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Snookerblog

10 Snooker-Augenblicke 2008

9 Kommentare

Zum Jahresabschluss folgen 10 Augenblicke des Jahres, die wir nicht so schnell vergessen werden. Das Snookerblog, Matthias Mees und Eric Eggert, wünscht seinen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009, das gilt natürlich auch für alle Athleten, die uns auch im nächsten Jahr wieder begeistern werden.

1. Turnierserie des Jahres: Die Championship League

Im Februar startete die Championship League. Neu daran: Ein spannender Gruppen-Modus bei dem jedes Match zählte und ein spannender Wettkampf. Während 2008 noch nicht die absolute Weltspitze vertreten war tritt 2009 auch Stephen Hendry in diesem Kampf um einen Premier-League-Platz an. Übertragen werden die Gruppen über das Internet – auch eine sehenswerte Neuerung.

2. Publikum des Jahres: Die World Series of Snooker in Berlin

Lokale Talente fördern und Snooker auf höchstem Niveau zeigen, das war das Motto unter dem John Higgins seine World Series startete. Die neue Serie machte zuerst einen eher schlecht organisierten Eindruck, mauserte sich aber dann doch zu einem Erfolg an dem die deutschen Zuschauer keinen geringen Anteil haben: Der Zuspruch im Berliner Tempodrom zeigte wie verrückt Kontinental-Europa nach Snooker ist. Für die WSA sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein!

3. Flop des Jahres: Die Bahrain Championship

Neue Turniere sind ja schön und gut, doch mit dem prestigeträchtigen aber teuren Auftritt in Bahrain hatte sich die WSA keinen gefallen getan: Das Turnier ohne Stimmung und ohne die Premier-League-Spieler gewann schließlich Neil Robertson, der aber auch der einzige sein dürfte, der dem Turnier etwas positives abgewinnen konnte.

4. Ausrutscher des Jahres: Ronnie O’Sullivan

Zum Jahresende dürfen wir noch einmal den Finger in die Wunde legen: O’Sullivans Ausfälligkeiten nach seinem Ausscheiden aus den China Open kosteten ihn 700 Weltranglistenpunkte und 3750 Pfund. Ein streitbarer Charakter zwar, aber immerhin einer mit dem man sich reiben kann – wie langweilig wäre Snooker ohne ihn?

5. Beste WSA-Entscheidung des Jahres: Grand Prix Open Draw

Die WSA überraschte alle Experten, als sie das Ende des Gruppenmodus im Grand Prix ankündigte. Die Ziehung der Gegner ab der zweiten Hauptrunde verlieh dem Turnier viel Würze ohne es unfair zu machen.

6. Pechvogel des Jahres: Graeme Dott

Wenn diese Auszeichnung ein Wanderpokal wäre: Graeme Dott dürfte ihn bereits behalten. Bereits vor einigen Jahren glich seine Anreise zu den China Open eine Odyssee, 2008 ereilte ihn das gleiche Schicksal: Nicht weniger als 40 Stunden war er zum Shanghai Masters unterwegs und Lohn der Mühe war ein Armbruch, den er sich beim Fußballspielen vor dem Turnier zuzog. Erst beim übernächsten Turnier konnte er wieder in das Geschehen eingreifen.

7. Schock des Jahres: Ricky Walden gewinnt in Shanghai

Gegen Weltmeister Ronnie O’Sullivan zu gewinnen, in einem Finale eines Weltranglistenturniers, das hätte vor der Saison keiner Ricky Walden zugetraut. Doch der Engländer zeigte in China was in ihm steckt: Stephen Hendry und Neil Robertson stach er knapp mit 5:4 aus, gewann dann gegen Steve Davis und Mark Selby. Nachdem O’Sullivan im Finale bereits mit 5:4 nach der ersten Session in Führung lag konnte Walden Session 2 für sich entscheiden und das Match schließlich mit 10:8 gewinnen.

8. Session des Jahres: WM-Halbfinale O’Sullivan–Hendry

Nach einem 4:4 in Session 1 drehte Ronnie O’Sullivan richtig auf und zeigte die Session des Jahres. Mit Breaks von 93, 44, 57, 87, 133, 135, 85 und 70 Punkten fesselte er Stephen Hendry an seinen Sessel und erspielte sich einen freien WM-Tag indem er die darauf folgende Session ebenfalls für sich entschied.

Hendry nach dem Match: „Ronnie war herausragend. Sein Allround-Spiel ist das Beste gegen das ich je angetreten bin. Ich habe ihm gesagt, dass das die beste Safety war, die ich je gesehen habe.“

9. Match des Jahres: China-Open-Finale Maguire–Murphy

Über die volle Distanz von 19 Frames ging dieser Thriller der beiden Rivalen Stephen Maguire und Shaun Murphy – und das bei einem beiderseitig hohem Niveau. 4 Centuries und 5 Breaks über 70 Punkte und viele knappe Frames prägten das Match.

10. Moment des Jahres: Das Double-Maximum bei der WM

Ali Carter bescherte den Snookerfans einen der ganz besonderen Momente: Ein Maximum-Break. Ganz, ganz besonders daran war aber, das es keine 24 Stunden nach einem Maximum durch Ronnie O’Sullivan passierte und damit Geschichte schrieb: Zum ersten mal gab es zwei Maximums in einer Endrunde eines Weltranglistenturniers. Insgesamt gab es 2008 übrigens 7 Maximums (2007: 6 Maximums, 2005 und 2006 jeweils 2).

Was waren eure Snookermomente des Jahres?

Kommentare (Abonnieren)

Matthias Mees 31. Dez., 22.14 Uhr

11. Turnier des Jahres: UK Championship. Hochklassiger Sport, spannend bis zum Schluß und das alles trotz oder gerade wegen des frühen Aus von ROS.

12. Aufsteiger des Jahres: Liang Wenbo. Ich denke, er wird Ding bald überholen.

13. Leistung des Jahres: Steve Davis hat ernsthafte Ambitionen auf eine Rückkehr in die Top 16. Wahnsinn. Was treibt den Mann an?

Xristjan 1. Jan., 14.48 Uhr

Den Triumph von Ricky Walden als Schock des Jahres zu bezeichnen finde ich etwas merkwürdig.
Die Ergänzung um Punkt 11 bis 13 ist absolut sinnvoll. Das Finale des Jahres hätte übrigens auch zur UKC gepasst.
Zu Punkt 4 passt Ronnies „Ausraster“ bei der UKC bzw. sein Verhalten insgesamt in der 2. Session.

Toni 1. Jan., 16.02 Uhr

Die Liste stammt ja auch nicht von den beiden Schreiberlingen. Frohes neues jahr wünsche ich euch allen.

Eric Eggert 1. Jan., 20.11 Uhr

Die Liste stammt von einem Schreiberling (wobei ich mich durch einige andere Listen habe inspirieren lassen) und die Ergänzungen vom anderen…

Toni 1. Jan., 20.40 Uhr

Ok.

Claudia 1. Jan., 23.16 Uhr

Match des Jahres: eventuell auch Shanghai Masters Viertelfinale zw ROS – Mark Williams, oder GP Halbfinale Ali Carter – Ryan Day….

Das Match Shaun Murphy gegen Stephen Maguire in den China Open würde ich als das „Finale des jahres“ bezeichnen ;-)

Ferdinand 2. Jan., 00.10 Uhr

Ein gesundes und insgesamt gutes Jahr 2009 wünsche ich allen und besonders den beiden „Snookerbloggern“ Matthias Mees und Eric Eggert für ihre gute Arbeit und Information! Und bei den „Ereignissen des Jahres“ ist für mich auch der Besuch von Ronnie O’Sullivan nach 10 Jahren erstmals wieder in Deutschland dabei. Das war doch ein Ereignis!!! Umso mehr kann man sich auf den 19. März in Berlin freuen – wer hätte das gedacht – nach so kurzer Zeit Ronnie wieder live … Übrigens nennt World Snooker einen anderen Termin (Beginn 30. März) für die China Open als z. B Eurosport bzw. auch Euer Terminkalender geht vom 16. März aus? Kann nicht stimmen, sonst würde es mit Ronnies Termin 19. 3 in Berlin kollidieren … Oder? Beste Grüße.

tekcor 3. Jan., 13.44 Uhr

Zum Thema Match des Jahres: Das war ohne Zweifel die 2. Session des WM-Halbfinalspiels Ronnie O’Sullivan vs Szepehn Hendry. Auf ES-UK ist alles dazu gesagt worden.

Happy potting für das Snooker-Jahr 2009

Wolfgang 5. Jan., 13.09 Uhr

Session des Jahres:
Zusätzlich zu O’Sullivans Session wäre sicherlich noch Liangs Vorstellung in der 3. Runde der Bahrein Championship-Quali eine Erwähnung wert. Breaks von 115, 139, 58, 147 und 139 in einem Best-of-Five-Match fehlen vermutlich selbst den größten des Sports noch in der Sammlung. Bemerkenswert auch, dass er in diesem Spiel sein damaliges High-Break gleich dreimal überboten hat.

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