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O’Sullivan raketenmäßig ausgeschieden

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Mit 4:5 scheiterte Ronnie O’Sullivan bei den China Open gegen Marco Fu. Dabei zeigte er ungestümes Angriffssnooker – und fünf Breaks von 50 oder mehr Punkte. Doch Fu spielte viel überlegter, konnte neben einem 121er-Century vier Breaks von 50 oder mehr Punkten spielen.

Kurios und für meine Begriffe unfair, wie aggressiv O’Sullivan vor allem im letzten Frame vorging, Rote pottete sobald die vorherige Farbe beim Aufsetzen kaum das Tuch berührte und Schiedsrichterin Michaela Tabb schlicht wegschubste, als sie die Blaue im letzten Frame aufsetzte und es ihm zu langsam ging.

Fu trifft im Achtelfinale Mark Selby, der Qualifikant Ricky Walden mit 5:2 schlagen konnte und dabei eine Serie von 109 Punkten spielte.

Knapp durchsetzen konnte sich John Higgins, der gegen Joe Swail mit 5:4 gewann – beide spielten nicht ihr bestes Snooker und gegen Mark King wird sich der Weltmeister steigern müssen.

Ali Carter (5:3 gegen Stuart Bingham) trifft im Achtelfinale auf den Qualifikanten Mark Allen, der Neil Robertson mit 5:2 schlug, der doppelte Turniergewinner aus dem letzten Jahr bekommt also auch beim vorletzten Ranglistenturnier der Saison keinen Fuß auf den Boden.

Weiters spielten Shaun Murphy gegen Dave Harold 5:3, Mark Williams gegen Marcus Campbell 5:1 und Peter Ebdon gewann gegen den Vorjahresfinalisten Jamie Cope ebenfalls mit 5:1.

Drei Ex-Weltmeister ausgeschieden

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Bei den China Open konnten gleich vier gesetzte Spieler nicht das Achtelfinale erreichen, sie scheiterten zum Teil deutlich. Besonders bitter müssen die Niederlagen von Stephen Hendry und Graeme Dott gewesen sein.

Der siebenfache Weltmeister war als einer der Mitfavoriten gestartet, doch gegen Barry Hawkins hatte er in der Summe keine Chance, lediglich den ersten Frame entschied er nach einem 41er-Break für sich, danach gelangen ihm insgesamt gerade einmal 52 Punkte während Hawkins ein 102er-Centurybreak spielte und ein 64er-Break nachlegte.

„Ich habe Mist gespielt, einfach schlecht.“ fasste Graeme Dott seine Leistung oder besser gesagt Nicht-Leistung treffend zusammen. Barry Pinches, der Paul-Hunter-Classic-Champion, drehte mit einem 116er-Break gleich von Anfang an auf und zeigte Dott, wie er sich den Matchverlauf vorstellte. Dott konnte zwar zu einem 1:5 anschließen, doch Pinches stezte sich mit konstanten Breaks zwischen 40 und 58 Punkten durch.

Auch Ex-Weltmeister Steve Davis kann seine Heimreise antreten. Der Snooker-Elder-Statesman unterlag Mark King deutlich mit 5:2, in den letzten beiden Frames spielten beide Spieler jeweils ein Break über 40 Punkten, wobei King die Nase vorne hatte und letztendlich verdient gewann.

Stephen Lee schaffte es nicht, sich gegen Nigel Bond durchzusetzen. Dieser gewann den ersten Frame mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung (63:61) und holte sich auch den nächsten. Vorm Mid-Session-Interval gelang Lee jedoch noch der Ausgleich, bevor sich Bond mit einigen Serien von knapp über 50 Punkten der sichere Sieg gelang.

Mit einem Paukenschlag entschied Ken Doherty Frame eins für sich, er spielte ein Break von 140 Punkten, bisher das höchste des Turniers. Sein Gegner, Mike Dunn, ließ sich davon aber kaum beeindrucken, gewann die nächsten beiden Frames und spielte dabei ein 91er-Break. Die nächsten vier Frames gehörten dann aber wieder dem irischen Ex-Weltmeister, der mit 5:2 ins Achtelfinale einzieht.

Matthew Stevens unterlag im walisischen Duell gegen Ryan Day mit 5:3, dabei gelang Day ein Century von 123 Punkten.

Stephen Maguire schlug Fergal O’Brien mit 5:3. Er startete mit einem 126er-Break stark ins Match und baute seine Führung auf 2:0 aus bevor O’Brien mit Serien von 86 und 70 Punkten ausgleichen konnte. Nach der Pause ging ein knapper fünfter Frame an Maguire, nachdem Fergal O’Brien schon eine Serie von 62 Punkten vorgelegt hatte. Mit einem 70er-Break baute maguire seine Führung aus bevor O’Brien mit einem Century von 128 Punkten auf 3:4 herankam, was ihm allerdings nichts mehr helfen sollte.

In seinem ersten Spiel konnte sich Lokalfavorit Ding Junhui durchsetzen, der gegen Joe Perry lange Zeit hart um den Sieg ringen musste. Sein Gegner, Joe Perry, fing ihn nämlich im ersten Frame nach einem 62er-Break mit einer eigenen 62er-Serie noch ab und gewann den Frame. Eine ähnlich knappe Entscheidung brachte dem Chinesen den zweiten Frame. Bis zum Mid-Session-Interval stand es 2:2, danach schaffte Ding mit einem 68r-Break und Breaks um die 40 Punkte den Einzug ins Achtelfinale perfekt zu machen.

Was stoppt Graeme Dott?

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Wer Graeme Dott stoppt, war gerade auf Eurosport zu sehen: Barry Pinches mit einem deutlichen 5-1. Was aber ist es, das dem Weltmeister von 2006 diese „Seuche“ am Tisch beschert, die seit August 2007 auf der Main Tour noch kein einziges Match hat gewinnen lassen?

Mentale Probleme: Dott selbst hat auf Probleme in seinem persönlichen Umfeld verwiesen, welche es ihm erschweren, in der mentalen Verfassung an den Tisch zu treten, die man für Topleistungen benötigt. Keine Frage, Dott hat (wohlgemerkt: vor seiner andauernden Krise) harte Schicksalsschläge einstecken müssen. Der Tod seines Schwiegervaters und Managers und der irrtümliche Krebsverdacht bei seiner Frau waren Nachrichten, die den Sport in den Hintergrund rücken – ähnliche Auswirkungen scheint z.B. die Vaterschaft auf Ken Doherty zu haben.

Die sportliche Umstellung: Im Anschluss an seinen Weltmeistertitel hat Dott sein vormals wenig attraktives Spiel umgestellt, auch um sich als amtierender Weltmeister besser vermarkten zu können. Läuft es bei ihm, sieht man diese Umstellung auch – Dott spielt deutlich offensiver und flüssiger, allerdings phasenweise auch einfach hektisch. Heute gegen Pinches war oft zu sehen, dass er sich oftmals sehr schnell in die Stoßhaltung begibt – vielleicht gar hastig? Ebenfalls zu sehen (wie schon im gesamten Verlauf der Krise) waren Flüchtigkeitsfehler wie etwa ein Miss bei einer Safety im vierten Frame. Möglicherweise sind das Konzentrationsprobleme, möglicherweise resultierte es da schon aus der Lustlosigkeit heraus, die die bereits relative schlechte Ausganslage im Match mit sich brachte – möglicherweise aber „sitzt“ das flüssige, schnelle Spiel schlicht und einfach noch nicht so, wie es sein sollte.

Wahrscheinlich ist, das beide Faktoren sich gegenseitig beeinflussen – in schlechter mentaler Verfassung läuft eine nicht vollständig verinnerlichte Spielweise noch weniger rund; läuft das Spiel nicht rund, verunsichert das nur noch mehr. Ein Teufelskreis. Fakt ist, es läuft nicht für Graeme Dott, und das schon seit geraumer Zeit. Sollte sich diese „Seuche“ bei der WM fortsetzen, wird die Nummer 2 der offiziellen Weltrangliste wahrscheinlich in der kommenden Saison aus den Top 16 stürzen. Ein hoher Preis für eine attraktivere Spielweise, jedoch menschlich angesichts der Umstände absolut verständlich.

Chinesische Fehlstarts

Völlig unbeeindruckt von den Vorfällen in Tibet begann am Montag die China Open in Peking. Acht Wildcard-Spiele standen vor kahlen Rängen auf dem Spielplan. Dabei lief es überhaupt nicht für die Festland-Chinesen, die im Gegensatz zum Vorjahr nicht überraschen konnten.

Dabei hatten Zhang An’Da und Yang Qintian am Morgen die meisten Probleme, gegen Barry Pinches bzw. Mike Dunn konnten sie jeweils nur einen Frame gewinnen.

Mit 2:5 ein wenig besser schlugen sich Cao Xinlong (gegen Fergal O’Brien) und Li Hang (gegen Mark Allen). Yu Delu hatte in diesem Jahr ebenfalls kein Glück und scheiterte trotz zwischenzeitlicher Führung mit 3:5 an Ricky Walden.

Doch es gab auch noch spannendere Matches. So konnte Marcus Campbell sich hauchdünn mit 5:4 gegen A Bulajiang durchsetzen, es war bereits das 4. Match bei den China Open für ihn, schließlich musste er sich über 3 Runden qualifizieren. Er trifft nun auf Mark Williams.

Auch Dave Harold gewann mit 5:4, gegen Jin Long. Die beiden gingen in einem langen und nervenaufreibenden Spiel über die volle Distanz, bevor Harold beim Stand von 4:4 und 55:55 im neunten Frame endlich die nötigen Punkte machen konnte um die nächste Runde zu erreichen.

Im chinesischen Duell zwischen Marco Fu und Li Yuan zeichntete sich ein Auf und Ab sowie ein gewisser Derbycharakter für die Spannung verantwortlich: Li ging mit zwei Frames in Führung bevor Fu zurückschlagen konnte: Ein Century mit 105 Punkten läutete seine Aufholjagd ein, die mit Breaks von 77 und 46 Punkten in Folge aber bei seiner 4:2-Führung jäh gestoppt wurde. Mit 81 Punkten in Serie kam der 18jährige Li wieder heran und glich nach einem Fehler Fus in Frame acht denkbar knapp aus: 54:53 war der Endstand. Im entscheidenden neunten Frame ließ Fu dann aber nichts mehr anbrennen und gewann diesen. Er trifft – wie im Finale des Grand Prix – auf Ronnie O’Sullivan und hofft hier ebenfalls gewinnen zu können.

China Open ’08 im TV

Die Snookerprofis sind zu Gast in China, wo zuerst einmal die chinesische Elite gegen die Profis antritt bevor dann auch die Top-16 der Welt eingreifen. Das Finale wird wieder einmal nur auf Eurosport 2 und die zweite Session nur zeitversetzt gezeigt, eine Maßnahme, die hoffentlich nicht auf einer Abwertung des Snookers bei Eurosport basiert. Jedenfalls wird die Fangemeinde wieder vermehrt zum Livestream schalten.

DatumUhrzeitArt
Montag, 24.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
12:30 15:30 Eurosport Live
Dienstag, 25.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
12:30 15:30 Eurosport Live
Mittwoch, 26.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
12:30 15:30 Eurosport Live
Donnerstag, 27.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
12:30 15:30 Eurosport Live
Freitag, 28.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
12:30 15:30 Eurosport Live
Samstag, 29.3.2008 08:30 10:30 Eurosport Live
19:00 21:00 Eurosport Aufzeichnung
Sonntag, 30.3.2008 08:30 11:30 Eurosport 2 Live
15:00 16:30 Eurosport Live oder zeitversetzt

Quelle: Snookermania / Alle Angaben ohne Gewähr

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