, er gewann 7 von 9 Frames und spielte dabei Breaks von 2×40, 76, 58, 68, 51 und 95 Punkten. Ken Doherty fehlte das letzte Quäntchen Sicherheit um dagegen zu halten. Am Abend kam der Ire dann noch einmal heran, gewann zwei Frames in Folge. Doch Liang Wenbo – der nicht überragend aber konstant spielte – gelang es dagegen zu halten.

Nach Dohertys höchstem Break in Frame 13, einer 69er-Serie, antwortete der Chinese mit zwei Frames, die er nach einem Safetyaustausch gewann. Der nächst Gegner von Liang ist Joe Swail.

Graeme Dott verlor gegen Joe Perry mit 7:10- Dabei gelangen Perry in der Abschlusssession noch zwei Centuries (104 und 132 Punkte), Doherty spielte eine 126.

Dave Harold lag schon 7:2 nach der ersten Session zurück, gewann jedoch den ersten Frame in der zweiten Session. Sein Gegner, Shaun Murphy, ließ jedoch nichts mehr anbrennen. Breaks von 102, 72 und 73 Punkten reichten ihm zum klaren 10:3-Sieg.

Ronnie O’Sullivan konnte einen kleinen Vorsprung gegen den Debütanten Liu Chuang mit über die Nacht retten: 5:4 steht es dort, O’Sullivan wird sich steigern müssen um die zweite Runde sicher zu erreichen. Im letzten Jahr hatte er den Chinesen Ding Junhui in der ersten Runde mit 10:2 aus der Halle gefegt.

Dieses Jahr schwingt Stephen Maguire den Besen: 8:1 führt er gegen Anthony Hamilton.

Zudem finden die beiden Achtelfinalspiele zwischen Mark King und Peter Ebdon sowie zwischen John Higgins und Ryan Day mit ihrer ersten Session statt.

Das Glück des Tapferen

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Chapeau, Graeme Dott.

Hinter dem Schotten liegt nun ein auch sportlich, vor allem aber persönlich brutales Jahr, zu dessen Abschluss er gegen den ausdrücklichen Rat des ihn wegen Depressionen behandelnden Psychologen und seinen eigenen ursprünglichen Entschluss zur Weltmeisterschaft antrat.

Dott schied zwar gegen einen sich phasenweise in einen Rausch spielenden Joe Perry letztlich mit 7-10 aus, bewies jedoch Kampfgeist ebenso wie Können und Mut, auch riskante Pots anzugehen.

Natürlich ist es viel zu früh, ihn auf dem Wege des Besserung zu wähnen, natürlich war ihm die Verunsicherung ob des eigenen Leistungsvermögens in der zweiten Session phasenweise anzumerken. Aber es wäre Graeme Dott zu wünschen, dass er nunmehr einen Strich unter ein katastrophales Jahr ziehen und bei null beginnen kann.

In Sachen Rangliste könnte Dott im Übrigen durchaus Glück haben. Derzeit sieht es so aus, als könnte Dott davon profitieren, dass die meisten Spieler, die ihm im Provisional im Nacken saßen, bereits die Heimreise antreten müssten. Das Glück des in diesem Falle Tapferen könnte mit ihm sein.

Ding schlägt Fu denkbar knapp

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Im Duell der Chinesen hat sich Ding Junhui gegen Marco Fu durchgesetzt. Das Spiel, dessen Session am Morgen begann und am Abend endete, war hochklassig, es gab nur drei Frames in denen kein Break von mehr als 40 Punkten gespielt wurde.

Schon am Anfang sah es so aus, als ob Ding Junhui das Spiel dominieren könnte, er gewann die ersten beiden Frames, gab dann einen ab. Dann jedoch drehte er auf: Noch vor der Pause spielte er das erste Century, legte Breaks von 87 und 99 Punkten nach. Es stand schon fest, dass er als Führender in die große Pause bis zur Abendsession gehen würde.

Dann entschied sich aber Marco Fu den Kampf noch einmal aufzunehmen. Er spielte erst eine 78er-Serie und ließ 2 Centuries folgen (103 und 100 Punkte), wodurch das Ergebnis mit 5:4 erträglich wurde.

Abends dann fügte er seiner beeindruckenden Breakserie noch ein 96er hinzu bevor er einen umkämpften Frame gewann um erstmals im Match in Führung zu gehen. Das gefiel Ding Junhui ganz und gar nicht. Der junge Chinese machte einige unnötige Fehler und ließ sich so die Butter fast vom Brot nehmen.

Ding glich aus, doch Fu gewann den nächsten Frame zur erneuten Führung, 7:6. Plötzlich hatte Ding Junhui wieder die Spiellust gepackt, Breaks von 97 und 114 Punkten waren die Folge und damit die erneute Führung. In den nächsten beiden Frames wurden geteilt. Ding fehlte noch ein Frame um in die Runde der letzten 16 einzuziehen, doch Fu glich mit einem 72er-Break aus.

Im Decider dann der Vorteil für Ding Junhui, Fu verschoss eine Rotem, die sich dann direkt vor eine Tasche stellte. Ding nahm das Geschenk dankend an, hatte dann aber keine Position mehr auf Farbe. Wenig später sollte er aber noch eine Chance bekommen: Ein 76er-Break zum Abschluss dieses Matches bescherte ihm den Sieg. Dings Gegner im Achtelfinale: Stephen Hendry.

Schock für Selby

Einer der Favoriten ist ebenfalls schon ausgeschieden: Mark Selby hat seine Titelambitionen nicht erfüllen können und schied gegen einen toll aufspielenden Mark King mit 10:8 aus. Dabei hatte Selby über Nacht mit 5:4 geführt.

Mit Breaks von 43, 73, 42 und 63 Punkten konnte Mark King jedoch schnell den Ausgleich schaffen und sich mit drei Frames Vorsprung absetzen. Selby kam dann noch einmal auf 8:7 heran indem er mit Breaks von 40 und 108 Punkten zwei Frames gewann, doch King konterte mit 116 Punkten am Stück.

Noch einmal kam Selby heran bevor King mit einer 71er-Serie alles klar machen konnte. Mark Kings Gegner im Achtelfinale wird Peter Ebdon sein, der sich ja denkbar knapp mit 10:9 gegen Jamie Cope durchbeißen musste.

Williams klar weiter

Für die bisher eindeutigste Entscheidung bei der WM hat Mark Williams gesorgt. Gegen Mark Davis gewann er mit 10:3. Er war mit einer 8:1-Übernachtführung im Crucible angekommen und gewann den ersten umkämpft-zerfahrenen Frame. Dann konnte aber Davis zeigen, dass er auch Snooker spielen kann und gewann 2 Frames (Breaks von 62 und 46 Punkten).

Das Williams mit seinem Spiel unzufrieden war konnte man überdeutlich sehen und hören: Als er in Frame 12 einen einfachen Ball verschoss knallte seine Hand auf die Bande, er machte sich seinem Ärger luft.

Doch seine Antwort konnte sich sehen lassen: 79 Punkte in Serie bedeuteten den Sieg in diesem einseitigen Match.

Williams Gegner wird wohl Ronnie O’Sullivan sein, es sei denn dem gelänge es nicht sich gegen den 17jährigen Qualifikanten Liu Chuang durchzusetzen. Heute Mittag ab 15:30 Uhr wissen wir genaueres.

Ihre erste Session haben auch Graeme Dott gegen Joe Perry hinter sich, der Weltmeister von 2006 liegt mit 4:5 zurück. Shaun Murphy konnte gegen Dave Harold sieben der ersten neun Frames gewinnen. Zudem beginnen die Matches Ken Doherty – Liang Wenbo (das am Abend beendet wird) und Stephen Maguire gegen Anthony Hamilton. Vom O’Sullivan-Match mal ganz abgesehen.

Rückt die Weltspitze enger zusammen?

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Im letzten Jahr gab es in der ersten Runde der Weltmeisterschaft drei Begegnungen, die über die volle in dieser Runde mögliche Distanz von 19 Frames gingen. Diese Zahl ist in diesem Jahr bereits jetzt, da erst 11 der 16 Begegnungen der ersten Hauptrunde überhaupt begonnen wurden, egalisiert, zudem gab es zwei Partien, die mit 18 Frames knapp an der vollen Distanz vorbeischrammten (im Vorjahr keine einzige). In einer der bereits begonnenen Partien (Ding Junhui gegen Marco Fu) deutet sich nach der ersten Session ein ebenfalls knapper Ausgang an. Woran liegt das?

Rückt die Weltspitze allgemein enger zusammen? Sicherlich. Wir haben eine Saison erlebt, in der nicht ein Spieler (wie etwa in den Glanzzeiten eines Stephen Hendry oder Steve Davis) die Main Tour dominierte – statt dessen haben mit Shaun Murphy, Ronnie O’Sullivan, Stephen Maguire und Mark Selby gleich vier Spieler der Saison ihren Stempel aufdrücken können, mit Einschränkung könnte man den diesjährigen Grand-Prix-Gewinner Fu hinzuzählen.

Längst gibt es mehr Spieler auf Top 16-Niveau als nur 16 – und selbst jenseits der Top 32 wird die Leistungsdichte höher. Die Tatsache, dass sich mit Liang Wenbo (Nr. 66 der offiziellen Rangliste), Mark Davis (Nr. 43) und Michael Judge (Nr. 34) drei Spieler für die WM qualifizieren konnten, die nicht in den Top 32 stehen, illustriert das – ganz abgesehen vom wackeren Qualifikanten Liu Chuang, der im Provisional vor der WM gerade mal die Nr. 91 war.

Verzerrt die Setzliste, welche bekanntlich auf der offiziellen Weltrangliste und somit auf den Ergebnissen der zurückliegenden zwei Spielzeiten basiert, die Favoritenrollen? Auch das stimmt zumindest teilweise. Die bereits ausgeschiedenen Gesetzten Stephen Lee und Davis waren beide bereits vor der WM im Provisional Ranking aus den Top 16 gefallen. Mit Mark Williams, Ken Doherty und Graeme Dott laufen weitere Spieler zumindest Gefahr, ihren Platz unter den Gesetzten bei einem schlechten Abschneiden in Sheffield zu verlieren.

Für den Sport kann all das letztlich nur gut sein, denn eine höhere Leistungsdichte verspricht natürlich auch ein höheres Niveau, mehr Druck für die gesetzten Topspieler und spannendere Turniere und Spiele.

Steve Davis Aufholjagd wird nicht belohnt

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Dieses Spiel wird Anwärter auf das Spiel der Saison: Steve Davis und Stuart Bingham lieferten sich ein emotionales, hartes aber hochwertiges Match.

Alles begann am Morgen als Stuart Bingham mit 3:0 in Führung ging bevor Davis auf 2:3 heran kam. Er sollte nur einmal in diesem Match ausgleichen können. Mit kleineren Serien von 58 Punkten auf beiden Seiten kämpfte man sich auf ein 6:3 für Stuart Bingham.

Doch was in der Abendsession folgte übertraf das morgendliche Vorgeplänkel bei weitem: Bingham gewann die ersten beiden Frames und zog auf 8:3 davon. Davis schien geschlagen zu sein, er konnte seine Leistung nicht abrufen und verschoss einfachste Bälle.

Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend und das Snookermatch nicht vor dem entscheidenden Frame loben: Mit Breaks von 65, 68, 81, 51 und 67 Punkten schaffte es Steve Davis wieder heran zu kommen und auszugleichen.

Der folgende 18. 17. Frame sollte vor Spannung kaum auszuhalten sein. Auf die letzte Pinke ging es dann um die Wurst, ein Safety-Duell bei dem Pink und Weiß immer wieder von beiden hinter die Schwarze gelegt wurde. Das geschah in der nähe der linken Mitteltasche, wo Bingham die Weiße dann nur gegen die Backe drücken konnte und Davis den Einsteiger stehen ließ, den dieser auch lochte. Nun fehlte Davis nur noch die Schwarze um zum ersten Mal in diesem Match in Führung zu gehen.

Der Altmeister verschoss allerdings und die Kugel lief vor die gegenüberliegende Ecktasche, wo sie von Bingham locker zu verwandeln war. Dieser ging damit in Führung und holte sich mit einem 59er-Break dann auch den entscheidenden 18. Frame.

Vor allem Davis Safety und Breakbuilding konnte in seiner starken Phase überzeugen, Bingham war ihm jedoch in den anderen Phasen zu weit überlegen, als dass er sich davon einschüchtern lassen musste.

Allen verliert doch noch

Mit einer 6:3-Führung hatte Mark Allen die Session am Sonntag beendet, nun galt es diesen Vorsprung auszubauen. Doch Stephen Hendry kam besser in das Match, gewann den ersten Frame mit 56:51 und schaffte mit zwei Frames in den 60ern den Ausgleich. Erst dann fand Allen in seinen Spielfluss, spielte Breaks von 47 und 89 Punkte, was ihm zwei Frames sicherte und damit eine 8:6-Führung.

Doch Hendry hielt dagegen, gewann den nächsten Frame und stand dennoch mit dem Rücken zur Wand als Allen seine Führung auf 9:6 ausbauen konnte. Hendry blieb natürlich dran und gewann den nächsten Frame deutlich. Dann das unfassbare: Allen führte schon mit 66 Punkten bevor Hendry an den Tisch kam und mit 67 Punkten gerade so sein Erstrundenaus verhindern konnte. Im Entscheidungsframe kam Hendry schließlich in ein Break, welches Allen keine Konterchance ließ.

Ryan Day klar weiter

Michael Judge spielte gegen den klaren Favoriten Ryan Day gut mit, konnte aber am Schluss nicht mithalten. Dabei hatte es nach der ersten Session vom Sonntag nur 5:4 für Day gestanden.

Die ersten vier Frames dominierte Day dann aber in der abschließenden Session, Breaks von 75, 104, 63 und 96 Punkten bauten seine Führung auf 9:4 aus bevor Judge mit Serien von 104 und 74 Punkten aufholte. Im umkämpften 16. Frame gewann dann aber Day, dessen Achtelfinal-Gegner Weltmeister John Higgins sein wird.

In den beiden Begegnungen, in denen heute die erste Session stattfand, führt Mark Selby gegen Mark King knapp mit 5:4, während Mark Williams gegen Mark Davis deutlich mit 8:1 führt. (Für die verwirrende Häufung der Vornamen ist vermutlich alleine die WSA schuld!)

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