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Snookerblog

Sechzehn minus acht

15 Kommentare

Eine UK Championship, welche bislang auf sportlich hohem Niveau nicht nur die „Besten der Besten“, sondern auch ein Maximum Break durch Ding Junhui zu bieten hatte, geht nun ins Viertelfinale.

Joe Perry, der in der Form seines Lebens einem offensichtlich neben sich stehenden Ronnie O’Sullivan ein Session Whitewash beibrachte, trifft nun auf Marco Fu, der nach Barry Hawkins auch Matthew Stevens deutlich besiegte. Ein Match zweier Experten in nüchtern-sachlichem Snooker.

Im zweiten Viertefinale der oberen Hälfte des Turnierbaums treffen Ali Carter und Mark Williams aufeinander. Carter dürfte leicht favorisiert sein, zumal er in seinen beiden Partien gerade einmal die sieben Frames abgeben musste, die Williams in jedem seiner vorigen Matches verlor. Aber auch dem stoischen Kämpfer Williams liegen die langen Matches der UK Championship.

Viel ähnlicher als die Beteiligten des dritten Viertelfinales können zwei Spieler nicht sein: Shaun Murphy und Stephen Lee. Neben Spielweise und Statur ist auch die Situation der beiden in puncto Ranking vergleichbar – Murphy punktet erstmals in der laufenden Saison wirklich, Lee wittert eine Chance, sich wieder den Top 16 anzunähern. Spannung pur.

Im letzten Viertelfinale schließlich ein rein schottisches Duell zwischen John Higgins und Stephen Maguire. Higgins könnte in Telford nicht nur seine Absage in Bahrain kompensieren, sondern gar zum ersten Spieler der Saison mit zwei Main-Tour-Titeln werden. Maguire hingegen könnte den Abstand in der Rangliste auf O’Sullivan verkürzen und gleichzeitig den Vorsprung auf die Verfolger ausbauen.

Kommentare (Abonnieren)

Xristjan 17. Dez., 13.10 Uhr

Das sind auf dem Papier allesamt hochkarätige Matches. Vorhersagen zu treffen ist wirklich schwer. Eigentlich ist jedem der Acht der Titel zu gönnen. Ich glaube am meisten würde ich mich für Mark Williams freuen.

Toni 17. Dez., 13.25 Uhr

Fu – Perry 9:6
Carter Williams 7:9

Matthias Mees 17. Dez., 13.47 Uhr

Ich würde weder auf Perry noch auf Fu wetten, aber ich glaube, dass Perry am ehesten in der Lage ist, sich auf Fus Spiel einzustellen. Andererseits ist es genauso denkbar, dass er nach dem Hoch gegen ROS jetzt tief fällt. Bei Carter-Williams kann alles passieren, ebenso bei den anderen Matches.

Ich sehe es ähnlich wie Xristjan: Holen kann den Titel jeder dieser acht. Gönnen ist wieder eine andere Sache. Da bleibe ich bei meiner ursprünglichen Ansage: Jeder, der die unter Hälfte des Turnierbaumes übersteht, hätte es verdient, das Turnier zu gewinnen.

Berndt 17. Dez., 13.55 Uhr

Diese vier Partien gehen allesamt in die Richtung 50:50, denke ich. Sehr schwer, da Vorhersagungen zu treffen. Ich tendiere aber zu Halbfinalspielen von Perry – Williams und Murphy – Maguire. Gucken wir mal. :-D

Eric Eggert 17. Dez., 14.44 Uhr

Ja, diese Ausgeglichenheit auf dem Papier ist was, dass einen ganz besonderen Reiz ausmacht bei diesem Turnier. Sehr hochklassig das alles!

Matthias Mees 17. Dez., 14.51 Uhr

Als i-Tüpfelchen würde ich mir jetzt noch wünschen, morgen bei ESP möglichst viel von Murphy-Lee zu sehen. Das wird mit Sicherheit eine Augenweide für Fans von technisch anspruchsvollem Spiel. (Allerdings steht zu befürchten, dass man Higgins-Maguire den Vorzug geben wird.)

Heute werde ich persönlich arbeitsbedingt wohl kaum etwas sehen können, rechne aber mit eher nüchternen bis vorsichtigen Matches. Das ist für alle Beteiligten die Chance, nach langer Zeit oder erstmals in ein bedeutendes Finale zu kommen – das wird eine zähe Angelegenheit.

Ferdinand 17. Dez., 21.14 Uhr

Ein Hoch von Joe Perry konnte ich überhaupt nicht feststellen. Klar hat er solide gespielt und alle Chancen genutzt, die sich ihm boten – und die gab ihm Ronnie leider reichlich. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass Ronnie ziemlich viel Pech hatte (2 x fiel die Weiße, Perry quasi vor die Füße und somit Ball in Hand und somit Framegewinn, einmal entschied nur die vorletzte Kugel usw.). Ich finde, Perry hatte schon auch ziemlich viel Glück (neben seinem Können), andererseits war Ronnie sichtbar mit sich nicht im Reinen, wirkte unstet und fahrig – schon ein wenig spürbar in der 1. Session. Als er den Frame vor der Pause vorzeitig beendete, hatte ich schon gedacht, er würde das ganze Match jetzt aufgeben … Geärgert habe ich mich über die Kommentierung von Rolf Kalb in diesem Zusammenhang (ab der 2. Session), in der er – wie ich finde – nur mühsam eine gewisse Genugtuung um nicht zu sagen Häme unterdrücken konnte, dass O’Sullivan hinten lag und nicht brillierte. Es war wieder einmal deutlich zu spüren, dass er kein Ronnie-Fan ist – muß er auch nicht sein (im Gegensatz allerdings zu seinem Auftreten in Hamm!). So. In der jetzigen Situation drücke ich vor allem Mark Williams die Daumen, der gut wie lange nicht spielt und bei dem man im vergangenen Jahr schon versucht war, ihn ein bisschen abzuschreiben für vordere Plätze. Ansonsten würde ich ein Weiterkommen/den Titel allen wünschen – bloß nicht Fu und Higgins – mit Verlaub (und auf die Gefahr hin, einigen Unwillen hervorzurufen) …

Xristjan 17. Dez., 23.34 Uhr

packendes Match, leider mit schlechterem Ende für MW. Hätte nicht gedacht, dass Ali das Match noch dreht. Vielleicht holt er seinen ersten Titel?
Bin auch schon sehr gespannt auf morgen…

Berndt 18. Dez., 09.57 Uhr

@Ferdinand… Kalb kein Ronnie-Fan!? Ich habe jetzt die von dir genannte Session in Bezug auf Kalbs Kommentar nicht gut genug in Erinnerung, aber ich muss sagen, dass mich Kalbs häufige „Glorifizierung“ von O’Sullivan nervt. Vermutlich, weil ich kein Fan von ROS bin… ;-)

griot 18. Dez., 13.43 Uhr

>>Viel ähnlicher als die Beteiligten des dritten Viertelfinales können zwei Spieler nicht sein: Shaun Murphy und Stephen Lee. Neben Spielweise und Statur ist auch die Situation der beiden in puncto Ranking vergleichbar…………<<

Nicht ganz;-) Heute kommt es dann wieder einmal zum Duell der beiden Grazien, obwohl, wenn man genau hinschaut sind es nur noch 1 1/2 ;-)))
Meine Tipps Gestern:
Ali Carter v Mark Williams 9-7
Joe Perry v Marco Fu 8-9

Heute:
Shaun Murphy (Eng) v Stephen Lee (Eng) 9-7
Stephen Maguire (Sco) v John Higgins (Sco)9-8

>>dass mich Kalbs häufige „Glorifizierung“ von O’Sullivan nervt<<
Kann ich so unterschreiben, Snooker ist nicht nur RO’S.

Matthias Mees 18. Dez., 15.12 Uhr

Mit ROS ist es wie mit Michael Jordan oder Tiger Woods: Man kann im Grunde nicht Snooker mögen und den Spieler ROS nicht mögen – dafür ist sein Talent einfach zu beeindruckend.

Was man vom Menschen ROS hält, sollte auf einem anderen Blatt stehen.

Und ich hatte wieder Recht, ESP stürzt sich auf das schottische Duell … hoffentlich gibt’s wenigstens gelegentlich einen Schwenk zum anderen Tisch, damit ich mal die Staturen überprüfen kann … ;-)

Xristjan 18. Dez., 15.25 Uhr

Der Vergleich zu Jordan und Woods ist sehr gut gewählt. Snooker ohne Ronnie – da fehlt etwas… Beides MUSS einfach zusammengehören. Und es kann einen nicht kalt lassen, wenn er sich so präsentiert wie vorgestern…
Wie auch immer, ich habe Ronnies Auftritt abgehakt und mich auf die anderen Partien gefreut. Bisheriges positives Highlight der UKC ist das starke Auftreten der nicht-mehr-Top 16 Spieler Lee, Williams und auch Stevens. Wenn man bedenkt, dass solche Topspieler im öden Prestatyn Qualimatches spielen müssen… Bleibt zu hoffen, dass der Aufwärtstrend anhält. Zumindest bei M.W. bin ich 100% sicher, dass er wieder in die Top 16 kommt bzw. am Saisonende dort noch steht.

RonnieRulez 18. Dez., 20.31 Uhr

@Berndt
m.E. glorifiziert Kalb eigentlich jeden, der ein Break von mehr als 10 schafft.
Das ist was wirklich nervt.
Im übrigen kann ich nur den kommentarfreien Stream empfehlen, mir persönlich fehlt kein Kommentar, zumal Kalb eh immer diesselben Floskeln runterleiert.

Matthias Mees 18. Dez., 21.18 Uhr

Anderthalb Grazien konnte ich da im Übrigen nicht entdecken. Streifen machen halt nicht jeden schlank ;-)

Berndt 19. Dez., 10.18 Uhr

Nun, sicher, man muss unterscheiden zwischen dem Menschen O’Sullivan und seinem Snookerspiel. Letzteres ist ohne Frage zum Teil absolut perfekt und insofern bewundernswert. Der Mensch O’Sullivan verliert bei mir aber deutlich an Sympathie, wenn er wegen der Unzufrieden mit seinem Spiel Marotten aufführt, wie Kugeln einem Finger zu zeigen oder mit dem Fuß gegen den Tisch zu treten. Naja, bis hin zu der Aufgabe von Frames, bei denen der Gegner gerade mal an die 20 bis 30 Punkte hat…
Kalbs Kommentar bzgl. O’Sullivan halte ich oftmals für extrem überzogen. In dieser Form spricht er eher weniger von anderen Spielern. Und, Eurosports Werbung für die UK Championship „Ronnie und seine Gang“ haut ja in die selbe Kerbe. Aber, Snooker ist ganz gewiss nicht nur ROS und dann der Rest.
Ansonsten ist Kalbs Kommentar für häufige Zuschauer sicherlich ab und an nervig. Aber, andererseits wissen wir auch, dass eben auch sein insgesamt sympathischer Kommentar für das steigende Interesse an Snooker in Deutschland stark mitverantwortlich ist. Insofern passt das.

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