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Snookerblog

Ebdon spielt „The Rocket“ ein

Ronnie O’Sullivan hat sich diese Woche mit dem Mann vorbereitet, der ihn letztes Jahr im Viertelfinale schlug: Peter Ebdon.

Damals wurde Ebdon Zeitspiel vorgeworfen, als er aus einem 2:8-Rückstand ein 13:11-Sieg machte. O’Sullivan, der seit fünf Monaten kein Weltranglistenturnier mehr gewinnen konnte, besuchte diese Woche Ebdons Trainingslager in Rushden/Northamptonshire.

Beide Spieler sind in verschiedenen Hälften des Tableaus, können also lediglich im Finale aufeinandertreffen.

Snooker ist mein ganzes Leben. Ronnie O’Sullivan

„The Rocket“ muss die Weltmeisterschaft gewinnen um überhaupt noch eine Chance auf die erste Weltranglistenposition im nächsten Jahr zu haben.

Dem “Nutz”-Magazin sagte O’Sullivan: “Manchmal bin ich frustriert, wenn ich nicht auf dem Niveau spiele, das ich von mir erwarte. Aber ich bin wirklich eine ziemlich disziplinierte Person.”

“Wenn sich jemand meine Art zu leben anschaut denkt derjenige wahrscheinlich: ‘Ist das alles was er macht? Fünf Stunden Snooker spielen, dann eineinhalb Stunden trainieren und dann nach Hause gehen? Der Typ braucht ein Leben.’ Aber genau das gibt mir einen Kick. Snooker ist mein ganzes Leben.”

Auch Ebdon rechnet sich Chancen auf den Titel in Sheffield aus: “Ich plane für die WM genau in Form zu sein. Ich fühle mich jeden Tag besser und glaube, dass ich eine realistische Chance habe.”

Der stille Protest der Snooker-Stars

Kurz vor der Weltmeisterschaft revoltieren einige der führenden Snooker-Spieler gegen ihre eigene Verwaltung, die WSA.

Der Einstieg von “888.com” hat einigen Snookerspielern ihre persönliche Werbeverträge gekostet. Die Spieler waren durch gesengte Preisgelder bereits verärgert.

“Es wird einen Spieleraufstand geben”, ist sich Ian Doyle sicher. Er ist der Vorsitzende der Management-Agentur “110sport”. “Sie ärgern sich fast zu tode.”

Jeder Sport braucht seine Stars, aber sie werden gnadenlos bestraft. Ian Doyle

Doyles Agentur managed unter anderem die Nr. 1 der Welt, Ronnie O’Sullivan, aber auch andere illustre Namen wie den siebenmaligen Champion Stephen Hendry, Mark Williams und Ken Doherty.

Hendry und Williams verlieren beide Werbeverträge mit “Betfred” die mehr als 50.000 Pfund wert sind, Doherty verliert den mit “Paddy Power”.

Die Regeln der WSA verhindern, dass Spieler für Mitbewerber werben. Und “888.com” hat sich als Sponsor für das Master, den Grand Prix, die UK Championship und die Weltmeisterschaft eingekauft.

“110sport” bereitet eine Klage unter europäischer Gestzgebung vor.

“Das ist ihr gutes Recht”, betont Rodney Walker, der Vorsitzende der WSA. “Die Regeln im Snooker sind Kristallklar. Es gibt keine keinen Unterschied zum bisherigen Vorgehen bei Sponsoren aus dem Tabak- oder Bierbereich.”

Walker übernahm 2003 ein “virtuell bankrottes” Unternehmen, das 3 Mio. Pfund verlust pro Jahr verursachte. Im ersten Jahr nach seiner Übernahme fuhr er 1,2 Mio. Pfund Gewinn ein.

Sir Rodney war eine große Enttäuschung, er hat gar nichts geändert. Ian Doyle

Walker: “Es ist hauptsächlich eine Gruppe von Profis, die sich nicht an der Promotion von Events beteiligen. Glücklicherweise gibt es viel mehr Spieler, denen das Spaß macht.”

“Manchmal stehe ich kurz davor nicht zu verstehen was die Spieler wirklich wollen.” Zugleich gab er zu: “Ja, die Preisgelder wurden reduziert und das Einkommen ist – aufgrund des Wegfalls der Tabaksponsoren – drastisch gefallen. Aber wir werden das ersetzen.”

Der Saisonplan für 2006/2007 wird im Juni vorgestellt. Walker erwartet “mehr Turniere und mehr Preisgeld”.

Doyle bleibt aber trotz der Ankündigungen skeptisch: “Als er den Job übernahm versprach er einen radikalen Kurswechsel. Er hat aber gar nichts geändert.”

(Quelle: BBC)

WM-Sendetermine 2006

Alle Sendetermine der WM 2006 in Sheffield auf Eurosport gibt er hier:

  • Samstag, 15.04.
    • 13.45 – 15.15 Uhr (Live)
    • 19.15 – 20.00 Uhr
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Sonntag, 16.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 21.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Montag, 17.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 17.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Dienstag, 18.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 18.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Mittwoch, 19.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 16.30 – 18.00 Uhr (Live)
    • 20.45 – 23.00 Uhr (Live)
  • Donnerstag, 20.04.
    • 11.00 – 12.15 Uhr
    • 15.30 – 18.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Freitag, 21.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 18.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Samstag, 22.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 18.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Sonntag, 23.04.
    • 17.00 – 18.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Montag, 24.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 17.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Dienstag, 25.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 17.30 Uhr (Live)
    • 20.00 – 23.00 Uhr (Live)
  • Mittwoch, 26.04.
    • 11.00 – 14.00 Uhr (Live)
    • 15.30 – 18.00 Uhr (Live)
    • 21.15 – 23.00 Uhr (Live)
    • 23.00 – 24.00 Uhr

Wird fortgesetzt. Alle Angaben ohne Gewähr.

„Das ist kein Sport von dem man zurücktritt“

Altmeister Steve Davis hat allen Rücktrittsgerüchten eine Absage erteilt. Der sechsfache Weltmeister, der dieses Jahr in der ersten Runde auf Andy Hicks trifft, sagte: “Das ist kein Sport von dem man zurücktritt. Und weshalb sollte man zurücktreten, wenn man selbst noch Spaß hat.”

Die jüngeren Spieler müssen eben noch ein wenig warten, bis sie zu den Top-16 gehören Steve Davis

“Nur weil manche Spieler auf der Tour älter sind, bedeutet das nicht, dass ihnen kein Kunststück mehr gelingen kann.”

Steve Davis und John Parrott arbeiten wieder gemeinsam für die BBC. Beide Spieler betonten, dass die Fernseharbeit eine willkommene Abwechslung von der Spannung während des Spiels ist.

“Wenn du dein erstes Match gewinnst und dann vier Tage frei hast, bist du froh, wenn die TV-Arbeit dich ablenkt”, sagte Davis und Parrot fügte hinzu: “Wenn du ein Match gewonnen hast ist es wirklich schön sich ein wenig am Turnierort zu entspannen und die TV-Arbeit zu machen. Du weißt dann, dass du immernoch im Turnier bist, aber es ist schön in der selben Umgebung zu sein, jedoch ohne den Druck.”

Die beiden kennen sich schon seit über 20 Jahren, aber ihre Beziehung wurde erst durch die BBC-Arbeit enger. Parrott: “Wenn du versuchst Turniere und Preisgelder zu gewinnen ist eine Freundschaft mit deinem Gegner eine schlechte Idee.”

(Quelle/Bild: BBC)

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