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Snookerblog

O’Sullivan mit perfekter Leistung ins Finale

14 Kommentare

Ronnie O’Sullivan hat mit einem meisterhaften Spiel vor allem in der zweiten Session in seinem Match gegen Stephen Hendry das Finale schon vorzeitig erreicht.

Nach dem 4:4 aus der ersten Session kam O’Sullivan mit einem 93er-Break sehr gut in die Session und lies Serien von 44, 57, 87, 133 und 135 Punkten folgen. Doch auch die letzten beiden Frames der Session gehörten dem Engländer: 85 und 70 Punkte bauten seine Favoritenrolle weiter aus, und den Punktestand auf 12:4.

O’Sullivan hatte nun die einmalige Gelegenheit sich einen ganzen freien Tag zu erspielen, während sein Finalkonkurrent gleich zwei Sessions bestreiten muss. Und am Abend sah man gleich im ersten Frame (126 Punkte), dass O’Sullivan gewillt war dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Aus den letzten 8 Frames musste er dazu fünf gewinnen. Die Frames 2 und 3 der Abendsession gingen jedoch an Hendry, der sich zumindest Hoffnungen auf eine Verlängerung machen konnte: Er spielte immerhin Breaks von 85, 54 und 46 Punkten. Doch O’Sullivan sah gar nicht ein, weshalb er noch einen Tag dran hängen sollte und sorgte mit Serien von 68, 123 und 56 Punkten dafür, dass Hendry keinen Ball lochen und drei Frames abgeben musste.

16:6 stand es und im letzten Frame sollte es noch einmal spannend werden. Beide Spieler waren jetzt aufgeregt und unkonzentriert. O’Sullivan verschoss zweimal Schwarz vom Spot und im Endspiel auf die Farben hätte Hendry den Frame noch einmal an sich reißen können, doch er legte die letzte Schwarze direkt vor die Tasche und gab daraufhin das Spiel auf.

Einen Whitewash in einer Session war Stephen Hendry noch nie in seiner langen Zeit in Sheffield passiert, und so zeigte er auch nur größte Bewunderung für seinen Gegner: „Ronnie war herausragend. Sein Allround-Spiel ist das Beste gegen das ich je angetreten bin. Ich habe ihm gesagt, dass das die beste Safety war, die ich je gesehen habe.“

„Er ist mit Abstand der beste Spieler, er hat brilliant gespielt. Ich kann momentan nur so spielen, wenn ich im Club bin, nicht im Match. Ronnie trifft die Bälle als ob es im Training wäre.“

„Gegen Ding Junhui und Ryan Day bin ich mit meinen Fehlern noch davon gekommen“, gab Hendry zu, „aber das Spiel gegen Ronnie war schon ein großer Schritt in der Klasse nach oben – und ich bin nicht mehr davon gekommen.“

Auf die Frage, ob Ali Carter oder Joe Perry eine Chance auf eine Sensation im Finale haben, antwortete Hendry: „Wenn Ronnie so spielt, nein.“

Ähnlich auch die Lobpreisungen von Cliff Thorburn: „Wir haben noch nicht das Beste von Ronnie O’Sullivan gesehen und ich glaube, dass er den Rekord [von Hendry] schlagen kann. Es ist unglaublich wie gut er ist.“

„Bisher hat er drei Maximums hier geschafft, es hätten aber auch gut und gerne 10 bis 12 sein können. Ronnie ist so anders als alles, was ich bisher gesehen habe.“

Ach ja: In dem anderen Halbfinale zwischen Joe Perry und Ali Carter hat Carter die zweite Session 6:2 gewonnen, er führt jetzt auch insgesamt mit 9:7.

(Quellen: BBC und BBC)

Kommentare (Abonnieren)

macwoern 3. Mai., 07.05 Uhr

Jetzt wird er wieder in den höchsten Tönen gelobt und in den Snooker-Olymp gehoben. Klar, er hat sehr gut gespielt. Keine Frage. Aber erstens hat ihm sein Gegner das auch ermöglicht und zweitens – wie sieht es morgen und am Montag aus?

Da kann Ronnie schon wieder ganz anders drauf sein. Aber wünschen wir ihm das nicht und hoffen auf ein klasse Finale, bei dem auch sein Gegner etwas an den Tisch kommen darf. ;-)

Eric Eggert 3. Mai., 07.38 Uhr

Naja, O’Sullivan hat insgesamt 8 Frames in dem Match zu null gewonnen, 5 Centuries gespielt. Und in den Frames wo Hendry im Break war hat auch ein Fehler von Hendry gereicht um den Frame zu verlieren. Dazu war das Safety- und vor allem das Stellungsspiel superb.

Selbst wenn O’Sullivan nur halb so gut spielt, wie er das in der dritten Session gegen Hendry getan hat, so haben meines erachtens Perry und Carter kaum eine Chance.

Und Anzeichen für einen Einbruch gibt es bei O’Sullivan nicht, die WM ist das einzige, was für ihn zählt, er spielt nach vorne und er behauptet selbst(!!!), dass sein Spiel gut ist. Ich glaube da besteht keine Gefahr.

macwoern 3. Mai., 09.31 Uhr

mal sehn …

toni 3. Mai., 10.51 Uhr

Also für mich steht Sullivan auch schon als Weltmeister fest, Perry oder Carter haben da keine Chance. und ich glaube das wir auch diesmal keine 4. Session erleben werden, also beim Finale.

Andrea 3. Mai., 10.52 Uhr

Bin auch gespannt wie weit Ronnie das Niveau im Finale halten kann. Traue ihm aber durchaus zu, dass er nochmal richtig angreifen wird. Dass er mal zufrieden mit seinem Spiel ist kommt so schon nicht oft vor…

Hendry hat gut gespielt. Aber gegen einen Gegner in so ner Form ist man irgendwann auch machtlos. Ein Fehler und der Frame war weg. Irre.

Ronnie wird die Nationen wohl immer spalten. Allen Recht machen kann man es nie. Egal wer das Finale letztendlich gewinnt, is ne tolle WM die wir dieses Jahr haben.

genie 3. Mai., 11.02 Uhr

Ronnie wird sich den Titel nicht mehr nehmen lassen. Dafür ist er zu fokussiert und motiviert, dass er überhaupt einen am Pokal schnuppern lassen wird.

Matthias Mees 3. Mai., 18.47 Uhr

Ich glaube ja sogar, Ronnie wird im Finale noch ein zweites Maximum hinterherschieben – nicht auf Teufel komm raus, dafür ist ihm die WM zu wichtig … aber wenn sich die Gelegenheit bieten sollte …

genie 3. Mai., 23.44 Uhr

So Ronnie gegen Carter. Ali aber hat keine guten Erinnerungen an Ronnie.
Sei gesagt: 5 centuries inkl. Max bei NIT

DanaX 3. Mai., 23.53 Uhr

Ich glaube erst jetzt ist er zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere ausgeglichen.

Kinder und Familie verändern vieles.

Und zu wissen das Snooker nicht mehr das Wichtigste ist, macht ihn frei von Druck. Diese Saison ist mit seine Stärkste.

Grüße

Claudia 4. Mai., 00.15 Uhr

Überlegt mal… er stand 4 Mal im Finale eines Weltranglistentunieres dieser Saison von 7 – und die Shanghai Masters hat er ja ausgelassen. Man kann also sagen in 4 von 6 Tunieren stand er im Finale… das ist sehr beachtlich und e hats verdient, die neue Nummer eins zu sein.
Allerdings, falls er den Titel holt, kann ich mir bei Ronnie gut vorstellen, dass er aufhörne wird.. er hat ja selbst gesagt, er will sich mit einem Bang verabschieden… (nur Spekulation!!! rotwerd)

genie 4. Mai., 07.54 Uhr

@claudia

Er wird erst abtreten, wenn er vor den Augen seines Vaters den WM-Titel holt.

Er hat das Leben von Ronnie jr. maßgeblich geprägt und Ronnie jr. wird sich auch angemessen dafür bedanken.

Das wäre ein Bang…

Eric Eggert 4. Mai., 09.50 Uhr

Ich glaube, dass wir an Ronnie O’Sullivan noch viele, viele Jahre unseren Spaß und unsere Reibungspunkte haben werden :)

Claudia 4. Mai., 14.28 Uhr

ich hoffe es.
Kann es eventuell möglich sein, dass sein Vater Freigang bekommt, wenn Ronnie am Montag Abend vielleicht denTitel holt??
Was wären das für Emotionen… O.O

Eric Eggert 4. Mai., 16.11 Uhr

Ich glaube nicht, dass es möglich ist, schließlich ist es eine lebenslange Haftstraße und die Fluchtgefahr zu hoch. Man hätte das zudem auch schon früher machen können, aber scheinbar ist es nicht möglich. (Davon abgesehen, dass O’Sullivan wohl eher abgelenkt wäre und sich nicht auf das Match konzentrieren könnte.)

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