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Ding schlägt Fu denkbar knapp

6 Kommentare

Im Duell der Chinesen hat sich Ding Junhui gegen Marco Fu durchgesetzt. Das Spiel, dessen Session am Morgen begann und am Abend endete, war hochklassig, es gab nur drei Frames in denen kein Break von mehr als 40 Punkten gespielt wurde.

Schon am Anfang sah es so aus, als ob Ding Junhui das Spiel dominieren könnte, er gewann die ersten beiden Frames, gab dann einen ab. Dann jedoch drehte er auf: Noch vor der Pause spielte er das erste Century, legte Breaks von 87 und 99 Punkten nach. Es stand schon fest, dass er als Führender in die große Pause bis zur Abendsession gehen würde.

Dann entschied sich aber Marco Fu den Kampf noch einmal aufzunehmen. Er spielte erst eine 78er-Serie und ließ 2 Centuries folgen (103 und 100 Punkte), wodurch das Ergebnis mit 5:4 erträglich wurde.

Abends dann fügte er seiner beeindruckenden Breakserie noch ein 96er hinzu bevor er einen umkämpften Frame gewann um erstmals im Match in Führung zu gehen. Das gefiel Ding Junhui ganz und gar nicht. Der junge Chinese machte einige unnötige Fehler und ließ sich so die Butter fast vom Brot nehmen.

Ding glich aus, doch Fu gewann den nächsten Frame zur erneuten Führung, 7:6. Plötzlich hatte Ding Junhui wieder die Spiellust gepackt, Breaks von 97 und 114 Punkten waren die Folge und damit die erneute Führung. In den nächsten beiden Frames wurden geteilt. Ding fehlte noch ein Frame um in die Runde der letzten 16 einzuziehen, doch Fu glich mit einem 72er-Break aus.

Im Decider dann der Vorteil für Ding Junhui, Fu verschoss eine Rotem, die sich dann direkt vor eine Tasche stellte. Ding nahm das Geschenk dankend an, hatte dann aber keine Position mehr auf Farbe. Wenig später sollte er aber noch eine Chance bekommen: Ein 76er-Break zum Abschluss dieses Matches bescherte ihm den Sieg. Dings Gegner im Achtelfinale: Stephen Hendry.

Schock für Selby

Einer der Favoriten ist ebenfalls schon ausgeschieden: Mark Selby hat seine Titelambitionen nicht erfüllen können und schied gegen einen toll aufspielenden Mark King mit 10:8 aus. Dabei hatte Selby über Nacht mit 5:4 geführt.

Mit Breaks von 43, 73, 42 und 63 Punkten konnte Mark King jedoch schnell den Ausgleich schaffen und sich mit drei Frames Vorsprung absetzen. Selby kam dann noch einmal auf 8:7 heran indem er mit Breaks von 40 und 108 Punkten zwei Frames gewann, doch King konterte mit 116 Punkten am Stück.

Noch einmal kam Selby heran bevor King mit einer 71er-Serie alles klar machen konnte. Mark Kings Gegner im Achtelfinale wird Peter Ebdon sein, der sich ja denkbar knapp mit 10:9 gegen Jamie Cope durchbeißen musste.

Williams klar weiter

Für die bisher eindeutigste Entscheidung bei der WM hat Mark Williams gesorgt. Gegen Mark Davis gewann er mit 10:3. Er war mit einer 8:1-Übernachtführung im Crucible angekommen und gewann den ersten umkämpft-zerfahrenen Frame. Dann konnte aber Davis zeigen, dass er auch Snooker spielen kann und gewann 2 Frames (Breaks von 62 und 46 Punkten).

Das Williams mit seinem Spiel unzufrieden war konnte man überdeutlich sehen und hören: Als er in Frame 12 einen einfachen Ball verschoss knallte seine Hand auf die Bande, er machte sich seinem Ärger luft.

Doch seine Antwort konnte sich sehen lassen: 79 Punkte in Serie bedeuteten den Sieg in diesem einseitigen Match.

Williams Gegner wird wohl Ronnie O’Sullivan sein, es sei denn dem gelänge es nicht sich gegen den 17jährigen Qualifikanten Liu Chuang durchzusetzen. Heute Mittag ab 15:30 Uhr wissen wir genaueres.

Ihre erste Session haben auch Graeme Dott gegen Joe Perry hinter sich, der Weltmeister von 2006 liegt mit 4:5 zurück. Shaun Murphy konnte gegen Dave Harold sieben der ersten neun Frames gewinnen. Zudem beginnen die Matches Ken Doherty – Liang Wenbo (das am Abend beendet wird) und Stephen Maguire gegen Anthony Hamilton. Vom O’Sullivan-Match mal ganz abgesehen.

Kommentare (Abonnieren)

RonnieRulez 23. Apr., 14.44 Uhr

Ding schlägt Fu denkbar knapp……
ja gut, egal. Immerhin ein Chinese weniger. Diese ausdruckslosen Spieler mit der Emotionalität einer Spielkonsole machen die bislang sowieso nicht besonders hochklassige WM noch einen Tick langweiliger. Auch wenn Ding mal was riskiert.
Ich fordere eine China-Quote !
Der Graeme muss nach Hause fahren und verliert seinen Top 16 Platz. Verdient ? Ja immer. Erbärmliches Snooker über weite Strecken des Matches btw. Und Bingham vs. Perry wird auch ein echter Knaller….

Eric Eggert 23. Apr., 14.57 Uhr

Ich weiß ja nicht, welche WM du siehst, aber ich finde sie durchaus spannend und hochklassig. Und im Dott-Match gab es immerhin vier Centuries und sieben Breaks von mehr als 50 Punkten zusätzlich.

Bevor du eine China-Quote fordern kannst müsstest du eine Engländerquote fordern, Hendry und Davis waren in ihren Anfangsjahren genau so emotionslos wie die chinesischen Spieler heute.

DanaX 23. Apr., 15.04 Uhr

Hmm, bislang waren viele gute Matches zu sehen, man hat ja immer so seine Lieblinge, aber ich finde die WM sehr spannend.

Gut, mit den Emotionen ist das im Snnoker eh so eine Sache, aber die zurückhaltend erzogenen Chinesen sind halt noch eine Spur ärmer an diesen wenigen Ausbrüchen :)

Grüße

Matthias Mees 23. Apr., 15.08 Uhr

Ich muss zugeben, dass ich es auch immer wieder beeindruckend finde, mit welchem fast gelangweilten Gesichtsausdruck Ding selbst riskante Pots angeht. Deswegen finde ich sein Spiel aber nicht grundsätzlich fade. Auch und gerade die jüngeren Chinesen spielen oft spektakuläres Snooker (siehe Liang Wenbo), wenn auch (noch) nicht immer mit zählbaren Ergebnissen.

In puncto Graeme Dotts Top 16-Platz würde ich übrigens lieber nochmal nachrechnen …

RonnieRulez 23. Apr., 16.40 Uhr

Ja stimmt – Dott hält wohl die Top 16.

Xristjan 23. Apr., 19.31 Uhr

räusper also wenn nur Spassvögel erlaubt wären, dann gäbe es auf der MT keine 10 Spieler…
Die Chinesen haben halt in der Masse zig Talente, da werden sich auch in den nächsten Jahren zurecht weitere Profis für die MT qualifizieren.
Und Marco Fu z.B. sieht nicht mehr oder weniger langweilig aus wie irgendein Brite.
Witzig fand ich den Auftritt von Liu Chuang – beim Eintreten in die Arena sah man ihm sofort an, dass er innerlich vor Ehrfurcht zitterte :) Hat sich aber dennoch gut geschlagen bisher.

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