Ronnie O’Sullivan hat es geschafft, nach einem 0:2-Rückstand drehte er das Match und zeigte eine klasse Leistung. Letztlich gewann er 10:3.
Nach dem Spiel stellte er Ding Junhui ein großartiges Zeugnis aus: „Er wird ein mehrfacher Weltmeister sein.“ Heute war Dings Leistung jedoch alles andere als berauschend. In der zweiten Session brachte er nichts mehr zusammen, spielte teilweise sogar lustlos.
Ganz anders O’Sullivan, der davon sprach, dass er „ganz okay“ gespielt hätte und sich gerne noch besser am Tisch fühlen würde. Der Engländer und nun dreifache Masters-Champion spielte das beste Spiel des Turniers.
Im ersten Frame nach der Pause schaffte O’Sullivan ein Break von 96 Punkten. Doch Ding schlug zurück: Nach einem Break von 65 Zählern verschoß Ding den Frameball. Von 67 möglichen Punkten erspielte O’Sullivan sich 66 und gewann den Frame kapp möglichst.
Doch dann ein glanzlicht O’Sullivans: 143 Punkte in Folge. Im nächsten Frame dann ausnahmsweise kein Geld für das Paul-Hunter-Stipendium, O’Sullivan spielte zwei Breaks mit gerade mal 48 und 49 Zählern.
Dann ein kuriosum: Beim Stand von 9:3 steht Ding Junhui auf und will O’Sullivan bereits zum Sieg gratulieren – Dabei stand noch ein Mid-Session-Interval an. O’Sullivan nahm Ding dann in den Arm und führte ihn aus der Arena.
Nach dem Interval gewann O’Sullivan mit zwei Breakes (67 und 40 Punkte). Der Frame wurde durch Zwischenrufe aus dem Publikum gestört, die die tolle Atmosphäre ein wenig zerstörten. O’Sullivan winkte nur ab und spielte noch unbeeindruckt weiter.
Nach meiner Zählung gab es runde 110 Breaks von mehr als 50 Zählern, allein dreizehn im Finale. Dies bedeutet 5500 Pfund (etwa 8.370 Euro) für das Paul-Hunter-Stipendium.