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Wer, wie, was, wo? Liang Wenbo.

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Nach O’Sullivans neuntem Maximum-Break (Weltrekord), seinem dritten in der laufenden Saison (Weltrekord!) und seinem dritten im Crucible Theatre (Weltrekord!!) mussten sich die verbleibenden vier Achtelfinalisten sich schon etwas Großes einfallen lassen um sich einzuprägen.

Zuerst standen Stuart Bingham und Joe Perry im Mittelpunkt. Perry war mit einem 9:7-Vorsprung in die entscheidende Session gestartet, doch Bingham gelang es mit einem 65er-Break dran zu bleiben. Auch die 67er-Serie konnte er kontern und spielte mit 137 Punkten in Folge das bisher dritthöchste Break des Turniers. Die nächsten drei Breaks gehörten aber dann doch Joe Perry, der im 22. und letzten Frame mit 55 Punkten am Stück den Tisch leer räumte und damit den Frame gewann.

Auch Liang Wenbos Vorsprung betrug 2 Frames vor dieser Entscheidenden Session. Und er hätte sich nicht träumen lassen, dass es noch so knapp mit einem Weiterkommen werden würde. Mit einem 51er-Break baute er seine Führung erst einmal aus. Sein Gegner, Joe Swail, hielt aber dagegen und spielte eine 65er-Serie. Doch Liang baute seine Führung konsequent auf 12:8 aus, dabei gelangen ihm Breaks von 123 und 60 Punkten.

Swail musste nun fünf Frames in Folge gewinnen. Und machte sich sofort daran. Mit Serien von 133 und 105 Punkten kam er wieder auf 12:10 heran. In Frame 23 dann wurde es ganz knapp. Liang kam ins Match nachdem Swail verschossen hatte lag im Endspiel auf die Farben vorne, lochte Blau. Und zeigte die Siegerfaust.

Diese Geste sollte ihm zum Verhängnis werden. Die sich anschließende Pinke verschoss er nämlich. Nach einem Foul von Liang, Swail brauchte schon Snooker, spielte Swail noch einmal eine Safety und Liang Wenbo stellte dann die Pinke vor die Tasche. Das war die Chance für Swail – 11:12 aus seiner Sicht.

In Frame 24 gewann Swail nach einem 66er–Break. Liang hatte 34 Punkte vorgelegt, musste dann aber aussteigen. Im zerfahrenen 25. und letzten Frame konnte Liang dann die Vorteile auf seiner Seite halten. Ein 36er-Break sorgte für einen lachenden und springenden Chinesen.

Er ist kein chinesischer Spieler der ersten Generation. Sein Auftreten erinnert an einen bestimmten Entertainment-Snookerspieler – und ich verrate keine Geheimnisse, wenn ich sage, dass wir morgen wirklich ein tolles Match zwischen O’Sullivan und Liang sehen werden. Im Training verlor O’Sullivan übrigens 3:10.

„So gut, wie man diesen Sport nur ausüben kann“

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„147, Frame and Match Ronnie O’Sullivan“ verkündete Schiedsrichter Eirian Williams. Ronnie O’Sullivan, „The Rocket“, hatte mal wieder gezeigt, was er kann.

Mark Williams wurde von O’Sullivan die ganze Zeit auf Distanz gehalten, der sein Match eingeteilt hatte und in Session Nummer 3 so schnell wie möglich den Schlussstrich unter seinen Viertelfinal-Auftritt ziehen. O’Sullivan hatte Spiellaune, holte sich den ersten Frame der Session beim Stand von 9:7 mit einem 71er-Break. Baute seine Führung dann weiter mit einem 60er-Break aus.

Das folgende 100er-Break nutzte O’Sullivan zum warm werden, die Kugel fielen so wie er das wollte. Und als er dann warmgespielt war legte er noch ein Maximumbreak oben drauf und gewann damit das Match. „Nachdem er die erste Rote gelocht hatte, schaute ich mir die Bälle auf dem Tisch an und sagte nur noch ‚Maximum‘. So gut ist der Junge.“, sagte John Parrot nach dem Match anerkennend.

Und er fügt hinzu: „Wenn ich ehrlich sein soll: Wenn er so weiter spielt wird er das Turnier gewinnen. So einfach ist das.“

„Allerdings“, so John Parrot, „wir sollten in der Aufregung um das Maximum nicht vergessen, dass Mark Williams nun nicht mehr zu den besten sechzehn der Welt gehört und er nun mit solchen wie mir in die Qualifikation zu Ranglistenturnieren gehen muss.“

Stephen Maguire und Neil Robertson kamen vom anderen Tisch herüber und O’Sullivan zu gratulieren, dabei waren beide gerade in der letzten Session ihres eigenen Achtelfinalmatchs. Und da hatte Maguire nach dem ersten Frame von session zwei schon mit 9:0 vorne gelegen bevor der Australier in die Gänge kam und die Session mit 5:3 gewann. Maguire benötigte also nur noch zwei Frames.

Doch zuerst konnte sich Robertson zwei weitere Frames holen in denen Maguire nicht einen Punkt machen konnte. Beinahe wäre das Spiel gekippt, wie auch Maguire danach zugab: „Ich war nicht so beunruhigt, als Neil den Anschluss schaffte, wenn er bis auf einen Frame herangekommen wäre, dann hätte ich zu zittern begonnen.“

Doch er behielt die Nerven und spielte ein Break von 100 Punkten bevor er ein 47er-Break mit einer Serie von 63 Punkten zum Sieg konterte.

(Quellen: BBC und BBC)

Saisonnachschlag in China

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Mit dem „World Snooker Jiangsu Classic“ wird es vom 6.–8. Juni ein weiteres (Einladungs-)Snookerturnier in Nanjing, China stattfinden. Nanjing ist in der Nähe von Ding Junhuis Heimatstadt Wuxi City, wo es eine zweitätige Exhibition-Tour geben soll.

Ding dazu: „Nanjing ist eine schöne Stadt, und ich bin mir sicher, dass alle Spieler die Veranstaltung geniesen werden. Es ist toll ein weiteres Turnier in China neben den beiden Weltranglisten-Turnieren zu haben. Je mehr Turnniere wir haben, desto stärker wird Snooker in China wachsen.“

Neben acht der Top-Professionals werden vier asiatische Wild-Card-Spieler antreten. Nicht mit dabei sind auf jeden Fall die Spieler der Higgins’schen World Series, die am selben Wochenende in Warschau antreten.

(Quelle: World Snooker)

Shaun Murphys Gesetz

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„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“
(Murphys Gesetz)

Shaun Murphy war in der für ihn nach seinem gestrigen Aus gegen Ali Carter bereits beendeten Main Tour-Saison 2007/08 „Mister Konstanz“. Vom Shanghai Masters zu Saisonbeginn abgesehen, bei dem er in der ersten Runde an Ian McCulloch scheiterte, holte Murphy bei jedem Ranglistenturnier vor der WM mindestens 3200 Ranglistenpunkte, stand dabei viermal im Halbfinale und einmal im Finale. Als logische Konsequenz war Murphy vor der WM die Nummer 1 im Provisional Ranking. Im Grunde also eine fantastische Saison, und doch bleibt ein schaler Beigeschmack.

Gewonnen hat Murphy – sieht man vom Einladungsturnier Malta Cup ab – nichts.

Er wird definitiv nicht zum zweiten Mal nach 2005 Weltmeister werden. Auf Platz 1 der offiziellen Weltrangliste hätte er nur noch eine Chance, wenn Ronnie O’Sullivan und Stephen Maguire beide im Achtelfinale noch ausscheiden sollten – beide führen jedoch in ihren Achtelfinalbegegnungen, Murphys Erzrivale Maguire sogar überirdisch deutlich.

Überhaupt, O’Sullivan und Maguire: Murphy unterlag in zwei seiner Halbfinals dieser Saison O’Sullivan, in zwei weiteren und dem Finale der China Open musste er Maguire die Hand zum Sieg schütteln. Man kann noch so konstant (und dabei zweifelsohne gut) spielen – es nützt wenig, wenn man die „Big Points“ vergibt. Unter den vier Spielern, die diese Saison dominierten und damit die ersten vier Plätze des Provisional belegen, ist Murphy der einzige, der 2008 kein Ranglistenturnier gewinnen konnte.

Carter und Maguire in ganz großer Form

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Nachdem Peter Ebdon gestern schon in das Viertelfinale der EM erreicht hat, sind heute Ali Carter, Ryan Day und Stephen Hendry nachgezogen.

Bereits am Morgen hatte sich Ryan Day gegen den Weltmeister John Higgins durchgesetzt, der unter anderem die seiner Meinung nach schlechten Tische für seine Niederlage verantwortlich machte: „Die Banden sind völlig unbespielbar. Ich muss betonen, dass Ryan den Sieg verdient hat und die Verhältnisse die selben für beide Spieler waren, aber es war eine Lotterie über die Banden zu spielen.“

Kurios ist, dass die Tische heute, also mitten im Achtelfinale neu bezogen werden – allerdings nicht wegen Higgins Beschwerde.

Nach dem gestrigen 8:8-Ausgleich konnte sich Day durchsetzen – er gewann die ersten drei Frames mit Breaks von 2×48 und 46 Punkte bevor Higgins überhaupt zum Zug kam und einen Frame einem 83er-Break gewann. Doch das konnte seine Niederlage nicht mehr verhindern. In den nächsten beiden Frames konnte er keine Punkte mehr holen, Day spielte weitere Breaks von 2×48 und 69 Punkten und holte sich so den Sieg.

Ding Junhui musste bereits die Segel streichen, gegen Stephen Hendry spielte er einfach nicht auf dem Niveau, das wir von ihm gewohnt sind. Beim Stande von 11:5 konnte Hendry mit dem zweiten Century des Matches seine Vormachtstellung im Match ausbauen. Ding stemmte sich dann noch einmal gegen die Niederlage und spielte Breaks von 79 und 63 Punkte. In Frame 20 schaffte Hendry dann den Spurt über die Ziellinie – mit einem 70er-Break.

Ali Carter baute seine Führung gegen Shaun Murphy in ihrer zweiten Session aus: Die ersten beiden Frames gewann er bevor Murphy sein können zeigen konnte und durch ein 60er-Break seinen dritten Frame gewinnen konnte. Danach dominierte allerdings Carter wieder das Spiel und gewann vier Frames in Folge und hätte im Letzten Frame schon alles klar machen können. Das hätte beiden die letzte Session am Abend gespart. Doch Murphy gewann einen umkämpften Frame.

In der dritten Session ging es dann ganz schnell. Mit einem 45er-Break gewann Carter Frame und Match.

Derweil spielt Stephen Maguire wie von einem anderen Stern. Neil Robertson wurde förmlich überrollt, sein höchstes Break war 33 Punkte! Maguire spielte Serien von 56, 54, 131, 63, 110, 79 und 67 Punkte und ließ Robertson damit keine Chance. Damit könnte Maguire morgen schon den Sack zumachen, ihm bleiben acht Frames um fünf davon zu gewinnen. Wenn er seine heutige Form findet, wird das kein Problem damit haben.

Auch Ronnie O’Sullivan zeigte sich in seinem Achtelfinale gegen Mark Williams gut aufgelegt. Mit dem bisher höchsten Turnierbreak (140 Punkte) schaffte er ein zusätzliches Highlight direkt nach dem Mid-Session-Interval. Er hatte schon den ersten Frame knapp gewonnen, musste dann den Ausgleich hinnehmen. Frame drei gewann er wieder, doch Williams konnte erneut gleichziehen.

Erst nach der Pause konnte O’Sullivan seinen Vorsprung auf drei Frames ausbauen, er spielte Breaks von 140, 81 und 59 Punkte, Williams schaffte erst im letzten Frame den Anschluss mit einer Serie von 88 Punkten schaffen. Dabei spielte er – als der Frame schon sicher war – eine Kombination, die ganz deutlich auch O’Sullivan erfreute.

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