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Snookerblog

UK2006: Perry überrascht

Joe Perry hat das Match gegen Ken Doherty gedreht. Die Nummer 1 in den Provisional Rankings hatte nach dem ersten Tag mit 5:3 geführt, in der zweiten Session spielte Perry dann jedoch stark auf und holte sich vier Frames in Folge.

7:5 stand es als Ken Doherty fast wieder ins Spiel gefunden hätte. Mit einem 102er-Century-Break schaffte er zwar den Anschlusspunkt, Perry schlug jedoch zurück und gewann am Ende verdient mit 9:6. Perrys Gegner wird niemand anderes als John Higgins sein, der sich nach dem Ausscheiden Dohertys die erste Position im Ranking holen will. Dafür benötigt er einen Sieg.

Traumviertelfinale zwischen O’Sullivan und Hendry

Nachdem sich Ronnie O’Sullivan bereits am Vortag eindrucksvoll für das Viertelfinale qualifiziert hatte schlug nun auch Stephen Hendry zu und Mark Williams mit 9:6. Die Formkurve von Hendry scheint wie die von O’Sullivan steil ansteigend zu sein – wir können uns auf ein hochklassiges Match freuen.

Asienmeister Ding auf Höhenflug

Ding Junhui kommt derweil aus dem Feiern überhaupt nicht mehr heraus. Gegen Matthew Stevens musste der Chinese nur fünf Frames abgeben und steht ebenfalls im Viertelfinale in dem sein Gegner am Mittwoch Peter Ebdon sein wird.

Sieg für Davis im Mammutmatch

Die längste Schicht der Viertelfinalisten hat Altmeister Steve Davis hinter sich. Gegen Alan McManus gewann er mit 9:7 und trifft nun in der Runde der letzten Acht auf Weltmeister Graeme Dott.

Lasse Münstermann: „Konzentration, voller Fokus auf Snooker und auch ein gewisser Teil Aufopferung.“

Der deutsche Snookerhalbprofi Lasse Münstermann tritt im Januar erneut bei der Open Tour an, in der er versucht sich ein Main-Tour-Ticket zu erspielen. Im Interview mit Rolf Kalb von Eurosport beantwortet er Fragen dazu.

Ausschnitte gibt es hier, das volle Interview nur auf eurosport.de.

Lasse: „[Die Open Tour] ist auf jeden Fall eine sehr gute Vorbereitung für die Main Tour, wo ja im K.o.-Modus gespielt wird. Bei der Open Tour muss ich das erste Spiel gewinnen, um im Turnier zu bleiben. Zudem ist die Atmosphäre einfach ziemlich ähnlich.“

Die Unterschiede zwischen Profi- und Amateurbereich erklärt Münstermann so: „Den Amateurspielern fehlt einfach die Konstanz. Sie schaffen es einfach nicht, sechs Stunden am Stück gutes Snooker zu leisten. Profispieler können, auch wenn sie schlecht drauf sind, immer noch ein Hunderter-Break spielen.“

Auf die Frage, ob ihn der Job denn nicht manchmal langweile, antwortet der Spieler: „[Es ist] ein ganz normaler Job, der nicht jeden Tag Spaß machen kann. Wenn er aber auf der anderen Seite nicht überwiegend Spaß machen und mich reizen würde, wäre es sicherlich nicht sinnvoll, ihn auszuüben. Sechs Tage Training in der Woche heißt natürlich: Konzentration, voller Fokus auf Snooker und auch ein gewisser Teil Aufopferung.“

UK2006: Dott, Higgins und O’Sullivan stürmen ins Viertelfinale

Drei Favoriten sind am Montag ins Viertelfinale vorgeprescht. Graeme Dott schlug den Finnen Robin Hull mit 9:1. Hull schlug im Verlauf des Turniers Jeff Cundy, Jimmy White, Nigel Bond und Neil Robertson. Der Weltmeister hingegen musste in zwei Matches lediglich drei Frames einstecken und mausert sich zu einem Top-Favorit.

Auch John Higgins gewann sein Achtelfinale. Gegen Stephen Lee musste er sich nur zwei Frames abnehmen lassen. Im der nächsten Runde trifft der Wizzard of Wishaw auf Joe Perry oder Ken Doherty, der Ire führt nach der ersten Session mit 5:3.

Zum dritten Favoriten mauserte sich Ronnie O’Sullivan, der Steven Maguire mit 9:3 besiegte. Nach dem anstrengenden 9:8 gegen Ricky Walden konnte er endlich ein wirkliches Erfolgserlebnis verbuchen.

Auch Peter Ebdon hat das Viertelfinale erreicht. Gegen Stuart Bingham schaffte er einen 9:4-Sieg. Dort trifft er auf den Sieger aus dem Match Ding Junhui gegen Matthew Stevens. Der Chinese führt bisher mit 5:3.

Zwischen Genie und Wahnsinn: Ronnie O’Sullivan

7 Kommentare

O'Sullivan strahlt über seinen dritten Premier League-Titel in Folge

Er ist Mister Snooker-Superlativ, erfolgreichster, beliebtester und gleichzeitig umstrittenster Spieler auf der Main Tour: Ronnie O’Sullivan.

Letzte Woche setzte er sich mit einem unglaublichen 7:0 gegen Jimmy White durch, sein 22. Premier-League-Match in Folge ohne Niederlage bedeutete den dritten aufeinander folgenden Titel in diesem Wettbewerb.

Doch in dieser Woche blieb von seiner Souveränität nichts übrig: Gegen Ricky Walden musste er schwer kämpfen, kam gerade so durch ein 9:8 in die nächste Runde. Auch in den Provisional Rankings ist O’Sullivan bereits auf Platz 8 abgefallen.

Die Frage nach den Gründen für seine schwachen Leistungen ist schwer zu beantworten. In den vorhergehenden Spielzeiten war seine Spielweise durch Lustlosigkeit und sein B-Spiel geprägt. Sogar eine Pause vom Snookersport zog er in Betracht.

Doch diese Saison ist alles anders: Er hat Lust am Spiel, spielt teilweise einen Spielstil, der alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Leider bedeutet das aber auch Kamikaze. Im Fall der Premier League ging das gut, und auch bei der Northern Ireland Trophy sah es nach einem Erfolgsrezept aus: Lediglich Ding Junhui konnte ihn im Finale stoppen.

Doch die Gegner scheinen sich auf seinen Hurra-Stil einstellen zu können, beim Grand Prix war jedenfalls bereits im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Neil Robertson Schluss.

O’Sullivan begeistert weiter und wird auch in Zukunft die Massen mitreißen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es ihm auch gegönnt ist Turniere der Main Tour zu gewinnen. Seine derzeitige Platzierung spiegelt seine Leistungen momentan nämlich nur unzureichend wider.

UK2006: Hendry, Dott, Ding und Doherty am Samstag

Nach dem Ruhetag geht es am Samstag wieder mit spannenden Spielen und mit Eurosport-Liveübertragungen weiter.

Um 13 Uhr greift Stephen Hendry in das Geschehen ein. Er trifft auf Dave Harold, der in der Runde zuvor den gesetzten Robert Milkins mit 9:7 aus dem Turnier warf.

Auch Weltmeister Graeme Dott hat Samstag sein erstes Match. Sein Gegner ist Scott MacKenzie, der gegen Michael Holt extrem stark aufspielte und mit 9:0 gewann.

In der Abendsession, die frühestens um 19:30 Uhr beginnt, werden diese beiden Matches beendet.

Im Anschluss an diese beiden Matches werden der dreifache Asienmeister Ding Junhui und Ken Doherty zum ersten Mal in York an den Tisch treten. Ding spielt gegen Ryan Day (9:5 gegen Liu Song), Dohertys Gegner ist Mike Dunn (9:5 gegen James Wattana).

Eurosport berichtet von 15.30 Uhr an.

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