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Snookerblog

Tribute der Spieler

Nach dem Tod von Paul Hunter haben ihn mehrere Weltklasse-Spieler gewürdigt:

Stephen Hendry: „Ich bin am Boden zerstört. Paul hat sich nie abfällig über jemanden im Snookerzirkus geäußert und niemand äußerte sich abfällig über ihn. Er war wie Jimmy White, was das angeht. Er liebte sein Snooker, er liebte sein Leben und er wird von jedem zutiefst vermisst.“

„Paul war ein wirklich netter Kerl und ein großartiger Spieler. Bereits als er zum ersten Mal hier auftauchte hatte man das Gefühl, dass er Weltmeister werden würde. Traurig genug, dass er dieses Ziel nie erreichen konnte. Aber seine Geschichte, allen voran die drei Siege beim Masters in Wembley, sprechen für ihn.“

„Mein herzliches Beileid an Lindsey und an seine Eltern. Er hatte eine goldene Zukunft vor sich. Dies ist der schlimmste Alptraum, den man sich vorstellen kann und er rückt alles in ein anderes Licht.“

John Parrott: „Es ist ein großer Verlust für den Sport, doch ein viel größerer für seine Familie. Paul spielte mit einem Lächeln auf seinem Gesicht. Ich habe ihn nie klagen gehört, er war immer so glücklich.“

Ken Doherty: „Das ist ein sehr trauriger Augenblick für das Spiel. Ich habe mir großartige Schlachten mit ihm geliefert. Paul hat Snooker sexy gemacht. Ich bin von der Nachricht komplett geschockt.“

Willie Thorne: „Er war ein auffälliger Spieler, immer attackierend. Er hatte das Herz eines Löwen. Ich bin mir sicher, dass er Weltmeister geworden wäre. Es ist so ein trauriger Verlust für unser Spiel und für seine Familie.“

„Tief in unserem Herzen glaubten wir alle daran, dass er die Krankheit besiegen könnte. Aber vor zwei, drei Monaten mussten wir realisieren, dass es viel ernster um ihn stand als wir dachten.“

Alex Higgins: „Das sind schreckliche Neuigkeiten. Ich habe seinen Kampf aus der nähe verfolgt. Wir alle lieben Paul. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.“

Paul Hunter verliert den Kampf gegen den Krebs

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Paul Hunter starb im Alter von 27 Jahren nach langem Kampf gegen Krebs.

Der Spieler aus Leeds wurde am Freitag in das Kirkwood-Krankenhaus in Huddersfield eingeliefert, wo er am Montag Abend starb.

Bei dem dreifachen Masters-Champion wurde im März 2005 Krebs mit Dutzenden Neuroendokrin-Tumoren im Bauch festgestellt.

Samstag wäre Hunter 28 Jahre alt geworden. Er hinterlässt seine Frau Lindsey und eine Tochter, Evie Rose, die am zweiten Weihnachtsfeiertag geboren wurde.

Hunter wurde 1995 im Alter von 16 Jahren Profi und gewann mit 19 sein erstes größeres Turnier, die Welsh Open 1998.

2002 konnte er ebenfalls die Welsh Open gewinnen und nahm die Trophäe der British Open mit nach hause.

Es ist ein Schicksalsschlag für das Snooker aber noch wichtiger auch für seine Familie und unsere Gedanken sind bei ihnen. Rodney Walker

Am Besten in Erinnerung bleiben wird uns Paul allerdings für seine Leistungen in Wembley beim Masters.

Im Finale 2001 kämpfte er sich gegen Fergal O’Brian von einem 3:7-Rückstand zum 10:9-Sieg zurück und auch im darauf folgenden Jahr lag er bereits 0:5 hinten um ebenfalls 10:9 gegen Mark Williams zu gewinnen.

Seinen dritten Sieg konnte er dann 2004 einfahren, als er Ronnie O’Sullivan mit 10:9 schlug – damals lag er 2:7 zurück.

Bei der Weltmeisterschaft konnte er 2003 das Halbfinale erreichen. Er musste sich aber bei seiner besten Leistung in Sheffield Ken Doherty geschlagen geben, der aus einem 15:9-Rückstand noch einen 17:16-Sieg machte.

Neben der Chemotherapie spielte Hunter weiter als Profi, er konnte im letzten Jahr jedoch nur ein Match gewinnen und fiel vom 5. auf den 34. Platz zurück.

Die Snookergemeinde trauert um einen fantastischen Spieler und einen großartigen Menschen.

(Quelle: BBC)

Weitere Artikel im Snookerblog zu Paul Hunter:

Ronnie O’Sullivan will Image des Snookers verbessern

Es gibt eine Erklärung für die plötzliche Freude Ronnie O’Sullivans am Spiel. Wie er gegenüber der BBC sagte will er „nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass Snooker nicht mehr so erfolgreich ist.“

Er kritisiert, dass Snooker momentan zu langweilig ist und nicht mehr genug unterhält.

„Irgendwas muss getan werden, damit die Leute ihre Fernseher nicht ausschalten wollen.“

„Ich werde weiterhin so spielen, denn das gibt mir die nötige Begeisterung. Ich möchte den Unterschied machen, ich möchte Snooker wieder zu einem großen Sport machen.“

O’Sullivan will auch ein eigenes Turnier veranstalten:

„Ich möchte ein Turnier veranstalten,“ sagte O’Sullivan. „Es geht darum zu unterhalten und wir müssen wieder von diesem langwierigen Spiel wegkommen.“

„Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen und wir müssen unsere Köpfe zusammenstecken um etwas zu bewegen. Das Finale in diesem Jahr sollte zwei oder drei Stunden dauern und nicht auf zwei Sessions verteilt sein.“

„Ich bin im Entertainment-Business und unterhalten ist genau das, was ich will.“

O’Sullivan: „Wenn ich in Form bin, kann niemand an mich heran reichen!“

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Einen Warnschuss hat Ronnie O’Sullivan gegenüber seinen Rivalen abgegeben. Vor seinem ersten Match bei der „Northern Ireland Trophy“ sagte „The Rocket“, dass er sich durchaus Chancen auf den Titel ausrechnet:

„Wenn ich in Form bin, dann bin ich sehr, sehr gut. Dann gibt es nur drei andere Spieler auf der Welt, die möglicherweise mit mir mithalten können.“

„Jeder kennt die Qualitäten von John Higgins, Stephen Hendry und Mark Williams. Wenn wir unser bestes Spiel spielen sind wir besser als jeder andere.“

Er selbst müsse jetzt nur noch konstanter spielen, „das ist der Schlüssel, wirklich.“

Viele Fans sind der Meinung, dass O’Sullivan mehr Weltmeisterschaften hätte gewinnen sollen. Er selbst ist der gleichen Meinung: „Ich hätte bis jetzt mehr Weltmeistertitel gewinnen müssen. Ich hättw wahrscheinlich doppelt so viel erreichen können, aber ich hatte meine Aufs und Abs.“

„Ich muss meine Konstanz zurückbekommen und wenn ich sie wieder habe kann ich mehr Weltmeisterschaften gewinnen“, sagte der 30-jährige aus Essex.

O’Sullivan weiß einen guten Saisonstart zu schätzen und er will die Grundlage für einen weiteren Angriff auf den WM-Titel schaffen.

„Es ist ein Weltranglistenturnier, deshalb werden alle Top-Spieler alle Register ziehen um zu gewinnen.“

Über seinen Saisonstart ist sich O’Sullivan unterdessen nicht so sicher: „Wir hatten eine lange Pause und ich habe ein neues Queue – das macht es nicht gerade leichter – aber ich arbeite hart im Training und die Dinge entwickeln sich gut.“

Auf den Turnierbaum schaue er nie: „Das sind heutzutage alles schwere Matches. Ich hoffe nur darauf meine Form zu finden. du gewöhnst dich daran all diese Spieler zu spielen.“

Zu seinen Ausflügen in den Pool-Sport sagte O’Sullivan: „Es macht mir Spaß ein wenig Pool zwischen den Snookerturnieren zu spielen. Wenn es eine Lücke gibt spiele ich eben Pool. Es ist für mich keine Arbeit – Es ist einfach ein wenig Spaß.“

Um Sooker wieder attraktiver zu machen mahnt O’Sullivan eine höhere Leistungsdichte an: „Wenn John Higgins, Stephen Hendry, Mark Williams und ich nicht in unserer Topform sind, dann gibt es vielleicht fünf oder sechs Spieler die dazu fähig sind Turniere zu gewinnen.“

„Dahinter gibt es vielleicht noch vier Spieler, die Außenseiterchancen auf einen Turniersieg haben.“

„Viele Spieler sagen, dass sie dazu fähig wären Turniere zu gewinnen, aber längst nicht alle schaffen das. Viele davon haben noch nie was gewonnen. Es wird viel geredet, doch es sind die Ergebnisse, die zählen.“

„Es ist Fakt, dass es nur vier Menschen gibt, die regelmäßig Ranglistenturniere gewinen. Wir sind eben das bischen besser als jeder andere.“

„Einige haben vier oder fünf Turniere gewonnen, aber das ist nichts besonderes. Hendry hat 36 oder 37 gewonnen, ich habe es geschafft 18 oder 19 zu gewinnen und Higgins und Williams auch. Das sagt wirklich alles.“

O’Sullivan sagt, dass beim Snooker Reden meist nur Silber ist: „Ganz viele Spieler sagen, dass sie im Training Maximum-Breaks machen. Aber es ist eine Sache das im Training zu machen. Es gilt, wenn du am Matchtisch stehst. Und du musst es dort machen, wo es zählt.“

„Der einzige, der es dort zu machen scheint, wo es zählt, ist Ding Junhui. Er hat die ‚UK Championship‘, ein heftiges Turnier, und die ‚China Open‘ gewonnen. Er hat also schon etwas gewonnen und ist ein ernstzunehmender Gegner.“

„Andere Spieler haben vielleicht ein Turnier gewonnen und kamen in Halb- und Viertelfinals. Das heißt, dass Ding junhui schon deshalb heraussticht, weil er sich selbst bestätigt hat.“

Auf die Frage, wie lange O’Sullivan noch gewinnen könne, antwortete er zögernd: „Ich sehe mich selbst noch sechs oder sieben Jahre im Spiele, weil ich hoffentlich dann noch Snooker auf höchstem Niveau spielen werde.“

„Solange wie ich gut spiele und ich Spaß daran habe, werde ich weiterspielen.“

(Quelle: Sunday Life)

Vorwürfe gegen Stephen Lee fallen gelassen

Die Vorwürfe wegen Drogenhandels gegen Snooker-Profi Stephen Lee wurden fallen gelassen.

Wie die Wiltshire Times meldet hat die Polizei Lee in einem Brief kontaktiert. Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Brief an Lee und die Tatsache, das keine Schritte gegen ihn eingeleitet würden.

Montag: Entscheidung über Paul Hunters Auszeit (Update)

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Zum Update.

Die BBC meldet, dass Paul Hunters Auszeit für diese Saison am Montag entschieden wird.

Ich bin froh letzte Saison gespielt zu haben. Paul Hunter

Der 27-jährige aus Leeds konnte aufgrund der Medikation seines Krebsleidens nur ein einziges Spiel in der letzten Saison gewinnen. Damit fiel er von Weltranglistenplatz fünf auf 34.

Er fragte nun an, ob er zur Behandlung der Krankheit ein Jahr Pause nehmen könnte. Sein Punktestand solle für dieses Jahr eingefroren werden, um ihm die Chance zu ermöglichen an das Niveau früherer Jahre anzuknüpfen.

Er hat die Unterstützung vieler Spieler, die WPBSA muss aber ihre Verfassung ändern um seinem Anliegen zustimmen zu können. Dazu wird am Montag eine „Außerordentliche Generalversammlung“ abgehalten werden.

Spieler werden befragt ob sie diesen Schritt generell befürworten und ob sie sich eine Anwendung in der nächsten Saison vorstellen könnten.

Wenn die Resolution verabschiedet wird, kann der Vorstand der WPBSA in Krankheitsfällen eingreifen.

Als Vorsichtsmaßnahme hat sich Paul Hunter für die „Northern Ireland Trophy“ angemeldet. Falls der Antrag nicht durchdringt findet sein Qualifikationsmatch am 31. Juli statt.

Nach der Weltmeisterschaft sagte Hunter: „Ich bin froh letzte Saison gespielt zu haben, wenn auch aus Gründen die ich mir nicht gewünscht habe. Aber jetzt ist es Zeit zu sagen: ‚Kann ich mir ein Jahr Zeit nehmen und mich um mich kümmern?‘ Ich denke sie werden ‚Ja‘ sagen.“

Update:

Der Weg ist frei, die WPBSA hat die Verfassung geändert. Der Antrag muss jeweils vor der Saison eingereicht werden und kann bei Bedarf verlängert werden. Die Ausnahmeregelung gilt nur bei einer Krankheit, die die ganze Saison andauert.

Sowohl Ranglistenplatz als auch die Punktzahl werden eingefroren. Von 25 Mitgliedern haben 19 für die Verfassung gestimmt.

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