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Higgins stoppt Allens Comeback

Wenn ein Spieler nach zwei Sessions in einem WM-Halbfinale bis 17 einen 13:3-Vorsprung hat, geht man eigentlich davon aus, dass er das Finale schon im dritten Durchgang sicher machen kann. Doch John Higgins erlebte in Session 3 einen kapitalen Leistungseinbruch. In knappen Frames sicherte sich Allen eine vierte Session indem er 6 von 8 gewann.

Wenn Higgins ins Spiel kam, dann richtig. Seine beiden gewonnenen Frames holte er sich mit 85- und 93er-Breaks. In der heutigen vierten Session führte Allen beim Stand von 9:15 seine Aufholjagd mit einem Century fort und legte noch zwei weitere Frames drauf. Higgins zeigte sich beeindruckt, machte in diesen drei Frames mehr einfache Fehler als sein Gegner, der teilweise kompromisslos offensiv spielte. Im vierten Frame des Abends fing sich Higgins jedoch kurzfristig und produzierte eine Folge von 116 Punkten um einen Frame an das Finale heran zu ziehen. Allen steckte aber nicht auf und nutzte eine weitere Unachtsamkeit von Higgins um auf 13:16 heran zu kommen.

Der nächste Frame war spannend, Higgins legte 60 Punkte vor, verschoss dann und lies Mark Allen wieder in die Bälle. Der lochte 44 Punkte in Folge, verschoss dann Blau um im Endspiel auf Gelb zu stellen. Diese Einladung zum Frame und Matchgewinn ließ sich Higgins nicht entgehen.

„Ich bin total erleichtert. Ich dachte schon ich hätte es endgültig vermasselt“, sagte Higgins nach dem Match. „Aber die ganze Anerkennung gebührt Mark. Er ist toll für das Spiel – er ist wie ein Straßenkämpfer. Und er hat das Publikum im Rücken. Er wird zurück kommen und die WM irgendwann gewinnen, das habe ich ihm auch nach dem Spiel gesagt.“

Ein resignierter Mark Allen sagte: „Das war ein seltsames Match, ich habe immer hinten gelegen… Letztendlich habe ich mir nach den ersten zwei Sessions eine zu schwere Aufgabe gestellt.“

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