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White kurz vorm Crucible

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Nur noch ein Match ist Jimmy White von seinem Comeback im Crucible entfernt. Zwischen dem 7.–10. März findet sein letztes Qualifikationsmatch gegen Mark King in Sheffield statt.

Am Donnerstag gewann er sein drittes Qualifikationsmatch gegen Andrew Higginson mit 7:10. Ebenfalls für diese Zwischenrunde qualifiziert hat sich bereits John Parrot, der sein einziges Match gegen Gareth Coppack klar mit 10:3 gewann.

Am Freitag kämpfen unter anderem Barry Pinches, Judd Trump, Alan McManus und Ricky Walden um einen Platz in der Zwischenrunde.

Robin Hull beendet Karriere

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Robin Hull, einziger finnischer Snookerspieler, hat seine Karriere beendet. Zu seinem heutigen Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft trat er erst gar nicht mehr an.

Wie das Snookerscience Blog meldet hat er seine Mitgliedschaft bei der World Professional Billiards and Snooker Association gekündigt.

Der 33jährige wurde von einem unbekannten Virus befallen als seine Karriere gerade mit voller Kraft beginnen sollte. Er hatte zuvor in der Saison 2001/02 28 Spiele gewonnen und sogar Steve Davis geschlagen. Mit Rang 32 konnte er in dieser Saison sein bestes Weltranglistenresultat verbuchen.

Das Virus, welches ihn dann jedoch befiel, zwang ihn mehrere Turniere auszulassen, wodurch er in der Rangliste natürlich abstieg.

Letzte Saison schien er sich wieder erholt zu haben, als er den frisch gebackenen Grand-Prix-Sieger Neil Robertson in der UK Championship schlug. Beim Malta Cup 2006 erreichte er, genauso wie bei den Welsh Open 2003, das Viertelfinale – seine beste Turnierplatzierung.

WM-Qualifikation: Drago scheitert knapp

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Nachdem die vier „Vorqualifikanten“ beim ersten Treffen auf Main-Tour-Profis direkt nach hause fahren konnten begann die Qualifikation mit teils knappen Ergebnissen.

So musste sich der amtierende Amateurweltmeister, Kurt Maflin, mit 9:10 dem Waliser Gareth Coppack geschlagen geben, der nun auf Paul Davies trifft.

Amateur-Europameister Kevin van Hove musste eine richtige Klatsche hinnehmen. Gegen James McBain verlor er mit 2:10.

Sehr stark zeigten sich die asiatischen Spieler auf der Tour: Tian Pengfei siegte gegen Ashley Wright mit 10:4, Xiao Guodong gegen Munraj Pal mit 10:8. Liu Song gewann mit 10:6 gegen Jimmy Robertson und Liang Wenbo mit 10:3 gegen Ben Woollaston. Liu Chuang und Supoj Saenla hatten es da schon ein wenig schwieriger und gewannen ihre Matches knapp mit 10:9. Ihre Gegner waren Lee Walker und David Morris.

Gegen einen Asiaten konnte auch Tony Drago, der Altmeister, nicht gewinnen. Da half es auch nicht, dass er gegen Issara Kachaiwong über die volle Distanz ging. Der Taiwaner gewann die ersten beiden Frames, gab jedoch den dritten ab, bevor er seine Führung wieder auf 3:1 ausbauen konnte. Mit zwei gewonnenen Frames in Folge glich Drago aber nach dem Mid-Session-Interval wieder aus. Ihm gelangen dabei Breaks von 48 und 46 Punkten.

Dann konnte sich aber Kachaiwong zwei Frames in Folge, was den alten Abstand wieder herstellte. Die nächsten vier Frames wurden geteilt, so dass es 7:5 stand. Mit einem Sieg im 14. Frame konnte sich Kachaiwong dann mit drei Punkten absetzen, doch Drago holte fulminant auf und zeigte in drei Frames insgesamt zwei Breaks mit 74 und 77 Zählern in Folge.

Die nächsten beiden Frames wurden dann wieder geteilt und es kam zum 19. und entscheidenden Frame, den Kachaiwong letztendlich für sich entscheiden konnte.

Drago scheint eine sehr ansprechende Leistung geboten zu haben, gerade seine hohen Breaks zeigen, dass er noch ganz gut in Form ist. Für die Main Tour wird das aber wohl nicht mehr reichen. Da sind jüngere und momentan bessere Spieler einfach erfolgreicher.

Michael White, das 16-jährige englische Supertalent, hat sein Match gegen Joe Jogia mit 10:4 gewonnen und trifft nun auf Barry Pinches.

Alle Ergebnisse der „Vorqualifikation“
Alle Ergebnisse der Qualifikation

John Higgins wird MBE

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Mit seinem zweiten Weltmeistertitel wird John Higgins eine Ehre zuteil, die ihm viele bereits früher gewünscht hätten. Mit der Aufnahme in den Ritterorden „Order of the British Empire“ darf Higgins nach der Verleihung den Zusatz MBE („Member of the Order of the British Empire“) im Namen tragen.

Andere Bekannte „Member“ sind bzw. waren Jackie Chan (seit 1989), die Beatles (1965), Colin McRae (1996) und Jamie Oliver (2003).

Higgins steht nun auf einer Stufe wie Stephen Hendry (1994), John Parrott (1996), Jimmy White (1999) und Mark J. Williams (2004). Lediglich Steve Davis hat eine weitere Stufe erklommen und darf sich seit 2001 „Officer of the Order of the British Empire“ nennen.

Im Interview mit der BBC sagte Higgins: „Als ich gefragt wurde, ob ich einen MBE erhalten wolle, war ich wie gelähmt. Als Snookerspieler rechnest du einfach nicht mit so einer Auszeichnung.“

„Es ist großartig eine solche Auszeichnung zu haben. Es gibt ja nicht viele im Snooker, die so eine Auszeichnung erhalten haben. Es ist auch gut für den Sport, weil er dann mehr Aufmerksamkeit bekommt.“

Für die Queen, die den Preis verleiht, hat sich Higgins etwas besonderes einfallen lassen: „Ich freue mich auf den Ausflug zum Buckingham Palace. Ich werde sicherstellen, dass meine Frau ein neues Kleid bekommt und es wird toll werden die Kinder in Kilts mitzunehmen.“

Higgins macht sich aber keine Sorgen mit dem Titel auf einem absteigenden Ast zu sein: „Ich weiß nicht, ob sie vermuten, dass es bergab geht – ich hoffe nicht. Ich habe zumindest vor noch eine ganze Weile zu bleiben.“

Frohe Weihnachten und ein gutes Snookerjahr 2008!

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Liebe Leserinnen und Leser,

vielen Dank für eure Unterstützung in diesem Snookerjahr, dem ganz zum Abschluss Ronnie O’Sullivan seinen Stempel aufgedrückt hat.

Allerdings sind meine Gedanken immer bei den Veteranen des Snookersports gewesen. Tony Drago und Jimmy White. Für beide könnte es die letzte Saison in der 1. Liga des Snookers sein. Aber das haben wir auch letztes Jahr schon befürchtet – und doch konnten sich beide wieder qualifizieren. Noch drei Turniere haben die beiden ihr Ergebnis zu verbessern.

Dafür müssen sie sich ab dem 7. und 8. Januar ins Zeug legen: Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft wird nicht leicht: Drago trifft auf Issara Kachaiwong (dem aber in dieser Saison auch noch kaum etwas gelang), Whites Gegner wird während der Qualifikation ausgespielt. Auch für die China Open und die Welsh Open findet die Qualifikation im Januar statt. Ein wichtiger Monat für alle.

Bereits am 13. Januar beginnt das Masters. Und für mich ist O’Sullivan wieder einer der Top-Favoriten, wenn er seine Form über die Feiertage gehalten hat. Aber vielleicht sinnt Stephen Maguire auf Rache für das 10:2 von Telford: Beide treffen in der ersten Runde aufeinander.

Aber es gab eine Reihe von Spielen, die wir in Erinnerung behalten werden, wenn es um das Jahr 2007 geht. Allen voran Ding Junhuis Niederlage im Masters-Finale, aber auch Shaun Murphys Aufholjagd gegen Matthew Stevens bei der WM. Sechs Frames hatte der Weltmeister von 2005 bereits zurück gelegen und konnte sich dennoch durchsetzen.

Aber auch das WM-Finale, das sich erneut bis spät in die Nacht zog, wird in Erinnerung bleiben. Mark Selby mit seinem tollen Spiel und John Higgins mit der Routine, die ein Weltmeister eben braucht. Toll auch, dass Selby nach dem starken WM-Turnier nicht in ein Leistungstief fiel sondern konstant weiterspielte.

Überhaupt spielen die „jungen Wilden“ mittlerweile weniger wild, aber sehr trickreich. Selbys Halbfinale gegen O’Sullivan bei der UK Championship hat das gezeigt: Er hat genau das richtige Gleichgewicht zwischen Angriff und Safety gefunden. 2006 hätte er damit O’Sullivan in Grund und Boden gespielt. 2007 machte ein Frame den Unterschied.

Für Selby wird es Zeit ein Turnier zu gewinnen, Neil Robertson konnte leider in dieser Saison nicht an die Erfolge aus dem letzten Jahr anknüpfen. Für die letzten drei Weltranglisten Turniere favorisiere ich Selby, Maguire und Murphy aufgrund ihrer konstant guten Ergebnisse. Ob es einer von ihnen schafft Weltmeister zu werden? Ich mag mich nicht festlegen. Möglich ist es. Vielleicht kann aber auch wieder jemand aus der zweiten Reihe überraschen. Die Turniersiege von Marco Fu und Dominic Dale sind schließlich kein Zufall gewesen.

Und damit verabschiede ich mich in die Weihnachtsfeiertage und wünsche „Gut Stoß!“ für das nächste, hoffentlich ähnlich spannende Snookerjahr.

Euer Eric.

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