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Snookerblog

Die „jungen Wilden“ tun sich schwer im Crucible

3 Kommentare

Entgegen Rolf Kalbs Meinung glaube ich nicht daran, dass die jungen Spieler eine besonders gute Figur machen. Im Gegenteil.

Ding Junhui hat sich von Ronnie O’Sullivan die Butter vom Brot nehmen lassen, 2:10, damit kann und wird der junge Chinese nicht zufrieden sein. Neil Robertson ist meiner Meinung nach kein „junger Wilder“ mehr, er stürmt nicht wild von Stoß zu Stoß und spielt überlegt. Mit zwei Turniersiegen ist er gar einer der besten Spieler in dieser Saison, er hatte bis zu den China Open sogar mehr Turniersiege als Graeme Dott, der amtierende Weltmeister.

Joe Delaney konnte gegen Matthew Stevens überhaupt nichts ausrichten, verlor 2:10 und mit Geburtsjahr 1972 ist er nicht „jung“ sondern allerhöchstens „neu“.

Drei Ausnahmen gibt es allerdings. Dave Gilbert (7:10 gegen Stephen Hendry) und Judd Trump (6:10 gegen Shaun Murphy) haben ihre beiden Spiele zwar nicht gewonnen, spielten jedoch sehr offensiv mit. Der 25jährige Gilbert hält sich schon ein paar Jahre in der Weltrangliste und konnte jetzt wohl seinen Durchbruch schaffen. Trump wird am 21. August erst 18 Jahre alt und hat in seinem ersten Jahr auf der Tour gezeigt, welch großes Talent in ihm steckt. Zurecht findet er sich deshalb ganz knapp hinter den Top-48 in der Weltrangliste nach dieser Saison.

Hinzu kommt Mark Allen, der sein Auftaktmatch gegen Ken Doherty gewann. Der 20jährige, der sich auf seiner zweiten Main-Tour-Saison befindet zeigte Durchhaltevermögen. Eine Eigenschaft, die den jungen Spielern oft abgeht, da die Turnierdistanzen immer kürzer werden.

Über einen „jungen Wilden“ wird sich auch Steve Davis geärgert haben: John Parrott ist sieben Jahre jünger als der Altmeister.

Kommentare (Abonnieren)

Xristjan 26. Apr., 10.27 Uhr

es ist auffällig, dass in den Topf der jungen Wilden sowohl ein Judd Trump als auch ein Neil Robertson und Ryan Day gesteckt werden, Letztere sind 25 und 27… Daran stimmt schon mal grundsätzlich etwas nicht.
Richtig ist aber, dass sich speziell in dieser und der letzten Saison einiges getan hat, es gibt frisches Blut auf der Tour, indes sich einige haudegen allmählich schwer tun (Drago, White, McManus…). Im nächsten Jahr kommt dann wohl noch Michael White hinzu und auf der anderen Seite muss man mal schauen wie lange noch ein Hendry oder Doherty oder Ebdon usw. spielen wollen/können (auf höchstem Niveau)...
Alles in allem finde ich die Mischung auf der Maintour sehr ausgewogen. und ein Duell wie Davis gg Parrott war doch auch mal sehenswert,. es muss also nicht immer nur um die neuen, jungen Spieler gehen…

Spit 27. Apr., 15.14 Uhr

Ich finde es aber gut zu wissen, das es genügend talentierten Nachwuchs gibt, der auch in 10 Jahren noch für spaß am Snooker schaun sorgen wird, wenn die heutigen Top-Leute dann ihrerseits Oldies sind.

Editha 28. Apr., 14.09 Uhr

Ich finde das Spiel von Judd Trump sehr interessant ich geb ihm noch zwei Jahre dann mischt er oben mit.
Junges Blut tut dem Sport gut.
das reimt sich

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