Sprunglinks

Snookerblog

Snooker auf aller-allerhöchstem Niveau

11 Kommentare

Wow, was für eine WM. Schon vor dem Viertelfinale sind wir nur 10 Centuries vom Rekord entfernt, alle Spiele und Spieler haben ein riesiges Niveau. Das hat sich in dieser Saison angekündigt, bereits bei der UK Championship im Dezember sahen wir ähnliche Leistungen. Die Spitze rückt immer näher zusammen, letztes Jahr hatten nach der WM 3 Spieler über 20.000 Weltranglistenpunkte, jetzt sind es schon vier vor der WM gewesen.

Zudem zeigt sich einmal mehr, dass gutes Snooker nicht von der Teilnahme von Ronnie O’Sullivan abhängt, im Gegenteil. Jeder der anderen 15 Achtelfinalisten hatte es ebenso verdient dort zu stehen, egal ob er nur 3 oder 13 Frames gewinnen konnte.

Mark Allen bezwang Ronnie O’Sullivan mit 13:11, einem denkbar guten Ergebnis für einen erstaunlich schwach spielenden O’Sullivan vor allem in der dritten Session. Allen mus man zugute halten, dass er die Nerven nicht verloren hat und den verdienten Sieg nach hause geholt hat.

Im Viertelfinale trifft Allen nun auf Ryan Day, der Nigel Bond dominierte und mit 13:5 deutlich aus dem Turnier warf. Es ist schwer einzuschätzen, wer aus diesem Duell als Sieger herausgehen wird, Day hat sicherlich mehr Erfahrung, Allen den unbedingten Willen den WM-Titel zu gewinnen.

Das einzige Match, das über die volle Distanz bisher ging war die Begegnung zwischen Jamie Cope und John Higgins. Cope lag schon 12:10 vorne, dann begann aber das Nervenflattern und eine Stärkeperiode von Higgins, der die letzten beiden Frames gewann. Kurios: Im letzten Frame wurde das Spiel zweimal unterbrochen, weil Zuschauer ohnmächtig wurden.

Hoffentlich nicht ohnmächtig wird Mark Selby, Higgins Gegner im Achtelfinale. Der musste gegen Graeme Dott in der letzten Session seinen 10:6-Vorsprung verteidigen, doch Dott konnte nicht mehr aufholen und verlor 10:13.

Shaun Murphy servierte Marco Fu mit 13:3 ab und spielte dabei 3 Centuries, sparte sich die letzte Session in überlegener Form. Diese Leistung muss er jetzt aber gegen Stephen Hendry, seinen Viertelfinalgegner, wieder abrufen. Der hatte sich gegen einen wiedererstarkten Ding Junhui erst in der letzten Session durchsetzen können, nachdem es vorher 8:8 stand.

Vize-Weltmeister Ali Carter ist ebenfalls ausgeschieden. Nach den ersten beiden Sessions hatte er 2 Frames Rückstand auf Neil Robertson, doch der Australier nutzte die letzte Session um sich 4 von 5 gespielten Frames zu holen und ins Viertelfinale einzuziehen, wo er auf Stephen Maguire trifft. Der hat sich in seinem Achtelfinale gegen Mark King einen neuen Rekord erarbeitet: Mit genau 75 Minuten spielten die beiden den längsten je im TV ausgestrahlten Frame. Nach der zweiten Session, in der Maguire mit 133 das einzige Century des Spiels schoss, führte er mit 10:6 und gewann dann auch alle Frames der letzten Session zum 13:6-Endstand.

Kommentare (Abonnieren)

Toni 28. Apr., 10.28 Uhr

Cope lag auch schon 12:10 vorne, nur so als kleine Anmerkung. Mir gefielen die Achtefinals sehr. Sehr viele Centuries, gute Saftey schlachten und das alles wirklich auf „ aller-höchstem Niveau. Das kann aber daran liegen das anscheinend die Taschen etwas größer sind als gewöhnlich. Jedenfalls schreb das David Hendon in seinem Blog. Ich hoffe das Hendry gegen Murphy gewinnt und dann vielleicht noch das Halbfinale für sich entscheiden kann. das wäre wirklich fantastisch.

Eric Eggert 28. Apr., 10.36 Uhr

Da verlässt man sich einmal auf die Kollegen, dann unterschlagen die doch glatt einen Frame. Ich hatte mich schon gewundert, weil in meinem Kopf auch 12:10 gespeichert war :)

Matthias Mees 28. Apr., 13.11 Uhr

Ich glaube ja nach wie vor, dass wir diesmal einen neuen und jungen Weltmeister bekommen — allerdings straft Stephen Hendry mich gerade Lügen, auch wenn es erst die erste Session ist und man eigentlich jede Minute seinen Einbruch erwarten dürfte …

Das mit den größeren Taschen muss ich bei Dave überlesen haben. Es würde aber z.B. auch erklären, warum doch relativ viele „scharf“ geschossene Longpots fallen …

Xristjan 28. Apr., 13.38 Uhr

Und jetzt Hendry mit der 147!!! Ist ja nicht zum Aushalten, was uns hier geboten wird! Topleistungen am laufenden Band…

Exe 28. Apr., 13.53 Uhr

Absolut unglaublich! Hendry hat es tatsächlich geschafft!! Bei der letzten Pinken hab ich meine halbe Wohnung zusammengebrüllt! Welch unglaubliches Break! Herzlichen Glückwunsch! Ich bin immer noch total fertig mit den Nerven! =)

Huey 28. Apr., 17.51 Uhr

Ich glaube nicht, dass die Tascheneinläufe diesmal tatsächlich größer sind. Es scheint nur so zu sein, dass die Backen etwas weniger flach gerundet sind, also etwas „kantigere Rundungen“ aufweisen, wodurch die Kugeln eher hinein- als hinausbefördert werden.
Aber Hendry war natürlich so gut, dass er in jedem Fall ein Max. gemacht hätte. Mal schauen, ob er die volle Prämie erhält.

Xristjan 28. Apr., 18.30 Uhr

Bei den ganzen centuries am Fließband muss man fast damit rechnen, dass sich Hendry die Prämie teilen muss.

Matthias Mees 28. Apr., 22.58 Uhr

Also, der Debatte bei Dave entnehme ich auch keine konkreten Hinweise auf — natürlich — „aufnehmendere“ (nicht wirklich breitere) Taschen, bestenfalls Andeutungen und Vermutungen. Diese würde ich aber unterschreiben — es gehen auffallend viele „scharf geschossene“ Longpots rein (Murphy soeben mit roher Gewalt quer über den Tisch), mir scheint auch so, als fielen Bälle auf Mitteltaschen etwas leichter.

Aber sei’s drum — wenn’s der Attraktivität dient …

Berndt 29. Apr., 09.23 Uhr

Ich habe auch den Eindruck, als wären die Taschen „freundlicher“ als sonst üblich. Aber, ob das in jedem Fall der Attraktivität dient?
Ich mag Snooker im Vergleich zu Pool wesentlich mehr, weil das Spiel auch für die Profis immer noch so schwer war/ist, dass man eben nicht nur break an break sieht, sondern halt auch so manches taktische Duell. Ich habe meinen Spaß auch an (guten) safety-Duellen. Insofern bin ich nicht so euphorisch wegen der hohen Anzahl an breaks…

Xristjan 30. Apr., 09.17 Uhr

Das war gestern Abend die spannendste (und erste richtig taktierende) Session, aber ich bin als Selby-Fan schwer enttäuscht. Eigentlich hätte er den Sack zumachen müssen, und dann leistet er sich mehrere grobe Schnitzer.

Toni 30. Apr., 10.13 Uhr

bei Selby – Higgins war es mir eigentlich fast egal wer gewinnt. Während des Matches war ich ne Zeit lang auf der Seite von Selby, dann wieder Higgins usw. Insgesamt ein sehr spannendes Match. Selby war sichtlich sehr mitgenommen und enttäuscht, aber so ist es eben wenn man sich am Ende Fehler merlaubt.Mark Allen hätte ich überhaupt nicht zugetraut. Gestern fand ich es wieder sehr cool wie er sich am Ende gefreut hat, nachdem er den Frameball lochte. Die Halbfinal Paarungen sind alle sehr ansehnlich auf dem Papier und ich denke das man am Ende einen neuen Weltmeister haben wird, der bisher noch keiner war.

Anzeige:

Alle Inhalte sind Eigentum des jeweiligen Autors. Dieses Internetangebot enthält Ausschnitte aus verschiedenen anderen (Online-)Medien. Kommentare müssen nicht die Meinung des Seitenbetreibers widerspiegeln. Betachten Sie auch die Richtlinien zum Datenschutz und das Impressum. Icons von FamFamFam.