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Snookerblog

Der große Saisonrückblick 2006/07, Teil 2: O’Sullivans Aufgabe, Ebdons Sieg und das Masters-Skandal-Finale

Das Jahr 2006 sollte mit einem Paukenschlag beendet werden, wie man es vorher noch nie erlebt hatte.

UK Championship (04.–17.12.2006)

Nach einem 9:8 gegen Ricky Walden und einem 9:3 gegen Stephen Maguire sah es eigentlich so aus als ob Ronnie O’Sullivan ein erfolgreiches Turnier spielen könnte.

Im sechsten Frame lag O’Sullivan bei einem Spielstand von 1:4 gegen Stephen Hendry mit 24 Punkten in Front als er eine Rote verschoss und daraufhin Stephen Hendry und Schiedsrichter Jan Verhaas die Hand schüttelte und die Arena verließ.

O’Sullivan in einer Pressemitteilung: „Im Moment bin ich sehr unzufrieden mit mir selber. Ich fühle mich verletzt und wie starr. Aber ich bin ein Kämpfer, und ich werde zurückkommen und mehr und härter kämpfen als zuvor.“

Konsequenzen wegen Ronnies verhalten sollen – so hieß es in einem Artikel, der leider nicht mehr online ist – Ende Mai 2007 gezogen werden. Dann gibt es wohl zumindest eine offizielle Anhörung vor der Disziplinarkommission der WSA.

Peter Ebdon nach seinem Finalsieg gegen Stephen Hendry Im Finale stand Hendry, der noch gegen Graeme Dott gewann gegen Peter Ebdon. Ebdon hatte sich gegen Ding Junhui und John Higgins durchgesetzt und schlug Hendry dann mit 10:6.

Ebdon ist erst der neunte Spieler, der die beiden wichtigsten Weltranglistenturniere, die WM und die UK Championship, gewann.

Das Masters (14.–21.01.2007)

Ronnie O’Sullivan freut sich über seinen Sieg beim Masters 2007 Für das Masters 2007 bekam O’Sullivan eine Extrawurst gebacken: Er konnte – auf Geheiß des WSA-Vorsitzenden Sir Rodney Walker – auf Pressekonferenzen verzichten. Das tat er natürlich dann auch ausgiebig.

Unterdessen eine ganz schwache Leistung zeigte in der ersten Runde Graeme Dott. Dabei war er von der Nachricht betroffen, dass bei seiner Frau möglicherweise eine Krebserkrankung vorliegen könnte. Glücklicherweise stellte sich die Gewebewucherung als harmlose Zyste heraus.

Ding Junhui zeigte unterdessen – mit einer Wildcard angetreten – was in ihm steckt. Mit einem Maximum in Wimbledon gleich im ersten Match gegen Anthony Hamilton zeigte er sein Klasse. Als er dann souverän Peter Ebdon, Stephen Lee und Stephen Hendry schlug war man sich sicher: Der Junge hat im Finale Chancen.

Auf der anderen Seite der Arena saß unterdessen O’Sullivan im Finale. Nach dem Halbfinale gegen Stephen Maguire gab O’Sullivan ausnahmsweise eine Pressekonferenz in der er sagte: „Ich fühle mich physisch nicht dazu fähig [mich den Fragen der Presse zu stellen – Anm. d. Red.]. Meine Gesundheit steht an erster Stelle. Das letzte, was ich tun möchte ist vor Millionen Zuschauern zusammenbrechen.“

Im Finale kam es dann zu wüsten Beschimpfungen des unruhigen Masters-Publikums vor allem gegen Ding Junhui, der so verunsichert war, dass er das Match beinahe vorzeitig aufgegeben hätte. Die WSA lies zwar verlautbaren, dass es keine rassistischen Beschimpfungen gab, trotzdem bleibt ein übler Nachgeschmack. O’Sullivan gewann schließlich gegen einen desolat spielenden Ding mit 10:3.

Malta Cup (28.01.–04.02.2007)

Logo des Malta Cups Während in Portomaso die Favoriten gleich reihenweise ihre Koffer packen mussten, standen junge Talente im Fokus. Zum Schluss sollten sich Ryan Day und Shaun Murphy im Finale um die Punkte streiten. Für Day wäre es der erste Turniersieg gewesen, doch Shaun Murphy fuhr mit einem 9:4 einenklaren zweiten Turniersieg nach der WM 2005 ein.

Lest im 3. Teil alles zu den Welsh und China Open sowie Deutschlands Weg zum Team-Europameister. Ich empfehle euch den RSS-Newsfeed oder das E-Mail-Abonnement (Startseite unten rechts) um auf dem Laufenden zu bleiben und keine Folge zu verpassen.

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