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Snookerblog

Tag der Entscheidungen

Heute abend wird feststehen, wer in das Viertelfinale einziehen wird.

Ich bin überrascht, wie viele Spieler sich über die Geschwindigkeit der Tische beschwert haben. Man muss sich einfach anpassen und damit leben. Shaun Murphy

Der Sieger des Matches David Gray gegen Peter Ebdon wird auf den Titelverteidiger Shaun Murphy treffen. Momentan steht es 2:6 nach einer Session. Die Entscheidung hier könnte schon in der Morning-Session fallen – Ebdon fehlen noch sieben Frames zum Sieg.

Snookerspieler sind bekannt für ihren fairen Umgang miteinander – und wir sind stolz darauf. Marco Fu

Unentschieden, 8:8, steht es derweil nach zwei Sessions in der Begegnung Ken DohertyMatthew Stevens. Der Sieger aus dieser Partie wird auf Marco Fu treffen, der Alan McManus und Steven Maguire aus dem Turnier warf. Das Achtelfinale, das heute um 15:30 Uhr mit der letzten Session fortgesetzt wird, verspricht hohe Spannung.

Das war ein neue Ebene für mich, und wenn ich diese Leistung halte kann ich es hier weit bringen. Neil Robertson

Ebenfalls in der Afternoon-Session beendet wird das Match zwischen Nigel Bond und Graeme Dott. Letzterer liegt 10:6 vorne, doch sicher ist der Sieg noch nicht, immerhin hat Bond Steven Hendry aus dem Turnier gekickt. Gegner im Viertelfinale wird Neil Robertson sein, der sich gegen Stephen Lee mit 13:9 durchsetzen konnte.

Ich wusste beim Stand von 11:5, dass ich meine Schäfchen noch nicht im trockenen hatte, und ich hatte das Gefühl, das [Mark Selby] zurückkommen könnte, er hatte ja nichts zu verlieren. Mark Williams

Hochklassig, spannend und dramatisch. Das sind Wörter, die sich mit dem Match Ryan Day gegen Ronnie O’Sullivan verbinden könnten. Der junge Day zeigte sich gegen den ehemaligen Weltmeister in bestechender Form und trug seinerseits einiges dazu bei, dass das das 4:4 in der ersten Session nie langweilig wurde. O’Sullivan wird das nicht gefallen, aber er hat einen gleichwertigen Gegner gefunden. Die Frage ist jedoch ob Day dieses Niveau halten und ins Viertelfinale gegen Mark Williams einziehen kann. Gewinnt O’Sullivan könnte es ab morgen zu einem vorgezogenen Finale kommen.

Fu bestreitet Schummelei

Nach seinem 13:4-Sieg gegen Steven Maguire wies Marco Fu Vorwürfe zurück, er hätte geschummelt. Beim Spielstand von 11:4 hatte Fu mit dem langen Hilfsqueue die blaue Kugel gestreift, dies aber weder Schiedsrichter Eirian Williams, der es nicht gesehen hatte, noch seinem Gegner gemeldet.

Fu gewann den Frame und benötigte in der abschließenden Session nur noch einen Frame, den er sich durch ein 101-Punkte-Break sicherte.

Fu zu den Anschuldigungen: “Ich habe gestern im Teletext gelesen und da stand, dass ich die Blaue berührt hätte, aber ich wusste wirklich nichts davon.”

In der nächsten Runde trifft Fu auf den Sieger der Partie Matthew Stevens gegen Ken Doherty.

Hendry verliert nach dramatischem letzten Frame

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Neunzehn Frames hat das Erstrundenmatch zwischen Stephen Hendry und Nigel Bond gedauert, dazu jeweils 48 Punkte und eine “Respotted Black”.

Die ersten vier Frames wurden noch brüderlich geteilt, doch dann war Bond im Spiel und gewann vier Frames in Folge. Den letzten Frame der ersten Session sicherte sich Hendry und kam damit auf 3:6 heran, keine ganz schlechte Ausgangsposition.

Den ersten Frame der Abschlusssession gewann dann Bond knapp mit 66:65. Doch drei Frames für Hendry machten das Spiel, in dem es inzischen 6:7 stand, wieder spannend. Mit zwei weiteren Frames nach dem Mid-Session-Interval konnte er zudem erstmals wieder in Führung gehen.

Bond konterte, gewann einen Frame in dem ihm zwei Breaks von 45 und 52 Punkten gelang und zog gleich, 8:8. Und auch die nächsten beiden Frames wurden geteilt. Es ging in den “Final Frame” und der sollte es in sich haben:

Nachdem keine großen Breaks gelangen stand es 41:48 für Bond, der am Tisch war und lediglich die schwarze Kugel lochen musste, die zudem genau vor der Tasche lag. Bond lochte diese souverän, doch der weiße Ball hatte zuviel Wirkung und rollte in die gegenüberliegende Mitteltasche – Ausgleich für Hendry statt Framegewinn für Bond.

Ich zuckte zusammen als ich die Schwarze zum ersten mal lochte. Ich wusste im selben Moment, dass die Weiße auch fallen würde. Nigel Bond

Tumulte im Crucible, einige waren schon auf dem Weg aus der Arena und wurden lautstark zurückgerufen.

Die Schwarze wurde wiederaufgesetzt und ausgelost wer das Anfangsrecht hat. Hendry gewann die Auslosung und gab das Recht zum ersten Stoß an seinen Gegner ab, der die Weiße aus dem “D” auf die Schwarze spielte und “save” ablegte.

Im folgenden Savety-Austausch sah man Hendry seine Unsicherheit an, manchmal stimmte das Tempo der weißen, mal das der schwarzen Kugel nicht. Das nutzte Bond aus, lochte Schwarz und gewann gegen den 7-fachen Weltmeister.

Stephen hat mir schon einige Male eins übergebraten, es ist Zeit zurückzuschlagen. Nigel Bond

In der Match-Pressekonferenz war Hendry dann sprachlos, er sprach gerademal zwei Sätze. Auf die Frage ob es eine grausame Art war zu verlieren sagte er: “Das nehme ich an.” Eine Frage über seine Leistung während des Matches antwortete er gar nicht und “Dort wo die anderen auch sind” werde er diese Niederlage in seiner Karriere einordnen.

The Rocket is back

Ronnie O’Sullivan hat seine Titelambitionen eindrücklich untermauert. Gegen Dave Harold konnte der Weltmeister von 2001 und 2004 mit einem Century Break von 106 Punkten beginnen.

Und dabei sollte es nicht bleiben. In Frame 2 spielte er ein 67er-Break und im dritten immerhin eines mit 43 Punkten. Lediglich im Frame vor dem Mid-Session-Interval konnte er kein höheres Frame spielen. Trotzdem ging es mit 4:0 in die Pause.

Und aus der kam O’Sullivan gut erholt zurück: Mit 139 Punkten am Stück konnte er sich das bisher höchste Turnierbreak sichern und auch die beiden nächsten Frames gingen an den Spieler aus Chigwell. Dabei gelang ihm ein weiteres 70er-Break.

Und auch die beiden Frames, die David Harold zum Ende hin noch gewinnen sollte (inklusive 80er-Break), können nicht verbergen, dass O’Sullivan wieder eine Form erreicht hat in der er voll wettbewerbsfähig ist.

Morgen, in der abschließenden Session, benötigt O’Sullivan noch drei Frames um in die nächste Runde einzuziehen.

Paul Hunter spielte unter Schmerzen

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Während seinem Match gegen Neil Robertson wurde Paul Hunter von Schmerzen geplagt.

“Es war hart, weil mir das Spielen keinen Spaß machte, als ich krank war.”

“Ich dachte, dass ich hier nicht spielen konnte, weil ich ziemlich schlecht drauf war. Aber ich habe es ausgesessen und mich durchgekämpft.”

“Es ist ziemlich schwierig, weil ich jetzt rund um die Uhr schmerzen in meiner Seite habe, aber damit muss ich klar kommen.”

Hunter konzentriert sich nun auf die Behandlung seiner Krankheit: “Ich beginne mit der dritten Chemotherapie, die 16 Wochen dauern wird.”

“Mir geht’s schlechter als letztes Jahr. Mit dieser Behandlung versuchen wir den Krebs am Wachsen zu hindern, wenn das klappt versuchen wir ihn durch eine weitere Therapie schrumpfen zu lassen.”

Neil Robertson konnte seinen Sieg, 10:5, nicht feiern. “Ich hatte aus nachvollziehbaren Gründen keinen Spaß dabei.”

Der 24jährige, der nun gegen Stephen Lee antritt (Session 1: Do., 15.00 Uhr/ S2: Fr., 11.00 Uhr/ S3: Fr., 20.30 Uhr), fügte hinzu: “Ich habe versucht die Emotionen auszuschließen. Es ist nicht schön Paul kämpfen zu sehen. Ich wünsche ihm alles gute und hoffe, dass er es gut übersteht.”

(Quelle: BBC)

Das Snookerblog wünscht Paul Hunter ebenfalls alles Gute und eine erfolgreiche Therapie.

Krimi am grünen Tisch

"Ein Publikumsliebling nach dem anderen wurde in dieser Saison die Weltrangliste nach unten durchgereicht. So hat die Weltmeisterschaft ohne eindeutigen Anwärter auf die begehrteste Trophäe der Snooker-Welt begonnen und mit der Sorge, wieder könnten die Garanten für gute Einschaltquoten sich allzu früh verabschieden. Und tatsächlich ist einer bereits raus: John Higgins, eigentlich als Anwärter auf Platz 1 der Weltrangliste und möglicher Gewinner des WM Titels gehandelt, verlor sein Erstrundenspiel gegen den großen Außenseiter Mark Selby. Da dürfte es auch nur ein kleiner Trost für die Snooker-Funktionäre sein, dass immerhin in Hongkong heute für gute Einschaltquoten gesorgt ist." Susanne Burg in der "taz" vom 18.04.2006, Seite 19

Die Qualifikanten im Überblick

James Wattana ist die provisorische Nr. 26 der Welt und hat in seiner einen Qualifikationsrunde David B. Gilbert mit 10:6 geschlagen. Neuling Gilbert hatte sich zuvor durch drei Qualifikationsrunden gekämpft und dabei Darren Morgan (10:8), Jamie Burnett (10:8) und Tony Drago (10:7) geschlagen.

Auch Andy Hicks gewann sein einziges Qualifikationsmatch gegen Mark Allen mit 10:7. Und auch der scheiterte kurz vorm Crucible nach drei gewonnenen Qualifikationsrunden gegen Adam Davies (10:7), Justin Astley (10:3) und Patrick Wallace (10:6).

David Gray setzte sich gegen die Nr. 37 der Welt, Mark Davis, mit 10:9 durch.

Michael Holt gewann sein Quali-Match gegen Stewart Pettman mit 10:2.

Joe Swail musste zwei Quali-Runden überstehen um am Turnier teilzunehmen. Er schlug Shokat Ali mit 10:5 und Barry Pinches mit 10:8.

Barry Hawkins konnte den chinesischen Jungstar Ding Junhui mit 10:6 schlagen. Der Chinese konnte sich zuvor mit 10:1 gegen Stuart Mann, mit 10:7 gegen Brian Morgan und mit 10:9 gegen Drew Henry durchsetzen.

Marco Fu gewann sein Match gegen Fergal O’Brien mit 10:7.

Mark King schlug seinen Gegner, Adrian Gunnell, mit 10:5.

Nigel Bond setzte sich gegen Mike Dunn klar mit 10:0 durch.

Altmeister John Parrott konnte sein Quali-Match gegen Lee Spick knapp mit 10:9 gewinnen. Spick konnte zuvor David Roe mit 10:6 und Swiss-Open-Gewinner Ricky Walden mit 10:8 ausschalten.

Alister Carter setzte sich gegen Michael Judge mit 10:5 durch.

Auch Neil Robertson benötigte lediglich eine Qualifikationsrunde, die er gegen Gerard Greene mit 10:6 erfolgreich bestritt.

Mark Selby konnte sich mit 10:4 gegen Robert Milkins durchsetzen. Milkins konnte dabei allerdings ein Maximum Break spielen und erhielt eine Prämie von 5000 Pfund.

Anthony Hamilton gewann gegen Rod Lawler mit 10:8.

Ebenfalls durchsetzen konnte sich Ryan Day gegen Stuart Bingham mit 10:7.

Schließlich konnte sich Dave Harold gegen Tom Ford mit 10:8 durchsetzen und anschließend Publikumsliebling Ian McCulloch mit 10:9 aus dem Turnier werfen

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