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Ronnies Schicksals-WM

Snooker’s Required

Das war bisher keine gute Saison für Ronnie O’Sullivan: Aus den bisherigen Turnieren hat er lediglich 6.450 Punkte mitgenommen, weniger als jeder andere in den Provisional-Top-16. Zum Vergleich: John Higgins hat bereits 17.750 Punkte erspielt.

Ich werde niemals mit Snooker aufhören. Mein Herz hängt immer noch am Spiel und ich will immer noch mein Bestes geben. Ich sehe, dass ich im Moment auf der Stelle trete. Ronnie O’Sullivan

Wenn Ronnie, der auf Ranglistenposition Eins gestartet ist, unter den Top-5 bleiben will muss er für die WM sein A-Spiel auspacken. Oder besser sein A+-Spiel. Shaun Murphy, Stephen Maguire und Mark Williams sind lediglich 2.500 Punkte hinter Ronnie und könnten ihn allesamt überholen.

An Unlust scheint Ronnies schlechtes Spiel nicht liegen, bekannte er sich doch ganz offensiv zu seinem Snookerspiel. Vielleicht hat ihn der selbst verursachte Rummel um seine Person aus der Fassung gebracht. Vielleicht liegt es neuerdings auch an seiner verletzten Hand.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es ein typisches O’Sullivan-Phänomen ist, etwas, das nicht erklärbar aber doch typisch für ihn ist. Zudem fehlt ihm das Erfolgserlebnis, der Sieg gegen einen großen Namen.

In der ersten Runde der Weltmeisterschaft tritt er gegen Dave Harold an. Das ist nicht nur eine lösbare Aufgabe, ein Sieg ist Pflicht für O’Sullivan.

Quinten Hann beendet seine Snookerkarriere

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Snooker’s Required

Quinten Hann hat endgültig einen Schlußstrich unter seine kontroverse Karriere gezogen. Er ist zu keinem Spiel in dieser Saison angetreten, seit es Spekulationen gab, er hätte 50.000 Pfund für eine Niederlage bei den China Open angenommen.

Eine Anhörung dazu ist am Freitag angesetzt, die Nummer 22 der Welt hat angekündigt nicht zu erscheinen.

Seine Entscheidung bedeutet, dass er aus der Rangliste entfernt wird und alle seine Punkte verliert. Die Webseite der WSA listet Hann in den Provisionals nicht mehr.

Die WSA hatte die Anhörung ursprünglich für den 29.11.2005 angesetzt, sie aber dann aus medizinischen Gründen verschoben.

Die Entscheidung des 28jährigen Melbourners hat eine Karriere beendet, die sich meistens in den Schlagzeilen befand.

Er verpasste sechs Turniere in der Saison 1999/2000, nachdem er sich bei einem Motorradunfall das Schlüsselbein brach und, einige Monate später, als er sich den Fuß bei einem Fallschirmsprung brach.

Im Jahr 2002 gab er einen Frame gegen Stephen Lee auf, obwohl noch dreizehn Rote auf dem Tisch verblieben waren. Bei der Weltmeisterschaft des gleichen Jahres wurde er für einen Anstoß in Pool-Manier gerügt, damals gewann er gegen Paul Hunter.

Zwei Jahre später musste Hann von seinem Gegner Andy Hicks getrennt werden, nachdem er mit 10:4 aus der Weltmeisterschaft ausschied. Ein paar Monate später schlug er Mark King beim Boxen.

Sein Privatleben wurde auch durcheinandergewirbelt, als er 2002 vom Vorwurf der Vergewaltigung frei gesprochen wurde. Letztes Jahr wurde er beschuldigt eine Sängerin und Schauspielerin sexuell belästigt zu haben.

Hann scheint nun eine Karriere im amerikanischen Pool-Zirkus anzustreben.

(Quelle: BBC)

Snooker’s Required: Tony Dragos letzte Saison?

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Snooker’s Required

Vorweg: “Snooker’s Required” ist eine neue Kolumne hier auf dem Snookerblog. Hier sollen die Auf- und Absteiger der Saison ihren Platz finden.

Tony Drago war einer der schnellsten Spieler auf der Main Tour. Mittlerweile scheint er allerdings weit über seinen Zenit hinaus zu sein: In der laufenden Saison hat er lediglich ein Match gewonnen, in der Qualifikation für die Welsh Open verlor er sein Erstrundenmatch ebenfalls.

Damit befindet er sich im Provisional Ranking auf einem enttäuschenden 49sten Platz. Sollte er keinen Platz unter den ersten 64 erobern, wird er nächste Saison zum ersten mal nach 21 Jahren nicht an der Main Tour teilnehmen.

Dabei liegt sein momentanes Leistungstief wohl nicht an seinem Alter, sondern eher an seiner Impulsivität. Diese steht ihm ein ums andere Mal im Weg indem er nach leichten Bällen, die er verschießt, das Match abgibt. Gerade diese leichten Bälle scheinen ihm schwer zu fallen, das fiel schon bei seiner Niederlage gegen Tom Ford bei der Swiss Open auf. So manchen langen Ball und so manche schwierige Situation meisterte er, die nächste, einfache, Rote verschoss er anschließend.

Das führte nicht nur zu seinem Ausraster (ein Tritt gegen eine Wand und eine durch den Saal fliegende Armbanduhr) sondern auch zu einer inneren Unzufriedenheit, die er wohl noch nicht überwunden hatt.

Ihm scheint ein Erfolgserlebnis zu fehlen, der Knoten muss platzen.

Ich persönlich wünsche mir, dass wir Tony Drago nicht nur öfters im Fernsehen sehen, sondern er auch wieder den Sprung unter die Top 32 schafft. Spielerisch hat er es eigentlich drauf.

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